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Theron wird Vater

Summary:

Die Geschichte spielt im Star Wars- The Old Republic Universum.
Ein Ausblick in die Zukunft meiner Sith Hexe Darth Niavil Novar Kallig Occlus (Fanfiction: Bewahre das Gleichgewicht), die sich nach Iokath in einer Beziehung mit Theron Shan befand und ungeplant von ihm schwanger wurde.
Nach einem Zerwürfnis der beiden, zieht sich Darth Occlus in ihr Haus auf Odessen zurück.
Ihre Schwester, der Zorn des Imperators und Kommandantin der ewigen Allianz, schickt Arcann, um nach der hoch schwangeren Darth Occlus zu sehen.
Arcann wird darauf in eine Situation hineingezogen, die er so schnell nicht mehr vergessen wird.

Notes:

Chapter 1: Vater

Chapter Text

„Was wollt Ihr in meinem Haus?“ fauchte Darth Occlus als sie die Eingangstür geöffnet hatte, um ihren Besucher herein zu lassen.

„Seid gegrüßt Darth Occlus, ich weiß das Ihr nicht gestört werden wollt, aber ich bringe Euch die Aufzeichnungen über die Geschichte Zakuuls, die Ihr angefordert habt“, sagte Arcann mit seiner tiefen Stimme.

„Dafür hätte man mir einen Botendroiden schicken können....und nicht ausgerechnet Euch“, erwiderte sie und bat ihn mit einer hektischen Handgeste ins Haus.
„Die Kommandantin wollte, dass jemand nach Euch sieht. Und Ihr Befehl bestimmt mein Handeln,“ sagte Arcann unterwürfig und trat ein.

„Natürlich. Wie sollte es auch anders sein“, seufzte Darth Occlus und ließ sich auf einen Stuhl im Wohnzimmer sinken. Sie schob die Hüfte leicht nach vorne, stellte ihren Joghurtbecher auf ihren übergroßen Bauch und begann ihn auszulöffeln.

Arcann beobachtete sie mit wachsamen Augen und zog die Augenbraue hoch.

„Legt Eure mitgebrachten Sachen einfach auf den Tisch dort drüben“, sagte sie und tauchte erneut ihren Löffel in den Becher.

Arcann schaute sich suchend nach einem freien Platz um, wo er die Sachen los werden konnte. Überall lagen Schriftrollen, Holocrons, Aufzeichnungen und Datendisks wild verstreut auf Anrichten und Tischen. Vieles lag darüber hinaus auf dem Boden.

Verlegen fragte er:
„Habt Ihr keinen Haushaltsdroiden?“

„Pff“, sagte sie...“Ja ich habe einen, liegt zerquetscht und verschrottet im Garten hinten. Wisst Ihr wie die nerven können, wenn sie hinter einem her flitzen und ständig um einen herum aufräumen, vor allem dann, wenn man gerade in eine Studie versunken ist. Nein wartet.... Ihr seid ja in einer Stadt voller Droiden aufgewachsen..Ihr seid das sicher schon von klein auf gewohnt.“

Arcann ließ resignierend die Schultern sinken.

„Macht es Euch etwas aus, wenn ich etwas aufräume um Platz für DAS hier (und er hob seinen Stapel leicht an) zu schaffen“, sagte er schließlich.

„Oh, Ihr wollt Bonuspunkte bei der Kommandantin sammeln. Nur zu....aber bringt nicht alles durcheinander“, raunte sie.

„Eigentlich will ich Euch nur helfen“, stellte er klar.

Arcann fing an aufzuräumen.
Er konnte sich nicht daran erinnern, wann er das letzte Mal wirklich aufgeräumt hatte. Auf Zakuul gab es die Droiden, die das für ihn übernommen hatten. Auf Odessen war das etwas anderes. Aber da er ohnehin ein ordentlicher Mensch war, entstand in seinem Apartment so gut wie nie Unordnung. Faszinierenderweise war das Haus ansonsten sehr sauber, nur eben schrecklich unordentlich. Er verschaffte sich einen Überblick über die Räumlichkeiten:

Ein großes Badezimmer mit Terrassentür zum Gartenpool.
Ein Schlafzimmer mit zwei Kleiderschränken, einem Frisiertisch, einem großen Bett und einer Art Waffenregal für Blaster und Lichtschwerter.
Über dem Bett war ein Fenster in der Decke, das den Blick in Odessens Himmel ermöglichte.
Ein Gästezimmer und noch ein Zimmer, welches bereits als Kinderzimmer eingerichtet worden war.
Eine Treppe zum Dachboden, der gewaltig sein musste, denn das Haus besaß nur ein Erdgeschoss.
Ein Abstellraum...da wollte er eigentlich nicht hin.
Die Küche, die sowohl mit dem langen Flur als auch mit dem Wohnzimmer verbunden war.

