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Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2022-06-23
Words:
6,018
Chapters:
1/1
Hits:
1

Easy Breezy

Summary:

Akira und Shinya sind ein Paar, doch Shinya verhält sich in letzter Zeit abweisend und geht dann noch zu Kollegen, ohne dass Akira davon vorher wusste. Akira ist in der Zwischenzeit sehr deprimiert und macht einen dummen Fehler...

Notes:

Diesmal keine Akifu-FF (ui, ein Wunder!), sondern eine Shinaki! Sehr zur Freude von Julia/Shinya, die ich hier übrigens ganz lieb grüssen möchte. Weitere Grüße auch an Q-Rai *knuddel*, Tamara/Hiroki, Claudia/Keita, Claudia/Yusuke, meine Brieffreundinnen und sonst welche, die ich (hoffentlich wir es mal nicht) vergessen haben sollte. ^^°
Der Titel ist der Name von einem Song von Utada Hikaru (mir ist kein anderer Titel für die Fanfic eingefallen).
(Die Fanfic ist von 2007)
Njo, also dann mal viel Spass! :)

Achja, wie immer:
„bla“ = reden
^bla^ = denken
(bla) = Kommentar von mir

Work Text:

Es war am Abend. Akira „übernachtete“ in Shinya`s Zimmer. Sie hatten die Dreharbeiten für ihre 9. Single „Baby running wild“ endlich fertig und so ein paar Tage Freizeit, bis der Stress mit Fernsehshow-Auftritten, Interviews, Fotoshootings, Live-Auftritten usw. wieder losging.
Besonders Akira freute sich sehr, da er endlich etwas mehr Zeit mit den anderen, insbesondere mit Shinya, verbringen konnte. Zwischen all den Terminen blieb sonst leider eher wenig Zeit für Zärtlichkeiten.

Shinya lag mit dem Rücken zu Akira. Dieser kuschelte sich näher an Shinya, legte einen Arm um seinen Oberkörper und fing an, ihn zärtlich zu streicheln. Er stützte sich mit seinem Arm ab und begann seinen Hals entlang zu küssen. Vorsichtig tastete er mit den Lippen bis zu seinem Mund. Doch leider machte Shinya irgendwie nicht mit. „Was hast du denn?“ fragte ihn Akira. Doch Shinya sagte nichts. „Du kannst mir nicht weis machen, dass du schon schläfst...“ meinte der Jüngere und fuhr mit seiner Hand vom Oberkörper bis über den Bauchnabel und schließlich zum Bund der Boxershorts.
Bevor er jedoch mit seiner Hand in Shinya`s Hose fahren konnte, sagte er: „Mann, ich bin echt nicht in Stimmung und ausserdem viel zu müde.“
So wirklich überzeugend klang es nicht. Das war nicht das erste Mal, dass Shinya ihn abgeblockt hatte. Besonders in letzter Zeit kam es häufiger vor.
Beleidigt nahm Akira wieder seine Hände zu sich und drehte sich auf die andere Seite mit den Worten: „Dann eben nicht.“

Am nächsten Morgen klingelte Shinya`s Wecker. Vorsichtig, um ihn ja nicht aufzuwecken, befreite er sich aus Akira`s Umarmung. Doch sein Freund merkte das natürlich trotzdem und wachte auf. Verschlafen richtete er sich auf, rieb sich die Augen und wunderte sich, dass Shinya so früh aufstand, obwohl sie frei hatten.
„Was ist denn los, haben wir irgendwas vor?“ fragte Akira, während Shinya seinen Rucksack packte.
„Nein, ich gehe doch heute für einen Tag zu meinen Kollegen.“ Akira schaute ihn verwundert an und meinte: „Hattest du mir das erzählt?“
„Ähm...ja. Aber das ist schon eine Weile her, deswegen weißt du es vielleicht nicht mehr.“ sagte Shinya und beachtete ihn gar nicht weiter. Somit sah er auch nicht, wie Akira jede seiner Bewegungen verfolgte, bis er ihn am Arm festhielt und anflehte, zu bleiben.
Endlich trafen sich ihre Blicke und Shinya hätte fast nachgegeben, doch sagte dann: „Tut mir leid, Akira...aber ich hab`s versprochen. Ich kann nicht so kurzfristig absagen, wenn es schon so lange feststeht...wir haben hinterher noch genug Zeit füreinander.“ Enttäuscht über die letzten Worte ließ Akira ihn wieder los mit den Worten: „Wie du meinst...Wenn dir die Zeit reicht...ich würde nicht sagen, dass wir genug Zeit haben. Aber anscheinend reicht es dir wohl wirklich.“
Da Akira den letzten Satz etwas anders betont hatte, hakte Shinya nach: „Wie meinst du das, was willst du mir damit sagen?“
„Ach, vergiss es...“ winkte er nur ab. „Jetzt sag doch, was ist los?“ wollte Shinya wissen. Aber Akira meinte: „Nein, nein. Gehe du nur zu deinen tollen Freunden, sonst kommst du noch zu spät. Du kannst sie ja schlecht warten lassen, nicht wahr?“ Mit diesen Worten legte er sich wieder ins Bett und zog die Decke über den Kopf.
„Ja genau...wie du meinst...also ich gehe dann..“ sagte Shinya tonlos und wartete kurz, ob irgendeine Reaktion seines Freundes kam, aber dem war nicht so.

