Work Text:
Ich kletter hoch
es rollen Steine
und sie fallen auf Dich drauf
Du siehst sie kommen
gehst nicht zur Seite
Du dachtest, Du fängst sie auf
(Peter Fox – „Ich Steine, Du Steine“)
Als ich nachmittags in mein Zimmer komme und meinen Rucksack neben das Bett abstelle, bemerk ich Joel erst, als der offensichtlich seine Nase hochzieht.
„Hey.“ In meiner Stimme liegt mehr Freude, als ich erwartet hab.
Ich will mich schon auf mein Bett werfen und ein bisschen entspannen, bevor ich meine Hausaufgaben machen muss, aber dass Joel nicht antwortet, ist noch weirder als seine Vorträge über Pastinaken. Also gehe ich zu seinem Bett rüber und sehe Joel, wie er da liegt. Auf seiner Decke, ohne Brille und er sieht fast aus, als würde er schlafen. Nur daran, dass er mit Daumen und Zeigefinger seine Nasenwurzel hält, kann ich sehen, dass er’s nicht tut.
Irgendwie scheint Joel mich durch seine Augenlider hindurch sehen zu können, aber sie sind fest geschlossen. Trotzdem fühle ich mich durch ihn beobachtet. Ich hab null Ahnung, was ich jetzt mit Joel anstellen soll. (Als wir uns kennengelernt haben, war das ständig so.)
Joels Haltung, mit den Fingern an der Nasenwurzel, erinnert mich an den Moment, als ich Colin gefunden hab, als der aus dem Sharespace abgehauen ist. Das heißt nichts Gutes. Dazu das Geräusch eben: Eindeutig Schnodder, der den Weg zurück nimmt, den er gekommen ist. Irgendetwas hat Joel zum Heulen gebracht.
Ich stehe hier neben seinem Bett und hab immer noch keine Ahnung, was ich jetzt machen soll. Mein Blick geht irgendwann zur Tür, aber ich weiß, dass Abhauen grad keine Option ist.
Joel hat sich in den letzten Minuten nicht einen Millimeter bewegt. Ich komme noch einen Schritt näher und überlege nochmal, was ich tun kann.
„Hey“, höre ich mich sagen, diesmal aber sanfter, so wie früher Mama, wenn ich eine Erkältung hatte und krank im Bett lag. So weit entfernt von der Situation ist das hier auch nicht. Ich nehme mir einen der Stühle in der Nähe und stelle ihn dorthin, wo ich eben noch stand. Es ist komisch, so auf Joel hinabzusehen.
Meine Hand schnellt nach vorn. Für einen Moment hielt ich es für eine Spitzenidee, Joel irgendwo zu berühren, aber gerade lädt mich keine Stelle so wirklich dazu ein. Ich puste wieder angespannt die Luft aus, dann frage ich: „Was ist denn passiert?“ In meiner Stimme liegt die Sanftheit von eben, aber es nervt mich schon ein bisschen, dass Joel sich überhaupt nicht bewegt.
Joel bewegt sich dann doch leicht. Er schluckt einen Kloß im Hals runter und sagt dann: „Er hat angerufen.“
Colin.
Seit wir uns küssen, hat sich zwischen Joel und mir ne ganze Menge verändert. Trotzdem schwebt Colin über uns – oder zwischen uns? – wie das Gespenst, das uns heimsucht, aber alles findet nur in unseren Köpfen statt. Wir reden nicht über ihn und wie er es möglicherweise finden würde, wenn er wüsste dass ich jetzt Joel küsse. So als hätte ich ihn extra nach Köln vertrieben, um freie Bahn zu haben.
Also: wir reden nicht über Colin und auch nicht darüber, dass wir nicht über Colin sprechen. Das hat bis jetzt immer sehr gut geklappt.
Wenn Joel ihn also jetzt erwähnt, nachdem er schon geheult hat deswegen, dann muss ihn der Anruf mächtig aus der Bahn geworfen haben.