Und dann entdeckte er endlich das eigentliche Arbeitszimmer, das von allen Räumen das Größte war. Drei leere Regale standen neben unzähligen bis zum Bersten vollgestopften Regalen. Er atmete auf, endlich ein freier Platz.

Darth Occlus beobachtete Arcann amüsiert, wie er zwischen Wohnzimmer, in dem der große Esstisch stand, und Arbeitszimmer hin und her flitzte. Sie hatte den Unterhaltungswert dieses Besuchers völlig unterschätzt.
Das Wohnzimmer leerte sich und schon bald sah es wieder so aus, wie jeder es erwarten würde.

Schnaufend unterbrach er seine Arbeit für einen Moment.
„Was befindet sich eigentlich auf dem Dachboden, nur damit ich auch keine Regale übersehe?“

„Ihr seid ganz schön neugierig, wie? Ach ist mir heute sowieso egal. Der Trainingsraum....ein Refresher und die Dachterrasse....ich war schon seit 2 Monaten nicht mehr dort oben....ich sag das nur, falls Ihr noch weitere Bonuspunkte sammeln wollt,“ kicherte sie.

Er wollte sich gerade eine passende Antwort für sie überlegen, als Darth Occlus ihr Gesicht schmerzerfüllt verzog, ihre Hände in die Tischkante krallte und tief die Luft einzog.

Hastig legte Arcann den Krempel weg, den er noch rüber bringen wollte und lief ein paar Schritte in ihre Richtung.

„Darth Occlus, was ist los?“ fragte er aufgewühlt.

„Ach nichts, sicher Übungswehen oder so ...argh“, presste sie zwischen den Lippen hervor.

„Soll ich den Medidroiden holen? Bei den Sternen... liegt der auch im Garten?“ fragte Arcann zunehmend nervös.

„Nein, den habe ich einkaufen geschickt“, sagte sie während sie begann ihre Atmung zu kontrollieren, so wie es ihr der Medidroide eingetrichtert hatte.

„EINKAUFEN? Naja...dann ist er ja sicher bald zurück“, entspannte sich Arcann.

„Die Liste ist laaaaa argh nggg“, stieß sie aus.

„Kommt ich helfe Euch ins Bett“, schlug er vor und wollte ihr aufhelfen.

Sie schlug seinen Arm weg...unglücklicherweise seinen harten Metallarm, den sie ihm vor so vielen Jahren verpasst hatte.

„Hmpf. Das schaff ich auch alleine..“, sagte sie und war aufgestanden um sich sogleich wieder auf den Tisch zu stützen und die nächste Wehe wegzuatmen.

Er trottete hinter ihr her, während sie 5 Pausen machen musste, bis sie endlich das Schlafzimmer mit dem Bett erreicht hatte.

„Wenn Ihr Euch nützlich machen wollt, lasst mir Badewasser ein. Falls diese Wehen dann nicht aufhören, müsst Ihr Wohl oder Übel doch die Basis kontaktieren, damit sie einen Medidroiden schicken“, schaffte sie Arcann zu erklären, bevor die nächste Wehe angerollt kam.

Im Nu war er verschwunden und tauchte im Badezimmer wieder auf und ließ Wasser ein. Sie konnte ihm erzählen was sie wollte, aber er würde die Basis jetzt kontaktieren. Er zog sein Datenpad hervor und tippte eine Nachricht, als er ein lauteres Wimmern hörte und wieder zum Schlafzimmer eilte.

„Das Wasser ist eingelaufen.“
„Schön...“, ächzte sie und nahm erneut den „langen“ Weg zum Badezimmer auf sich.

„Raus hier“, sagte sie energisch als beide im Badezimmer standen.
„Selbstverständlich. Aber wenn irgendetwas ist, scheut Euch nicht, ich habe besonders viel Schaum in das Wasser gegeben“, erwiderte er.

„Das sehe ich“, seufzte sie beim Anblick der Badewanne.

„Wisst Ihr wie mühsam das war, den Schmuggler zu überzeugen, mir diesen Badezusatz zu verkaufen....argh...auch egal“, jammerte sie und schlug ihm mit der Macht die Tür vor der Nase zu.

