Work Text:
A.d.Ü.: Es ist gemeinhin bekannt, dass Hildegunst von Mythenmetz zeit seines dichterischen Lebens eine an Obsession grenzende Neigung zu Aus- und Abschweifungen pflegte, die die Übersetzung seiner Werke mitunter schwieriger macht, als es den Anschein hat. Das vorliegende Werk mit seinen mageren, knapp 500 Seiten stellt nur einen Bruchteil dessen dar, was Mythenmetz in Notizen, Manuskripten, Tagebüchern und den Weinschenken der Lindwurmfeste nach einigen Gläsern Wein über seine Reise in die Katakomben von Buchhaim zu berichten hatte. Es ist nicht nur seinem ebenfalls nahezu krankhaften Perfektionismus, sondern auch der Arbeit emsiger Lektoren zu verdanken, dass nicht alles, was Mythenmetz über seine Reise von sich zu geben hatte, es in den Druck geschafft hat. So befand sich in der nicht lektorierten Fassung etwa eine einhundertfünfzigseitige Beschreibung der Müllkippe von Unhaim, inklusive minutiöser Aufschlüsselung der Taxonomie der dort befindlichen Flora und Fauna sowie der olfaktorischen Verhältnisse, die Mythenmetz’ Seitenhiebe auf die Unlesbarkeit des Ritter Hempel mitunter heuchlerisch erscheinen lässt. Auch dieses aus demselben Manuskript stammende Kapitel schaffte es nicht in die zamonische Erstausgabe von Die Stadt der Träumenden Bücher, womöglich um den Spannungsbogen im dritten Akt straff zu halten. Ich habe mir jedoch erlaubt, dieses Kapitel in meine Übersetzung mit aufzunehmen, da ich der Ansicht bin, dass es eine angemessene Auflösung des zwiespältigen Verhältnis zwischen Hildegunst von Mythenmetz und Homunkoloss, dem Schattenkönig darstellt. Ich hoffe, dass Sie mir, obgleich ich lediglich der Übersetzer bin, diese dichterische Freiheit zugestehen.
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Papier und Schuppen
Nach meinem jähen Exil aus der Bibliothek des Orms stolperte ich wie betäubt durch die sich ständig wandelnden Gänge von Schloss Schattenhall. Auf die fieberhafte Manie, die ich bei der Lektüre dieser verkannten Meisterwerke der zamonischen Schriftkunst an den Tag legte, folgte nun ein Zustand tiefster Depression. Hätte mich das Schloss zu einem seiner Fenster geführt, oh meine geliebten Freunde, ich hätte mich schnurstracks und ohne zu zögern selbst defenestriert, um es in den Worten des Lexikons der Weinenden Schatten auszudrücken, um in der Lava des Burggrabens wohlig zu verdampfen. Ein Leben ohne Das Heimwehpflaster und Weiche Zähne – das war nicht lebenswert. Lieber ein schnelles, jähes Ende als die trostlose Existenz, die ich nun fristete. Doch selbst das war mir nicht vergönnt. Irgendwann – ich musste wohl Stunden ziellos durch die Gänge getorkelt sein – holte mich die Erschöpfung ein, ich brach theatralisch zusammen und verfluchte Homunkoloss mit meinem letzten Atem.
In dieser Nacht, oder zumindest in den Stunden, die ich zur Nacht erklärte, wälzte ich mich unruhig auf dem harten Steinboden von Schloss Schattenhall. An Schlaf war nicht zu denken. Nicht nur, dass mein Hirn überschäumte angesichts all der grandiosen Dialoge, der Wortgewandtheit und der schieren dichterischen Genialität all der ormdurchdrungenen Meisterwerke, und sich zugleich selbst auffraß hinsichtlich meiner eigenen schriftstellerischen Unzulänglichkeit. Nein, mit traumwandlerischer Sicherheit hatte ich, ohne es in meinem Zustand geistiger Umnachtung zu bemerken, die Bibliothek der Lebenden Bücher zu meinem Schlafgemach erkoren. Meine Mitbewohner raschelten unablässig mit ihren papierenen Eingeweiden, ihre ledernen Körper knarzten und diejenigen unter ihnen, denen Schlaf vergönnt war, fiepsten leise vor sich hin.