Als Shinya aus seinem Zimmer kam, traf er auf dem Flur auch schon auf Keita und Hiroki, die ihn dann verabschiedeten.
Der Leader ging danach gleich in die Küche und bereitete schon mal ein paar Zutaten für`s Abendessen vor.
Als er fertig war, setzte er sich an den Küchentisch und las einen Manga.
Etwas später gesellte sich Keita zu ihm. „Findest du es nicht auch komisch?“ fragte der Jüngere, während er sich zu Hiroki an den Tisch setzte.
„Was meinst du?“ entgegnete der Angesprochene, noch immer in seinem Manga vertieft.
„Na...ist dir nicht aufgefallen, dass sich Akira heute noch gar nicht hat blicken lassen?“ Hiroki legte nun den Manga beiseite, um Keita seine volle Aufmerksamkeit zu schenken, denn die „Akira-Gespräche“ mit Keita dauerten erfahrungsgemäß etwas länger und erforderten Mitdenken.
„Naja, vielleicht schläft er noch...“ meinte der Ältere, ohne dass er selbst daran glaubte, was er sagte.
Keita schaute ihn etwas ungläubig an: „Es ist jetzt 14:15 Uhr. Ich glaube kaum, dass er noch schläft. Das wäre das erste Mal.“ Hiroki nickte nur mit dem Kopf.
„Er ist nicht mal rausgekommen, um uns 'Guten Morgen' zu sagen oder um Shinya zu verabschieden.“ fügte Keita noch hinzu. „Das hat er bestimmt schon im Zimmer gemacht.“ meinte Hiroki.
Keita erwiderte nur: „Ja, aber wenn ich jemanden mag und weiß, dass ich ihn länger nicht mehr sehe, dann gehe ich doch mit zur Tür und wink ihm noch nach und so...“.
„Hast recht...“, stimmte ihm Hiroki zu, „...meinst du, sie haben vielleicht wieder Streit?“
„Wäre zumindest nicht das erste Mal...“ sagte Keita.
Hiroki seufzte: „Würde mich nicht wundern, wenn die beiden sich bald trennen.“
„Ich hoffe es nicht...ich mache mir Sorgen. Ich glaub, ich gehe mal nach Akira sehen...“ meinte Keita und ging in Shinya`s Zimmer.

Mit langsamen, zögerlichen Schritten ging er auf das Bett, in dem Akira noch immer mit der Decke über dem Kopf lag, zu. „Ähm...Akira? Akira-kun?“ fragte er vorsichtig. „Hm?“ brummte dieser nur unter der Decke hervor. „Was ist los mit dir?“ Keine Antwort. „Ist es wegen Shinya?“ hakte Keita nach.
Akira antwortete wieder nichts und drehte sich von ihm weg. „Wenn ich dir irgendwie helfen kann...“ wollte Keita beginnen, doch er schnitt ihm das Wort ab: „Kannst du nicht und es geht dich auch nichts an.“
Enttäuscht über Akira`s kalte Reaktion verließ er wortlos das Zimmer und ging wieder zu Hiroki.

Keita setzte sich ihm gegenüber auf den Stuhl und verschränkte die Arme. „Er will nicht mal reden...er meint, es geht mich nichts an. Mensch, da mache ich mir Sorgen und biete ihm meine Hilfe an und er serviert mich einfach eiskalt ab!“
Hiroki grinste ihn an: „Dir liegt viel an Akira, was?“ Keita lief bei dieser Aussage rot an und wusste nicht so recht, was er sagen sollte. Hiroki schaute ihn an und meinte etwas verwirrt: „Du bist aber nicht zufällig sogar in Akira...?“ Weiter musste er nicht sprechen, da es schon klar war, was er meinte.
Keita senkte nur den Kopf: „Ich weiss es nicht...ich mag ihn wirklich sehr, aber...für Liebe reicht es glaub ich nicht aus. Ausserdem ist er ja mit Shinya zusammen und ich will nicht, dass sie sich trennen.“ „Natürlich...aber wir können es nicht verhindern. Das müssen die schon unter sich regeln, da dürfen wir uns nicht einmischen.“ meinte Hiroki.
Keita seufzte. Hiroki widmete sich wieder seinem Manga zu, da Keita länger nichts mehr sagte.
Nach einiger Zeit stand Keita wieder vom Stuhl auf und ging in sein Zimmer mit den Worten: „Sag mir dann Bescheid, wenn es Essen gibt.“

Im Zimmer angekommen, schaute er fernsehen. Er bemerkte gar nicht, dass er eingedöst war, bis Hiroki plötzlich in der Zimmertür stand und sagte, dass es Essen gäbe.

Als Keita in die Küche kam, erkundigte er sich gleich nach Akira. „Ich weiss nicht, ob er zum Essen kommen will. Bis jetzt hat er sich noch immer nicht blicken lassen.“ „Ob er will oder nicht, ich hole ihn jetzt!“ sagte Keita entschlossen und stürzte in Shinya`s Zimmer.
Natürlich lag Akira noch immer im Bett, als Keita dort ankam.
„Es gibt Esssen!“ sagter er nur knapp, doch der Jüngere rührte sich nicht. Also ging Keita wieder zum Bett, doch zog ihm diesmal die Bettdecke weg.
„Manno, was soll das? Vielleicht will ich noch schlafen...“ meckerte Akira, doch Keita meinte: „Das kannst du jemand anderem erzählen, aber nicht mir. Ich kenne dich mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass es einen anderen Grund hat, warum du dich verkriechst.“
Akira fühlte sich ertappt und drehte sich wieder von Keita weg.
„Oh mann, Akira...Du bist echt nicht einfach, wenn du Probleme mit Shinya hast...wenn du mir nicht so viel bedeuten würdest, würde ich dich hier im Zimmer vergammeln lassen, wie du es vorhast, aber für mich kommt das nicht in Frage! Du kommst jetzt gefälligst raus zum Essen, Hiroki hat extra für uns gekocht!“
Schließlich gab sich Akira endlich geschlagen.
Keita war erleichtert und ging wieder aus dem Zimmer, um Hiroki Bescheid zu geben, dass Akira auch gleich kommt.