Ich rücke mit dem Stuhl ein paar Zentimeter zur Seite und sitze jetzt vor Joels Beinen. Etwas über die zu streichen, kommt mir in der Situation ehrlich weniger intim vor. Weniger, als hätte ich Colin tatsächlich betrogen. Colin war der Letzte, der vor mir geweint hat, und ihn trösten zu wollen, endete im Totalausfall, weil ihm das Ganze zu nah vorkam, schätze ich.
Die Art, wie ich über Joels Bein streiche, kommt mir ehrlich gesagt etwas vor, als würde ich Falten in seiner Stoffhose glattstreichen. Ich habe mich nach vorn gebeugt und ich kann die Struktur von Joels Hose erkennen. Ich blicke von der Seite in sein Gesicht. Er hat immer noch die Augen zu, spricht aber jetzt wenigstens wieder.
„Er war so gut gelaunt.“ Ich lehne mich wieder ein Stückchen zurück und stutze. Sollte mir das nicht eigentlich irgendwie wehtun, wenn es Colin gut geht in Köln? Und das, obwohl ich wollte, dass er dorthin geht? Aber nein, ich fühl mich ganz normal.
„Er hat von seiner Schule in Köln erzählt, wie viele MINT-Fächer er da belegen kann und dass es ihm zwar leidtut, dass er und ich … dass wir nur noch remote an der Pastinade arbeiten können. Dass er sich aber richtig entschieden hat. Ich konnte ihm nicht sagen, dass es das ist, was du wolltest. Dass es ihm gut geht. Ich wollte es aber.“
Ich hätte nicht damit gerechnet, dass Joel bei Colin für mich Partei ergreifen wollte.
„Schon okay“, antworte ich mit müder Stimme. „Er wird’s wahrscheinlich irgendwann eh kapieren. Kannst du jetzt versuchen, zu heulen aufzuhören? Bitte?“
Ich verstehe, warum Joel das so fertig macht, auch, wenn er es noch nicht ausgesprochen hat. Eher hab ich wahrscheinlich prinzipiell ein Problem, wenn Menschen heulen. Ich kann damit nie so umgehen, wie es sich wahrscheinlich gehört.
Joel setzt sich auf und tastet neben sich mit der flachen Hand nach etwas. Neben ihm liegt eine Packung Taschentücher offen herum. Ich stehe auf, beuge mich über Joels Körper und schnappe mir die Taschentuchpackung. Ich ziehe eins hinaus, schüttle es auf und reiche es Joel, der sich damit die Nase putzt.
Danach sieht er mich an und ich weiß nicht, wie gut er mich überhaupt sehen kann so ohne seine Brille.
„Er hat mich gefragt: ‚Und, wie geht’s dir, Joel?‘ Ganz überraschend. Klar musste ich damit rechnen, dass er mich fragt, aber in dem Moment? Hat er mich komplett überrumpelt.“
„Hm“, mache ich, Ich kann mir gerade bildlich Colin bei einem endlosen Wortschwall über Köln vorstellen, den er dann beendet und fragt: „Aber genug von mir. Was gibt’s Neues bei dir, Joel?“
- „Dann bist du deswegen so aufgebracht.“
„Ja. Ich musste mir schnell irgendwas über die Pastinade einfallen lassen, um nicht … du weißt schon. Ihm zu sagen, dass wir uns jetzt küssen. Ich konnte ihm das nicht sagen, Noah.“
- „Ich weiß.“
Von den Gründen, warum wir nicht über Colin reden, ist der wichtigste, dass wir nicht mit Colin reden können. Deshalb ist Colin nur ein Gespenst: Er ist nie wirklich da. Irgendwie möchte ich ihn in Ruhe lassen. Ich will, dass er in Köln zurechtkommt.