Wo alte Bücher Träume träumen
Von Zeiten als sie Bäume waren
Ich ächzte. An Schlaf war unter diesen widrigen Umständen nicht zu denken. Ich lag etwa in der Mitte des Raumes, meinen Umhang notdürftig über meinen Körper drapiert, als Schutz vor den kalten Luftzügen, die trotz des vermeintlichen Todes des Riesenwissenschaftlers weiterhin durch die Gänge des Schlosses geisterten, und vor den Spinnenbüchern, die sich einen Spaß daraus zu machen schienen, immer wieder unvermittelt über meinen Körper zu trippeln. Ich sah in die Höhe. Im Dunkel der Bibliothek erkannte ich schemenhaft, wie einige der fliegenden Bücher aufgeregt unter der Decke flatterten. Andere hingen, kopfüber wie Fledermäuse, mit hakenhaften Klauen am steinernen Gebälk und wogen sanft in den geisterhaften Luftzügen.
Da hörte ich es. Ein Geräusch, das ich so zuletzt im Keller des Schlosses vernommen hatte. Und davor vor langer Zeit in den Katakomben, als Homunkoloss mich im Schlaf besuchte, und mir so nahe kam, dass ich selbst im Traum seinen büchernen Atem spürte.
Hhhhhhhhhh.
Das Seufzen des Schattenkönigs.
Ich konnte nicht ausmachen, woher es kam. Das klaghafte Geräusch schien mit der gespenstischen Musik des Schlosses zu verschmelzen, es wurde auf dem Luftstrom getragen, umtanzte mich, und ließ mich, obgleich ich in der Zwischenzeit so etwas wie Freundschaft mit seinem Urheber geschlossen hatte, kalt erschaudern. Ich setzte mich auf, und blickte mich um im Halbdunkel des Raums. Flackerndes Kerzenlicht aus dem angrenzenden Gang fiel durch die Eingangstür, und nur mit Mühe und Not konnte ich die achteckig angeordneten Regale ausmachen, mit ihren sanft atmenden Bewohnern.
Hhhhhhhhhh.
Erneut vernahm ich das Seufzen. Es schien näher zu kommen, ohne dass ich hätte sagen können, aus welcher Richtung. Furcht ergriff mich, und niedergeschlagen, wie ich infolge meines Exils und der Schlaflosigkeit war, kam mir ein düsterer Gedanke. Hatte ich wirklich Freundschaft mit dem Schattenkönig geschlossen? War das überhaupt möglich? Oder hatte ich mir das nur eingeredet, um meine Gefangenschaft in seinem dunklen Reich erträglich zu machen? Ich erinnerte mich an meine weniger gesitteten Begegnungen mit ihm, als er sich in Rausch getrunken hatte, als er mich regelrecht gezwungen hatte, sein Schüler zu werden, er mir seine ganze körperliche Überlegenheit demonstriert hatte, seine Wildheit und seine Grausamkeit.
Hhhhhhhhhh.
Wenn er wollte, markierte er den großzügigen Gastgeber und Mentor, der mich geduldig an die Hand nahm und meinen unablässigen Fragen und, zugegeben, mitunter schnippischen Bemerkungen zum Trotz, alles daran setzte, um mich zu einem besseren Dichter zu machen. So, wie es einst Danzelot getan hatte. Doch ja, ich hatte Angst vor ihm, oh meine treuen Freunde. Hinter jeder freundlichen Geste lauerte die Gefahr, der wilde Affe, den ich nach seinem Alkoholexzess einst in seinem Thronsaal erblickte und der mich wie Papier in der Luft zerreißen konnte, wenn ihm danach war. Und woher wusste ich denn, dass mir nicht eben ein solches Schicksal zuteil werden würde, wenn er meiner überdrüssig würde, oder ich seinen Ansprüchen nicht genügte? Ich musste an Hoggno den Henker denken, und erschauderte bei dem Gedanken daran, wie mein kopfloser Körper von den Lebenden Büchern bis aufs Skelett abgenagt als grausige Dekoration in Schloss Schattenhall enden würde.