Er tigerte auf und ab vor dem Badezimmer.
Völlige Panik hatte ihn erfasst. Er wusste natürlich nur sehr wenig über Geburten. Über Babies wusste er ein bisschen etwas. Schließlich war er einmal ein großer Bruder gewesen und hatte Vaylins Säuglingsphase noch dunkel in Erinnerung. Still verfluchte er die Kommandantin, zufälligerweise ausgerechnet ihn heute ausgewählt zu haben, damit jemand nach ihrer Schwester schaute.

Theron wäre der Richtige gewesen, aber er war keine Option.
Das Verhältnis zwischen ihm und Darth Occlus war schon seit ein paar Monaten äußerst schwierig. Er kannte den Grund dafür nicht. Jedoch war er sich sicher, dass es etwas mit der Schwangerschaft und ihrer Beziehung zu tun hatte, denn schließlich war es Therons Kind.
Noch eine Weile hing er seinen Gedanken nach und hoffte still darauf, dass endlich jemand auftauchen würde.

Doch die Einzige die auftauchte war Darth Occlus, die nun ihren roten Bademantel trug und sich zum Bett schleppte. Ihre schwarzen Haare waren immer noch nass und zu einem langen lockeren Zopf geflochten. Die Schminke war ein wenig verlaufen und eine schwarze Träne hatte ihre Spuren auf dem Weg vom Auge zur Wange hinterlassen.

Sie begann ein Lied zu summen, in einer Sprache die er nicht kannte. Vermutlich damit er nicht erkannte, was sie sang. Er mochte ihre Stimme, sie erinnerte ihn an seine Mutter, auch wenn die Stimmlage eine ganz Andere war.

„Ich...“, setzte sie an, bevor sie von einer Wehe überrollt wurde.

Nachdem sie sich wieder etwas entspannen konnte, sagte sie hastig:

„Arcann ich fürchte es sind keine Übungswehen.“

 

Die Tür zum Schlafzimmer öffnete sich nach weiteren 20 Minuten und der Medidroide kam aufgeregt herein.

„Herrin“, sagte er nur und scannte ihren Körper.

„Ach du meine Güte, der Muttermund ist fast geöffnet. Bereitet Euch auf die letzte Phase vor.“

Arcann stand unschlüssig neben dem Bett. War er jetzt entlassen, oder sollte er sicherheitshalber bleiben bis jemand aus der Basis da war? Hin- und hergerissen entschied er sich zu bleiben. Darth Occlus war nicht mehr in der Lage einen klaren Befehl zu erteilen, also fragte er erst gar nicht.

Er setzte sich auf einen Stuhl etwas abseits und wartete.
Wegatmen schien nicht mehr zu helfen, also schrie und sang Darth Occlus nun in den Raum hinein. Er wagte es nicht die Situation mit der Macht zu erfassen, denn er war sich sicher, dass er dann keinen klaren Kopf mehr behalten würde. Schon beim Betreten des Hauses hatte er gespürt, dass das ungeborene Kind machtsensitiv war. Denn nicht nur Darth Occlus gereizte Stimmung hatte er wahrgenommen, sondern auch eine große Zufriedenheit und Wärme.
Arcann blickte von seinen Händen auf, die er angestarrt hatte, denn etwas im Raum hatte sich verändert. Darth Occlus war still geworden.

„Schön weiter atmen, das Kind ist tiefer gerutscht, die Fruchtblase ist geplatzt“, sagte der Medidroide mit seiner ruhigen beschwichtigenden Stimme.

„Das hab ich gemerkt Blechdose“, fauchte Darth Occlus.

Und dann schrie sie wieder, so laut das Arcann sich am liebsten die Ohren zugehalten hätte.

In einem Anflug von Verzweiflung versuchte Darth Occlus ihren Schmerz über die Macht zu kanalisieren.
Arcann bemerkte diesen Umstand zu spät, da entluden sich bereits Wellen von Blitzen über Darth Occlus Arm hinüber zu dem Medidroiden. Die Schaltkreise des Droiden wurden gebruzelt und mit einem unheilvollen Surren ging der Droide rauchend zu Boden.

„Oh nein“, entfuhr es Arcann.
Er war wieder alleine.
Warum brauchte die Basis so lange?
Während Darth Occlus in den Presswehen lag, zückte Arcann sein Datenpad um wütend festzustellen, dass er die Nachricht an die Basis nicht abgeschickt hatte. Zornig hämmerte er den SENDEN Knopf.

„Arcann..“, schluchzte Darth Occlus.
„Ja“, antwortete er nervös und trat neben sie und nahm ihre Hand, damit sie merkte das er da war.

