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The Silence

Summary:

Wenn die Grenzen zwischen Realität verschwimmen, und der Geist zu einem Schlachtfeld wird, auf dem Gedanken und Emotionen gegeneinander antreten im Angesicht von Konflikten, was würde da noch übrig bleiben? Wenn sich jemand inmitten solch inneren Kampf befindet, wie würde deren letzten Frage, oder Wunsch, lauten?

Ein wunsch auf Hoffnung, jedenfalls, nicht.

Notes:

Request von den lieben Xon, Es ist leider etwas kurz geworden aber ich hoffe es reicht trotzdem aus für dich, mausi 😔

Egal, mehr Trauma für Rhun.
Hierfür habe ich Xier Prononen benutzt für Rhun, auf wunsch von Xon, war zwar neu für mich aber ich hoffe ich hab es gut rüber gebracht.

Work Text:

Xiers Atem ging flach, fast stockend, als xier die eigenen Grenzen erkannte, wie jemand, der einen Abgrund hinab starrt und merkt, dass kein Weg zurückführt.

Wenn xier ehrlich war, hatte xier noch nie zuvor Angst vor der Dunkelheit. Wie konnte xier auch? Xier war die Angst selbst, das Wesen, wovon die kleinen Kindern sich gegenseitig Geschichten erzählten.

Einst ein Wächter, war jetzt nur noch ein Schatten xiers selbst, zurückgeworfen in einen Zustand der Hilflosigkeit, den xier kaum zu ertragen vermochte. Es fühlte sich an, als hätte Oskar xier nicht nur die Kraft genommen, sondern seine Identität dazu, Stück für Stück entrissen.

Xier konnte nur xiers Hände in Fäuste wandeln, jede bloße Erwähnung an ihn, dieser “Gärtner“, war wie ein Brandmal, das tief in xier schwelte, und doch war es das Gefühl der Niederlage, das wie Gift durch xiers Adern floss. 

Es brachte xier zum Zittern – und es war Wut, die das Zittern verstärkte, bloße rohe Wut, die xier in solchen Zeiten lieber verdrängen wollte anstatt dies. Doch es war auch diese Wut, die nicht auf irgendjemand gerichtet war, außer auf xier selbst. 

Die Scham, das Entsetzen darüber, war unerträglich. 

Und das musste xier nun langsam einsehen, ob xier es auch wollte oder nicht, xier wurde geschwächt, aufgesplittert, bis alles, was blieb, eine leere Hülle war.

Xier atmete flach, fast mechanisch, während sich das Unaussprechliche in xier bohrte wie ein Dorn, den xier nicht entfernen konnte. Im Anblick von all diesem Wahnsinn, konnte xier es einfach nicht erlauben, sich darin zu verlieren.

Ein Schauer kroch xier über den Rücken, doch diesmal war es keine Wut, sondern die blanke Angst, die sich wie ein eiskalter Nebel durch xiers Gedanken schlängelte. 

Was passierte bloß mit Xier?

Jeder Versuch, sich gegen diese Wahrheit zu wehren, war ein schmerzhafter Ruck, als würde xier gegen unsichtbare Fesseln ziehen, die nur fester wurden, je mehr xier sich sträubte.

Und dann war da dieser Gedanke – grausam und schwer: Was, wenn dies für immer so bleibt?

Das war die wahre Folter, die Erkenntnis, dass es keinen Ausweg gab. Xier würde nichts weiter sein als ein Schatten xiers selbst, ein Spielzeug in den Händen von Oskar, jemand, der anscheinend so gnadenlos freude darin fand, seine Macht über xier auszuüben, als ob xier nicht schon genug gedemütigt wurde. 

Xier spürte, wie langsam die Luft anzuhalten begann, als ob es dadurch die Realität fernhalten könnte. 
Xier konnte das schmerzende Zittern in der eigenen Brust kaum zurückhalten, xier wollte schreien, raus, in die kalte Ferne, die xier gefangen hielt, wie ein Nebel, der die Luft dicker und schwerer machte, bis das Atmen selbst zur Qual wurde.

“Ach, Rhun.” spielte Dark heraus, seine Stimme voll von seinem typischen Sarkasmus. “Da lässt man dich einmal alleine und schon schaffst du es, in Fallen von solchen Fremden zu geraten.” Seine Stimme war bitter, schwer und drückend, fast als könnte er all den Scham noch verstärken, die xier in sich trug.

Er hatte xier ausgerechnet gefehlt.

“Sei still.”

Doch das hielt ihn natürlich nicht auf.

“Ich soll still bleiben?” knurrte Dark, “Du warst es doch, der sich so binden ließ, und überhaupt ein Wächter sein soll”

Ein stechender Schmerz durchzog xier bei diesen Worten, als würde Dark direkt gegen xiers schwankenden Mut ankämpfen. Er schaffte es auch immer wieder aufs neue xiers eigene Verzweiflung gegen xier zu wenden, jede Unsicherheit, die sich in xiers Inneren versteckt hielt, ans Licht zu zerren und ihr das brutale Tageslicht zu zeigen.

Ein dunkles Lachen hallte durch xiers Gedanken. “Sieh dich an. Gefesselt und blutest. War das dein großer Plan?“ Die Worte brannten, und xier wusste, dass Dark keine Antwort erwartete – er hatte längst seine Meinung gebildet.

Zugleich, musste xier auch wieder gegenüber stehen mit xiers eigenen Verletzung, von einem Sterblichen.

Die Wunde pochte, ein widerlicher, rhythmischer Schmerz, der sich über xiers gesamten Körper zog und unbarmherzig bis tief in xiers Brust drang. Ein zynisches Erinnern an die Macht, eine Art erneute Mahnung, wer nun die Kontrolle hielt, ein Knoten in den Fäden, die xier nun wie eine Marionette gefangen hielt.

Dark’s Lachen verstummte nicht. Nein, es verstärkte sich nur, triefend vor Spott, xier konnte ihn dennoch nicht übel nehmen, xier hatte selbst versagt, und dies musste Dark nun mit durch erleben, “Sieh dich an,“ höhnte Dark, und jeder seiner Worte bohrte sich tiefer, als die Wunde es jemals könnte. “Ausgeliefert an einen… Gärtner?“

Xier schloss die Augen, doch die Dunkelheit brachte keine Ruhe mit sich wie sie es früher immer tat – stattdessen spürte xier das warme, dicke Blut, das noch immer aus der Wunde sickerte, als würde es xier an die Realität binden, die xier so verzweifelt zu verdrängen suchte. Die Wunde war kein bloßer Schnitt; sie war eine Markierung. Ein Siegel, das verkündete.

Dark selbst ließ nicht locker, seine Worte nagelten sich in xiers Inneres. “Es war seine Hand, die dich gebrochen hat, Rhun, Warum kämpfst du überhaupt noch? Glaubst du, das bringt irgendetwas?”

Nicht wirklich. 

Es war diese brutale Einsicht selbst, die ihnen beiden blieb.

Und für den flüchtigen Moment konnte xier förmlich die Dunkelheit erfassen, die xier zwang aufzugeben.

Auf jegliche Hoffnung.