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Only you can hurt me

Summary:

Akira war mit Shinya zusammen, doch macht Schluss, weil sich zwischen ihm und Keita langsam was entwickelt hat. Leider kann es Shinya nicht so schnell akzeptieren und auch Hiroki scheint gegen deren Beziehung zu sein. So entstehen mehrere Missverständnisse und Herzschmerz, während man in einer WG zusammen wohnt...
Die Fanfic ist noch von 2006. ^^°

Notes:

Jo...meine erste Lead-FF! *yay* Ich habe hier alle meine Lieblingspairings drin (auch wenn das eine nur erwähnt wird *g*). Tjo...was soll ich noch gross sagen...Akifu forver! Die zwei sind einfach so kawaii zusammen! *-*
Der Anfang ist wie immer etwas bescheuert...aber das kennt man ja schon von mir... -_-

Ich habe zuerst ein paar Seiten so auf Papier geschrieben und dann auf dem Laptop abgetippt (und währenddessen den Film „Kamachi“ laufen lassen ^-^). Ach, ist übrigens aus Akira`s Sicht erzählt! ^^°
Ich hoffe, die FF ist mir halbwegs gelungen...viel Spass beim Lesen! :)

^hkjfdsjs^ = denken
„mdsdklsd“ = reden
(skjdajdka) = Kommentare von mir

Work Text:

Es war kurz nach unserer ersten Live-Tour „Brand new era“, die nach unserem zweiten Album benannt wurde.
Ich hatte Shinya kurz vor unserem Auftritt gesagt, dass ich noch was mit ihm besprechen möchte, aber erst nach der Show. Um was es geht, hatte ich ihm noch nicht gesagt...
Ich wünschte, ich könnte mich davor drücken oder es würde sich irgendwie von sich selbst erledigen. Aber je länger ich es hinauszögere, desto schlimmer wird es...eigentlich schiebe ich es bereits schon viel zu lange vor mich her...
Allein bei dem Gedanken daran, wie ich es ihm am besten sagen soll...
Plötzlich tippte mir jemand von hinten an die Schulter und eine bekannte Stimme fragte mich: „Akira...du wolltest mit mir was besprechen?“ Gedankenverloren drehte ich mich zu Shinya um und schaute ihn an. ^Wollte ich wirklich? Und was, wenn ich es mir doch anderes überlege?^ Aber schliesslich sagte ich dann doch wie automatisch „Ja“.
Ich nahm ihn ein bisschen beiseite, musste ja nicht jeder mitbekommen. Ich holte Luft, als wollte ich was sagen...hatte ich auch vor, doch...ich wusste nicht, wie ich anfangen sollte.
„Du wolltest mir was sagen, oder?“ meinte Shinya.
„Ja, ich weiss nur nicht...wie ich am besten anfangen soll...also...ähm...“ sprach ich meinen Gedanken laut aus und blieb an seinen Augen hängen, die mich gespannt ansahen. ^Argh, verdammt! Wieso muss dieser Typ nur so unglaublich sexy Augen haben?!^ Schnell verdrängte ich die Gedanken wieder und fuhr fort: „Ich...vielleicht hast du es ja schon gemerkt oder so...also...jedenfalls...wollte ich dir nur sagen, dass ...ich mit...Keita...äh...zusammen bin...und auch bleiben werde...Also das mit uns ist dann...naja...“ sagte ich und musste erstmal den Kloß im Hals runterschlucken. Zu meinem Erstaunen blieb Shinya ziemlich ruhig. Ich hätte damit gerechnet, dass er sich aufregt oder sonst was.
„Es...tut mir leid, dass ich es dir erst jetzt sage, aber...ich war anfangs nicht sicher, wie ernst es mit Keita ist...ich hoffe, du bist mir nicht allzu böse, dass ich so plötzlich mit dir Schluss mache.“ fügte ich noch hinzu.
„Ist schon okay. Ich hab`s irgendwie gemerkt, dass da was ist zwischen euch beiden. Gut, dass du es mir so offen ins Gesicht gesagt hast. Alles gute euch beiden.“ sagte Shinya und wandte sich ab.
Es gab mir einen Stich ins Herz. Er hatte diese Worte so trocken gesagt, dass ich jetzt schon fast bereute, mit ihm Schluss gemacht zu haben. Aber wenn man liebt, bleibt es leider nicht aus, dass man andere verletzt oder selbst verletzt wird.
Ich hätte aber fast lieber gehabt, wenn er ausgerastet wäre (jaja, du kleiner Masorchist, du :P), als diese versteckte Verletzlichkeit zu zeigen.