Seit wir uns zum ersten Mal geküsst haben, ist es aber nochmal schwieriger geworden, mich doch zu überwinden, mich bei Colin zu melden. Ich trau mich noch nicht mal mehr, seinen Telefonbucheintrag aufzurufen, um dabei darüber nachzudenken, ihn anzurufen. Und in Connectorspace kann ich ihm auch nicht schreiben. Nicht, dass er mich blockiert hätte. Es ist nur: Am Tag nach Colins Abreise habe ich eine Nachricht in das Textfeld geschrieben. Ich öffne hin und wieder den Chat, sehe die Nachricht. Und ich kann sie seitdem weder löschen, noch abschicken.
Du bist ein beschissener Feigling.
Obwohl mit jeder Woche immer mehr Erfahrung dafür spricht, die Nachricht einfach zu löschen, bring ich es nicht fertig und so hab ich seit seiner Abreise überhaupt keinen Kontakt mehr mit ihm. Wie soll ich ihm je erklären, dass ich stattdessen Joel küsse? (Ich denke immer noch, ich müsste das machen, obwohl Joel ja auch seinen Anteil daran hat.)
„Ich weiß, wir haben gesagt, dass wir erstmal nur küssen und ein bisschen fummeln wollen, Noah, aber …“, sagt Joel dann wieder und reißt mich damit aus meinen Gedanken an die Unmöglichkeit, vernünftig mit Colin zu reden. Wie hat Joels Telefonat mit Colin jetzt etwas daran geändert, was Joel und ich haben?
„Ich fühl mich einsamer als vor unserem ersten Kuss.“
Joel weicht meinem Blick aus und sieht zum Wandregal, auf dem seine Brille liegt, nach der er greift und sie sich aufsetzt.
„Ich mein, wir küssen uns. Wir kuscheln. Wir haben neulich 20 Sekunden lang dieselbe Pastinake gehalten. Aber unsere Übereinkunft erlaubt es mir nicht, mit irgendjemandem zu reden. Seit Colin weg ist, habe ich nur noch dich. Und bei dir weiß ich jetzt auch nicht, woran ich bin. Was sind wir, Noah?“
Der nun bebrillte und deshalb gewohnter aussehende Joel blickt mich wieder direkt an. Ich hab einen Punkt an der Wand gegenüber gefunden, den ich ansehe. Ich kann Joel jetzt nicht ansehen. Zu viel würde ihm da hochkommen.
Ich mag ihn und all das, was wir jetzt miteinander tun. Es fühlt sich so anders an als mit Colin. Aber es fühlt sich vor allem dank Colin anders an als mit ihm. Dank ihm weiß ich ein bisschen, wie das ist. Dass Joel noch weniger Erfahrung hat, ist auch ein Faktor. Joel hat keine Erfahrung von anderen.
Joels … Herangehensweise hat einen Vorteil. Ich fühle nicht diese ganzen Verpflichtungen und den Druck, mich für jemanden zu outen, mich vor anderen erklären zu müssen.
„Joel, ich … Meine Eltern, ihre Ehe und ihre Liebe hat nicht funktioniert. Ich hatte keine guten Vorbilder, was Beziehungen angeht. Ich denk, dass ich ein verdammt schlechter Freund wär.“
- „Oh.“
Ja. Oh. Joel sieht seine Bettdecke an und ihm kreisen bestimmt viele Gedanken im Kopf herum.
„Dann…“, sagt Joel und hebt seinen Kopf wieder, „dann war das die Sache. Ich mein, warum du …“
- „Warum das mit mir und Colin nicht geklappt hat?“, frage ich. Ich seufze und sehe mich um. Überlege, ob ich bereit bin, Joel zu sagen, dass es das war.
Aber. Problem: Ich hab eigentlich keine Wahl. Ich hab eben schon im Grunde zugegeben, dass es das ist und ich bräuchte einen weißen Wal von Ausrede, um jetzt noch davon abzulenken. Aber will ich das? Vielleicht ist Joels Art ein Zeichen dafür, dass ich nicht davor weglaufen sollte. Ich hab das mit Mama und Papa Colin anvertraut und ihm gesagt, dass er mich deswegen in Ruhe lassen soll mit seinen Gefühlen, und eigentlich hat es Colin total missverstanden und verkackt.