„Wie hast du das denn angestellt, dass er jetzt doch kommt?“ wollte Hiroki wissen. „Ich hab ihm eine ganz kleine Standpauke gehalten.“ grinste Keita.
„Ach, echt? Sowas kannst du?“ neckte ihn der Ältere.
Kurz darauf kam auch schon der Jüngste und setzte sich zu den beiden an den Tisch.
„Na, gut geschlafen?“ fragte ihn Hiroki.
„Naja, es geht...“ sagte Akira nur.
Jeder tat sich selber sein Essen auf.
„Weisst du, wann Shinya wieder zurück kommt?“ fragte Hiroki beiläufig.
„Ich glaub morgen. Uhrzeit hat er mir keine gesagt. Vielleicht kommt er am Morgen, gegen Mittag oder gar am Abend...vielleicht auch erst am Tag darauf...ehrlich gesagt, ich hab keinen Schimmer...“ gestand Akira. Keita sah ihn besorgt an. Er versuchte sich wirklich, nichts anmerken zu lassen, aber Keita merkte trotzdem wie sehr Akira Shinya vermisste und die Sache, was auch immer es war, ihm nachging.
Akira hatte nicht viel gegessen; die Hälfte hatte er auf dem Teller liegen lassen. Auch Hiroki machte sich so langsam Sorgen um ihn: „Hat`s nicht geschmeckt?“
„Doch, doch! Es war echt lecker, Hiroki! Aber ich...krieg momentan einfach nicht mehr runter...tut mir leid...“ Akira wollte nicht, dass die beiden sich wegen ihm Sorgen machen, also versuchte er, auf ein anderes Thema zu lenken, indem er vorschlug, ein Spiel zu spielen.
Hiroki und Keita sahen ihn etwas überrascht an. Generell waren sie natürlich nie abgeneigt, also sagten sie zu.
Sie spielten Karten, Brettspiele und Twister. Die drei Jungs hatten viel Spaß, doch gegen Abend wurde Keita so langsam müde und ging in`s Bett.
Hiroki und Akira räumten die Spiele auf und setzten sich wieder an den Tisch.
„Tja, und jetzt?“ fragte Hiroki nach einiger Zeit des Schweigens.
„Ich überlege, ob ich Shinya anrufen soll...“, sagte Akira, während er auf sein Handy starrte, „...aber vielleicht schreibe ich ihm auch nur eine SMS.“
Gedankenverloren redete er weiter: „Shinya ist jetzt bei ein paar Freunden...er meint, er hat mich davon informiert, aber ich kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern. Wahrscheinlich hat er es mir gar nicht gesagt. Es läuft schon seit ein paar Wochen nicht mehr so gut zwischen uns...Wir haben z.B. schon länger nicht mehr...also...Ich hab das Gefühl, als sei ich nicht mehr gut genug für ihn oder so. Immer wenn ich wollte, selbst wenn es nur Kuscheln war, hat er mich meistens abgewiesen. Von ihm aus kam nie was. Ist es zu blöd zu denken, dass ich mich nicht genug von ihm geliebt fühle?“ Beim letzten Satz schaute Akira Hiroki hilfesuchend an. Der Ältere biss sich auf die Lippen. Er war überrascht, dass Akira mit ihm so offen über seine Beziehung zu Shinya redete. Trotzdem wusste er nicht, was er auf seine Frage antworten sollte.
„Vielleicht beschäftigt Shinya nur etwas, über das er mit dir noch nicht reden kann und nimmt etwas Abstand.“ versuchte Hiroki zu antworten.
„Hoffentlich hast du Recht. Ich mache mir wohl zu viele Gedanken.“
Hiroki fuhr fort: „Aber...selbst ich habe schon gemerkt, dass Shinya sich etwas abweisend verhält. An deiner Stelle würde ich mir auch die selben Gedanken machen. Ich kann zwar nur nach dem beurteilen, was du sagst und von meinen eigenen Beobachtungen, aber so wie ich das sehe, könnte es mit meiner Vermutung schon hinkommen. Gib ihm etwas Zeit, lass es etwas ruhiger angehen, okay?“ sagte Hiroki und legte ihm seine Hand auf die Schulter.
Akira sah ihm mit einem gequältem Gesichtsausdruck an: „Wie lange soll ich denn noch warten? Vielleicht will er mich auch gar nicht mehr...seine Freunde, bei denen er jetzt ist, sind ihm anscheinend wichtiger als ich. Eigentlich hätten wir die freie Zeit miteinander verbringen können und er haut einfach ab.“ Hiroki sah ihn mitfühlend an: „Ich verstehe dich. Aber wie es mit euch weitergeht, müsst ihr zwei unter euch ausmachen. Keita und ich fänden es jedenfalls sehr schade, wenn ihr euch trennen würdet. Falls ich irgendwas für dich tun kann...gibg mir Bescheid. Gute Nacht.“ Hiroki ging mit diesen Worten dann auch in sein Zimmer und machte sich fertig für`s Bett. Akira saß noch eine Weile am Tisch und spielte mit seinem Handy in der Hand rum und grübelte.
Da er nicht so recht wusste, was er diesen Abend noch machen sollte, ging er auch in sein Zimmer und zog sich um.
Etwas ratlos stand Akira in seinem Zimmer rum und schaute auf`s Bett. So ganz geheuer, alleine in sein Bett zu steigen, war ihm der Gedanke nicht. Er war es seit den Monaten, die er jetzt schon mit Shinya zusammen war, kaum noch gewohnt, alleine zu schlafen.
Da Hiroki ihm auch seine Hilfe angeboten hatte und er noch nicht so lange im Bett war, beschloß Akira zu ihm zu gehen. Vorsichtig öffnete er die Tür zu Hiroki`s Zimmer und fragte: „Hiroki?“
„Was ist?“ kam es von dem Älteren. „Ähm...gomene...ich wollte nicht stören, aber...kann ich bei dir schlafen?“ Als Hiroki keine Antwort gab, fügte er hinzu: „Ehrlich gesagt, ist mir der Gedanke, alleine zu schlafen, eher unwohl.“
„Okay, wenn`s dir hilft...“, entgegnete Hiroki, „...dann komm her.“
„Danke“ sagte Akira und schlüpfte mit unter die Bettdecke.
Blöderweise fand der Jüngere dennoch keinen Schlaf. Ständig musste er an Shinya denken und wie er ihn am besten ansprechen solle, was ihm in letzter Zeit an ihrer Beziehung fehlt.
„Hiroki? Schläfst du schon?“ flüsterte Akira in die Dunkelheit. „Nein.“ kam nur als Antwort.
„Kannst du also auch nicht schlafen.“ stellte der Jüngere fest und drehte sich zu Hiroki. Dieser lag mit dem Rücken zu ihm. Akira fasste all seinen Mut zusammen und umarmte ihn. Er hatte keine Ahnung, wie der Ältere reagieren würde.
Hiroki war sich unsicher, ob er irgendwas tun oder sagen sollte, also ließ er es erstmal bleiben.
Doch der Jüngere drückte sich noch näher an ihn und streichelte sanft von seiner Schulter bis über die Arme und auch seinen Oberkörper.
Ungewollt schlug Hiroki`s Herz schneller. Er kannte sowas nicht. „Ich weiss nicht, ob das so gut ist...“ versuchte der Ältere einzuwenden. „Du hast doch gesagt, dass du mir helfen willst, oder?“ fragte Akira. „Ja, schon...ich weiss aber nicht, wie ich dir so helfen soll.“
Der Jüngere hauchte daraufhin in sein Ohr: „Hilf mir, Shinya zu vergessen...nur für heute Nacht...“ Hiroki`s Augen weiteten sich.