Hhhhhhhhhh.
Er trat durch die Tür in die Bibliothek, und augenblicklich schwirrte mein Kopf. Seine vielen Namen kamen mir in den Sinn – Schattenkönig, Homunkoloss, Meffias, Existien und wie sie alle lauteten – und ich konnte nicht anders, als ehrfürchtig zu ihm heraufzublicken. Die lebenden Bücher verstummten augenblicklich, und auch ich, halb aufrecht sitzend auf meine Hände gestützt, verharrte. Ich musste schlucken beim Anblick seines kraftvollen, papierenen Körpers, der langsamen Schrittes auf mich zutrat. In seinen leeren Augenhöhlen erkannte ich nun nichts Gönnerhaftes mehr, keinen Funken von dem Leben, das er vor so langer Zeit verloren hatte. Ich war mir nun sicher, dass es aus mit mir war. Mein Geflenne, als er mich aus der Bibliothek des Orms zerrte, war der letzte Tropfen gewesen. Er würde sich meiner entledigen, mich in der Luft zerfetzen und den Lebenden Büchern zum Fraß vorwerfen, um endlich wieder so einsam sein zu können, wie er es schon im Kindesalter erträumt hatte.
Er stand nun dicht vor mir, baute sich zu voller Größe vor mir auf und ich wusste, wie bei meiner Begegnung mit dem Riesen im Keller, dass es keinen Sinn machen würde, wegzulaufen. Also ergab ich mich meinem Schicksal, schloss die Augen und wartete, dass alles vorbei sein würde. Es raschelte laut und bedrohlich, als er sich zu mir hinunterbeugte, wohl um mich aufzuklauben und sein grausiges Werk zu verrichten. Ich spürte seinen heißen, modernen Atem auf meinem Gesicht, so nah, dass mich der Bücherstaub, der seiner Mundöffnung entfuhr, in den Nüstern kitzelte. Vielleicht würde er mich mit seinen papierenen Zähnen zerreißen, oder seinen von Phistomefel Smeik neu geschaffenen Schlund so weit öffnen, wie eine gewaltige Schlange, und mich bei lebendigem Leibe auffressen.
Hhhhhhhhhh.
Ich spürte seine starken Hände an meinem Hals. Also doch Tod durch Enthauptung. Ein grausiges Echo unserer ersten Begegnung in der Behausung von Hoggno. Ein passendes Ende, dachte ich, für ein Buch, das ich nicht mehr schreiben würde.
Hhhhhhhhhh.
Etwas löste sich von meinem Hals, und mich fröstelte am ganzen Körper. Ich spürte einen Druck in meinem Schädel und mir stockte der Atem. War er das, der erlösende Schnitt des Sensenmanns, der mich nun mitnehmen würde in sein kaltes Reich? Irgendwie ein bisschen enttäuschend. Wenn sich Sterben so anfühlte, wurde gemeinhin entschieden zu viel Aufsehen darum gemacht. Wo war das gleißende Licht, die beruhigende Stimme Danzelots, der seine Hand ausstreckt, um mich im besseren Jenseits willkommen zu heißen, um für immerdar mit den Sternen zu dichten? Obwohl ich überzeugt davon war, dass ich, tot wie ich war, sicher gar keine mehr hatte, öffnete ich die Augen.