Colin ist abgehauen.
Und Joel könnte dasselbe tun, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass Joel das nicht tut.
Dass er nicht das Weite sucht und zum Beispiel zurück zu seinen Eltern zieht. Dass er nicht der beschissene Feigling ist.
„Ja, das ist die Sache“, grummele ich. „Ich wollte, dass wir nur Freunde sind. Für eine Zeit. Aber Colin wollte All in gehen. Das konnt ich nicht.“
- „Das heißt aber, dass du was für Colin empfindest?“
„Vielleicht, aber das ist auch jetzt nicht mehr wichtig. Er ist jetzt weg und vermissen werd ich ihn bestimmt nicht. Zumindest nicht nochmal.“
Mittlerweile bereu ich, dass ich nicht auf Joel gehört und mich von Colin verabschiedet hab. Es wär zwar total komisch geworden, aber dann hätte ich an dem Tag schon mit Colin abschließen können. Ich will Colin nicht vermissen. Ich tu’s – hin und wieder, aber ich will’s nicht. Und ich denk an die einzige verdammte Möglichkeit, wie er nicht sehen, nicht begreifen konnte, dass ich nicht bereit war für seine romantischen Gefühle. Dass die ihn blind gemacht haben. Ich will nicht an Colin denken und daran, dass er mich wirklich geliebt hat. Sosehr, dass er einfach nicht damit umgehen konnte.
„Ich versteh, warum du Klarheit willst“, höre ich mich dann sagen. „Du kannst mit niemandem drüber reden, weil alle, die du kennst, zu weit drin oder zu weit draußen sind.“
- „Es gibt jemanden, mit dem – oder mit der wir reden könnten, Noah“, sagt Joel hoffnungsvoll, was mich dazu bringt, ihn mit weit geöffneten Augen anzusehen. Für einen Moment verlieren wir keine Worte und ich kann beobachten, wie Joel sich etwas ratlos wirkend mit der Handfläche über den Nacken streicht. „Aber es ist irgendwie unsere Sache und nicht nur meine, wer über uns Bescheid weiß, was immer ‚uns‘ auch ist. Deshalb hab ich noch nichts gesagt.“
- „Wen meinst du?“
Ich hab schon eine Befürchtung, wen er meint.
„Ava.“
Das hab ich befürchtet. Seit Hauser uns ständig in ein Team steckt, um seine Scheiß-Mindset-Sachen zu beweisen, bin ich gezwungen, mehr Zeit mit ihr zu verbringen, als ich will. Wenn Ava angeblich nicht zu denen gehört, die zu weit drin sind, vor allem in der Colin-Sache, dann kann ich wohl überhaupt nichts vernünftig einschätzen.
„Ihr seid einfach nur noch kein Team. Und das, obwohl Ava sich, zusammen mit mir, um dich gekümmert hat, als es dir schlecht ging“, meint Joel.
Ich nehm Ava immer noch krumm, dass sie Ende des Schuljahres Colins Ansage kommentiert hat und die Sache damit irgendwie noch schlimmer gemacht hat. Ich hab gerade meinen besten Freund verloren, den einzigen, den ich damals hatte, weil Joel ein Idiot war. Und dann kommt sie und mischt sich ein. Sie stand natürlich auf Colins Seite, wie das, verdammt nochmal, alle getan haben.