Keita fand in dieser Nacht auch noch immer keinen Schlaf. Gedankenverloren starrte er an die Zimmerdecke. Er machte sich immer noch Sorgen um Akira. ^Hoffentlich geht es ihm morgen wieder besser. Er kann ja nicht die ganze Zeit so bedrückt sein wegen Shinya...^
Plötzlich wurde er von ein paar Geräuschen vom Nebenzimmer aus seinen Gedanken gerissen. Keita hielt den Atem gespannt an und lauschte.
Er traute seinen Ohren kaum. Das waren Stöhngeräusche und sie stammten von niemand anderem als Akira und Hiroki.
Keita schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Das konnte doch einfach nicht wahr sein! Was dachte sich Akira dabei? Oder was dachte sich Hiroki dabei? Was denken sich die beiden eigentlich?
Wenn das Shinya herausfindet, bringt das doch erst Recht Ärger.
Keita verstand es einfach nicht.
Endlich hörte er dann nichts mehr und konnte nach ein paar Minuten auch einschlafen.

Am nächsten Morgen wachte Keita als erster auf. Er zog sich gleich an und spickte in Akira`s Zimmer. Da er nicht in seinem Zimmer war, musste er noch bei Hiroki sein.
Um etwas tun zu können, ohne die anderen aufzuwecken, beschloss er, einen Manga zu lesen.
Doch nach kurzer Zeit hörte er schon, wie die Haustür sich öffnete und wieder schloß. Vorsichtig lugte Keita aus seinem Zimmer und wurde von Shinya sogleich entdeckt.
„Hey!“ begrüsste ihn der Ältere. „Hey Shinya-kun! Du bist ja schon zurück...“, sagte Keita und setzte ein etwas gequältes Lächeln auf, „...wie war es denn bei deinen Kollegen?“ „Ach, hör mir bloß auf. Das sind doch alles Volltrottel. Naja, ich will im Moment nicht weiter darüber reden...Wie geht`s denn den anderen?“ meinte Shinya.
„Ach, soweit ganz gut.“ druckste Keita etwas herum, denn der Ältere stand mittlerweile gefährlich nahe vor Akira`s Zimmertür. Der Kleinere versperrte ihm den Weg.
„Ist irgendwas?“ fragte Shinya, dem das Verhalten den Jüngeren schon etwas merkwürdig vorkam.
Keita schüttelte den Kopf. „Okay, dann kannst du mich doch in Akira`s Zimmer lassen. Ich will nur schauen, ob er vielleicht schon wach ist.“ sagte Shinya.
„D-der schläft bestimmt noch!“ meinte Keita hastig.
Der Ältere hob eine Augenbraue: „Selbst wenn er schläft...Ich schaue ihm auch gerne beim Schlafen zu.“ Keita gab sich geschlagen und trat beiseite.
Shinya öffnete Akira`s Tür, doch natürlich war keiner drin. Der Ältere schloß die Türe wieder. „Er ist gar nicht drin.“ sagte er nur knapp. „Was, nicht?“ wunderte sich Keita gespielt, doch Shinya durchschaute ihn: „Du weißt garantiert mehr und verschweigst es mir, oder?“ Kaum hatte er den Satz zu Ende gesprochen, ging er schnell zu Hiroki`s Tür und öffnete sie.
Auch wenn er es fast befürchtet hatte, so hatte Shinya doch gehofft, dass er sich geirrt hätte: Akira lag mit Hiroki nackt im Bett und hielt ihn auch noch im Arm!
Akira drehte sich verschlafen um und blickte direkt in Shinya`s geschockte Augen, der noch immer fassungslos in der Tür stand.
Blitzartig stand der Jüngere auf und verdeckte seinen Unterleib mit der Bettdecke. Akira hatte allerdings so stark an der Decke gezogen, dass Hiroki aus dem Bett fiel und dadurch wach wurde.
Keita lugte vorsichtig hinter Shinya`s Schulter hervor.
„Ey...was`n hier los?“ meldete sich Hiroki verschlafen.
Akira stand noch immer da mit der Bettdecke um die Hüften und wusste nicht so recht, was er tun sollte.
„Hast du mir vielleicht irgendwas zu sagen oder ist es so, wie es aussieht?“ fragte Shinya erstaunlich gelassen.
Da er seinen Freund nicht anlügen wollte, es ihm aber auch nicht in`s Gesicht sagen konnte, schaute er auf den Boden und gab kleinlaut von sich: „Es ist so, wie es aussieht...“
Shinya schüttelte nur verständnislos den Kopf, bevor er in sein Zimmer rannte.
Keita warf Hiroki und Akira noch einen bösen Blick zu, bevor er Shinya hinterherging.
Akira lief wie in Trance ein paar Schritte zurück und setzte sich auf die Bettkante. „Wieso hab ich nicht überlegt, bevor ich...“, sagte er und vergrub das Gesicht in seinen Händen, „...wieso hab ich das gemacht, was hab ich mir dabei gedacht?“