Mein Umhang, das sah ich aus dem Augenwinkel, war von meinem Körper gefallen und lag im Staub neben mir, was das klamme Gefühl an meinem Hals und die plötzliche Kälte erklärte. Homunkoloss’ gewaltige Hände hielten mein Gesicht fest zwischen sich, was wiederum den Druck in meinem Schädel erklärte. Sein Gesicht war nun so nahe an dem meinen, dass ich all die Papierschnipsel, aus denen er zusammengesetzt war, deutlich erkennen konnte, sowie auch die Winkel und klaffende Lücken zwischen ihnen. Und in diesem Moment hatte ich das Gefühl, meinen Gastgeber, meinen Peiniger und Mentor, zum ersten Mal wirklich zu sehen, in all seiner Trauer, seiner Wut, seiner Verbitterung, und seiner Einsamkeit.
Ich sah in ihm das Kind, das dazu bestimmt war, der größte Dichter aller Zeiten zu werden, das, in all seinem Streben nach Einsamkeit, Phantasiegebäude erschaffen hatte, das es mit Geistern bevölkerte, um nicht allein zu sein – und das Phistomefel Smeik getötet hatte. Und selbst jetzt, in dieser monströsen Form, wuttrunken auf die ganze Welt und mit verfluchtem Kometenwein in seinen Adern pumpend, im Exil dieser grausamen Unwelt, wollte der Schattenkönig nicht allein sein. Er spähte durch die Ritzen in den Fußböden der nichtsahnenden Bewohner von Buchhaim, er stellte Colophonius Regenschein nach, umgab sich mit Weinenden Geistern und Lebenden Büchern – und schließlich fand er mich.
Hhhhhhhhhh.
Erneut erfüllte mich sein antiquarischer Atem, so nah wie nie zuvor, und ich sah, dass er sah, dass ich verstand. Ein sanftes Rascheln ging durch die dreispitzigen Papierkanten, wie ein Windhauch durch ein Grasmeer, Homunkoloss’ schwarze Augenhöhlen schlossen sich, und er lächelte. Ich musste wieder schlucken und dachte fieberhaft darüber nach, was man in so einem Augenblick sagen sollte. Ich setzte an und öffnete den Mund, um ihm zu versichern, dass ich verstand. Dass er, nun, da dieses neue Band zwischen uns gespannt war, nicht mehr allein sein müsse. Dass wir einen Weg finden würden, ihn zurück an die Oberfläche zu bringen, um dort…
Bevor ich auch nur ein Wort hervorbrachte, senkte er sich auf mich herab. Es knisterte und raschelte, und es wurde dunkel, als er mich unter seinem kolossalen Körper begrub. Ein kurzer Moment der Panik überkam mich – er würde mir gleichzeitig jeden Knochen im Leib brechen, mich mit den tausenden von scharfkantigen Papierfetzen filetieren und in Bücherstaub ersticken. Doch nichts dergleichen geschah. Ich spürte wie seine Arme und Beine sich um meinen Körper schlossen und sich gegen mich pressten, Papier und Schuppen, dicht an dicht.
Oh, meine geliebten Freunde, selbst mit dem Fundus aus der Wortschatzkammer der Weinenden Schatten bin ich doch gänzlich außer Stande, das Gefühl zu beschreiben, das ich empfand, als Homunkoloss mich derart umschloss. Doch ich will es zumindest versuchen.
Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr in der Badewanne die Nase und die Augen so fest zukneift, dass es euch in den Ohren rauscht und ihr Sterne hinter euren geschlossenen Lidern tanzen seht? Ihr dann in das viel zu heiße Wasser abtaucht? Dort länger verharrt, als es aus ärztlicher Sicht vielleicht empfehlenswert ist, bis es sich so anfühlt, als hättet ihr euren Körper verlassen, die Hitze in eisige Kälte umschlägt und ihr glaubt, im Weltall zu schweben und Musik von fremden Planeten zu hören?