„Das ist mir so unangenehm...“, flüsterte sie. Dann kauerte sie sich krampfhaft zusammen und gab dem Pressdrang erneut nach. Seine Hand wurde zusammengequetscht, aber der Druck ihrer Hand verlieh Arcann Stärke, erdete ihn für diese Situation.

Als sie sich wieder entspannte fuhr sie fort:
„Bei den Sternen, Ihr müsst... Ihr müsst.. nach dem Kind schauen“, wimmerte sie.

Das war zu viel verlangt, dachte er. Abgesehen davon das er doch überhaupt keine Ahnung hatte, war er nicht bereit für solche intimen Einblicke. Diese Bilder, die sich zweifelsohne in sein Gedächtnis einbrennen würden, stünden auf ewig als peinliche Situation zwischen ihnen. Allerdings war das auch eine ziemlich prekäre Lage. Sie hätte ihn sicherlich nicht darum gebeten, wenn es nicht wirklich notwendig war. Unter keinen Umständen wollte er für weitere Tode verantwortlich sein, nur weil er sich geziert hatte. Wenn das die Art war, wie die Macht und das Schicksal ihn büßen lassen wollten, dann würde er Buße tun.

„Alles wird gut, wir schaffen das gemeinsam“, hörte er sich mit ruhiger Stimme sagen.

Langsam ging er zum Bettende, atmete tief durch und schob das Laken, dass der Medidroide über die Beine Darth Occlus platziert hatte, zur Seite.
Er schluckte kurz bei dem Anblick von so viel Blut aber konnte einen Teil von einem Babykopf mit dunklen Haaren erkennen.

Die nächste Presswehe rollte an und der Kopf des Kindes wurde herausgeschoben.

„Der Kopf hat es geschafft, nur noch ein paar Stöße. Gleich ist es da. Es hat dunkle Haare..“, rief er.

„Wen um Himmels Willen interessieren die Haare“, schrie sie ihm zwischen zusammengepressten Lippen entgegen, mehr unbewusst als bewusst.

Wenn sie fluchen wollte, sollte sie fluchen, so lange sie nicht wieder etwas über die Macht entlud, dachte er.

….Und sie schrie, presste, fluchte....

Dann war es da und landete sanft in Arcanns Armen. Der kleine Junge schrie und füllte das erste Mal seine winzige Lunge mit Luft. Vorsichtig wickelte Arcann die Nabelschnur ab, richtete sich auf und legte das Kind sanft auf Niavils Oberkörper. Verträumt blieb er neben den beiden stehen und betrachtete den kleinen Jungen eingehend. Noch nie hatte er so etwas Kleines aber vollkommen Wunderschönes gesehen.

Müde lächelte Niavil auf ihren Sohn herab, der immer noch weinte.
Niavils Beine zuckten unkontrolliert und sie begann zu zittern.
„Babies lieben Hautkontakt“, sagte er wie ferngesteuert.

Er erinnerte sich daran, dass Senya das einmal zu seinem Vater gesagt hatte. Nicht das sein Vater das jemals interessiert hätte.

„Und Euer Kreislauf sinkt ab. Ich hole Decken“, sagte er und war mal wieder auf der Suche.

„Wirklich?“, murmelte sie abwesend und schob ihren Bademantel auseinander und legte ihren Sohn direkt auf ihre Haut. Es dauerte nicht lange, da beruhigte er sich.

Arcann kam mit einem Stapel Decken zurück und legte sie über Darth Occlus und den Kleinen.

Darth Occlus Atmung beschleunigte sich erneut und ihr Brustkorb hob und senkte sich schneller.

„Arcann nehmt ihn, ich glaube es geht wieder los für die Nachgeburt“, sagte sie hastig.

Gerade wollte er den Kleinen nehmen, da fauchte sie:
„Denkt an Eure Worte. Hautkontakt.“

Er runzelte die Stirn. Eine Art Schuldgefühl stieg in ihm auf. Wo blieb Theron, dass alles war seine Aufgabe. Er machte seinen Oberkörper frei und stellte erst jetzt fest, dass sein weiss goldenes Oberteil blutverschmiert war. Hastig zerrte er es von sich, ließ den Metallarm aber angekleidet.
Behutsam nahm er das kleine Wesen und eine der Decken, drückte es an seine Brust und wurschtelte die Decke um den Rücken des Kleinen. Mit wippendem Schritt lief er vor dem Bett auf und ab, nicht zu weit, denn der Junge war noch immer über die Nabelschnur mit Darth Occlus verbunden.
Er nahm nicht mehr wahr was Darth Occlus trieb, seine Augen und sein Geist waren völlig von dem Jungen eingenommen, der zufrieden an seiner Brust lag.

