Actions

Work Header

Rating:
Archive Warning:
Category:
Fandom:
Characters:
Additional Tags:
Language:
Deutsch
Series:
Part 11 of Whumptober2023
Stats:
Published:
2023-10-11
Words:
578
Chapters:
1/1
Comments:
2
Kudos:
12
Bookmarks:
2
Hits:
238

Querfeldein

Summary:

Auf einer Abkürzung durch den Wald machen die drei Fragezeichen Bekanntsachaft mit Altlasten der Bärenjagd.

Notes:

prompt: Animal trap/captivity/no one will find you

Ich bin hiermit überhaupt nicht zufrieden, habe mir aber in den Kopf gesetzt, den Monat durchzuziehen. Es wird noch mal besser, versprochen.

Work Text:

„Diese Abkürzung scheint mir weniger ein Weg, als einfach Querfeldein zu sein.“, sagte Bob und wich einer Ansammlung Brennnesseln aus, die ihm bis zu den Achseln reichten. „Wurde wahrscheinlich lange nicht mehr genutzt.“, sagte Justus, „Aber in der in der Karte eingezeichnet ist sie.“ „Einer Karte von vor 40 Jahren, wer weiß, ob die überhaupt noch stimmt.“, wandte Peter ein.

Bob ging voran und zeitgleich mit Bobs „Was?“ hörten sie ein Klacken. Es folgte ein Geräusch, dass keiner von ihnen je gehört hatte, aber aus einem Instinkt heraus schrecklich fanden und Bob schrie wie am Spieß.

„Bob! Was ist passiert?“, fragte Justus und schloss zu seinem Freund auf. Bob schrie ununterbrochen und das Geräusch sprach von einem solchen Schmerz, dass es Justus und Peter in helle Panik versetzte.

Das Tellereisen hatte sich mit Wucht geschlossen, als Bob auf die Auslösevorrichtung getreten war. Jetzt hielten die Stahlbügel sein Bein unerbittlich fest. Justus ging in die Hocke, um einen genauer hinzugucken. Bobs Schreien versiegte. Er war weiß bis grünlich im Gesicht. Im nächsten Moment fiel er in Ohnmacht.
Peter schrie auf, als er Bob fallen sah und schaffte es gerade noch, den Freund aufzufangen. „Justus!“, rief er und erwartete eine hilfreiche Idee vom ersten Detektiv.

„Nimm dein Handy. Ruf um Hilfe!“, befahl Justus und suchte verzweifelt nach einem Öffnungsmechanismus der Falle. Er fand keinen. „Kein Netz!“, rief Peter verzweifelt und fuchtelte wild mit seinem Mobiltelefon herum, während er mit der anderen Hand und seinem Körper immer noch den bewusstlosen Bob stützte.

„Warum mussten wir nur quer durch den Wald gehen?“, fragte Peter leicht weinerlich. „Das hilft doch jetzt nicht, Peter!“, herrschte Justus ihn an. Peter wurde sofort still. „Wir haben Glück im Unglück. Die Bügel sind nicht gezackt, er blutet nicht, aber wahrscheinlich haben sie ihm die Knochen gebrochen.“

„Renn vor. Nimm das Handy mit. Ich kann Bob tragen.“, sagte Peter und warf Justus das Handy zu. „Sicher?“, fragte der. „Justus, renn los!“, insistierte Peter. „Verlauf dich bloß nicht.“, schärfte ihm der erste Detektiv ein. „Tritt du bloß nicht in eine zweite solche Falle!“, erwiderte Peter. Kurz sahen sie sich an. Sie dachten das gleiche: Egal was sie taten, es war mordgefährlich.

Peter versuchte Bob anzuheben, stieß aber sehr bald auf ein weiteres Problem. Die Falle war natürlich mit einem Bodenanker befestigt. Das gefangene Tier sollte sich ja nicht entfernen können. „Scheiße!“, fluchte Peter verzweifelt, als er das realisierte.

„Du rennst los.“, entschied Justus, „Den gleichen Weg zurück, da wissen wir ja, dass er sicher ist. Hol Hilfe!“ Das Handy wechselte erneut seinen Besitzer. „Ich bleibe bei Bob.“, versicherte Justus. Peter warf einen letzten Blick auf seine Freunde. Bob noch immer bewusstlos. Peter hoffte, dass er das nur wegen der Schmerzen war. „Mach wenn nötig ein paar Markierungen!“, sagte Justus, „Wir müssen wiederzufinden sein.“ Peter rannte los.

+++

Am Abend saßen sie zusammen mit Bobs Eltern auf einem Krankenhausflur und wurden immer bleicher, als ein Arzt ihnen erzählte, dass es kein einfacher Knochenbruch war. Die oft belächelte Verletzung übermütiger Kinder konnte schnell lebensgefährlich werden.

Aus einem gebrochenen Röhrenknochen traten große Mengen Blut aus, so auch bei Bob. Auch Knochenmark war in seine Blutbahn gelangt und drohte nun Gefäße zu verstopfen. Er würde noch einige Tage zur Behandlung und Beobachtung im Krankenhaus bleiben müssen.

Bobs Eltern blieben noch am Bett ihres Sohnes. Peter und Justus steckten die Aufregungen des Tages schwer in den Knochen. „Kommt Jungs, ich fahre euch nach Hause.“, bot Inspektor Cotta freundlich an. Dankbar nahmen sie das Angebot an.

Series this work belongs to: