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Rating:
Archive Warning:
Category:
Fandom:
Characters:
Additional Tags:
Language:
Deutsch
Series:
Part 2 of porn star!Cotta
Collections:
Nano2024
Stats:
Published:
2024-11-09
Words:
2,394
Chapters:
1/1
Comments:
2
Kudos:
8
Hits:
87

Königskinder

Summary:

Rex Mitchell wird vom ehemaligen Polizeichef besucht. Der will die Beweise für Cottas ‚Jugendsünden‘ bei ihm sicherstellen.

(Fortsetzung zu 'Blumige Vergangenheit)

Notes:

Ich weiß nicht, wo die plötzliche Obsession mir Rex Mitchell herkommt, aber für den November umso besser.
Ich müsste hier noch vor einigem mehr warnen, das kurz erwähnt wird. Scheidung, das Ausnutzen von Machtverhältnissen, künstliche Befruchtung, Ehebruch… das würde aber die Tags sprengen und verzerren, was die Kernpunkte sind. Seid einfach entsprechend vorsichtig.

Geplant ist auch noch eine dritte Installation zur blumigen Vergangenheit, aber irgendwie sind die alle so unterschiedlich, dass ich keine series draus machen will.

Work Text:

Rex Mitchell wurde von einem Kollegen zuhause abgesetzt und während er noch den sich entfernenden Rücklichtern nachblickte, sah er aus dem Augenwinkel, wie sich ein Schatten von einzigen Baum des Vorgartens löste.

Instinktiv glitt seine Hand zur Waffe, die er den kalifornischen Gesetzen konform auch außerhalb des Dienstes tragen durfte. Nachts wurde sie, nicht ganz so gesetzeskonform, in eine Schublade gelegt. Bislang krähte kein Hahn danach.

Seine Frau hatte sich daran gestört, hatte gesagt, dass das gefährlich sei, gerade wenn ihre Kinder groß genug zum Laufen waren. Nur gab es keine Kinder. Und würde auch nie welche geben. Der Wunsch nach der großen Familie, mit der im Blick sie auch dieses Haus gekauft hatten, würde sich nie erfüllen.

Also war es auch scheiß-egal, wo er seine Waffe aufbewahrte.

„Das würde ich an deiner Stelle nicht tun.“, sagte der Schatten und Rex brauchte einen Moment, um die Stimme einzuordnen. In dieser Zeit trat die Gestalt auch ins Licht der schwachen Beleuchtung der Veranda. „Reynolds.“, sagte Rex.

„Entweder du setzt meinen Titel davor oder du nennst mich beim Vornamen.“, verlangte Reynolds.

Rex ignorierte ihn, ging den gepflasterten Weg zum Hauseingang. Reynolds folgte ihm. „Was willst du, Samuel?“, fragte Rex, als er den Schlüssel zur Tür schon in der Hand hatte. Kurz verweilte sein Blick auf einem gesplitterten Teil des Türrahmens. Dort hatte die Pfanne getroffen, die seine Frau nach ihm geworfen hatte, als er ihr nachgebrüllt hatte, dass die Pfanne schon vor der Heirat ihm gehört hatte.

„Du hast etwas, das mir gehört.“, sagte Reynolds ruhig. Er stand direkt hinter ihm. Normalerweise ließ er niemanden so dicht an sich herankommen. Niemanden, von dem eine Gefahr ausgehen konnte.

„Und was soll das sein?“, fragte er, da er tatsächlich keine Idee hatte, auf was Reynolds anspielte. Er schloss auf, trat ein, machte unwillkürlich Platz für Reynolds und entschärfte zunächst die Alarmanlage. Noch so ein Ding, auf das seine Frau bestanden hatte.

„Eine Videokassette, vielleicht auch mehrere.“, beantwortete Reynolds die Frage. Sofort wurde ihm klar, auf was Reynolds anspielte. Seine neuesten Errungenschaften. Doch wie hatte der pensionierte Kommissar überhaupt davon erfahren?

“So ein Scheiß gefällt dir, aber deine Frau fasst du nicht an!“ Er konnte ihre schrille Stimme noch heute hören. Inzwischen konnte er fast darüber lachen, dass sie sich so über ein paar Pornos aufgeregt hatte. Dass sie tatsächlich angenommen hatte, dass das der Grund war, warum sie beide keinen Sex mehr hatten. Und nicht etwa die ständigen Anspielungen darauf, dass er wohl kein richtiger Mann sei. “Mit mir ist alles in Ordnung! Es muss an deinem Schlappschwanz liegen!“

„Komm mit, Samuel.“, forderte Rex auf und führte seinen ungekündigten Besucher durch das beinahe leere Haus. Im Flur stand noch eine Kommode, auf ihr eine Vase mit einem vertrockneten Blumenstrauß. Die Garderobe wirkte völlig überdimensioniert für seine zwei Jacken und ein paar Schuhe. Den Teppich, der die lauten Schritte im gefliesten Eingangsbereich hatte schlucken sollen, hatte sie mitgenommen.

Die Treppenstufen ins Obergeschoss waren von einer kaum berührten Staubschicht bedeckt. Er ging selten nach oben. Selbst schlafen tat er in letzter Zeit unten auf dem Sofa, in seinem Wagen oder im Präsidium.

Er führte Reynolds in einen kleinen Raum ohne Fenster. In ihrer Planung hätte es sein Hobbyraum und Rückzugsort werden sollen. „Willkommen im Reich der Perversionen.“, sagte Rex und knipste das Licht an. Reynolds überraschte Reaktion irritiert ihn.

„Das ist eine beeindruckende Sammlung.“, bemerkte Reynolds, als er die randvollen Regale an fast allen Wänden begutachtete. Videokassetten. Die Regalbretter sogar beschriftet. Eine Videothek.

„Deswegen bist du doch hier, oder nicht?“, fragte Rex. Er taute langsam auf. Reynolds schien nicht so sehr auf Krawall gebürstet zu sein, wie seine anfängliche Wortwahl hatte vermuten lassen. Wahrscheinlich, so dachte sich Rex, war der Mann einfach nur nervös.

„Ich bin wegen etwas sehr Konkretem hier und damit hatte ich nicht gerechnet.“, gab Reynolds zu und deutete einmal über alle Regale. „Wie kommt man zu so einem Hobby?“, schob er hinterher.

Rex lachte schnaubend. „Wo wir von vagen Drohungen zu einer echten Unterhaltung gewechselt sind: Möchtest du ein Bier?“ Eigentlich hatte er nicht vorgehabt, Reynolds länger als unbedingt nötig in seiner Nähe zu haben. Doch er war einsam und ein Gespräch, dass weder mit Arbeit noch mit Smalltalk zu tun hatte, hatte er schon lange nicht mehr geführt.

„Okay. Da sage ich nicht nein.“, sagte Reynolds mit einem Schulterzucken, „Aber ich werde nicht ohne das gehen, weswegen ich hergekommen bin.“ Rex zuckte nun seinerseits mit den Schultern. „Da ich noch nicht weiß, was das ist, nehme ich das erstmal so hin.“

Er verschwand und kam kurz darauf mit zwei Flaschen Bier zurück. Reynolds bedankte sich. Er war in Rex‘ Abwesenheit die Regale abgeschritten und hatte wohl die Beschriftungen überflogen.

„Also, wie kommt man zu so einem Hobby?“, wiederholte er seine Frage. „Inzwischen haben sie fast einen Kult-Status erreicht, was? Wo es heute im Internet doch alles zu finden gibt. Man bekommt sie aber noch als Hilfsmittel, wenn man ins Röhrchen wichsen soll. Außerdem hat es meine Frau geärgert.“, sagte Rex und trank einen langen Schluck.

„Welcher Teil hat deine Frau geärgert?“, fragte Reynolds, „Die Sammlung, oder dass eine unbekannte Anzahl kleiner Rex Mitchells in den USA herumlaufen?“

Rex konnte ein Grinsen gerade noch verhindern. Ein kleiner Funken echter Freude breitete sich außerdem in ihm aus. Reynolds hatte direkt angenommen, dass eine Samenspende der Grund war und nicht etwa etwas anderes. Meistens musste er selbst einen Satz wie ‚Ich würde ja gerne wissen wie vielfacher Vater ich bin.‘ hinterherschieben und war nie sicher, ob man ihm glaubte.

„Beides.“, sagte er also, „Aber das eine war vor ihrer Zeit und die Sammlung hier könnte tatsächlich mal wertvoll werden. Außerdem ist das meiste geschmackvoller als das, was so im Netz kursiert. Möchtest du dich in Ruhe umsehen?“

Reynolds lachte aufrichtig. „Ich erinnere mich noch, wie mein Bruder und ich den kleinen Stapel Magazine und auch zwei Kassetten wie diese hier von unserem Vater gefunden haben.“, erzählte er, „Eines der Magazine hat unserer Mutter später bei meinem Bruder unterm Bett gefunden. Ich weiß noch ganz genau, dass sie es unserem Vater um die Ohren geschlagen und verlangt hat, er solle so was doch bitte besser wegschließen.“

„Deutlich besser als das was meine Mutter gemacht hat, als sie ein Heftchen bei mir gefunden hat.“, sagte Rex und lachte, „So eine Geschichte kann vermutlich jeder Typ erzählen.“

Reynolds schwieg und trank von seinem Bier. „Mit Töchtern hat man das Problem wohl nicht. Da muss man eher aufpassen, dass man nicht den Nachbarsjungen unter dem Bett findet.“, scherzte Rex.

Zu seiner leichten Überraschung lachte Reynolds herzlich. „Bei einem Sohn muss man auf einen Schwanz aufpassen, bei Töchtern auf jede Menge.“ Beide lachten sie dreckig.

Rex leerte seine Bierflasche, bot Reynolds ein zweites an, hatte fast vergessen, warum der andere Mann ursprünglich hergekommen war.

Als er mit zwei neuen Flaschen zurückkam, sah Reynolds ihn aus scharfen Augen an. „Ich habe nicht gefunden, weswegen ich hier bin. Aber ich weiß, dass du es hast.“ Rex unterdrückte eine Seufzen. Natürlich war Reynolds mit einer Mission hier, wie hatte er das vergessen können. Niemand unterhielt sich einfach so mit ihm.

“Na, wer war sie diesmal? Irgendeine Nutte oder vielleicht deine neue Auszubildende? Ich habe gesehen, wie du ihr auf den Hintern gestarrt hast.“, begrüßte ihn seine Frau. „Ich hatte eine Doppelschicht. Ich habe nichts anderes getan, als zu arbeiten und Geld zu verdienen.“, erwiderte er müde.

Dass die neue Auszubildende, mit der eine stinklangweilige Überwachung gemacht hatte, tatsächlich eine Wucht war, sagte er nicht. Auch, dass die Schicht schon seit einer Weile beendet war und besagte junge Frau mit ihm danach in einem Motel gewesen war, erwähnte er nicht.

Warum auch? Seine Frau hielt ihn für einen Schlappschwanz, ein Nichts. Ein Mann, der es nicht schaffte, seine Frau zu schwängern, seine Gene fortzutragen. Erbärmlich. Die Neue war von ihm begeistert gewesen, beeindruckt von seinen Geschichten und seiner Erfahrung. Das Versprechen, sie gut zu bewerten hätte es vielleicht gar nicht gebraucht.

„Dabei ist es doch so gut beschriftet.“, sagte Rex und hielt dem Blick stand. Reynolds‘ Blick war fast mitleidig.

„War das in der Umkleide eine Werbeaktion? Nach dem Motto: Ich habe noch mehr? Zu günstigen Preisen zu verleihen?“, fragte Reynolds und schlagartig wurde Rex wirklich klar, was es mit diesem Besuch auf sich hatte. Er seufzte schwer. Vermutlich war alles an dieser Unterhaltung von Reynolds vorgetäuscht gewesen. Rex war zwar erst kurz vor Reynolds‘ Pensionierung nach Rocky Beach gewechselt, aber er hatte gehört, dass der alte Hauptkommissar in Verhören erstklassig gewesen sein sollte.

