Work Text:
Adam. Adam, der am Geländer lehnt. Und raucht. Adam, der am Geländer ihres Balkons lehnt. Adam, der gemächlich Rauch auspustet. Adam, der auf ihrem Balkon steht, weil er jetzt mit Leo zusammen wohnt. Weil sie endlich mutig genug waren. Um zu reden, um ehrlich zu sein, um es zu versuchen. Adam, dessen Mundwinkel zuckt, wenn er daran denkt. Adam, der draußen ist, weil Leo es nicht mag, wenn er drinnen raucht.
Und Leo. Leo, der im Bett liegt. Leo, der eigentlich schlafen sollte. In ihrem Bett. Leo, der jetzt alles mit Adam teilen darf, was er teilen möchte. Leo, der jetzt ein Bett mit Adam teilt. Weil er es möchte, weil sie beide das möchten. Leo, der aber nicht schlafen kann. Weil Adam nicht neben ihm liegt. Weil sein Körper ihn nicht wärmt. Leo, der sich viel zu schnell an ihn gewöhnt hat. So schnell, dass er jetzt aufstehen und nachsehen muss, wo sein Adam ist.
Dann wieder Adam. Adam, dessen Grinsen breiter wird, als er ein Knacken hinter sich hört. Adam, der sofort weiß, wer hinter ihm sein muss, als die Glastür aufgeht. Adam, der die Augen schließt, als seine Arme sich von hinten um seine schmale Taille schließen. Und genüsslich den Rauch in den Nachthimmel ausatmet. Adam, der den Kopf dabei in den Nacken legt. Adam, der noch breiter lächelt. Seine Kehle entblößt.
Und Leo. Leo, der der stummen Einladung, vielleicht Aufforderung nicht widerstehen kann. Leo, dessen Finger sich fester in sein Fleisch bohren. Während seine Lippen sich auf Adams Haut herabsenken. Leo, der kalten Rauch daran riechen kann. Der ihm nur bei Adam nichts ausmacht. Leo, der ihn schmecken kann, als Adams Lippen seine finden. Im Kuss Zigarettenrauch. Leo, der Adam umgedreht haben will. Um ihm in die Augen sehen zu können, wenn sie sich von dem Kuss lösen.
Und dann lächelt Leo auch.