Nachdem wir in unserer WG angekommen waren und uns alle geduscht hatten, verschwand ich schnell in mein Zimmer und ließ mich ins Bett fallen. Ich wäre im Auto schon fast eingeschlafen. Der Auftritt hatte mich doch schon mehr geschafft als ich erst geglaubt hätte. Kurze Zeit später fielen mir schon die Augen zu und ich wäre fast ins Land der Träume abgetaucht, wenn ich nicht plötzlich gemerkt hätte, dass etwas oder jemand unter meine Bettdecke krabbelte. Ich bekam eine Gänsehaut. Mir war nicht wohl bei dem Gedanken, dass sich etwas in meinem Bett breit machte. Ruckartig drehte ich meinen Kopf kurz nach hinten und sah...nichts. Es war einfach zu dunkel in meinem Zimmer, ich konnte nichts erkennen. „Psst...ich bin`s nur...gomene, wollte dich nicht so erschrecken, Akira-chan...“ giggelte Keita.
Etwas erleichtert atmete ich aus. „Meine Güte, du hast mich total erschreckt. Jetzt bin ich jedenfalls hellwach...“ entgegnete ich leicht angesäuert. Das schien er wohl gemerkt zu haben und meinte daraufhin: „Oh...hontoni gomen nasai...“. Währenddessen wiegte er mich mit sich, wie man ein Baby im Kinderwagen schaukelt. Ich musste zugeben, dass mir das gefiel und auch eine beruhigende Wirkung hatte. Plötzlich stoppte er. „Äh...hast du Shinya eigentlich...?“ fragte Keita daraufhin.
„Ja, hab ich.“ gab ich nur knapp als Antwort. Mehr wollte ich auch gar nicht erzählen, zum Glück fragte er nicht weiter.
Nach ein paar Minuten, in denen wir nichts sagten, sondern uns einfach nur aneinander kuschelten, fragte ich dann: „Und jetzt? Hat es einen bestimmten Grund, dass du mitten in der Nacht zu mir ins Zimmer geschlichen kommst?“ Mein Tonfall klang strenger, als ich wollte. „Naja...ich wollte einfach nur noch ein bißchen mit dir kuscheln...“ gab Keita kleinlaut von sich. Ein Lächeln bildete sich auf meinen Lippen und ich drehte mich zu ihm um. „Kawaii Keita-chan...du bist aber ein ganz schlimmer...“ lachte ich ihn leise an und wuschelte ihm durch die Haare. Dann tastete ich mich ganz vorsichtig bis zu seinen Lippen und verschloss sie mit meinen. Vielleicht war es nur Einbildung, aber so im Dunkeln kam mir der Kuss noch viel intensiver vor.
Obwohl wir uns schon relativ oft geküsst hatten, bekomme ich immer wieder Bauchkribbeln. Als ich den Kuss beendete, kam ein mürrisches Brummen von Keita. „Du hast doch selbst gesagt, dass du nur zum Kuscheln hier bist, nicht wahr? Aber...das eben musste einfach sein, ich konnte nicht anders...also husch husch ab in dein eigenes Bettchen, bevor die anderen noch was mitbekommen“ sagte ich neckisch. Ich liebe es, ihn ein bisschen zu ärgern.
„Lass mich nur noch kurz...“ meinte Keita und schmiegte sich eng an mich, sodass ich seinen Atem in meinem Nacken spürte. Natürlich konnte ich da nicht nein sagen.
Genüsslich schloss ich die Augen und schlief ein.
Am nächsten Morgen, als ich aufwachte, lag Keita immer noch in meinem Bett! „Keita! Hey, Keita! Mann, wach auf!“ sagte ich schon fast panisch und rüttelte ihn an der Schulter. Endlich öffnete er auch die Augen und fragte: „Was ist denn...?“ „Mensch, Keita! Sieh zu, dass du in dein Zimmer kommst!“ Verschlafen schaute er erst mich an, sah sich um und merkte, dass dies nicht sein Raum war (klar, keine orangen Vorhänge und kein oranges Bettzeug...sondern selbiges in schwarz XD) und sprang auf: „Au, scheisse! Wie spät ist es denn?“ „Äh...so 7:30 Uhr...die anderen könnten noch schlafen...hoffe ich...“ meinte ich mit Blick auf die Uhr.
Keita sah mich etwas hilflos an. „Okay...jetzt nur keine Panik...ich schaue, ob die Türen der anderen zu sind, dann kannst du unbemerkt in dein Zimmer kommen.“ Gesagt, getan. „Okay, die Luft ist rein!“ flüsterte ich und lotste Keita durch die Tür. Sein Zimmer war zum Glück direkt nebenan.
^Na, also...wozu die ganze Aufregung. Ging doch nochmal gut. Dennoch möchte ich lieber nicht wissen, wie Hiroki reagiert, wenn er das mit mir und Keita rausbekommt. Hiroki ist wirklich ein netter Kerl, aber in so Dingen kann ich ihn überhaupt nicht einschätzen.^ dachte ich, während ich ein schwarzes T-Shirt und Jeans anzog. Bis es Frühstück geben würde, war noch etwas Zeit, also legte ich mich auf`s Bett und schnappte mir den Text zu „Delighted“ und las ihn durch. In ein paar Tagen haben wir immerhin einen Live-Auftritt, da wäre es nicht schlecht, wenn man den Text ganz auswendig kann.
Allerdings schweiften meine Gedanken mal wieder ab. ^Zum Glück hat Shinya nicht gefragt, wie lange das schon zwischen mir und Keita ist...Obwohl...eigentlich eine gute Frage...im Prinzip hat es bei den Aufnahmen zu „Funky days!“ angefangen. Nee, da hab ich erst richtig gemerkt, dass ich auch was für Keita empfinde. Wobei ich nicht den Eindruck hatte, dass Keita ebenso fühlte. Die Initative kam fast immer von mir. Da war ich ganz schön leichtsinnig, als ich mitten in der Tonaufnahme Keita auf die Backe küssen wollte.^ Ein kleines Lächeln machte machte sich auf meinen Lippen breit. Irgendwie denke ich gerne daran zurück. ^Schade nur, dass er den Kopf weggezogen hat...andererseits...war es wohl ganz gut so. Aber so richtig angefangen mit uns hat es bei „Night Deluxe“. Da hat auch er mal kleine Signale gezeigt. So hat sich das dann irgendwie entwickelt. Das Blöde war nur, dass ich schon seit unserer dritten Single mit Shinya zusammen war und ich schon bei den Aufnahmen unserer vierten Single Gefühle für Keita entwickelt habe...^
Ich schaute das Blatt in meiner Hand ungläubig an und legte es sogleich wieder beiseite. „Bringt ja doch nichts...“ sagte ich leise zu mir und machte mich auf den Weg in die Küche, um zu sehen, ob Shinya und Hiroki wach sind und hoffentlich das Frühstück zubereiten, so langsam bekam ich nämlich Hunger.
„Ach, guten Morgen Akira-kun!“ wurde ich gleich von allen drei begrüsst, als ich in das Wohnzimmer kam. „`Morgen...“ versuchte ich möglichst verschlafen zu klingen und kratze mich am Kopf. Keita musste grinsen.
„Okay...also wir sind mal schnell weg, Brötchen holen. Verhungert nicht in der Zeit...“ sagte Hiroki grinsend während er sich seine Jacke anzog und machte sich mit Shinya auf den Weg zur Bäckerei.
Grummelnd setzte ich mich neben Keita auf das Sofa: „Mann...ich dachte, ich kann gleich essen...“ „Och, amer Aki-chan...“ meinte Keita auf Mitleid gespielt und streichelte mir über die Haare.
„Ich hab aber soooo Huuuunger...“, maulte ich und guckte zu Keita, „...mmh...aber du siehst lecker aus...richtig süss...lass mich mal probieren...“ Kurz darauf knabberte ich leicht an Keita`s Ohrläppchen, woraufhin er ein bisschen kicherte. „Mmh...nicht schlecht...und hier...?“ meinte ich und machte mich an seinem Hals zu schaffen. An ein paar Stellen saugte ich leicht, aber war ja darauf bedacht, keinen Knutschfleck zu hinterlassen, was mir allerdings etwas schwer fiel, da seine Haut so wunderschön zart war.
Keita`s Atem wurde ungleichmäßiger. Brachte ihn das schon so schnell in Erregung?
Ich beschloss daraufhin ihn noch ein bisschen am Hals weiter zu verwöhnen und konnte ihm so sogar ein leises Stöhnen entlocken.
Langsam ließ ich schließlich ab und schaute ihn an. Mein Blick fiel sogleich auf seine Lippen.
„Die schmecken bestimmt auch so gut, wie sie aussehen...“ sagte ich leise und verschloss meine Lippen mit seinen. Vorsichtig tastete ich mit meiner Zunge nach vorne und mir wurde sofort Einlass gewährt. Während unsere Zungen miteinander tanzten, spürte ich, wie Keita seine Hand an meinen Nacken legte und mich langsam zu sich zog. Nur zu gerne gab ich nach und drückte ihn vorsichtig an den Schultern ins Sofa, sodass er unter mir lag.
Ganz sachte ließ ich schließlich meine Hand unter sein T-Shirt gleiten und streichelte die sanfte Haut darunter.
Keita unterbrach kurz den Kuss, um nach Luft zu schnappen. Kurz darauf spürte ich dann aber gleich wieder seine Lippen, die sich gierig auf meine legten.
Ich setzte meine Wanderung an seinem Oberkörper fort, bis ich eine seiner Brustwarzen erreichte. Zaghaft begann ich ein bisschen mit ihr zu spielen, bis sie hart wurde. Keita stöhnte mir in den Mund. Ein leichtes Lächeln bildete sich auf meine Lippen.