Hiroki wusste nicht, was er darauf antworten sollte, falls die Frage überhaupt für ihn gedacht war.
„Es tut mir so leid, Hiroki-kun.“ entschuldigte sich der Jüngere plötzlich.
„Wie meinst du das?“ fragte der Leader.
Akira versuchte es zu erklären: „Na, dass ich dich da mit hineingezogen habe und dich nur benutzt hab.“
Hiroki wurde so langsam klar, dass diese Nacht für Akira überhaupt nichts bedeutet hatte. Unweigerlich stimmte ihn das traurig, denn es war sein erstes Mal gewesen. Er hatte es schöner empfunden, als er es sich immer vorgestellt hatte. Hiroki hatte sich sogar ein bisschen in Akira verliebt. Doch er versuchte, sich nichts anmerken zu lassen, das würde die Sache nur noch komplizierter machen. „Dann solltest du dich am besten gleich bei ihm entschuldigen.“ meinte der Ältere zu ihm.
„Nein, ich gebe ihm lieber etwas Zeit zum Abreagieren. Wenn er mich jetzt sieht, bekomme ich garantiert irgendwas an den Kopf geworfen oder so.“ meinte Akira.
Dann suchte er seine Klamotten zusammen und sagte: „Ich gehe erstmal duschen.“

In der Zwischenzeit stand Keita vor Shinya`s Zimmertür und traute sich nicht so recht, anzuklopfen. Vielleicht war er ja auch sauer auf ihn, weil er Shinya erst nichts von Akira und Hiroki erzählen wollte.
Shinya währendessen saß auf seinem Bett und konnte nicht fassen, dass Akira zugegeben hatte, dass zwischen ihm und Hiroki was gelaufen ist. Es wäre ihm fast lieber gewesen, wenn er gesagt hätte, dass es nicht so ist, wie es aussieht oder so etwas in der Art. Er hatte ja nicht mal widersprochen! Und hinterhergerannt ist er ihm auch nicht. Bedeutete er ihm etwa gar nichts mehr? Hatte Hiroki seinen Platz eingenommen? War das das Ende ihrer Beziehung? All diese Fragen stellte sich Shinya. Doch die Antworten konnte ihm nur Akira liefern.
Plötzlich klopfte es an seiner Türe. „Ja?“ fragte er und Keita kam herein. Shinya war fast ein bisschen enttäuscht. Er hatte gehofft, es sei Akira.
Keita setzte sich mit leichtem Abstand neben den Älteren auf`s Bett. „Ich...ähm...hoffe, du bist nicht auch böse auf mich...“stammelte Keita. „Wieso sollte ich?“ fragte Shinya.
„Weisst du...ich mag Akira. Und ich hab auch Hiroki und dich gern. Als du schon so früh nach Hause kamst, wusste ich nicht, wie ich mich verhalten sollte. Ich hatte nämlich Hiroki und Akira in der Nacht gehört...naja...und ich wollte nicht, dass jemand verletzt wird...wobei das natürlich unvermeidbar war. Ich denke, ich habe es eher noch verschlimmert.“
Shinya verstand ihn: „Du brauchst dir keine Sorgen zu machen und du bist mir auch keine Erklärung schuldig. Der Einzige, der mir einige Fragen beantworten muss, ist Akira.“
„Aber...eines muss ich dir noch sagen: Akira war ziemlich fertig, nachdem du weg warst. Er kam den halben Tag nicht aus dem Zimmer raus und lag nur im Bett. Natürlich rechtfertigt das nicht seine Tat letzte Nacht.“ sagte Keita. Der Ältere antwortete darauf nichts.
Keita legte noch seine Hand auf Shinya`s Schulter und meinte: „Ich bin sicher, dass Akira noch kommt und sich bei dir entschuldigt. Ich hoffe, es gibt für alles eine vernünftige Erklärung. Jedenfalls...ach, egal wie: Bitte versöhnt euch wieder! Das ist alles, was ich mir wünsche.“
Mit diesen Worten verließ Keita wieder den Raum und ging in Hiroki`s Zimmer, doch Akira war nicht mehr da. Zum Glück, denn so konnte er Hiroki zur Rede stellen.
So fiel er gleich mit der Tür in`s Haus: „Wieso hast du das getan, Hiroki? Ich hab euch in der Nacht gehört! Ich dachte, du willst auch, dass Shinya und Akira zusammen bleiben, was sollte das dann? Das hat alles nur noch schlimmer gemacht!“
„Hey, jetzt mach mal halblang. Es gehören schließlich immer zwei dazu, klar? Ausserdem war es Akira, der angefangen hat. Die Idee kam nicht von mir.“ verteidigte sich Hiroki.
„Und wo ist Akira jetzt?“ fragte ihn Keita.
„Er ist duschen.“