Jetzt stellt euch außerdem vor, ihr würdet an einem klirrigen Wintermorgen euer Lieblingsbuch lesen, in einem weichen, tiefen Sessel fläzend, mit einer heißen Tasse Tee und einer warmen, duftenden Zimtschnecke neben euch, und auch, wenn ihr das Buch schon zum hundertsten Mal gelesen habt, habt ihr doch Tränen in den Augen, so ergriffen seid ihr, und ihr zieht die große Wolldecke, die eure Oma euch gestrickt hat, trotz der Hitze des knisternden Kamins, noch etwas weiter über euren Körper.
Und nun vereint diese beiden Bilder zu einer einzigen Empfindung. So in etwa fühlte es sich an, als Homunkoloss mich umschloss. Fremd und vertraut. Wohlig und unangenehm. Überwältigend und gemütlich. Heiß und kalt. Ich verkrampfte nur ganz kurz unter seinem Griff, dann gab ich mich ganz der Woge aus Empfindungen hin. Er hielt mich fest, aber er tat mir nicht weh. Seine pergamentene Haut schnitt mir nicht ins Fleisch, sie umschmeichelte meine Schuppen. Sein Gewicht erdrückte mich nicht, es ließ mich schweben in dem Raum, der sein Körper war. Ja, ich schwebte, und zum ersten Mal, seitdem ich in die Katakomben von Buchhaim verschleppt worden war, fühlte ich mich frei.
Vielleicht war es nur ein buchimistisches Parfüm, in dem die Fetzen, aus denen Homunkoloss bestand, getränkt waren. Ein hypnotisches Sekret, das mir hier den Rausch meines Lebens einbrachte und mich morgen mit einem dicken Brummschädel erwachen lassen würde. Vielleicht delirierte ich nach den Wochen, die ich schlaflos in der Bibliothek des Orms verbracht hatte. Doch ich glaube heute noch, oh meine geliebten Freunde, dass ich in diesem Moment, eingehüllt von Homunkoloss’ Papierleib, zum ersten Mal das Orm spürte.
Und dann erwachte ich schweißgebadet in der Bibliothek der Lebenden Bücher. Die Flederbücher hingen leise fiepsend an den Balken über mir. Die Regale raschelten und pulsierten unter dem sanften Atmen ihrer Bewohner. Das Kerzenlicht aus dem Gang waberte sanft durch die Tür und mein Umhang, nun besudelt von stinkendem Saurierschweiß, war noch immer über mich drapiert. Ich setzte mich am ganzen Leibe zitternd auf, warf dabei den klammen Umhang zur Seite – und sah im schummrigen Licht einen Papierfetzen, der dadurch in die Luft geschleudert wurde, und nun langsam trudelnd vor mir niederging. Ich betrachtete ihn ungläubig, bis er geräuschlos auf dem steinernen Boden landete, klaubte ihn mit unsteter Klaue auf und betrachtete ihn im fahlen Kerzenschein. Er war dreieckig, und eine einzige, verblichene Rune war darauf gedruckt.
Ich musste wohl Minuten diesen Fetzen angeglotzt haben, als ob ich ihm so seine Geheimnisse hätte entlocken können. Erst, als ich eines der Lebenden Bücher – eine fette, ledrige Spinnenschwarte – an meinem Bein hochkrabbeln spürte, erwachte ich aus meiner Trance. Ich erschrak, holte weit aus, um sie mit einem Hieb in die andere Ecke des Raumes zu fegen – und ließ die Hand gleich wieder sinken. Ich atmete schwer aus, legte vorsichtig meine Kralle auf den Einband des Lebenden Buches, und strich ihm über die lederne Haut, wie über den Rücken einer Katze. Das schien ihm zu behagen, denn es gab ein wohliges, leises Rascheln von sich, drehte sich mehrmals in meinem Schoß um die eigene Achse, und ließ sich dann, sanft atmend, auf mir nieder. So saß ich nun wach, eine Hand behutsam ruhend auf dem sich sanft heben und senkenden Leib des Lebenden Buches, die andere den Fetzen von Homunkoloss haltend, den ich im Schein der Kerze noch stundenlang lächelnd betrachtete.