Plötzlich hörte ich Schritte, sowie Stimmen, die mir sehr bekannt vorkamen und kurz darauf verstummten. Vorsichtig schielte ich zur Seite und sah doch tatsächlich Shinya und Hiroki in der Tür stehen! Ruckartig, wie vom Blitz getroffen, fuhren wir auseinander.
„Oh nee...“ war Shinya`s Kommentar, als er sich wegdrehte und die Augen zuhielt. Hiroki hingegen starrte uns fassungslos an, die Brötchentüte hatte er auf den Boden fallen lassen.
Mein Herz pochte wie wild, genau so eine Situation hatte ich eines Tages befürchtet. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte und schaute beschämt auf den Boden.
„Ich glaube einfach nicht, was ich da eben gesehen habe...“ ergriff Hiroki als erster das Wort. „Hiroki...ich...“ begann Keita, doch Hiroki schnitt ihm das Wort ab: „Was soll ich jetzt davon halten? Kannst du mir das erklären, da bin ich echt mal gespannt!“
Ich mischte mich in das Gespräch ein: „Hallo, wieso wird nur Keita beschuldigt? Ich bin ja wohl mindestens genauso beiteiligt!“ Ich sah nicht ein, wieso nur Keita sozusagen auf der Klagebank saß.
„Das geht dich nichts an Akira, das ist eine Sache zwischen mir und Keita!“ entgegnete Hiroki aufgebracht.
Ich stutzte. „Moment mal...soll das etwa heissen...“ fing ich an und sah zu Keita, der mich allerdings nicht anschaute, was für mich die Sache noch deutlicher machte, „...du hast was mit Hiroki?!“ Ich hätte mit fast allem gerechnet, aber damit ganz bestimmt nicht.
„Nein, ich...“ „Ich hab dir von Anfang an das mit Shinya offen gesagt und jetzt sind wir schon seit Monaten zusammen und du hälst es nicht für nötig, mir zu sagen, dass du mit Hiroki zusammen bist?! Das kann ja wohl nicht wahr sein! Also mir reicht`s...“ redete ich Keita dazwischen (Armer Keifu...keiner lässt ihn ausreden... ^^°) und stand auf. Nur bloss schnell weg hier. „Akira warte! So ist es nicht...!“ rief Keita noch und wollte mir hinterher, doch Shinya hielt ihn zurück: „Gib ihm noch etwas Gedenkpause...“
In meinem Zimmer angekommen knallte ich dir Tür hinter mir zu und setzte mich an die Wand neben meinem Bett auf den Boden. Meine Beine winkelte ich an, verschrenkte die Arme darüber und vergrub meinen Kopf darin.
Dumpf konnte ich durch die Tür noch ein bisschen was von den Gesprächen mitbekommen, wie Hiroki verwundert Shinya fragte: „...Und du warst auch mal mit Akira zusammen?“. Seine Antwort bekam ich nicht mit, da er viel leiser sprach als Hiroki. Stattdessen hörte ich nur wieder Hiroki, wie er ziemlich aufgebracht war, auch wenn ich den Anfang nicht verstand: „...will er jetzt alle durchmachen, oder was?“ Kurz darauf hörte ich sogar Keita, wie er den Leader anschrie: „Hör auf, so über Akira zu reden, so einer ist er nicht!“
Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass Hiroki auch schwul ist, ich hab immer gedacht, er würde als einziger mal eine Freundin haben...tja...so kann man sich täuschen. Genauso wenig hätte ich gedacht, dass ich wegen Keita so niedergeschlagen sein würde. Ich durfte mir gar nicht vorstellen, wie Keita und Hiroki...
Bei dem Gedanken schüttelte es mich.
Plötzlich öffnete sich die Tür und Shinya kam herein: „Hey...“ begann er. „Hey...“ entgegnete ich.
Er kam langsam auf mich zu und kniete sich zu mir runter um mit mir auf einer Höhe zu sein. „Die machen ja ziemlich Krach da draussen, was?“, sagte Shinya mit einem gequälten Lächeln, „Ich hab`s jedenfalls nicht mehr ausgehalten...ausserdem wollte ich sehen, wie`s dir geht...“
Den Tränen nahe sah ich ihm in die Augen: „Es tut mir so leid, ich wollte nicht, dass du das siehst...“ Shinya holte Luft und wollte was sagen,als Keita in der Tür stand: „Akira...ich muss mit dir reden...bitte...ich muss was klarstellen...“
Shinya nickte nur stumm und verließ mein Zimmer.
Keita krabbelte zu mir und setzte sich vor mich. Er biss sich auf die Lippen, überlegte wahrscheinlich wie er am besten anfangen sollte, und meinte dann: „Das mit Hiroki ist nicht so, wie es scheint...“ begann Keita. „Pff...Das sagen sie doch alle...“, entgegnete ich trocken, „...weisst du, ich hätte nicht gedacht, dass ausgerechnet du mich eines Tages so verletzen wirst...ich dachte immer, du wärst ein ehrlicher und aufrichtiger Mensch...aber...das...ach mann...“ Jetzt konnte ich es nicht mehr zurück halten, die Tränen bahnten sich ihren Weg nach draussen. Schnell wischte ich mit meinem Arm über die Augen.
„Bin ich auch! Deswegen bin ich ja hier...ich hatte nie wirklich was mit Hiroki. Wir haben uns mal geküsst, ja...aber das war`s auch. Ein Ausrutscher, mehr nicht. Jedenfalls hat es mir nicht viel bedeutet.“ „Und woher soll ich wissen, was ich dir bedeute? Vielleicht ist das mit uns aus deiner Sicht auch nur ein Ausrutscher?! Wenn`s so ist, dann sag`s bitte jetzt, bevor ich mir noch mehr falsche Hoffnungen mache...“ Meine Stimme begann zu zittern.
„Wie kannst du nur sowas denken...“, sagte Keita mit schwacher Stimme, dem auch schon das Wasser in den Augen stand (klingt irgendwie blöd, aber ich will nicht immer die selbe Ausdrucksweise verwenden *tropfen*), „...ich bin noch nie mit jemanden so weit gegangen wie mit dir...du bist der erste, der...“
In diesem Moment tat es mir schon leid, dass ich sowas gesagt hatte. Ich kann es einfach nicht sehen, wenn er traurig ist. „Gomene...so war das nicht gemeint...bitte...fang nicht auch noch an zu weinen, es reicht, wenn das einer von uns tut, okay?“ sagte ich und beugte mich ein bisschen vor, um ihm die salzigen Tränen weg zu küssen. Genüsslich schloß Keita die Augen.
Doch im nächsten Moment warf er sich mir um den Hals: „Akira-chaaaan...!“ Jetzt lief das Wasser erst recht über seine Wangen und durchnässte mein T-Shirt an der Schulter. ^Was hat er denn jetzt auf einmal?^ dachte ich nur verwirrt. (Kennt ihr das, dass wenn man heult und getröstet wird, man dann erst recht noch viel mehr heulen muss? So ist das bei mir manchmal. ^-^°)
„Ist doch gut...alles in Ordnung...“ versuchte ich ihn zu beruhigen und streichelte ihm über den Rücken.
„Es tut mir so leid...wenn ich gewusst hätte, was das für Auswirkungen hat, hätte ich dir das natürlich viel früher gesagt, aber...ich dachte ja nicht, dass Hiroki das so ernst nimmt...“ schniefte Keita.
„Ich würde vorschlagen...gewöhnen wir uns einfach in Zukunft an, uns alles zu sagen, wenn nochmal sowas in der Art vorfallen sollte...“, sagte ich zu ihm, während ich ihn an den Schultern langsam wegdrückte, sodass er mir in die Augen schauen musste, „...okay?“ „Okay.“
„Ähm...ich störe ja nur ungern...aber...es gibt Frühstück.“ sagte Shinya, der in der Tür stand.
Keita sprang sogleich auf und wollte mich mitziehen, doch ich blieb sitzen. „Nein, ich...kann nicht...jedenfalls nicht, solange Hiroki noch da draussen rumwütet.“ meinte ich.
„Wenn Hiroki was sagt, werde ich ihm schon meine Meinung sagen, der soll sich ja nicht so aufführen, nur weil er der Leader ist!“ Shinya und ich schauten Keita etwas verwundert an. So Töne war man von ihm normalerweise gar nicht gewohnt. „Aber falls du es dir doch anders überlegst...ich würde mich jedenfalls freuen.“ fügte er noch hinzu und ging in die Küche.
Hatte ich mir das nur eingebildet oder hatte Shinya bei Keita`s letzten Satz eben die Augen verdreht?
„Und du willst wirklich nicht...?“ fragte Shinya nochmal nach. „Nein...vielleicht später. Aber danke.“ antwortete ich lächelnd.
„Also dann...“ sagte Shinya, bevor auch er sich auf den Weg in die Küche machte.
Seit Shinya und ich auseinander sind, ist er richtig wortkarg geworden.
Wieder seufzte ich. Das war ja jetzt schon ein verrückter Tag, dabei hat er noch nicht mal richtig angefangen.
Jetzt knurrte auch noch mein Magen. „Sei bloß ruhig du!“ ermahnte ich ihn. Mist...aber ich brauche wirklich dringend irgendwas zum Beissen...
Ich suchte in meinem Rucksack, in der Hoffnung, ob nicht vielleicht wenigstens ein Bonbon oder Kekse übrig waren. Normalerweise hatte ich immer irgendwas kleines in der Tasche, aber wenn man das Zeug am dringensten braucht, ist natürlich nichts da, wie immer.
Auch wenn es mir nicht gefiel, aber ich musste mich wohl mit dem Gedanken anfreunden und in die Küche gehen, da gab es jedenfalls was zum Essen.
Zögernd begann ich den Weg in die Küche.

