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Auf Leos Schreibtisch

Summary:

Pia wusste genau, was er da tat, weil sie eben genau das Gleiche tat und sie dachte sich ja.

Notes:

(See the end of the work for notes.)

Work Text:

Sie beobachtete irgendwie von außen, wie es passierte. Ganz leicht war er so, dieser Übergang zwischen zwei Kollegen, die ein, zwei Eigenschaften teilten, zu einem Mann und einer Frau, die anfingen herumzualbern, um was ganz anderes zu erreichen. Die Handlung war ganz und gar bedeutungslos.

Sie würde jetzt in den Brunnen steigen, weil es für sie funktionierte, weil sie es spürte unter ihrem Bauchnabel, wie eine kleine Schnur, die spannte und zog und sie anders hinsah, auf seinen Mund genauso wie er auch.

Pia wusste genau, was er da tat, weil sie eben genau das Gleiche tat und sie dachte sich ja.

Adam war nicht irgendjemand, also dachte sie sich okay.

Kurz verschwendete sie einen Gedanken darauf, dass das keine gute Idee war und einen anderen Gedanken darauf, dass sie ihm vielleicht das Herz brechen könnte. Adam war vielleicht nicht irgendwer, aber sie würde ihn gerne öfters so lächeln sehen.

Freund.

Vielleicht konnte man sich in jemanden wie sie verlieben. Kurz dachte sie daran und dann schlossen sich seine Finger um ihre Hand und sie spürte Wärme in sich aufsteigen, trotz der kalten Füße.

Er würde sie nicht verpfeifen. Er hatte eine Schwere hinter den Augen, die sie auch hatte. Ob er darauf baute, dass sie darauf einging, war unklar, ob er lachen und zurückweichen würde, wenn sie ihn versuchte zu küssen auch, oder ob es ihm gleichgültig war, wenn sie heute die Nacht verbrachten.

Also konnte es ja auch egal sein.

Sie konnte ihre Zehen nicht mehr fühlen, und eigentlich konnte sie ihren Job aus ganz anderen Gründen an den Nagel hängen. Da konnte sie auch mit ihrem seltsam schönen Kollegen ficken, küssen zuerst vielleicht, wenn er nicht lachte.

Tat er nicht.

Er legte die Arme um sie.

Sie hatte seine Hände auf ihrem Rücken, schob die Finger weiter um seinen Kopf in die Haare in seinem Nacken.

Er machte ein leises Geräusch und das Band unter ihrem Nabel zog nochmals hart an.

Freund.

Sie zog die Hände zurück an das blasse Gesicht, lehnte sich wieder zurück, als er zu schnell von ihr ablassen wollte, tupfte noch einen Kuss auf seine Unterlippe.

Sie grinsten sich an.

Freund.

Ihre Schuhe machten leise Quatschgeräusche als sie sich auf den Rückweg machten, stumm und ein Lächeln fest auf die Gesichter gemalt. Immer wieder begegneten sich ihre Blicke und sie gaben kleine fröhliche Gluckser von sich.

Sie pulten sich die nassen Socken von den Füßen und standen sich dann zwei Schritte gegenüber in dem dunklen Büro. Adam kippte den Kopf zur Seite und sie zur anderen.

Pia machte den ersten Schritt, streckte die Finger aus, bis sie die Jeansjacke trafen. Sie schob beide Hände darunter und schob sie über seine Arme.

Das Band zog.

"Adam?"

"Hm?"

"Ich will, dass wir Freunde sind."

Er berührte ihr Kinn, zog. Seine Augen lächelten.

"Same", sagte er. Sie fasste seine Hand und stellte sich auf die Zehenspitzen, um ihn zu küssen. Seine Hände rutschten unter ihre Ärmel und ihre Jacke fiel genauso auf den Boden.

Sie schob ihn nach hinten gegen den Schreibtisch und er schob sich darauf, ließ die langen Beine nach vorne schwingen.

"Und jetzt?"

Wieder legte er den Kopf schräg.

Freund.

Ihre Hände glitten über seine Oberschenkel. Sie reckte sich nach einem weiteren Kuss.

"Ich habe nichts bei, aber ich will-"

"Hm-"

Er steckte die Hände in ihre Gesäßtaschen. Wieder gluckste sie.

"Ist 'nen bisschen unbequem hier."

"Ja-"

"Ich steh’ auf Betten."

"Ich auch."

Er küsste ihre Wange, ihren Hals, rutschte vom Schreibtisch, drehte sie herum, schob sie hinauf.

"Ich hab Rücken."

Pia kicherte, lehnte den Kopf gegen seine Schulter.

"Ich kann-"

Er schob die Finger in die Seite ihrer Jeans. Sie hätte gerne. Sie hätte wirklich gerne, aber nicht mit der unverschließbaren Bürotür und auf Leos Schreibtisch.

Sie schüttelte den Kopf. "Nicht hier."

"Wo dann?" Ihr Gesicht wurde heiß.

"Wenn der Fall abgeschlossen ist, okay?"

Adam seufzte und ließ von ihr ab.

"Okay."

"Wir müssen uns halt ein bisschen anstrengen."

Er schmunzelte, nickte.

"Okay."

Er setzte sich neben sie auf die Couch, legte den Arm um ihre Schultern.

"Und was machen wir jetzt?"

Freund.

"Den Fall lösen."

"Wie langweilig."

Sie zwickte ihm in die Seite.

Freund.

Notes:

i hope they fuck on screen just to piss people off

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