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Fandom:
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Characters:
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Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2024-09-29
Words:
440
Chapters:
1/1
Comments:
14
Kudos:
32
Bookmarks:
1
Hits:
165

À la fin.

Summary:

Anna und Paul bleiben zu Fannys letztem Lied.

Work Text:

„Lass uns noch austrinken“, hält Anna Paul zurück und nickt zu ihren halbvollen Gläsern. Er macht einen Schritt zurück an den Tisch, bleibt an ihrer Seite stehen und greift über den Bierdeckelhalter nach seinem Glas.

„Jetzt kann ich aber nicht mehr fahren“, stellt er fest, als er absetzt und sieht sie an.

„Musst du das?“ Und, weil sie an das Gespräch mit Tristan denken muss und die letzten Tage ihr gezeigt haben, dass man gewisse Dinge besser aussprechen sollte: „Zu mir können wir auch zu Fuß gehen.“

Paul blinzelt irritiert, aber bevor er antworten oder ihr ihr Vorstoß peinlich werden kann, knistert das Mikrofon und Fannys Stimme füllt die Bar, rauchig und verführerisch.

„Tanzt du?“, fragt Paul, und jetzt ist es an ihr zu blinzeln und dann zu lächeln.

„Grundsätzlich oder mit dir?“ Sie streicht sich eine Locke aus der Stirn, denkt noch, wie warm es plötzlich in dem Laden ist und dass sie beide ziemlich aus der Übung sind mit dem Flirten. Denn das ist es doch, was sie hier tun, oder? Vielleicht können sie das mit dem Rendezvous auch überspringen oder nachholen, ihr ganz egal, so wie Paul sie jetzt ansieht. „Mit dir nämlich immer.“

Sie greift nach seiner Hand, führt ihn zu dem kleinen, frei geräumten Bereich, wo sich schon zwei weitere Paare langsam zur Musik und Fannys Stimme bewegen. Und jetzt auch sie beide. Sie und Paul. Paul mit ihr. Paul, der eigentlich gar nicht ihr Typ ist. Den sie schon viel zu lange kennt. Paul, der ihr schlechte Witze erzählt und die guten Croissants kauft und vielleicht heute Abend mit ihr nach Hause geht.

Sie bewegen sich langsam zur Musik, nähren sich genauso langsam immer weiter einander an, bis sie den Blick heben muss, um ihn anzusehen, den Paul, der jetzt ihr Herz schneller schlagen lässt, weil er ihr eine verirrte Strähne hinters Ohr streicht und dessen Daumen über ihre Wange streichelt.

„Schön, dass…“ sagt er leise und lächelt nur für sie und sie weiß nicht, ob er die Situation meint oder sie oder noch ein Satz folgen sollte, denn als nächstes weiß sie nur, dass sie sich küssen. Sanft und vertraut und sie fühlt sich, als würde sie schweben. Ein ganz kleines bisschen über dem Holzboden der Bar, ein ganz kleines bisschen außerhalb der Realität.

Sie öffnet die Augen, sieht ihn an, ihren Paul und er sieht aus wie immer und gleichzeitig wie ein ganz neuer Mensch.

„Ich dachte, das passiert nie.“ Er klingt fast schüchtern, wie er das sagt und sie kann nicht anders, als ihm eine Hand in den Nacken zu legen und ihn wieder zu küssen.

 

„Enfin“, seufzt Fanny ins Mikrofon.