Als ich dort ankam, schauten mich alle an. Hiroki`s Blicke waren wie Giftpfeile, Shinya war neutral und Keita sichtlich erfreut, dass ich mich nun doch entschieden hatte, mitzuessen.
Ich biss mir auf die Lippen, versuchte möglichst keinen anzuschauen. Die Luft in diesem Raum war zum Schneiden, richtig unangenehme Stimmung herrschte. Überhaupt stritten wir uns nur ganz selten und wenn, dann versöhtnen wir uns schnell wieder. Aber so unangenehm hatte ich das noch nie empfunden.
Ich strich in Windeseile mein Brot und würgte es regelrecht herunter. Ohne hinzuschauen wusste ich, dass Keita mich etwas besorgt ansah. Kaum hatte ich alles runter geschluckt, verschwand ich auch wieder in mein Zimmer. Das war ja echt nicht zum aushalten hier.
In meinem Zimmer angekommen liess ich mich erstmal auf`s Bett fallen. „So ein Scheiss...“ sagte ich leise. Und das alles nur, weil ich mich nicht beherrschen konnte! „Baka desu!“ redete ich mit mir selbst und legte die Hände vor`s Gesicht und versuchte an nichts zu denken.
...
Ein Klopfen erklang irgendwann aus der Ferne...nee, moment...es klopfte jemand an meine Zimmertür. Etwas irritiert sah ich mich um. Wieder klopfte es. Doch, jemand klopfte an meine Tür. Erst jetzt begriff ich, dass ich wohl kurz eingedöst war. Oh nee...ich wollte jetzt echt niemanden sehen...
Aber jetzt so tun, als sei ich nicht da, würde natürlich auch nichts bringen. Also raffte ich mich schwermütig auf und öffnete die Tür.
„Hiroki?!“ rief ich etwas erschrocken. Na, das kann ja heiter werden.
Da ich eigentlich erwartete, dass er sagen würde, weswegen er hier ist; doch nichts kam, ergriff ich das Wort (wow, was für ein Satz O_O): „Ich weiss, was du sagen willst, aber ich...“ „Ich will mich entschuldigen.“ redete mir Hiroki ins Wort.
Erstaunt sah ich ihn an. Okay, damit hatte ich eindeutig nicht gerechnet...mal wieder...Hiroki überrascht mich doch immer wieder auf`s neue.
„Ich weiss zwar nicht, wie ich mich am besten entschuldigen soll, aber ich hoffe du nimmst es mir nicht allzu übel, was ich noch in deiner Abwesenheit gesagt habe, falls du es mitbekommen hast und die Sache in der Küche und so...“
Unwillkürlich musste ich grinsen: „Schon okay, vergessen wir es.“
Ein kleines bisschen überlegen kam ich mir in diesem Moment vor, da der Älteste unserer Gruppe sich bei mir, dem Jüngsten der Gruppe, entschulidgte.
„Es tut mir wirklich leid. Es gehören ja immerhin zwei dazu und ich habe nur dich beschuldigt. Ich bin mir sicher, dass Keita bei dir in guten Händen ist, nicht wahr?“ fügte Hiroki noch hinzu.
Ich nickte nur.
Er nickte auch und ging dann.
Hiroki ist echt wie ein grosser Bruder, besonders wenn es um Keita geht.
Gedankenverloren schloss ich wieder die Türe, legte mich diesmal ganz gemütlich mit dem Rücken auf mein Sofa und dachte an meinen Liebling.
Als ich zur Tür schaute, sah ich Keita auch schon, wie er den Kopf durchsteckte und fragte: „War Hiroki schon bei dir?“
„Hey, eigentlich gehört es sich doch, dass man anklopft, oder nicht?“ meinte ich, ohne auf seine Frage zu antworten.
Also klopfte er noch an die Tür. Ein bisschen musste ich lachen. Er ist doch einfach zu süss.
„Na komm schon her, du.“ sagte ich liebevoll.
Er legte sich ebenfalls auf den Rücken zwischen meine Beine und platzierte seinen Kopf auf meinen Bauch.
Ich kraulte ihn ein bisschen in den Haaren, ich konnte einfach nicht anders.
„Hiroki war übrigens bei mir.“ antwortete ich erst jetzt auf seine vorherige Frage. „Dann ist ja gut.“ meinte er nur.
„Ach, dann hast du ihn wahrscheinlich geschickt, was?“, begriff ich so langsam, „Ich dachte mir doch gleich, dass da was faul ist...“
Keita grinste nur.
„Du bist mir ja vielleicht einer...und wie hast du das angegestellt?“ fragte ich.
„Das...verrate ich nicht!“ sagte Keita nur geheimnisvoll, während er sich zu mir umdrehte und beide Arme neben meinen Kopf ins Kissen drückte.
Erst jetzt bemerkte ich, dass er ziemlich nah mit seinem Gesicht über meinem war.
Abwechselnd schaute ich zwischen seinen Lippen und den braunen Augen hin und her. ^Komm schon, küss mich endlich...^ flehte ich schon fast.
Als hätte er meine Gedanken gehört, näherte er sich mir und endlich trafen sich unsere Lippen.
Bereitwillig öffnete ich meinen Mund und liess ihm gleich Einlass gewähren (Irgendwas stimmt an dem Satz nicht...oder? *grübel*).
Ein bisschen hilflos und vor allem passiv kam ich mir schon vor, da Keita ja mich an meinen Handgelenken festhielt; aber zugleich war es auch ziemlich aufregend. Normalerweise ergriff sonst fast immer ich die Initiative. Doch diesmal war es umgekehrt.
Bin gespannt, wie weit er sich traut zu gehen, schließlich haben wir es noch nie miteinander gemacht.
Plötzlich merkte ich, wie der Druck am rechten Handgelenk nachließ und Keita`s Finger ganz langsam meinen Arm hinab gleiteten, sodass es fast kitzelte und sich dann schließlich unter mein T-Shirt auf Wanderschaft begaben.
Als Keita`s Hand meine Brustwarze erreichte, machte er Halt und umspielte sie sanft bis sie hart wurde. Ein herrliches Kribbeln durchfuhr meinen ganzen Körper. Ich legte meine eine freie Hand in seinen Nacken, um ihm zu zeigen, dass es mir gefiel, was er da tat.
Jetzt spürte ich, wie Keita`s Hand weiter wanderte und meinen gesamten Oberkörper streichelte.
Es war, als sei seine Hand überall. Mein Atem wurde schneller.
Plötzlich löste Keita den Kuss und ich wollte schon fast protestieren, doch stattdessen kam nur ein Stöhnen.
Das kam daher, weil Keita`s Finger sich inzwischen etwas weiter nach unten begaben und über den Bund meiner Boxershorts streiften (kleine Anmerkung: Akira hat seine Hose noch an, aber die Jungs von Lead tragen ja die Hose so, dass die Boxershorts oben etwas rausguckt...tjaja, ich sehe alles... ^.^°).
Als er dann noch seine Lippen auf meinen Hals legte und sachte daran saugte, konnte ich mein Stöhnen nicht mehr zurück halten.
„Hör...bloß nicht auf...bitte...“ brachte ich gerade noch so hervor.
Um ihn ein bisschen ermutigen weiter zu machen, streichelte ich mit meiner Hand seinen Rücken auf und ab.
„Lass mich nur machen...“ sagte er dann schließlich, als er von meinem Hals abließ und mir das T-Shirt auszog.
Kurz hatte ich dadurch beide Hände frei, doch Keita hielt dann beide meine Handgelenke mit seiner Hand fest.
„Wieso...?“ wollte ich fragen, doch Keita schnitt mir das Wort ab. „Ich sagte doch: Lass mich nur machen.“ flüsterte er mir dann ins Ohr, was mir einen Schauer über den Rücken jagte.
Sogleich spürte ich wieder seine gierigen Lippen auf meinen. Dieser Zungenkuss war noch viel wilder und intensiver als der zuvor. Wieder bekam ich Bauchkribbeln.
Ich hätte ihm so gerne auch was an Zärtlichkeit zurückgegeben, aber dadurch, dass ich meine Hände nicht frei hatte, war das schlecht möglich.
Keita löste wieder den Kuss und legte seine Lippen abermals auf die Stelle an meinem Hals und saugte weiter. ^Auweia...wenn das mal keinen dicken Knutschfleck gibt...^ dachte ich nur.
Seine Hand begab sich nun von meinem Oberkörper immer weiter nach unten über den Bachnabel und fuhr ganz langsam auch über meine Hose zwischen die Beine.
Wieder musste ich aufstöhnen. Mir wurde ganz heiß. Das Kribbeln breitete sich in meinem ganzen Körper aus.
Plötzlich spürte ich Keita`s Lippen nicht mehr an meinem Hals und auch sein Griff an meinen Handgelenken löste sich. Dafür setzte er sich auf meine Beine und versuchte, meine Hose zu öffnen.
Mein Herz hämmerte regelrecht gegen meine Brust und mein Atem wurde immer schneller.
Vielleicht würden wir es jetzt tun. Ich jedenfalls wäre bereit.
Doch irgendwie tat sich so lange nichts. Vorsichtig schaute ich an mir runter. Keita`s Hände, die immer noch an meiner Hose beschäftigt waren, fingen an zu zittern.
Ich setzte mich auf und schaute ihn an. „Keita...was ist los? Du zitterst ja...“ fragte ich ihn besorgt.
„Ich...ich...es tut mir leid, Akira...ich kann`s einfach nicht...immer noch nicht...“ wimmerte er. Weinte er etwa?
Ich legte meine Hände auf seine und versuchte ihn zu beruhigen: „Ist ja gut...dann eben noch nicht...nur nichts überstürzen, ja? Du musst nicht meinen, es tun zu müssen, wenn du noch nicht bereit bist, okay?“ Er nickte nur.
„Also...ich muss jetzt mal Essen zubereiten mit Shinya...“, sagte ich, als ich aufstand und mir mein T-Shirt wieder überzog, „...du kannst ja hier solange warten, ich hole dich dann.“
Als ich zu Keita schaute, saß er noch da wie ein Häufchen Elend.
„Hey, jetzt mach dir darüber bloß keinen Kopf, ja?“ sagte ich zu ihm und küsste ihm sanft auf die Stirn.
„Aber ich hab`s wieder vermasselt...wie so oft...und dabei dachte ich diesmal echt...“ „Schluss jetzt! Hörst du?! Wenn nicht heute, dann halt ein anderes Mal. Ich warte so lange, bis du wirklich bereit bist und es auch selber von dir aus willst, alles klar?“ redete ich ihm ins Wort.
Irgendwie klangen meine Worte strenger als vorgesehen.
„...Also wir sehen uns später.“ fügte ich noch hinzu und ging zur Tür raus in die Küche.
Dort angekommen war Shinya noch nicht da, also beschloss ich schon mal die Karotten abzuwaschen und zu schälen.
Irgendwie fühlte ich mich ganz seltsam. Ich hatte ein bisschen schlechtes Gewissen, weil ich Keita eben fast angemeckert hatte.
^Genau gesehen habe ich ihn auch ein bißchen angelogen...denn ich möchte schon endlich mal mit ihm schlafen, schließlich sind wir jetzt immerhin ca. 5 Monate zusammen.
Mit Shinya war das nicht so das Problem. Da war es für uns beide das erste Mal, aber es hat gleich auf Anhieb funktioniert.^ Ich schüttelte den Kopf.
^Ich sollte echt aufhören zu vergleichen...^
Plötzlich spürte ich eine Hand auf meiner Schulter und die Karotte landete im Waschbecken.
„Seit wann denn so schreckhaft?“ meinte Shinya belustigend und stellte sich links von mir um die Kartoffeln zu schälen (fragt mich nicht, was die zubereiten, ich habe keine Ahnung ^^°).
„Ich war gerade in Gedanken...“ erwiderte ich nur leise, fischte die Karotte wieder aus dem Waschbecken und spülte sie nochmals ab.
Ich erwartete natürlich nicht, dass er auf meinen Satz was antwortete, aber diese drückende Stille, die jetzt herrschte, war unerträglich für mich.
Ausserdem spürte ich ständig seine Blicke, wie er immer wieder zu mir schaute.
So langsam reichte es mir: „Was ist?!“
„Ist der von Keita?“ fragte er nur. „Was?“ fragte ich und schaute ihn verwirrt an. Konnte der Kerl nicht mal so sprechen, dass ich auch verstand, von was er es hatte?
„Na...der Knutschfleck da an deinem Hals...“ fügte er dann endlich hinzu.
Instinktiv fasste ich mit der Hand drauf. ^Stimmt ja...der war ja auf der Seite...^
Da es eine etwas blöde Frage war, antwortete ich nur mit verdrehten Augen: „Nee, der ist von Hiroki...“.
Ich versuchte, mich so abweisend wie möglich ihm gegenüber zu verhalten, um Shinya eindeutig klar zu machen, dass es aus war zwischen uns.
Doch anscheinend erreichte ich damit gerade das Gegenteil.
Denn plötzlich legte Shinya die Küchengeräte beiseite und stellte sich hinter mich. Sogleich spürte ich auch schon seine Hände, die sich auf meine Hüften legten, was mir ungewollt einen Schauer über den Rücken jagte.
Ich merkte, dass ich anscheinend noch ziemlich erregt war wegen der Sache vorhin mit Keita. Jede noch so kleine Berührung löste bei mir gleich ein Kribbeln aus.
„Soll ich dir auf der anderen Seite vielleicht noch...?“ hörte ich Shinya nah an meinem Ohr flüstern, bevor ich seine Lippen an meinem Hals spürte.
Ich schloss die Augen. In Gedanken gab ich mir eine Ohrfeige. Wieso ließ ich das überhaupt zu? Mein Körper wollte was anderes als mein Verstand.
Doch als ich dann noch merkte, wie seine Hände versuchten, langsam unter mein T-Shirt zu gleiten, schaltete sich mein Verstand wieder ein und ich riss mich schnell los.
„Sag mal, geht`s noch? Was soll der Scheiss?!“ schrie ich ihn an.
Shinya sah mich etwas verwundert an und meinte: „Sag mal, raffst du es wirklich nicht oder tust du nur so?!“
Irritiert schaute ich ihn an. „Ich habe dir doch gesagt, dass es aus ist mit uns...“ meinte ich daraufhin. „Ja...für dich vielleicht. Denkst du, ich habe die Blicke die du und Keita, besonders bei unserer Live-Tour, euch zugeworfen habt, nicht bemerkt? Aber dass du dann gleich danach einfach so von einer auf die andere Sekunde Schluss machst, finde ich echt nicht fair! Hast du dir denn auch nur im geringsten darüber Gedanken gemacht, wie es für mich war, euch zwei da in der Küche beim Knutschen zu sehen?!“
Autsch. Das hat gesessen. Aber er hatte Recht. Darüber hab ich mir wirklich nie gross Gedanken gemacht.
„Tut mir leid.“ Ich wusste nicht, was ich sonst sagen sollte.
Shinya kam mit langsamen Schritten auf mich zu und schaute mich an. In seinem Augen lag etwas, dass ich nicht genau definieren konnte. Sein Blick sah so friedvoll und doch gleichzeitig etwas traurig aus. Es faszinierte mich so sehr, dass ich erst zu spät merkte, wie nah er mir bereits gekommen war; denn plötzlich spürte ich seine Lippen, die sich auf meinen befanden.
Diesmal war es nicht so aufdringlich, sondern einfach nur schön. Ich begann fast, es zu geniessen und alles zu vergessen, bis ich die Augen schloss...und Keita vor mir sah.
Ich erschrack.
Langsam aber bestimmt drückte ich schließlich Shinya an den Schultern von mir weg.
„Lass das...bitte...ich habe dir gesagt, es ist vorbei...“, ich wunderte mich, wie ich so ruhig bleiben konnte, „...mach du alleine das Essen weiter. Ich muss an die frische Luft.“