Dann hörte er rennende Schritte auf dem Flur.
Theron stürmte in das Schlafzimmer, gefolgt von drei Medidroiden.

Mit einem kurzen Blick, der Arcann erneut Schuldgefühle einjagte, erfasste Theron die Situation.
Die Medidroiden stürzten sich auf Darth Occlus, nahmen Körperscanns vor und krochen unter die Decke.

Theron entschied sich, weil sein Kind versorgt zu sein schien, zuerst für Darth Occlus, die ihn nur erschöpft ansah.

„Niavil“, flüsterte er atemlos und strich ihr die nassen Haarsträhnen aus dem Gesicht.

„Ich bin so schnell gekommen wie ich konnte...“, sagte er.

„Die Plazenta ist vollständig“, sagte einer der Droiden.

Theron blinzelte nur, ob dieser Information und küsste Darth Occlus auf die Stirn.

„Da bin ich mir sicher. Es tut mir Leid, dass Ihr bei seiner Geburt nicht dabei sein konntet. Schließlich wolltet Ihr ihn haben. Es ging alles so schnell....“, flüsterte sie.

„Das Kind kann jetzt von der Plazenta gelöst werden. In einigen Kulturen ist es üblich, dass der Vater diese Aufgabe übernimmt“, sagte der zweite Droide an Theron gerichtet und ließ dabei eine Schere in seiner Metallhand klappern.

Theron warf Darth Occlus nur einen fragenden Blick zu, die nickte.

Der Droide klemmte die Nabelschnur ab und Theron schnitt sie durch.
Nachdem er die Schere an den Droiden zurück gegeben hatte, übergab Arcann Theron seinen Sohn.

Der Kleine begann erneut zu weinen und mit unsicherem Blick schaute Theron Arcann an.

„Er mag nackte Haut. Was auch mein Erscheinungsbild erklärt“, konnte sich Arcann endlich rechtfertigen und nahm Theron das Kind wieder ab.

In Null Komma Nichts hatte Theron seine rote Lederjacke und sein braunes Unterhemd ausgezogen und streckte erneut die Arme nach seinem Sohn aus.
Glücklich atmete Theron hörbar aus, als der Kleine sich sofort beruhigte und er die zarte, weiche Haut seines Sohnes auf seiner spürte.

„Seht Euch nur diese winzigen Finger mit den Nägeln an. Und diese kleine Stupsnase“, säuselte Theron, dessen Blick wie paralysiert auf dem Kind ruhte.

„Ihr solltet mal die niedlichen Füße sehen....Und die weichen Haare“, sagte Arcann und streichelte mit einem Finger über die schwarzen Haare.

Theron hob die Decke an und ein verzückter Ausdruck huschte über sein Gesicht beim Anblick der Füßchen.

„Mit denen hast du schon im Bauch gegen meine Hand getreten“, sagte er.

Vorsichtig zog er seine Arme hoch um seinen Sohn sanft auf den Kopf zu küssen. Arcann hatte Recht, als der Flaum seine Lippen berührte, was das das Weichste was er je gespürt hatte. Er war sich sicher, wenn erst einmal das restliche Blut abgewaschen war ,würden seine Haare noch weicher werden.

 

„Herrin, Ihr solltet ein Koltobad nehmen, um die Geburtsverletzungen zu heilen und die Blutungen zu stoppen“, sagte der zweite Droide.

„Das Kind muss gewaschen, gewogen und vermessen werden. In einigen Kulturen ist es üblich....“, wollte der dritte Droide sagen.

„Ich mache das!“, sagte Theron sofort.

„Gut, dann folgt mir in die Küche. Das Badezimmer ist für die Mutter,“ surrte der Droide geschäftsmäßig.

Noch bevor Theron einen Schritt gemacht hatte, legte Arcann ihm seine Hand auf die Schulter.

„Herzlichen Glückwunsch zu Eurem Sohn Theron. Ich gehe zur Basis zurück“, sagte Arcann.

„Danke für alles“, sagte Theron und folgte dem Droiden.

„Arcann?“, hauchte Darth Occlus.

Er stellte sich dichter an das Bett und beugte sich nach unten.

„Ich bin zu erschöpft um was vernünftiges zu sagen. Deswegen einfach nur...Danke“, sagte sie.

„Ich danke Euch. Das war....anstrengend.. aber das Wunderschönste in meinem Leben“, erwiderte er, legte seine Hand auf ihre, drückte sie kurz und ging dann zu seinem Shuttle.