Und so stand Keita schon wieder vor einer verschlossenen Tür, nämlich vor der Badezimmertür und traute sich nicht rein. Er lauschte. Wasser war nicht mehr zu hören, also war er wohl schon beim Anziehen oder gar fertig.
Akira indessen hatte seine Halskette, einen Schlüssel, die er von Shinya damals geschenkt bekommen hatte, angezogen. Shinya hat dazu das passende Schloss als Halskette.
„Hiermit gebe ich dir den Schlüssel zu meinem Herzen.“ hatte der Ältere damals zu ihm gesagt, nachdem sie ein paar Tage zusammen waren. Das ist etwa sechs Monate her (Ich dachte einfach, dass er sie ihm nach der Live-Tour 2005 geschenkt hat ^^°).
Als er sich im Spiegel mit der Kette um den Hals betrachtete, kamen ihm Tränen in die Augen.
Doch abrupt wurde Akira aus seinen Gedanken gerissen, als Keita plötzlich in der Tür stand.
Akira, nur in Boxershorts gekleidet, schaute erschrocken den etwas Älteren an.
„Ich muss mit dir reden.“ sagte Keita.
„Noch nie was von Anklopfen gehört?“ meinte Akira nur. Es sollte streng klingen, aber dadurch, dass er eben geweint hatte, wollte es nicht so ganz klappen.
„Hast du...geheult?“ fragte Keita vorsichtig.
Akira fasste sich an die Halskette und drehte sich von ihm weg. Es war ihm etwas peinlich, dass der Kleinere ihn so sah.
„Die Kette ist von Shinya, oder?“ durchschaute er ihn. Von Akira kam nur ein Schniefen als Antwort.
Ursprünglich wollte Keita ihn zur Rede stellen, warum er Shinya das angetan hatte, aber als er ihn so ansah, fiel es ihm zu schwer. Er hatte eher das Verlangen, ihn zu trösten.
Also ging er auf den Größeren zu und legete seinen Arm um ihn. „Danke...“, schluchzte Akira, „...dabei hab ich das doch eigentlich gar nicht verdient.“ „Da hast du allerdings Recht.“, stimmte ihm Keita zu, „Du musst mir aber dafür versprechen, dass du nachher zu Shinya gehst und dich entschuldigst, okay?“ Akira nickte.
Der Kleinere nahm ihn kurz richtig in den Arm und drückte ihn, bevor er wieder ging.
Akira zog sich noch fertig an, wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und betrat den Gang.
Ausgerechnet in diesem Moment lief Shinya vorbei. Erst verlangsamte er seinen Gang, als er Akira sah, entschied sich dann aber doch schneller zu laufen.
„Shinya, warte!“ rief Akira und hielt ihn am Arm fest, aber der Ältere riss sich los.
Der Jüngere sah ein, dass es nichts brächte, sich jetzt bei ihm zu entschuldigen, er würde ihm ja doch nicht zuhören.
So beschloß er erstmal in die Küche zu gehen, wo auch Hiroki und Keita waren.
Keita schaute Akira erwartungsvoll an. Natürlich wollte er wissen, ob er sich schon bei Shinya entschuldigt hatte. Der Jüngere schüttelte nur den Kopf. Daraufhin nahm ihn Keita kurz beiseite: „Wieso hast du dich nicht bei Shinya entschuldigt? Du hattest es mir doch versprochen!“
„Wollte ich ja, aber er weicht mir aus! Es ist noch zu früh dafür...“ erklärte Akira.
Keita murmelte nur irgendwas, was der Jüngere nicht ganz verstand und setzte sich zu Hiroki an den Tisch. „Lust auf `ne Partie UNO?“ fragte Keita. Hiroki bejahte, doch Akira lehnte ab. „Ich schaue nur zu.“ meinte er und setzte sich zu den beiden an den Tisch.
Akira stützte den Kopf auf die Hände, sah abwechselnd zwischen den beiden hin und her und manchmal auch auf den Tisch. Als er dann öfter vor Langeweile stöhnte, wurde es Keita zuviel: „Mensch Akira...jetzt reiß dich doch mal zusammen! Spiel halt mit uns mit, das lenkt dich vielleicht ein bisschen ab.“ „Nein...“ sagte Akira nur und ließ seinen Kopf auf den Tisch fallen.
„Aber du verbreitest hier schlechte Simmung...“ maulte Keita.
„Ja mann, was soll ich denn machen?“ jammerte der Akira und schuaute den Älteren an.
„Hättest du dir halt vorher überlegt, was du tust...“ meldete sich eine Stimme aus dem Hintergrund. Es war Shinya. Er ging nur zum Kühlschrank und holte sich was zu Trinken. Ohne weitere Worte verließ er dann wieder den Raum.
„Er hat aber schon Recht.“ meldete sich Hiroki auch mal zu Wort.
„Okay, ich hab verstanden...“ sagte Akira genervt und ging in sein Zimmer.
Als er weg war, fuhr Keita den Älteren an: „War das wirklich nötig gewesen?“ Hiroki sah ihn verständnislos an: „Was verteidigst du ihn auch noch?“
„Tu ich doch gar nicht!“ protestierte der Jüngere.
„Wie du meinst...“ entgegnete der Ältere, nicht so ganz überzeugt von Keita`s Aussage.