Draussen angekommen, setzte ich mich auf die Treppen vor der Tür und vergrub meinen Kopf in den Händen.
Was war nur mit mir los, verdammt? Wieso ließ ich es überhaupt so weit kommen? Ich hätte mich ihm sogar fast ganz hingegeben. Erst weise ich ihn ab und dann lass ich ihn doch wieder an mich ran...Was soll das?
Ich verstehe mich selbst nicht. Ich weiss, dass ich nur Keita will und dennoch...wenn Shinya da ist, bin ich so verwirrt. Ich finde Shinya körperlich noch extrem anziehend, ja. Aber lieben? Nein.
^Scheisse, wie soll ich das Keita nur beibringen? Wir haben uns ja das Versprechen gegeben, wenn etwas vorfallen sollte, dass wir es uns dann sagen. Und der Vorschlag kam auch noch von mir. Na prima...^ dachte ich.
„Shinya hat gesagt, dass ich dich draussen finde.“ sagte Hiroki, der hinter mir stand.
Etwas erschrocken drehte ich mich zu ihm um.
„Sorry, ich wollte dich nicht erschrecken...“, meinte dann der Ältere daraufhin, „...ich dachte eigentlich, dass du zusammen mit Shinya das Essen machst...?“
„Mir...ging`s nicht so gut, deshalb bin ich raus...aber jetzt ist es wieder besser.“ versuchte ich zu lächeln, um mir möglichst nichts anmerken zu lassen. Hiroki lächelte zurück und meinte: „Dann lass uns essen, das bringt dich bestimmt wieder auf Trap.“
Dann stand ich auf und folgte ihm in die Wohnung.
Zögernd stand ich schließlich vor meiner Zimmertür. Ich hatte Keita gesagt, dass ich ihn zum Essen wieder abholen würde. Ich öffnete die Türe und sah mich im Zimmer um. Doch weit und breit nichts von ihm zu sehen.
Ich rannte in die Küche.
„Hat jemand von euch Keita gesehen? In meinem Zimmer ist er nicht mehr, ich hatte ihm gesagt, dass ich...!“ wollte ich fragen, doch sah, dass er bereits schon am Esstisch saß.
„Achso, ich hatte alle schon zum Essen ausgerufen.“ meinte Shinya ganz beiläufig.
Etwas enttäuscht setzte ich mich auch an den Tisch, gegenüber von Hiroki. Neben ihm saß Keita und neben mir Shinya. So saßen wir immer beim Essen.
„So...morgen haben wir früh einen Live-Auftritt zu „Delighted“. Also müssen wir heute rechtzeitig schlafen gehen, damit wir morgen unser Bestes geben können, ja?“ meinte Hiroki an uns alle gewandt. Das war mal wieder typisch Hiroki. Obwohl wir alle wissen, wie wichtig es ist und natürlich uns daran halten, muss es natürlich vom Leader nochmal extra erwähnt werden.
Alle nickten nur. Innerlich musste ich grinsen. Wahrscheinlich dachten die anderen auch so ähnlich wie ich.
Ansonsten sagte keiner was.
Als ich fast mit dem Essen fertig war, spürte ich plötzlich eine Hand, die sich auf meinen Schenkel legte und meiner sehr privaten Zone gefährlich nahe kam.
Reflexartig sprang ich auf und stieß dabei an den Tischrand, sodass das Geschirr darauf klirrte. Hiroki und Keita sahen mich ganz verwundert an.
„I-Ich muss ganz schnell...ich habe was in meinem Zimmer vergessen, das ist mir gerade eingefallen...“ stammelte ich als schlechte Ausrede daher und rannte in mein Zimmer.