Aber ich seh auch Joel an. Und kann ihn verstehen. Mir geht’s auch so, dass ich mit niemandem reden kann, aber ich bin schon immer gut damit klargekommen. Anders Joel. Wie Colin muss er über die Dinge reden, die ihn beschäftigen. Und ich kann nicht einfach so seine Versuche, mit alldem klarzukommen, blockieren. Also …
„Denkst du wirklich, Ava kann uns da irgendwie weiterhelfen?“
- Ja. Und ich weiß keine bessere Lösung.“
„Gut. Wenn du meinst.“
- „Noah? Könnten wir uns vorher nochmal küssen? Es mag kitschig klingen, aber das verleiht mir in letzter Zeit die meiste Energie.“
„Himmel, ja.“
Joel dreht sich in seinem Bett und setzt sich so, dass seine Füße auf dem Boden stehen. Ich nicke ihm zu, steh von meinem Stuhl auf und setze mich neben Joel aufs Bett. Immer noch etwas zurückhaltend tastet sich meine Hand vor und nähert sich Joels. Dann liegt sie auf seiner und Joels Wärme und Weichheit strahlt durch meinen Körper. Nicht nur Joel gibt es Energie.
Joel sieht mich erwartungsvoll an, rückt mit dem Po noch ein Stückchen näher und sein freier Arm kommt auf mich zu. Ich kann warm und sicher Joels Hand im Nacken spüren, die mich selbstbewusst zu sich zieht. Ich schließe die Augen, bevor meine Lippen mit Joels in Berührung kommen. Erst sind sie geschlossen; unsere Küsse starten ganz harmlos und arbeiten sich dann immer weiter vor.
An Joels Arm vorbei lege ich meine Hand auf Joels Wange und umfasse sie mit einem sicheren Griff. Joel zieht, wenn das noch möglich ist, meinen Kopf noch näher an sich heran.
Die Intensität des Kusses lässt kurz nach, bevor ich diesen schönen Schmerz von Joels Zähnen an meiner Unterlippe spüren kann. Er ist zwar vorsichtig, aber ich will keine Vorsicht. Ich will, dass Joel die Initiative übernimmt, und verdammt, das tut er.
Ich lasse in dem Moment die Hand von Joels Wange gleiten, in dem Joel sich mir wieder mit den Lippen statt mit den Zähnen widmet. Meine Hand gleitet über Joels Hals, über seine Schulter und findet am Ende Platz auf Joels Rücken, gerade als Joels Zungenspitze unbeholfen über meine Lippen leckt und um Einlass bittet. Ich lasse Joel und seine Zunge nicht lange zappeln und öffne meine Lippen, um im nächsten Moment Joels Zunge darin zu spüren. Oh ja, ich mag es definitiv, wenn Joel die Initiative übernimmt.
Während wir immer noch etwas ungeschickt versuchen, unsere Zungen so oft wie es geht Bekanntschaft miteinander machen zu lassen, keuchen wir beide um die Wette in unseren Kuss hinein.
Ich unterbreche den Kuss abrupt, als ich merke, was Joels Hand da tut.
Er will mir tatsächlich das Haargummi rausfummeln. Schnell nehme ich die eine Hand von Joels und die andere von seinem Rücken und halte den Dutt in seiner Position. Ich löse das Haargummi jetzt ganz, weil ich es so besser wieder in seine Position bekomme.
„Sorry“, sage ich, als Joel mich ansieht, als bekäme er Prügel angedroht. „Ich weiß, ich schlaf öfter mal mit offenen Haaren. Aber bisher hab nur ich den gelöst.“
Der Dutt ist wieder stabil und Joels Blick hat sich geändert. Ich glaub, er hat’s verstanden.
„Probier’s einfach nochmal bei unserem ersten Mal“, scherz ich und sehe Joel mit einem Lächeln an.
- „Das“, sagt Joel nach kurzem Überlegen und pfeffert mir ein kleines, weiches Kissen an die Schläfe, das dann erst auf die Bettkante fällt und dann auf den Boden. „… passiert erst, wenn du mein Freund bist.“
Ich seh ihn an und hebe ungläubig eine Augenbraue. Ich hab genauso wenig gedacht, dass er wirklich Sex will, wie dass er tatsächlich mein Freund sein will.
„Klingt fair“, sage ich und zucke mit den Schultern. Und ich denke, das tut es wirklich.
- „Woll’n wir jetzt Ava suchen?“
Ich nicke und stehe vom Bett auf.