“Du fängst noch mal neu an? Ganz unten als Streifenpolizist? Bist du wahnsinnig? Der Sheriff wollte dich zu seiner rechten Hand machen!“ Die Frage war berechtigt. Sein Haus lag vielleicht genau auf der Grenze von Rocky Beach zu L.A. County, aber der Wechsel war mehr als nur ein geographischer. „Ich brauche einen Neuanfang.“, sagte er neutral. Die wahren Gründe waren ganz andere.

Obwohl Reynolds‘ Tonfall eindeutig war, stellte Rex sich zunächst dumm: „Es tut mir leid, dich enttäuschen zu müssen. Zwar waren bei meinem letzten Kauf einige Stücke der schwulen Sorte dabei, aber mein Angebot richtet sich sonst rein an den heterosexuellen Mann.“

„Stell dich nicht dümmer, als du bist!“, sagte Reynolds kalt. „Die Auswahl habe ich sehr wohl gesehen. Und ich will die Kassetten mit Cotta auch nicht, weil er so hübsch anzusehen ist, sondern weil das, was du hier machst der allerletzte Scheiß ist!“ Reynolds kam einen Schritt auf ihn zu. Bedrohlich.

„Was ich nicht verstehe ist, warum? Wäre es nicht besser gewesen, ihn zu erpressen? Was hast du davon, ihn so bloßzustellen?“ Reynolds funkelte ihn an. Nichts war mehr von ihrem netten Männergespräch geblieben.

“Komm schon, Cotta. Ich darf nicht noch eine Nachtschicht machen, diesen Monat.“ Einen Kollegen zu bitten, die Schichten zu tauschen war normal. Weniger normal war es, dass Rex Mitchell ausgerechnet Cotta fragte. Die beiden waren sich zwar nicht spinnefeind, hatten aber auch kein freundschaftliches Verhältnis. Dass Rex Cotta außerdem bat eine Nachtschicht, die kaum jemand gerne machte, gegen eine Frühschicht zu tauschen war somit als dreist zu bezeichnen.

„Warum sollte ich, Mitchell? So dringend brauche ich das bisschen Geld, dass es für Nachtschichten mehr gibt, nicht.“, antwortete Cotta etwas abfällig. „Ich auch nicht, Cotta. Mehr noch, ich darf es nicht verdienen. Bitte!“ Cotta zögerte kurz, erkannte wohl die Verzweiflung in seiner Stimme.

„Meinetwegen muss es auch nur auf dem Papier sein. Ich mache die Nachtschicht und du bekommt das Geld dafür.“, schlug Rex in einem letzten verzweifelten Versuch vor. Cotta kniff die Augen zusammen, witterte irgendeinen Trick.

„Nein.“, sagte er nachdrücklich, „So einen Quatsch mache ich nicht.“ Damit ging er.

Rex blieb mit wutgeballten Fäusten zurück. Letzte Chance verpasst. Zum Dienstschluss würden die Namen auf den Dienstplänen stehen und alles was danach noch getauscht wurde, schaffte es nicht mehr hinein. Und genau das war Rex‘ Problem. Das Papier.

„Ich war wütend auf ihn und ich wüsste nicht, was ich von ihm hätte erpressen sollen.“, sagte Rex pampig, „Den Schaden hat er schon angerichtet. Ich betrachte das als ausgleichende Gerechtigkeit.“

„Was hat er dir getan, dass eine solche Bloßstellung ausgleichende Gerechtigkeit ist?“, fragte Reynolds. Rex biss die Zähne zusammen. „Geht dich einen Scheißdreck an.“, presste er kurz darauf hervor. Diverse Beleidigungen verkniff er sich.