^Verdammt nochmal! Kann Shinya nicht mal seine Finger bei sich behalten?! Nicht, dass er ständig versucht, bei jeder Gelegenheit sich an mich ran zu machen, schreckt er nicht mal davor zurück, wenn Hiroki und Keita dabei sind!
Der kriegt was von mir zu hören, wenn ich das nächste Mal alleine auf ihn treffe...
Anscheinend habe ich es ihm wohl doch noch nicht klar genug gemacht.^
Ich setzte mich auf die Bettkante und versuchte mich zu beruhigen, indem ich an gar nichts dachte. Aber natürlich klappte das nicht. Ständig kam mir die Szene in den Kopf, wo Shinya und ich uns in der Küche geküsst hatten.
^Wie soll ich das Keita nur beibringen? Ich kann doch nicht einfach so sagen, was passiert ist. Ich überlege es mir erstmal...vielleicht ergibt sich ja irgendwie die Gelegenheit.^

Nach einer Weile öffnete sich die Türe und Keita lugte vorsichtig herein. „Hey...Keita-chan...“ versuchte ich so normal wie möglich zu sagen.
Keita schaute mich prüfend an und meinte: „Hast du irgendwas? Du bist so komisch seit...“ „Nein, mir war es nur nicht so gut. Aber jetzte ist alles okay...Komm her.“ antwortete ich, während ich beim letzten Satz auf meine Schenkel klopfte.
Etwas zögernd kam er auf mich zu und setzte sich dann schließlich auf meinen Schoß.
In Gedanken ohrfeigte ich mich, dass ich Keita anlügen musste, aber das wäre jetzt absolut nicht der richtige Zeitpunkt gewesen.
Irgendwie musste ich es doch schaffen, an was anderes zu denken, oder?
Fasziniert streichelte ich durch Keita`s weiche Haare und liess immer wieder ein paar Strähnchen durch meine Finger gleiten.
Kurz darauf umspielte ich vorsichtig mit meinem Mund den Ohrstecker, den er seit einiger Zeit am linken Ohr trug und konnte natürlich auch nicht davon ablassen, an seinem Ohrläppchen ein bisschen zu knabbern.
Nach einiger Zeit liess ich dann ab, da ich merkte, dass Keita irgendwie wenig Reaktion zeigte.
Dann legte ich meinen Kopf auf seine Schulter und fragte: „Was ist denn los? Gefällt`s dir nicht?“ „Das ist es nicht...“, meinte Keita, „ich...es ist nur...ich muss dir was beichten...“
„Was denn?“ fragte ich nur und hielt gespannt den Atem an.
Er fuhr fort: „Ich...ich habe Hiroki nicht nur einmal geküsst...sondern zweimal...bei den Dreharbeiten von „Funky days!“ und bei „Get wild life“ auch...“
Ich wusste nicht, was ich gross dazu sagen sollte. Eigentlich wäre jetzt ja ein guter Zeitpunkt, die Sache mit Shinya zu sagen.
Also fasste ich mir ein Herz und meinte: „Ich muss dir auch was gestehen...und zwar...hab ich...als ich...in der Küche...da...“ „...haben sich Shinya und du geküsst.“ beendete Keita meinen Satz.
Ich zuckte zusammen. „Woher...?“ wollte ich fragen, doch er antwortete schon: „Ich habe euch gesehen.“
Langsam stand er auf, doch drehte sich nicht zu mir um. „Ich kam, um zu fragen, ob ich euch vielleicht noch was bringen soll oder ihr Hilfe braucht, aber...du kamst du ja prima ohne mich zurecht. Du hattest ja alles, was du brauchtest.“ Seine Stimme begann zu zittern.
Seine Worte gaben mir einen Stich ins Herz.
Damit hatte ich nun echt nicht gerechnet. Ich kam mir vor, als würde ich von einem Zug überrollt. Ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte.
Keita drehte sich schließlich zu mir um und sah mich mit verheulten Augen an. „Wann hättest du es mir denn gesagt? Hättest du es mir überhaupt irgendwann gesagt? Hatte jedenfalls nicht so den Anschein, wenn ich nicht angefangen hätte...!“
„Ich...doch! Ich wollte es dir sagen, aber ich habe auf den richtigen Zeitpunkt gewartet...“ erwiderte ich den Tränen nahe. Wieso musste ich ausgerechnet die Person, die ich am meisten liebe, am meisten belügen? Das tat so weh.
„Bis eben hast du so gemacht, als sei nichts geschehen...du hast es nicht nur verheimlicht, du hast mich auch angelogen...nebenbei bemerkt...du bis ein schlechter Lügner, Akira...“ ,sagte er, während er sich ein paar Tränen aus dem Gesicht wischte, „...ich weiss nicht, ob das so weiter gehen kann...“
Meine Augen weiteten sich beim letzten Satz. Ich konnte nicht glauben, dass er das gesagt hatte.
Keita rannte zur Tür und hatte die Türklinke schon runter gedrückt, doch ich hielt ihn am Arm zurück und schloss die Türe wieder. „Du darfst nicht gehen, Keita! Lass mich erklären...!“ „Was willst du mir denn noch erklären, ich hab doch alles gesehen und gehört!“ rief er und wollte wieder zur Tür rausstürmen, doch diesmal packte ich ihn von hinten und zog ihn weg.
„Du darfst mich nicht verlassen, bitte! Ich brauche dich!“ meinte ich in meiner Verzweiflung.
Plötzlich öffnete sich die Türe und Hiroki schaute herein: „Sag mal, was macht ihr beiden für einen Krach, was ist denn los?“
„...Wir alben nur mal wieder rum, sorry...“ sagte Keita mit halbwegs normaler Stimme. Zum Glück standen wir beide mit dem Rücken zu ihm.
Hiroki seufzte: „Dann aber bitte etwas leiser, ja?“ und weg war er wieder.
Ich liess Keita schließlich los. Das war ja schon fast peinlich, wie idiotisch ich mich benahm.
„Danke, dass du mich nicht vor Hiroki hast auffliegen lassen.“
„Schon okay...das hätte ja niemandem geholfen. Sieh lieber zu, dass du morgen den Auftritt hinbekommst. Ich gehe jedenfalls bald ins Bett.“ meinte Keita, während er sich seine Kleidung wieder zurecht zog und in sein Zimmer ging.

