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Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2021-10-07
Words:
598
Chapters:
1/1
Comments:
4
Kudos:
11
Bookmarks:
1
Hits:
195

Kohlenschwarz und Himmelblau

Summary:

Karin ist gebannt vom Model beim Aktzeichnen.

Notes:

@Shilothewhite @MJ_03 Ich hoffe ihr seid froh, dass ihr mich dazu inspiriert habt...

(See the end of the work for more notes.)

Work Text:

Karin hätte beinahe den Einstieg verpasst und weiter mit ihrer Sitznachbarin geredet. Dementsprechend fiel ihr Blick auch jetzt auf das heutige Aktmodel. Sie war neu. Blond und Karin wünschte sich sie würde ihre Haare offen tragen. Nur zu gerne würde sie die den Fluss der lockigen Haare zeichnen wollen.
Wie immer startete die Sitzung mit einigen kurzen Posen zum Warm werden. Karin konnte wochenlang an Bildern arbeiten und gerade war ihr derzeitiges Projekt schon 3 Wochen in Arbeit und sie kam einfach nicht weiter. Es war also eine willkommene Abwechslung die Haltung des Models in der kurzen Zeit einzufangen. Sie war gezwungen rasch zu entscheiden, wo sie den nächsten Kohlestrich setzten wollte, anstatt mit Abstand teilweise eine Stunde vor ihrer Leinwand zu stehen und zu grübeln was ihr nächster Schritt wäre.
Nachdem Karin einige Blätter mit Skizzen gefüllt hatte, schlug der Tutor vor eine längere Pose zu machen. Um es dem Model etwas leichter zu machen sich daran zu gewöhnen länger eine Pose zu halten, sollte sie erstmal für 15min auf einem Stuhl sitzen. Karin stöhnte innerlich. Ein Stuhl bedeute immer, dass der auch mit gezeichnet werden musste. Sonst schwebte das Model Raum, wie einer ihrer Profs zu sagen pflegte. Karin hatte gehofft, dass sie wenigstens einen großen Teil des Körpers zu sehen bekommen würde, aber natürlich setzte sich die blonde Frau genau andersherum hin. Karin sah also ihren Kopf, Beine und vor allem einen großen Teil der Rückenlehne des Stuhls. Sie überlegte kurz ob sie die Pose aussetzen sollte, aber entschied sich dann dagegen. Karin war ja dazu da, um zu üben. Zum ersten Mal diesen Abend sah sie das Gesicht des Models genauer. Sie schaute Karin direkt an. Eigentlich war Karin das nach all der Zeit, die sie nun schon an Aktzeichenkursen teilnahm, gewöhnt, aber das Model schaute sie aus intensiv blauen Augen. Dazu lag ein gewisses Funkeln in ihrem Blick.
"Hey, willst du gar nichts zeichnen?" raunte ihre Sitznachbarin. Erst jetzt fing Karin sich wieder. Es war ein Aktkurs. Sie sollte die gesamte Pose zeichnen, aber Karin konzentrierte sich nur auf die Augenpartie der Frau in der Mitte des Raumes. Diesmal setzte sie ihre Linien bedachter. Karin bereute es ungemein, dass ihre Farben zuhause gelassen hatte. Sie wollte unbedingt den Farbton anmischen und ihrer Kohlezeichnung hinzufügen. Das hellblau wäre ein guter Kontrast zu ihren dicken schwarzen Linien auf dem Blatt. Sie musste sich wenigstens Notizen machen, wie sie die Augenfarbe mischen würde. Karin wollte gerade anfangen die Augen ihrer Zeichnung um ein Gesicht zu erweitern, da wurde der Posenwechsel verkündet. Etwas enttäuscht zog Karin eine neue Seite heran und begann an der neuen Pose zu arbeiten. Sie hatte sich fest vorgenommen diesmal wieder das ganze Model zu zeichnen, blieb aber an ihrem Profil hängen.
Am Ende des Abends hatte Karin nur Gesichts- und Augenstudien angefertigt. Obwohl es spät war, fühlte sie sich so energiegeladen wie schon lange nicht mehr. Auf dem Weg in ihre WG durch die kühle Herbstnacht, hätte sie beinahe angefangen zu rennen. So ungelduldig war sie, sich an dem Blauton zu versuchen. Beinahe wünschte sie, sie könnte die Frau fragen, ob sie ihr Potrait stehen würde. Sie war jung gwesen, ungefähr ihr Alter, also vermutlich auch eine Studentin. Andererseits fand Karin die Vorstellung einer Eins-zu-Eins-Sitzung mit ihr zu haben auch beängstigend. Außerdem hatte sie absolut nicht das Geld für ihr Model für die Arbeit zu entlohnen.

Zuhause machte Karin sich nicht einmal die Mühe ihre Jacke, geschweige denn ihre Schuhe auszuziehen und setze sich sofort an ihre Staffelei, wechselte die Leinwand und fing an aus ihren Tuben Farben auf die Palette aufzutragen.

Notes:

Ich werde das jetzt nicht weiterschreiben, aber meine Idee wäre, dass Leo mit Karin n Vorlesung hat und Karin sie dann wieder zeichnet und Leo das mitbekommt. Sie kommen ins Gespräch, Karin ist etwas peinlich berührt, faselt was von Inspiration etc. Sie gehen zusammen mensen (ja das ist ein Verb, deal with it), freunden sich ein bisschen an bis Leo plötzlich anbietet, dass sie mal für Karin posieren könnte.
Karin meint, sie könne Leo nicht bezahlen, worauf hin Leo meint, dass ein Abendessen im Anschluss erstmal Bezahlung genug ist. Sie findet die Erfahrung einfach interessant.
Als Leo bei Karin ist, kommt Karin gar nicht mehr klar. Sie kommt einfach nicht dazu zu zeichnen. Sie starrt Leo einfach nur an (die auf Karins Anweisung hin auch noch ihre Haare offen hat). Beide sind unglaublich angespannt, bis Leo das Schweigen spricht und Leo fragt, warum Karin nicht zeichnet. Karin muss schlucken, keine Chance der Wahrheit noch länger zu verheimlichen. Sie braucht ein wenig ihre Stimme zu finde, dann sprudelt es einfach nur so aus ihr heraus. Wie sehr Leos Augen sie in den Bann ziehen, wie hübsch Leo doch ist, dass sie seit dem Aktzeichnen, so voller Inspiration ist, etc., bis Leo sie mit einem Kuss unterbricht.