Akira war währendessen in seinem Zimmer und grübelte nach. Er wollte sich ja bei Shinya entschuldigen, aber wie sollte er das anstellen, wenn dieser ihm nicht zuhört und ausweicht?
Um sich etwas abzulenken, beschloss er Musik zu hören. Doch richtig klappen wollte es nicht. Er musste ständig an Shinya denken.
Hiroki hatte im Prinzip auch Recht, im beizupflichten; er hätte sich wirklich vorher überlegen sollen was er da macht. Noch dazu hat er den Leader mit hinen gezogen. Kein Wunder, dass dieser vermutlich etwas sauer auf ihn ist.
Bevor er noch länger grübelte und doch immer nur auf das eine Ergebnis kommt, und zwar sich bei Shinya zu entschuldigen, ging er zu dessen Tür und klopfte an.
„Ja?“ fragte Shinya und Akira trat ein. Er stand noch eine Weile an der Tür und traute sich nicht so ganz, auf seinen Freund zuzugehen.
„Was ist?“ fragte der Ältere gelassen. Akira war etwas erstaunt über sein Verhalten. „Ich...ähm...“ stammelte der Jüngere. Er konnte die Worte „Tut mir leid“ nicht ausdrücken, es wollte einfach nicht aus seinem Mund (kenn ich zu gut...bei mir klappt`s als auch nicht ^^°). „Ich wollte mich entschuldigen. Du hattest Recht. Ich hätte vorher überlgen sollen, was ich tue. Du sollst wissen, dass das mit Hiroki nur in dieser einen Nacht war. Da war vorher nie was und wiederholen wird es sich auch nicht. Es hat mir nichts bedeutet.“
„Also hast du nur deine Triebe befriedigt.“ stellte Shinya fest. Das traf Akira wie einen Faustschlag in`s Gesicht, doch in gewisser Weise stimmte es auch. „So hart hätte ich es zwar nicht ausgedrückt, aber wenn du das so sehen willst...“ meinte Akira.
„Na klar, wie soll ich es denn sonst sehen? Wir haben schließlich seit ein paar Wochen nicht miteinander geschlafen. Da ist es doch das naheliegendste, dass du dir deine Befriedigung woanders holst, nicht?“ sagte Shinya etwas arrogant.
„Hey, so einfach ist das auch wieder nicht! Ich fand es nicht gerade toll von dir, dass du zu deinen Kollegen abhaust, ohne dass ich es wusste! Auch hattest du mir nicht gesagt, wann du wieder kommst. Ich hab mich ziemlich einsam gefühlt.“ verteidigte sich Akira.
„Och, mir kommen die Tränen...“, sagte Shinya ironisch, „...Meinst du etwa, bei meinen Kollegen war es so toll? Was denkst du wohl, warum ich so früh wieder zurück gekommen bin? Ich habe denen gesagt, dass ich schwul bin und einen Freund habe...Daraufhin haben sie mich alle fertig gemacht. Dann bin ich gegangen.“ Shinya`s Stimme begann jedoch bei den letzteren Worten immer mehr zu zittern.
„Ich...das wusste ich nicht, entschuldige.“ sagte Akira einfühlsam und setzte sich zu seinem Freund. Zaghaft streichelte er ihm über den Rücken.
„In der kurzen Zeit wo ich weg war...hab ich schon gemerkt, wie sehr ich dich vermisse. Ich hätte dich dort echt gebraucht. Ich wollte mit dir darüber reden...doch als ich nach Hause kam, sah ich dich dann mit Hiroki da liegen...das hatte mir echt den Rest gegeben.“ schluchzte Shinya.
Akira fühlte sich richtig schlecht. Er war auch wütend auf sich selbst. Er hatte, wie so oft, sich für wichtiger gehalten und egoistisch reagiert. „Es tut mir ehrlich leid, Shinya. Ich habe nicht einmal daran gedacht, dass du auch Probleme haben könntest und habe mich im Mittelpunkt gesehen...ich hoffe, du kannst mir jemals verzeihen. In keinerlei Hinsicht wollte ich dir wehtun, aber da ich überhaupt nicht nachgedacht habe, ist es doch passiert. Ich weiß, ich kann es nicht wieder gut machen. Von dem her hoffe ich, dass das zwischen uns...“ doch weiter kam Akira nicht, da Shinya ihm zärtlich aber bestimmt dessen Lippen mit seinen umschloss. Als der Ältere wieder abließ, blinzelte ihn der Jüngere verwundert an: „Wofür war das denn?“ Shinya leckte sich über seine Lippen und schaute erst auf den Boden, dann wieder in Akira`s Augen und sagte: „Ich glaube, ich habe dir verziehen.“
Der Jüngere traute seinen Ohren kaum. Er war überglücklich. So schnell hätte er nie damit gerechnet. Ihm kamen fast die Tränen in die Augen. Vor lauter Freude küsste er Shinya und sie verlierten sich fast ganz, bis dem Älteren plötzlich was einfiel und den Kuss beendete: „Oh, ich habe ganz vergessen, dass ich noch Wäsche machen muss. Ich bin nämlich heute damit dran (ich habe gelesen, dass sie in echt mit Fingerspielen entscheiden, wer mit Wäsche, putzen und kochen dran ist. Ist das nicht süss? *-*). Aber du kannst mich ja in den Wäscheraum begleiten.“
Und so gingen sie gemeinsam Hand in Hand dorthin.