Lange schaute ich noch meine Zimmertür an, durch die Keita eben gegangen war.
Keita hatte zwar zum Schluss ziemlich ruhig reagiert, aber ich wusste, dass er die Sache mit mir und Shinya nicht so einfach wegsteckte.
Ich beschloss, mich endlich auch auszuziehen und ins Bett zu gehen.
Natürlich lag ich noch lange wach und war in Gedanken ständig bei Keita.
^Ich hoffe, er liegt nicht auch so lange wach...^ dachte ich und drehte mich auf die linke Seite. ^...Ob er vielleicht sogar weint? Hoffentlich weint er sich nicht in den Schlaf...^ wieder drehte ich mich auf die rechte Seite.
^Ich will gar nicht wissen, wie schlimm es für ihn gewesen sein muss, zu sehen, wie ich mich mit meinem Ex küsse.^ dachte ich, während ich mich schließlich auf den Rücken drehte und Löcher in die Dunkelheit starrte. ^Wird Keita sich wirklich von mir trennen?^ „Bitte nicht...“ sagte ich leise, bevor ich endlich einschlief.

Am nächsten Morgen wurde ich von meiner Stereoanlage ausgerechnet mit dem Lied „Be happy“, wo Keita und ich einige Zeilen gemeinsam singen, geweckt. Es war unser gemeinsames Lieblingslied vom ersten Album.
Schnell schaltete ich das Gerät aus. Trotzdem reichte es, um in mir wieder einige Erinnerungen wach zu rufen.
Beim Live-Auftritt, als wir dieses Lied sangen, hatten wir uns oft angeschaut und wussten, dass wir in diesem Moment für den anderen singen. Es war so ein schönes Gefühl zu spüren, dass man dem anderen viel bedeutet und es durch Musik, die uns alle sowieso verbindet, ausdrücken kann.
Ich zog mir ein weisses T-Shirt und darüber ein hellbraunes Hemd an, sowie blaue Jeans und glättete meine Haare (Anm. Jau, so ein Glätteisen ist was tolles! Ich weiss, wovon ich rede :) Ausserdem weiss ich, dass sie eingekleidet werden usw., aber in meiner FF machen die das selber. Basta! :P).).
Kurz schaute ich in den Spiegel und war zufrieden mit dem Endergebnis.
Als ich aus meinem Zimmer trat, waren die anderen auch schon fertig.
Mein Blick wanderte als erstes zu Keita. Der gelb-grüne Pullover stand ihm echt gut.

