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Liebe

Summary:

Zwei Jungs, die sich lieben.
Meet the Family, Love Confessions, eine niedliche kleine Schwester und eine coole Oma.

Notes:

Ich hab diese Kurzgeschichte Ende 2019/Anfang 2020 für eine Kreatives-Schreiben-AG verfasst, und will nicht das sie jetzt einfach nur in irgendeiner Schublade verstaubt, denn ich mag sie echt gern und bin recht stolz drauf.
Diese Fassung, die ich jetzt veröffentliche, hab ich jetzt nochmal ein wenig überarbeitet, also sollten die Rechtschreib- und Grammatikfehler auf ein Minimum begrenzt sein.
Falls sich irgendwer die Mühe macht, die Story zu lesen, würde ich mich sehr über konstruktive Kritik freuen. :)

(See the end of the work for more notes.)

Work Text:

Ich liebe es im Zoo zu sein. Vor allem, wenn Ben hier ist. Nachdem wir uns im März kennengelernt haben, sind wir nach kurzer Zeit ein Paar geworden. Heute wollten wir uns hier treffen, und danach zu mir nach Hause gehen, damit er meine Familie kennen lernt.

Ich stehe gerade vor einem Terrarium, als ich Bens Hände auf meinen Schultern spüre. „Hey“, sage ich und drehe mich um. Er küsst mich auf die Wange, und ich erröte. Er nimmt meine Hand. „Wollen wir?“, fragt er und ich nicke und drücke seine Hand.
Wir spazieren durch den Zoo, bleiben ein wenig bei den Pinguinen stehen und er zeigt mir die roten Pandas. Mit dem Bus fahren wir durch die Stadt, unsere Hände sind mit einander verwoben wie Kopfhörer, die man lose in der Tasche gelassen hat.

Am Stadtrand steigen wir aus dem Bus aus und schlendern den Pfad entlang.
Das Haus meiner Oma, wo meine Schwester und ich leben, liegt im Wald; am Fuße eines Weinberges gelegen, mit einem kleine Bach, der durch den Garten führt.
Der grüne Lack am Gartentor blättert schon ein wenig ab und das Metall ist den Elementen frei ausgesetzt.

Meine kleine Schwester, Matty, sitzt am Gartentisch und malt. An der Lehne ihres Stuhls ist ein Luftballon befestigt. Beim Quietschen des Gartentores bemerkt sie uns; sie springt auf und rennt zu uns.
Mit einem Satz hängt sie um meinen Hals, klammert sich wie ein kleines Äffchen an mir fest. Mit meiner freien Hand halte ich sie fest, die andere umfasst immer noch Bens Hand.
Ich trage Matty zur Treppe vor der Haustür, ziehe Ben hinter mir her.
Matty flitzt durch die Diele, in die Küche hinein, wo unsere Oma laut Oldie-Musik hört, während sie kocht.

Ben und ich bleiben in der Türe stehen, wir halten uns immer noch an den Händen.
„Komm“, sage ich. „Lass mich dir meine Oma vorstellen“.

Wir gehen in die Küche, wo Matty auf dem Tisch sitzt, während unsere Oma einen Salat in einer Schüssel vorbereitet.
„Hey, Oma“, begrüße ich sie.
„Jonas, ist das dein Ben?“, fragt sie neugierig, während sie mich umarmt und mir einen Kuss auf die Wange drückt.
Ich nicke. Ben streckt die Hand aus. „Hallo Frau Gilbach“, begrüßt er sie.
„Ach, nenn mich einfach Magdalena“, sagt sie und umarmt ihn.
Er legt schüchtern seinen Arm um sie, und sie flüstert ihm etwas ins Ohr.
Als sie ihn los lässt, ist er rot wie eine Tomate.

Matty springt vom Tisch und baut sich vor Ben auf.
„Bist du Jonas’ Freund?“, fragt sie und Ben nickt.
„Seid ihr so ein richtiges Pärchen?“, hakt Matty nach. „So wie Percy und Annabeth?“
„Eher wie Nico und Will“, antworte ich ihr lächelnd.
Ben beugt sich zu mir. „Wer ist das?“, wispert er mir zu. „Personen aus Büchern. Sie liebt Lesen“, raune ich zurück und küsse ihn auf die Wange. Er drückt meine Hand und Matty kichert.

Kurz bevor Oma mit dem Kochen fertig ist, schickt sie Ben, Matty und mich nach draußen um aufzuräumen und den Tisch zu decken.
Während Matty ihre Malsachen wegräumt, breiten Ben und ich eine geblümte Decke über dem Tisch aus.
Wir stellen Besteck und Geschirr auf den Tisch, und als Oma mit dem Essen kommt, fühle ich mich restlos glücklich.
Beim Essen sitzen Ben und ich nebeneinander, und sind immer in Berührung; unsere Knie sind aneinander gelehnt, unsere Ellbogen berühren sich und wir stupsen uns gegenseitig mit unseren Schultern an, müssen jedesmal ein Kichern unterdrücken.

Als wir später in der Hollywood-Schaukel hinter dem Haus sitze, sein Arm um meine Schulter und mein Kopf auf seinem, frage ich ihn, was meine Oma ihm sagte.
Er blickt mich einen Moment an. „Sie sagte ‚Pass gut auf ihn auf. Er hat solang auf dich gewartet und du bist ihm so unglaublich wichtig. Versuch, ihn zu behalten. Es geht ihm so viel besser mit dir.‘ “. Er holt tief Luft. „Stimmt das?“, fragt er mit zitternder Stimme.
Ich hebe meinen Kopf und nicke.
„Jonas…“, beginnt er, aber ich lasse ihn nicht ausreden.

Ich küsse ihn, so richtig.
Wir hatten uns schon vorher geküsst, aber das hier ist anders. Ich lege all meine Gefühle in diesen Kuss hinein.

Seine Hand wandert an mein Gesicht, über meine Schläfe.
Ich schlinge meine Arme um seinen Hals.

Als sich unsere Lippen nach einer gefühlten Ewigkeit von einander lösen, und ich meine Augen öffne, sehe ich in seine.

So tief und blau, wie kleine Seen.

Ich fahre mit meinen Fingern die Konturen seines Gesichtes nach.

„Ich liebe dich“, flüstere ich kaum hörbar, aber er hört es doch.
Er schluckt und wispert ebenso leise: „Ich liebe dich auch.“

Notes:

Ja, ich habe eine Percy Jackson-Reference hier rein geschrieben. Zu meiner Verteidigung… okay, da kann ich halt nicht viel sagen. Ich war ein Teenager, okay? Teenager machen halt nunmal cringe Sachen.

 

Die Salatschüssel ist die typische deutsche Glasschüssel im Blattdesign. Jeder kennt sie, niemand weiß, woher man sie hat. Sie ist quasi Kulturgut.