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Category:
Fandoms:
Relationship:
Characters:
Additional Tags:
Language:
Deutsch
Series:
Part 2 of Spatruf
Stats:
Published:
2022-11-19
Completed:
2022-11-27
Words:
5,020
Chapters:
4/4
Comments:
33
Kudos:
53
Hits:
349

Call him by his name

Summary:

Nachdem Leo und Adam zusammen gekommen sind und Vincent seinem Adam am Telefon seine Gefühle gestanden hat fährt er jetzt wieder zurück nach Polen.

Notes:

Das ist die lange angekündigte Fortsetzung von Call me by his name, kann schon nicht schade, es gelesen zu haben, muss aber auch nicht sein.

Chapter Text

Vincent hatte Adam sein Handy aus der Hand genommen und war zurück in die Wohnung verschwunden. Er ließ Adam und Leo auf dem Balkon zurück, in der Hoffnung, dass sie sich jetzt mal ordentlich aussprachen. Er hatte Leo extra von seinem Adam vorgeschwärmt, in der Hoffnung, dass er realisierte, dass er nichts von Schürk wollte. Nur irgendwie hatte Vincent das Gefühl, dass Leo ihm nicht wirklich zugehört hatte und glaubte, Vincent hätte von Schürk geredet. Hoffentlich würden sie sich jetzt endlich aussprechen. Und Vincent musste sich auch mit jemanden aussprechen.

Er setzte sich auf Adams Bett und öffnete seine Kontakte. Er tippte auf „Adam Raczek“ und ließ seinen Daumen für einen Moment über dem Anrufen Button schweben. Er sollte es machen. Das hatte er Adam versprochen und schließlich redete der gerade mit Leo. Seine Hände waren feucht und er zitterte ein wenig. Schließlich holte er tief Luft und tippte schließlich darauf. Es dauerte nicht lange, bis Adam ranging.

„Hallo Vincent?“ sagte er.

„Hallo, Adam“, antwortete Vincent. Er merkte, dass seine Stimme schwach und kratzig klang.

„Ist alles in Ordnung?“ fragte Adam besorgt.

„Ja, also… es ist nichts passiert, aber… hast du kurz Zeit? Ich würde gern was mit dir besprechen.“ Er wischte seine freie Hand an der Hose ab.

„Ja, ich geh kurz raus“, sagte Adam. Vincent hatte im Hintergrund gehört, dass Adam im Kommissariat war. Machte Sinn, es war ja mitten in der Woche und vormittags. Er hörte schnelle Schritte und dann änderte sich die Geräuschkulisse. Adam musste gemerkt haben, dass es besser war, dass er alleine war, während des Gesprächs.

„Okay, ich bin alleine, was gibt’s?“ Vincent atmete tief durch.

„Ich wollte dir was sagen. Also vermutlich hätte das warten können, bis ich wieder da bin, aber dann hätte ich es vermutlich wieder nicht gemacht und vielleicht ist das gerade auch eine total doofe Idee, also gerade übers Telefon und so zwischen Tür und Angel, wo du gerade eigentlich arbeitest.“

„Jetzt rede schon, Vincent“, drängte Adam ihn. „Es ist dir ganz offensichtlich wichtig, sonst hättest du jetzt nicht deswegen angerufen.“ Adam hatte natürlich Recht.

„Ich mag dich sehr, Adam“, sagte Vincent schließlich, wohlwissend, dass das nicht reichte.

„Das ist schön zu hören“, antwortete Adam und Vincent hörte ihn nervös lachen.

„Was ich sagen will ist…“, er stockte. Scheiße, sollte er das wirklich sagen? Konnte er jetzt noch zurück? Vermutlich ja. Jetzt konnte er noch, aber sobald er es gesagt hatte konnte er nicht mehr. „Was ich sagen will ist, ich hab mich in dich verliebt.“ Die Worte sprudelten viel zu schnell aus ihm heraus. Für einen Moment war es still am Ende der Leitung, Vincent hörte nur das Rauschen der Straße, die am Kommissariat vorbeiführte.

„Oh“, sagte Adam leise. Scheiße, vielleicht hätte er nichts sagen sollen.

„Sorry Adam, ich hätte nicht…“, fing Vincent an, wurde aber von Adam unterbrochen.

„Nein, ich hab nur nicht damit gerechnet… hab vielleicht gehofft, dass ich mehr Zeit hätte?“ Adam schien nicht sicher, was er sagen sollte, ob er das richtige sagte. Vincent verstand auch nicht wirklich, was Adam meinte.

„Zeit wofür?“ fragte er.

„Zeit mir darüber klar zu werden, was das ist. Meine Gefühle dir gegenüber. Bevor ich mit dir darüber reden muss.“

Okay.

Das war gut.

Oder zumindest nicht schlecht.

Erstmal keine komplette Abfuhr.

Vincent lachte leicht auf. „Sorry?“ sagte er. Adam lachte ebenfalls.

„Ich dachte immer ich bin… war hetero? Ich weiß nicht. Ich mag dich sehr. Aber ich weiß nicht was das ist. Ich… kannst du mir etwas Zeit geben?“ Adams Stimme klang leise, unsicher.

„Natürlich, wir können reden, wenn ich wieder da bin?“

„Okay, ich kann dich vom Bahnhof abholen?“ Adam klang hoffnungsvoll und Vincent musste lächeln, er spürte ein Kribbeln in seinem Bauch. Es klang, als könnte es wirklich eine Chance für sie geben.

„Das wär schön“, antwortete Vincent.

„Gut. Und Vincent?“

„Hmm?“

„Darf ich dich Vincek nennen? Das ist die polnische Koseform von Vincent.“ Vincent war froh, dass er auf dem Bett saß, er ließ sich mit einem breiten Grinsen nach hinten fallen und musste sich zusammenreißen, dass er nicht quietschte.

„Ja darfst du“, antwortete er und seine Stimme klang etwas höher als normalerweise.

„Danke, Vincek“, sagte Adam und Vincent musste sich die Hand auf den Mund pressen, um sich wieder zu sammeln.

„Wie ist das für deinen Namen?“ fragte Vincent. Er war sicher, man konnte das googeln, aber so bekam er gleich die richtige Aussprache.

„Adaś“, antwortete Adam und Vincent liebte es sofort, es klang so süß.

„Okay, Adaś“, antwortete Vincent und er konnte nicht aufhören zu grinsen. „Wir sehen uns dann Sonntag. Ich schreib dir nochmal.“

„Bis Sonntag“, antwortete Adam und Vincent konnte hören, dass er ebenfalls lächelte. Das war definitiv mehr, als er zu hoffen gewagt hatte und er konnte nicht aufhören zu grinsen, nachdem sie aufgelegt hatten. Er dachte gar nicht daran, dass Adam und Leo vielleicht etwas Privatsphäre haben wollen, als er auf den Balkon ging und sah wie beide rumknutschten. Anscheinend störte sie das jedoch nicht denn nach einer kurzen Erklärung fand er sich in einer Umarmung von ihnen beiden wieder. Er würde die nächsten paar Tage noch richtig genießen und dann würde er sich darauf freuen, den anderen Adam wieder zu sehen.