Nach kurzer Zeit stiegen wir auch schon ins Auto und machten uns auf den Weg zu Zepp Tokyo, wo unser Live-Auftritt stattfinden sollte.
Dort angekommen, legten wir, wie vor jedem Auftritt, die Hände zusammen. Meine Hand legte ich auf Keita`s und streichelte sie ein bisschen. Keita hingegen sah ganz angestrengt Hiroki an. Es war mehr als deutlich, dass er meinen Blicken auswich.
Hiroki sagte wie immer seinen Spruch, auf dass der Auftritt gut werde; und unsere die Hände gingen nach oben und alle jubelten. Nur war mir momentan gar nicht nach Jubel und Trubel zumute und schon gar nicht nach kreischenden Fans.

Ich wusste, dass dies ein schlechter Augenblick war, aber dennoch zog ich Keita etwas von den anderen weg, sodass er mit dem Rücken zur Wand stand und stemmte meine Arme neben seinem Kopf ab: „Wir müssen reden!“
„Du spinnst ja total...jetzt, kurz vor dem Auftritt?! Ein blöderer Zeitpunkt fällt dir wohl nicht ein?!“
„Ich...du musst wissen, es tut mir echt leid...“ begann ich, doch er liess mich nicht ausreden: „Wir haben gleich einen Auftritt, falls du es noch nicht mitbekommen hast!“ meinte Keita nur und duckte sich unter meine Arme durch und ging wieder zu den anderen.
Kaum auf der Bühne angekommen, ging das Gekreische auch schon los. Viele hielten Schilder mit dem Namen ihres Lieblings hoch. Vielleicht war es nur Einbildung, aber mir kam es so vor, als wären besonders viele Schilder mit Keita`s Namen drauf vertreten.
Ein bisschen wurde ich eifersüchtig, auch wenn es total bescheuert war.
Als die Musik ertönte, versuchte ich mir dennoch nichts anmerken zu lassen, dass ich auf das alles hier im Moment absolut keine Lust hatte, und tanzte wie gewohnt.

Nach dem Auftritt fuhren wir schnell wieder zu unserer WG zurück. Keita verzog sich gleich in sein Zimmer. Als ich ihm folgen wollte, knallte er die Türe vor meiner Nase zu.
Ob es ihm nun passte oder nicht, ich betrat trotzdem sein Zimmer. „Mensch, Keita...jetzt lass uns doch reden, bitte...“ versuchte ich den Anfang, doch er ignorierte mich einfach und verstaute die Sachen aus seinem Rucksack in die Schränke. Dann schaltete er auch noch ziemlich laut Musik ein, was mir noch deutlicher machen sollte, dass er nicht mit mir reden wollte.
„Keita, bitte...“ begann ich, doch merkte dann wie meine Stimme schon wieder zu zittern begann.
Ich biss mir auf die Lippen, verließ sein Zimmer wieder und ging in mein eigenes.

Kaum im Zimmer angekommen, schwirrten meine Gedanken schon wieder nur um Keita. Ich dachte an sein süsses Lächeln, wie niedlich er manchmal beim Lachen quieckte, seine schöne Stimme, die weichen Haare...und spezielle Blicke, die nur mir galten...an das Gefühl, wenn wir uns küssten und ich die ganze Welt um mich herum vergessen konnte...
Ich vermisste ihn jetzt schon, obwohl er doch eigentlich gerade nebenan war. Einerseits war er so nah und andererseits so fern...
Beiläufig schaute ich in den Spiegel und sah den Knutschfleck. Das gab mir endgültig den Rest, ich sackte zusammen und brach in Tränen aus.
Ich liess alles aus mir raus, was ich die ganze Zeit krampfhaft versucht hatte, zurück zu halten.
Es kam mir vor, als würde ich einen Wasserfall vergießen.
„Keitaaaaaaaa...!“ schrie ich und schluchzte.
Ich kam mir richtig leer vor, als ob ein Teil von mir fehlen würde.

Plötzlich öffnete sich meine Zimmertüre und Hiroki trat herein. „Akira-kun?! Ich habe dich von draussen gehört...Was hast du denn, was ist los?!“ rief er besorgt, während er zur mir rannte und sich auf den Boden neben mich setzte.
„Hiroki...es tut mir so leid...ich fürchte, Keita ist wohl doch nicht in guten Händen bei mir...“ schniefte ich und lehnte meinen Kopf auf seine Schulter. Daraufhin nahm er mich tröstend in die Arme. Die Tränen liefen immer noch ununterbrochen weiter und benässten Hiroki`s T-Shirt an der Stelle.
„Was ist denn passiert?“ fragte er mich schliesslich mit ruhiger Stimme. Ich schluckte und antwortete dann: „Ich...und Shinya...wir...haben uns...geküsst...gestern in der Küche...“. Kaum hatte ich das gesagt, bahnten sich auch schon wieder weitere Tränen nach draussen. „Aber...ich wollte das echt nicht...es war so...ich weiss auch nicht...ich hatte erst zu spät begriffen, was geschah...und Keita...hat es gesehen...aber ich hatte vor, es ihm zu sagen...und jetzt...“ brachte ich weiter unter Tränen hervor.
„Ich hole dir mal Taschentücher.“ meinte Hiroki, während er aufstand und aus meinem Zimmer ging.
Mit einem Mal wurde mir kalt. Erst jetzt merkte ich, was für eine Wärme Hiroki eigentlich ausgestrahlt hatte.

Ein paar Minuten später kam er wieder und ich nahm dankend die Taschentücher entgegen. „Wenn ich Keita doch nur sagen könnte, wie leid es mir tut...er soll wissen, dass er der einzige für mich ist...ohne ihn...es ist, als würde ein Teil von mir fehlen...mann, ich liebe ihn doch so sehr...“ sagte ich noch und er legte den Arm wieder um mich.
Aber diesmal war es etwas anders als vorhin. Ich verspürte plötzlich so ein vertrautes Gefühl. ^Kann es sein, dass...?^ Als ich dann noch die Stimme hörte, die sagte: „Das hast du aber schön gesagt.“, wurde es mir klar. Mein Herz raste. Vorsichtig schaute ich auf und sah in die schönen braunen Augen, an die ich die ganze Zeit denken musste. Es war wirklich Keita! Und er hielt mich in seinen Armen! Noch immer schauten wir uns tief in die Augen.
Eine einzelne Träne lief meine Wange hinunter.
„Es tut mir so leid, Keita-cha...“ doch dann stoppte ich. Ich traute mich noch nicht so richtig, ihn Keita-chan zu nennen.
„Hiroki hat mir eben erzählt, wie elend es dir geht...und ich...Ich verzeihe dir, Akira-chan.“ flüsterte er.
Daraufhin wischte er mir die Träne weg und lächelte. Wie sehr ich das vermisst hatte...

 

ENDE