Reynolds musste wirklich nicht wissen, dass ihn diese eine Nachtschicht über eine gewissen Einkommensgrenze brachte. Eine Einkommensgrenze, die ihn für seine Ex-Frau unterhaltspflichtig machte. Und er konnte die Scheidung nicht mehr länger hinauszögern. Die verdammte Schlampe hatte sich gleich nach ihrem Auszug einen neuen Typen angelacht und ihm so richtig gezeigt, was für ein Hans Wurst er war.

Wenn sie das Kind bekam, solange sie noch verheiratet waren, galt er als Vater des Kindes. Einfach so. Da wieder rauszukommen würde ihn allein für die Gerichtskosten in den Bankrott treiben. Schon jetzt war es knapp an allen Ecken und Enden. Das Haus im Unterhalt teuer. Der Kredit noch lange nicht abbezahlt. Keiner der Kredite. Auch nicht der für die Versuche der künstlichen Befruchtung, die doch alle gescheitert waren.
Er zahlte sich dumm und dämlich für ihre geplatzten Träume. Für seine geplatzten Träume. Das meiste Geld verdiente er schwarz oder sogar komplett illegal.

„Gut, muss ich auch gar nicht wissen.“, lenkte Reynolds ein. „Gibt mir die Kassetten und lass Cotta ab jetzt in Ruhe!“

„Was macht dich zu seinem Retter in der Not?“, schnaubte Rex, grinste fies und sagte: „Willst sie dir wohl doch angucken, was?“

Reynolds‘ Faust traf ihn am Kinn und er biss sich schmerzhaft auf die Lippe, schmeckte Blut.

„Arschloch!“, fluchte Rex, ballte selbst die Hand zur Faust, tat aber nichts weiter.

„Ich verkaufe sie dir. Eigentlich verleihe ich nur, aber für dich mache ich eine Ausnahme.“ Reynolds lachte und Rex zitterte vor Wut. „Was lässt dich glauben, dass du irgendwelche Forderungen stellen kannst, Rex?“, fragte Reynolds, „Wenn Prescott hier von erfährt bist du geliefert. Erst recht, wenn es die anständigen Bewohner der Stadt tun.“

„Als ob ich denen oder deren Männern nicht schon mal etwas verliehen hätte.“, konterte Rex. Tatsächlich gehörte jemand wie Mr. Kretschmer zu seinen besseren Kunden.

„Was hat das für einen Einfluss. Wir wissen doch beide, dass die Männer in diesen Haushalten nichts zu sagen haben.“, lachte Reynolds. Rex ballte die Hand so fest zusammen, dass sich seine Fingernägel in die Handinnenfläche bohrten.

„Okay, okay. Ich gebe dir die Bänder, wenn du diese Sache für dich behältst.“, lenkte Rex ein. Er wusste, wann er am kürzeren Hebel saß. „Und du lässt Cotta ab jetzt in Ruhe.“, verlangte Reynolds.

„Und ich lasse Cotta ab jetzt in Ruhe. Es ist ohnehin nur halb so schlimm, wie es momentan scheint. Spätestens in ein paar Wochen haben die alle ein neues Thema.“, winkte Rex ab.

„Wenn du die Sache nicht mehr erwähnst.“, sagte Reynolds und lächelte breit. „Ehrenwort.“

Reynolds streckte ihm die Hand entgegen. Mit einem verhärmten Gesichtsausdruck schlug Rex ein. Dann suchte er Reynolds die drei Kassetten heraus. „Aus dieser hier sind die Bilder, die ich in der Umkleide angebracht habe. Die anderen habe ich mir gar nicht angesehen. Auf so was stehe ich nicht.“

Reynolds betrachtete kurz die Hüllen. Ein diskretes, wenig sagendes Bild von zwei jungen Männern. Cotta und ein anderer. Kein reißerischer Titel – die waren Produktionen mit einem geringeren Budget vorenthalten – sondern lediglich das Logo der Produktionsgesellschaft.

„Soll ich dir auch noch einen VHS-Spieler ausleihen?“, fragte Rex herausfordernd. „Übertreib es nicht, Rex.“, sagte Reynolds und steckte die beiden Kassetten weg. „Danke für das Bier.“ „Fick dich, Samuel!“

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