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Bingo mit Justus Jonas

Summary:

Justus ist der Meinung, dass sie dringendst ihre Zentrale aufräumen müssten. Peter und Bob scheinen da aber ganz andere Pläne zu haben.

Notes:

Hallo hallöchen!
Dieser ganze (kurze) Oneshot ist von einer Szene aus dem Fall Schwingen des Unheils (216) inspiriert. Im Buch sitzen die drei in Bobs Käfer und besprechen gerade etwas, als Bob dann kurz Justus unterbricht, um sich was zu notieren. Wenig später beharrt unser erster Detektiv auf ihre detektivische Sorgfaltspflicht, worauf Bob dann seine Notiz aufdeckt mit genau diesem Begriff.
Als wir das gelesen hatten, kam Hanna und mir die Schnappsidee, dass Peter und Bob locker irgendwann mal Bingo mit Justus gespielt haben.
Und das ist daraus entstanden (mit Fanart von Hanna, ich hab von den Skizzen glaube ich mind 300 Fotos gemacht <3)
Die sind auch auf Hannas Ig @daisiesfor, sehr zu empfehlen. Vielen Dank fürs drüber lesen, ein Macher
Lange Rede, kurzer Sinn, ich hoffe ihr findet das genauso lustig wie wir
- Kai

Work Text:

Justus, Peter und Bob verbrachten ihren Vormittag, wie schon an vielen vergangenen heißen Sommerferientagen, in ihrer Zentrale unter dem Schrotthaufen. Während der erste Detektiv am Schreibtisch saß, hatten sich seine beiden Kollegen gegenüber auf einem der Sofas niedergelassen, beide bewaffnet mit Block und Stift.
Justus wunderte das zwar, aber er ließ es zunächst unkommentiert, immerhin hatte er im Augenblick ein deutlich größeres Problem. Ihr Wohnwagen sah gerade nicht nur von außen aus wie ein Teil des Schrottplatzes, und das mussten sie dringend ändern.

„Kollegen, wir sollten dringendst unsere Zentrale aufräumen. Es sieht hier aus wie ein Schlachtfeld.“, er schüttelte den Kopf.
„Das kommt davon, wenn man eine Akte verliert. Ich hab die da hinten ganz sicher nicht hingetan.“, Bob strich etwas aus seinem Block, bevor er schmollend auf das Aktenmeer vor ihm starrte.
„Wahrscheinlich lag die da sowieso schon länger, sie war ja noch nicht mal digitalisiert.“, meinte Peter Schultern zuckend und ließ seinen Blick ebenfalls durch ihr Büro schweifen.

Sie hatten gestern nach einer Akte gesucht, da sie noch aufs Bob Liste für die Aufnahme des elektronischen Archivs stand und der dritte Detektiv sie allein einfach nicht finden konnte. Zwar hatten sie diese schlussendlich entdeckt, aber als Ergebnis lagen nun unzählige andere Akten überall auf dem Fußboden herum, sodass man nun echt aufpassen musste, auf keine zu treten.

Bob gefiel das natürlich überhaupt nicht, dass seine schönen Aufzeichnungen überall und sehr verletzlich auf dem Boden lagen. „Warum haben wir gestern eigentlich nicht nochmal gleich aufgeräumt?“, stöhnte der dritte Detektiv. Eigentlich passte es Peter und ihm gerade gar nicht, körperliche Arbeit zu verrichten. Immerhin benötigten sie ihre Hände für andere Dinge.

„Weil Tante Mathilda uns angeordnet hat, ihr zu helfen. Und da wir lieber kein Auge verlieren wollten, haben wir das vorgezogen. Muss ich mir Sorgen um dein Gedächtnis machen, Dritter?“, Justus sah ihn tadelnd an. „Es ist ja auch nicht wichtig, warum wir dieses Chaos gestern nicht beseitigt haben. Aber damit das hier nicht noch länger so aussieht, sollten wir das wirklich jetzt machen.“
„Aber es ist so heiß, ich kann mich nicht bewegen.“, Peter warf dramatisch seinen Kopf nach hinten, um seinen Punkt zu unterstreichen.
„So geht das nicht! Es gehört zur unserer detektivischen Sorgfaltspflicht, hier Ordnung zu halten, Kollegen! Außerdem ist es in vielen Studien nachgewiesen, dass Kreativität und Konzentration in einer ordentlichen Arbeitsumgebung deutlich ausgeprägter sind als in einer chaotischen! Daraus werdet selbst ihr schlussfolgern können, dass wir hier schleunigst für Ordnung sorgen sollten! Was wäre denn, wenn wir einen wichtigen Fall bekommen und wir hier zuerst einmal aufräumen müssten! Das würde uns in den Ermittlungen erheblich hindern! Und wenn wir alle zusammenarbeiten, ist das eine Aufgabe von vielleicht fünfzehn Minuten. Je eher wir anfangen, desto schneller sind wir fertig.“, Justus stand auf, in der Hoffnung, auch seine Freunde nun endlich zur Mithilfe motiviert zu haben. Aber Peter hatte recht, es war schon etwas stickig hier drin. Vielleicht konnten sie nachher zum Elektromarkt fahren und sich mal nach Ventilatoren umschauen. Vielleicht da hinten in die Ecke? Ist die Steckdose überhaupt noch frei? Und ohne es zu merken, wanderte seine Hand an sein Gesicht und er zupfte gedankenverloren an seiner Lippe.

