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Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2025-03-17
Words:
526
Chapters:
1/1
Comments:
2
Kudos:
7
Bookmarks:
1
Hits:
118

Ein stiller Moment der Liebe

Summary:

Alec und Magnus verbringen einen ruhigen, intimen Moment in einer lauen Sommernacht auf dem Balkon.

Notes:

Diese kurze Geschichte ist von einem Tweet von Asta inspiriert.

Ich denke, dass ein einfacher, ruhiger Moment zwischen Magnus und Alec genauso mahisch sein kann wie alles andere.

Ich schrieb die Idee letzte Nacht nieder, nachdem ich meine Kinder ins Bett gebracht hatte, und fand ein wenig Ruhe in der Stille - manchmal ist das alles, was ich brauche, um mich zu entspannen.

Work Text:

Der sanfte Schein der Lichter von Brooklyn tauchte Magnus Balkon in ein warmes, fast unwirkliches goldenes Licht. Es war eine dieser seltenen Sommernächte, in denen die Hitze des Tages noch immer in der Luft lag und die Stadt in ein träges, pulsierendes Leben hüllte.

Alec saß auf der gepolsterten Sitzbank, die Beine lässig übereinander geschlagen. In der Hand hielt er ein halbvolles Glas Rotwein, das Magnus mit einer beiläufigen Handbewegung aus dem Nichts hatte erscheinen lassen. Doch der Wein war längst vergessen. Alecs Blick verlor sich in den schimmernden Lichtern der Stadt, während die gedämpften Geräusche des nächtlichen Treibens wie ein fernes Echo an sein Ohr drangen.

Neben ihm saß Magnus. Er hatte einen Arm lässig auf der Rückenlehne der Bank ausgestreckt. Die Wärme seines Körpers strahlte durch den dünnen Stoff von Alecs schwarzem T-Shirt und schuf eine Nähe, die ihn zugleich beruhigte und ergriff.

Schweigend saßen sie auf der Bank und genossen den gemeinsamen Abend. Es herrschte eine Stille zwischen ihnen,  die neu war und doch vertraut. Früher war sie voller angespannter Blicke gewesen, sowie der ständigen Angst, zu viel zu offenbaren. Doch jetzt war sie von einer Intimität erfüllt, die keiner von ihnen in Worte fassen konnte – und auch nicht musste. 

Magnus bewegte sich leicht und Alecs Augen huschten zu ihm. Ihre Blicke trafen sich und Alec stockte der Atem. Da war etwas in Magnus Blick - weich, wissend und mit einer Tiefe von Gefühlen erfüllt, die Alec noch immer nicht so recht verstehen konnte. Diese Gefühle, so neu sie für ihn waren, sorgten dafür, dass sein Herz vor Aufregung schneller pochte, wann immer er an Magnus dachte oder ihn sah. Doch besonders schnell schlug es in solchen Momenten wie diesen. Wenn sie alleine waren und ihre Mauern vollständig fallen lassen konnten. Wenn sie die Welt da draußen, mit all ihren politischen Intrigen und der Last ihrer Verpflichtungen für einen Moment vergessen konnten.

Ohne nachzudenken streckte Alec seine Hand aus und fand Magnus Hand auf der Bank. Magnus Finger verschränkten sich  mit seinen, eine subtile, aber absichtliche Geste, die Alec einen Schauer über den Rücken jagte.

Magnus lächelte – ein leises, wissendes Lächeln, das Alec mehr bedeutete, als Worte es je könnten. Es war ein Versprechen, ein stilles Bekenntnis, das Alec zugleich erschreckte und tief in seiner Seele berührte. Er war es nicht gewohnt, so gesehen zu werden, so ... akzeptiert. Doch bei Magnus fühlte es sich richtig an. Vertraut. Fast schicksalhaft.

Magnus beugte sich vor, seine Nase strich sanft über Alecs Schläfe, bevor er dort einen Kuss hinterließ, warm und voller Zärtlichkeit. Alec schloss die Augen und lehnte sich in die Berührung, ließ sich von der Sanftheit dieses Moments forttragen.

Dies war keine neue Verbindung zwischen ihnen. Sie hatte irgendwie schon immer existiert, verborgen unter Schichten von Angst, Unsicherheit und Pflichtgefühlen. Seit dem Moment, als sie sich nach einem Kampf das erste Mal begegnet waren. Doch jetzt, in der Stille der Nacht, während die Stadt unter ihnen verblasste, fühlte sich diese Verbindung endlich greifbar an.

Echt und voller Zuneigung.

Und keiner von ihnen verspürte das Bedürfnis, diese Stille, welche die Verbindung zwischen ihnen trug, zu brechen. Denn  sie wussten auch ohne Worte, was sie füreinander empfanden.