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Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2015-07-26
Updated:
2015-07-26
Words:
818
Chapters:
4/?
Kudos:
10
Bookmarks:
1
Hits:
147

Kleine Frau ganz groß in Münster

Summary:

Anekdoten zum Münsteraner Tatort, diesmal mit etwas mehr „Alberich“. Ergänzungen nicht ausgeschlossen.

Chapter 1: Warum Silke weiß, dass ihr Chef kein Muttermal auf der hohen Stirn hat

Chapter Text

Alberich: „Aber was hat das mit Sylt zu tun?“
Boerne: „Dieses der vom Klimawandel bedrohten nordfriesischen Insel ähnelnde Muttermal tritt seit Generationen in der männlichen Linie derer von Boerne auf.“
Alberich: „Aber Sie haben doch nicht so was? – Also, äh, soweit ich weiß...“
~ Tatort: Krumme Hunde (Originaldialog) ~

~ * ~


Silke streckte sich und öffnete die Tür zum rechtsmedizinischen Institut. Sie legte ihre Tasche ab – und stutzte. Schlief da nicht ihr Chef?

Sie betrat sein Büro und lief zum Schreibtisch.

Tatsächlich. Da lag er, halb auf seinem Tisch, den Kopf leicht seitlich an den linken Arm gelehnt, und schlief den Schlaf der Gerechten. Sein Computer war auch noch angeschaltet.

Sie wollte sich schon wieder abwenden, als sie sein Gesicht sah.

Richtig unschuldig sah er aus. Wie ein kleiner Junge. Süß.

Ob sie mal...?

Sie streckte die Hand aus und strich über seinen Kopf. Was für schöne Haare er hatte... Dicht und dunkel, auch wenn sie sich auf dem Hinterkopf schon ein wenig zu lichten begannen.

Plötzlich hörte sie ein leises, tiefes Brummen. Erschrocken zog sie ihre Hand zurück. Hatte sie ihn geweckt?

Nein. Er schlief weiter.

Nanu? Das war doch nicht etwa...?

Sie berührte seine Haare wieder, diesmal mit einer kraulenden Bewegung. So, wie sie es bei Wotan machte.

Schöne, kräftige Haarwurzeln hatte er. Sein Friseur war davon sicher entzückt.

Wieder dieses Geräusch.

War das etwa... ein Schnurren? Oder was die menschlichen Stimmbänder stattdessen eben zustande brachten?

Sie wuschelte ihm vorsichtig durchs Haar.

Ja, das war eindeutig ein Schnurren. Wie goldig.

Silke lächelte versonnen.

~ * ~


Einige Minuten später kam Thiel in die Rechtsmedizin. Silke Haller war nicht mehr zu sehen.

„Professor!“ Er rüttelte an Boernes Schulter. „Aufwachen! Haben Sie die Probe schon analysiert?“

Dann stutzte Thiel.

„Ihr Gefieder sieht heute ja ganz schön zerzaust aus. War wohl eine lange Nacht, was?“

Boerne sah ihn verständnislos an.