Während Shinya die Wäsche in die Waschmaschine machte, erzählte er ausführlicher von dem Besuch bei seinen Kollegen: „...die Zeit davor war ganz okay, aber als ich die eine Nacht dort geschlafen habe, muss ich wohl deinen Namen mehrmals im Schlaf gesagt haben und zwar in dem Zusammenhang oder Tonfall, dass klar war, dass ich mit dir was intimes habe. Jedenfalls hatte mich Toji, einer dem ich noch am ehesten vertraut hatte, gefragt, wer dieser Akira sei und in welcher Bziehung ich zu ihm stehe. Tja, und ich Trottel erzähle ihm doch voll dass ich schwul und mit dir zusammen bin und so. Und was macht Toja?! Er rennt zu den anderen und es rum!“ Bei den letzten beiden Sätzen merkte man, wie in Shinya wieder Wut und Enttäuschung aufkamen, da er die Wäsche regelrecht in die Waschmaschine schmiss.
„Shinya-chan...ist okay. Die Wäsche kann doch nichts dafür.“ meinte Akira mit einem leichten Lächeln. „Ich weiss...aber das regt mich immer wieder auf, wenn ich nur daran denke.“ Endlich war die Waschmaschine voll und konnte gestartet werden.
Plötzlich wurde Shinya so ruhig und starrte gedankenverloren vor sich hin. „Was...ist?“ fragte Akira vorsichtig.
„Da war noch mehr...es kam noch schlimmer...“, begann der Ältere, „...sie haben mich angefasst und gefragt, ob mich mein Freund auch da berührt hat und es mir gefällt. Zum Glück gingen sie nicht weit, aber es war erniedrigend genug. Ich hatte so gehofft, du wärst da gewesen, ich...“ schluchzte Shinya und hielt sich die Hände vor`s Gesicht.
Akira war es nicht gewohnt, seinen Freund so zu sehen, es schmerzte ihn.
Behutsam nahm Akira Shinya`s Hände vom Gesicht und hob dessen Kinn an, sodass er ihn anschauen musste. „Wenn du willst, such ich die Typen auf und mach sie fertig.“ sagte der Jüngere mit ernstem Blick.
„Das ist lieb gemeint, aber vergiss es. Das wäre nur Zeitverschwendung, die sind es nicht wert.“ sagte Shinya. Unweigerlich musste Akira grinsen und steckte seinen Freund damit an.
„Du kannst aber trotzdem was für mich tun, Akira-chan...“, sagte der Ältere geheimnisvoll und setzte sich auf die Waschmaschine, „...vertreibe die Spuren der Idioten auf meiner Haut mit deinen Berührungen.“
Bei dem Satz wurde Akira knallrot im Gesicht. Er war sich nicht sicher, ob er es jetzt so deuten sollte, wie er es verstanden hatte. Unsicher, ob er der Aufforderung wirklich nachkommen sollte, stand Akira noch immer regungslos vor ihm und starrte ihn an. Schließlich hatte er ihn betrogen und würde es verstehen, wenn Shinya noch Zeit bräuchte.
Doch zu seinem Erstaunen knöpfte sich der Ältere einfach sein Hemd auf, sodass der Oberkörper frei lag. Der Jüngere schluckte. Er hatte fast vergessen, was für einen tollen Oberkörper sein Freund hatte. „Seit wann denn so zurückhaltend?“ fragte Shinya und nahm Akira`s linke Hand, legte sie auf seinen Oberkörper und presste ihm seine Lippen auf den Mund. Sogleich verfielen ihre Zungen in ein Spiel und als Akira sich dadurch sicher sein konnte, dass Shinya auch wollte, begann er langsam dessen Oberkörper zu streicheln.Vorsichtig tastete er sich weiter nach unten und umfuhr die Bauchmuskeln, die sich leicht unter der Haut abzeichneten.
Shinya unterbrach den Kuss, um Akira sein T-Shirt auszuziehen zu können. Sogleich versuchte der Jüngere, ihm die Hose auszuziehen. Shinya half ihm dabei und tat selbiges bei Akira, bis beide keine Klamotten mehr anhatten.
Der Jüngere beugte scih über ihn und hauchte viele kleine Küsse auf seine Haut. Mit seiner Hand wanderte er wahrendessen bis zur Innenseite von Shinya`s Oberschenkel, was ihn leise aufstöhnen ließ. „Du...fühlst dich so gut an...“ brachte der Ältere keuchend hervor.
Nicht nur Akira`s Zärtlichkeiten, auch die ständige Vibration der Waschmaschine machte ihn ganz heiß. Akira erging es nicht anders, auch er war schon erregt. An Shinya`s Nacken angekommen, fing er an zu saugen, bis ein dunkler Knutschfleck entstand.
Nun war es soweit. Akira hielt ihm eine Tube Gleitgel vor die Nase und sah ihn fragend an. Shinya nickte.
Der Jüngere benetzte daraufhin seine Finger mit der kalten Flüssigkeit und massierte Shinya`s Öffnung. Diesmal konnte er sich nicht zurückhalten und stöhnte mehrmals laut auf.
Akira wurde immer errgter beim Anblick seines vor Lust stöhnenden Geliebten und konnte sich fast nicht mehr beherrschen. Er hob Shinya`s Becken leicht an und drang langsam in ihn ein. Der Ältere schrie auf. Erst schmerzte es etwas, doch dann fanden sie einen gemeinsamen Rhythmus und erfüllten den Raum mit Keuchen und Stöhnen.

Zur selben Zeit liefen Keita und Hiroki am Waschraum vorbei. Natürlich konnte man von draussen hören, was drinnen abging und Keita fragte aufgeregt: „Hörst du das, Hiroki? Wie es scheint haben sich Akira und Shinya wieder vertragen! Ist das nicht toll?“
„Ja, das ist schön.“ sagte Hiroki mit einem gequälten Lächeln.
ENDE