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Characters:
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Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2025-11-02
Updated:
2025-11-16
Words:
3,969
Chapters:
4/?
Comments:
4
Kudos:
31
Bookmarks:
2
Hits:
320

Liebe im Schatten der Nacht

Chapter 4: Kapitel 4

Notes:

as always, enjoy!

Chapter Text

Kevin:

 

Basti legte das Messer zur Seite und lenkte Kevins Blick auf seine Wunde. Nach einigen Sekunden war sie komplett verheilt.
«Ah chillig, Zauberkräfte hast du auch noch?»
«Nein, das sind alles Fähigkeiten, die gewisse Vampire besitzen. Aber dazu komm ich noch. Auf jeden Fall bin ich ein Vampir, wie meine Eltern auch. Als wir den Autounfall hatten, war dein Leben bedroht. Du warst bewusstlos und hattest fast keinen Herzschlag mehr. Wenn ich dich beiße, werden gewisse Enzyme aus meinem Körper übertragen, die zur sofortigen Heilung führen. Doch diese reichten nicht aus. Wenn ich dich aber in einen Vampir verwandle, stellst du diese selbst her und rettest dir somit selbst das Leben.»
Kevin versuchte zuzuhören, aber er wurde immer wieder abgelenkt. Der Geruch von Basti und seiner Wohnung benebelte ihn förmlich.
«Basti, stimmt es, dass Vampire für immer leben?», fragte er auf einmal.
«Durch die heilenden Fähigkeiten leben Vampire etwa 800–1200 Jahre. Aber du wirst nur so lange leben wie Menschen.»
«Und wie alt bist du wirklich?»
«Hahaha, ich bin 28, Kevin. Aber ich werde noch viel länger leben und unter einem neuen Namen streamen oder so. Das Ding ist eben, es gibt verschiedene Arten von Vampiren. Da meine Eltern beide Vampire sind, bin ich Vollblut-Vampir. Es gibt Halb-, Viertel- und so weiter – Vampire, weil es immer durch das Blut der Eltern oder des Verwandlers kommt. Durch mich bist du zwar zu einem neuen Körper mit den Fähigkeiten eines Vampirs gekommen, aber du bist trotzdem noch ein Mensch.»
Kevin schaute immer noch ungläubig zwischen Basti und sich selbst. Basti seufzte und sagte dann sanft: «Geh am besten jetzt schlafen. Du musst dich erholen.»
Kevin willigte ein und zog ins Gästezimmer um. Ein kleiner Plüschbasti wartete auf seinem Bett, und er wusste, dass dieser ihn anlachte, obwohl er keinen Mund hat.

 

Basti:

 

Er setzte sich auf den Balkon und nahm sein Handy heraus. Schon über die letzten Tage hatte er mehrmals mit Stegi telefoniert, um nach Rat zu fragen.
«Hey Basti, wie geht's Kevin?»
«Endlich besser, er wurde heute entlassen und schläft jetzt im Gästezimmer.»
«Und du? Geht’s dir auch besser?»
Basti schaute auf die Straße hinunter und beobachtete die Passanten. Eigentlich sollte es ihm gut gehen, immerhin war Kevin wieder da, doch die ganze Verwandlung lag ihm immer noch schwer auf dem Herzen.
«Ach, ich fühle mich immer noch so schlecht. Ursprünglich wollte ich es ihm nicht mal sagen, und jetzt hab ich ihn verwandelt.»
«Egal was dabei rauskommen wird, du hast ihm das Leben gerettet. Vergiss das nie. Er wird nicht böse auf dich sein, weil er weiß, dass du es aus Liebe getan hast.»
«Er weiß ja nicht, dass ich ihn liebe.»
«Dann halt aus Freundschaft, ist doch eh das Gleiche. Und da er jetzt auch Vampir ist, musst du dich nicht mehr verstecken.»
Basti stimmte ihm zu, blieb dann aber eine Weile still.
Wie würde es jetzt weitergehen? Wird Kevin einfach zurück in sein eigenes Leben kehren und all das zu vergessen versuchen?
Jetzt, mehr denn je, hatte Basti das Bedürfnis, sein Leben mit Kevin zu verbringen. Jedes Mal, wenn er seinen Stream schaute, konnte er an nichts anderes denken als diese Augen.
Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als er von weitem eine Fledermaus sah. Sie hatte blutrote Augen und flog direkt auf ihn zu.
«Äh Basti», sagte Stegi plötzlich, «du hast es aber gemeldet, oder?»
Basti saß schnell auf. «Scheiße, Stegi.» Er stand auf und ging ins Wohnzimmer. «Ein Diener ist hier.»
Er drehte sich zur Glastür zurück, und da stand ein hochgewachsener, in einem schwarzen Mantel gekleideter Vampir.
Es war ein Diener des Lords. Dieser regierte die gesamte Unterwelt und hatte seine kriminellen Hände bis nach Berlin im Spiel. Basti hatte immer, so gut es ging, vermieden, in Angelegenheiten des Präsidiums zu kommen. Doch seit der Krönung des neuen Lords, HandofBlood, dem bislang korruptesten Vampir-Lord, wurden die Gesetze immer weiter verschärft.
Die roten Augen starrten auf Basti hinunter. Langsam trat der Vampir näher und sagte schließlich mit tiefer Stimme: «Du hast vor vier Tagen einen Menschen gebissen und verwandelt. Außerdem hast du es nicht gemeldet und dich somit strafbar gemacht. Du weißt, was die Konsequenzen davon sein können, nicht wahr?»
«Das war nicht beabsichtigt, weder die Verwandlung noch dass ich es dem Präsidium nicht gemeldet habe», stotterte Basti, doch der Diener lief an ihm vorbei und direkt zum Gästezimmer.
Er riss die Tür auf. Kevin lag schon wach im Bett und starrte zwischen ihm und Basti.
«Steh auf, wir machen ’ne Spritztour», lachte er hämisch.
«Was zum–»
«Wir müssen in die Unterwelt», sagte Basti und warf Kevin einen Pulli zu.
Der Diener hatte ein Portal geöffnet und wartete auf die beiden. «Beeilt euch.»
«Ja, aber kann ich noch kurz telefonieren?», fragte Basti.
Der Diener nickte, und Basti tippte auf den letzten Kontakt. Dieser nahm sofort ab.
«Hallo Stegi, wir müssen in die Unterwelt, ein Diener ist hier. Kannst du meine Streams machen und allen sagen, dass es mir und Kevin gut geht?»
«Wie lange wird das dauern?»
«Keine Ahnung, mach’s bitte einfach. Sag, wir sind in den Ferien oder so, keine Ahnung.»
Der Diener räusperte sich, daraufhin legte Basti ab und trat mit Kevin vor das Portal.
«Nimm meine Hand», flüsterte er zu Kevin.
Dieser schaute ihn verzweifelt an und legte seine Hand fest in Bastis.

Notes:

[Charactere und nicht Personen. Falls einer der beiden äussert, dass es ihm unangenehm ist, nehme ich die Geschichte runter]