Plötzlich riss den ersten Detektiv das Jubeln seines Freundes aus seiner eigenen Welt:„Ha! Bingo! Ich hab gewonnen, Peter!“
„Zeig her!“, ungläubig beugte sich ihr rothaariger Freund zu Bob rüber und starte auf dessen Blockblatt. Justus stand immer noch verdattert im Raum, unfähig überhaupt zu fragen, was gerade passiert war. Es hatte dem ersten Detektiv tatsächlich die Sprache verschlagen.
Aber seine Freunde schienen sich nicht dafür zu interessieren, dass sie ihren Freund wohl gerade komplett aus der Bahn geworfen hatten. Stattdessen war ihre gesamte Aufmerksamkeit auf Bobs Block gerichtet.

Jetzt wurde Justus neugierig. Aus seiner Schockstarre erwachend, tapste der erste Detektiv etwas unbeholfen über die ganzen Akten hinweg, bis auch er endlich einen Blick auf den Block des dritten Detektivs richten konnte.

Als er erkannte, was die Beiden da getrieben hatten, wusste Justus nicht, ob er sich gerade gekränkt oder geschmeichelt fühlen sollte. Auf Bobs Blatt standen die verschiedensten Dinge, die ihr Erster wohl des Öfteren sagte oder machte, aufgeteilt in einem 5 mal 5 Bingo Feld.

„Ihr habt… Bingo mit mir gespielt?“, fragte er nach einem Augenblick, seine Stimme wiederfindend.

„Auf dich ist immer Verlass, Chef!“, lachte Peter.

Auch Bob grinste. „Ja und ich hab gewonnen. Du schuldest mir jetzt ein Eis, Peter!“

Peter stöhnte und begann mit Bob über die Auslegung der Begriffe zu diskutieren, während ihr Erster immer noch das Papier anstarrte. Einige Felder waren durchgestrichen und diagonal von oben nach unten war ein weiterer Strich, da wo sich das Bingo befand. Justus musste etwas genauer hinsehen, da diese etwas schwierig zu erkennen waren. Schlussendlich war er sich sicher, dass
Justus hält einen Vortrag, Kollegen, Detektivische Sorgfaltspflicht, Justus zupft an seiner Unterlippe, sowie die freie Mitte die wohl zum Siege führende Kombination gewesen war.

„So berechenbar kann ich doch gar nicht sein, dass ihr daraus ein ganzes Bingo machen könnt…“, murmelte Justus.
„Ach komm schon Just, das ist doch nur ein Zeichen unserer Liebe, wir kennen dich eben so gut, dass wir ein Bingo mit Gewinnchancen machen können. Außerdem sagst du das wirklich oft. Naja, Peter schuldet mir trotzdem ein Eis.“, Bob klopfte ihrem Freund versöhnend auf die Schulter.

„Ich ziehe meinen Hut Kollegen, ihr scheint ja Recht zu haben.“, ergeben hob der erste Detektiv seine Hände.

„JA! Schau Bob ich hab jetzt auch ein Bingo!“, rief Peter einmal erfreut. Jetzt war es Bob, der sich halb auf seinen Freund drauflegte, um einen Blick auf sein Spielfeld zu erhaschen. Justus musste nun auch grinsen. Vielleicht sollte er demnächst mal auf seinen Wortlaut achten, um es ihnen bei weiteren Versuchen etwas schwieriger zu gestalten.

„Ist eigentlich auch vollkommen egal, ob du jetzt auch eins hast, weil ich zuerst ein Bingo hatte.“, der Blonde stemmte sich wieder in seine Ausgangsposition hoch und gähnte.

„Wo er recht hat, hat er wohl recht Zweiter. Wettschulden sind Ehrenschulden! Aber ich finde du, Bob, solltest mir Eins ausgeben, immerhin habe ich dir zum Sieg verholfen!“, forderte der erste Detektiv.

„Ich glaube, das lässt sich einrichten, Justus. Lasst uns unsere Schulden nicht zu lange warten lassen!“, lachte Peter und legte seinen eigenen Block bei Seite, bereit zum Aufbruch. Auch Bob sah so aus, als könnte er jeden Moment ihre Lieblingseisdiele aufsuchen. Justus sah seine beiden Freunde mit erhobenen Augenbrauen an und räusperte sich.

„Aber erst müssen wir hier aufräumen, sonst wird das nie was!“