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Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2025-04-27
Words:
1,281
Chapters:
1/1
Comments:
4
Kudos:
5
Hits:
26

Das Herzklopfen der Nacht

Summary:

Es ist nach "Finsternis" und Paul fährt Anna nach Hause

Notes:

ääh joa ich schon wieder hehe. hab das im Februar angefangen, als ich die Folge nochmal geguckt hatte und war am Ende so: Gott Anna sieht so fertig aus (verständlich) und wo ist eigentlich Brix hin und dann dachte ich ich will noch eine Szene ihr seid doch blöd zu mir. und dann hab ich so outline mäßig was geschrieben für später und dann joa keine ahnung. letzten Dienstag auf Arbeit drüber nachgedacht und es fertig geschrieben und dann 4 Tage nach nem Titel gesucht (man kennt's)
Es passiert: gar nix. aber ich liebs und deswegen is es jetzt hier. gern geschehen

(See the end of the work for more notes.)

Work Text:

Anna sitzt auf der Bank vor dem Haus, starrt in die Nacht. Fühlt sich auf einmal viel zu müde um noch irgendwas zu tun. Würde gern einfach jetzt schlafen. Aber hier geht das nicht. Und Brix ist ihr irgendwo abhanden gekommen. Wahrscheinlich bei den Sanitätern sichergehen, dass alles klar ist.

Sie lehnt ihren Rücken an die Bank, lässt ihren Kopf an der Hauswand nieder und schließt ihre Augen.

Scheiß Tag.


Wie lange sie da sitzt, weiß sie nicht, aber irgendwann setzt sich Brix neben sie. Dass er das ist, weiß sie auch ohne ihre Augen zu öffnen.

„Wie geht's Ihnen?“, fragt er, seine Stimme voll Besorgnis, und sie kann nur ihre Schultern zucken. Erschöpft umfasst das nicht ganz.

Mit was auch immer Gombrecht sie betäubt hat, scheint noch immer nachzuklingen. Vielleicht sollte sie sich darüber Sorgen machen. Aber dazu ist sie viel zu müde.

„Weiß ich noch nicht“, antwortet sie leise seufzend und wenn die Bank ein ticken bequemer wäre, würde sie hier wohl einfach einschlafen können. Vielleicht ganz gut, dass dem nicht so ist.


„Ich glaub das gehört Ihnen.“

Jetzt muss sie doch die Augen öffnen. Anna blinzelt und hebt ihren Kopf von der Hauswand. Wendet sich Brix zu, der sie entschuldigend anschaut, und schaut dann auf seine Hand, in der ihr Handy liegt.

Die Kratzer an den Seiten würden sie wahrscheinlich gar nicht so sehr stören. Das zerstörte Display allerdings schon. Der Versuch es anzuschalten scheitert kläglich und auch wenn sie hofft, dass nur der Akku leer ist, ist ihr eigentlich klar, dass sie sich wohl ein neues zulegen darf.

Sie lehnt ihren Kopf wieder an die Hauswand, starrt in den dunklen Nachthimmel und versucht durchzuatmen.

Eine tröstende Wärme geht von Brix aus, als er eine Hand auf ihren Arm legt, und Anna lässt ihren Kopf auf seine Schulter gleiten. Schließt ihre Augen wieder.

Immer noch ein scheiß Tag.



„Ich fahr Sie Heim.“ Pauls Stimme durchbricht die Stille nach einer ganzen Weile, während er seine Schulter sanft bewegt bis sie ihren Kopf hebt.

„Hmm mein Auto steht noch vor dem Haus.“

„Da fahr ich Sie morgen hin.“

Er lässt keine Widerrede zu, als er sich von der Bank erhebt, seine Hand noch immer um ihren Arm gelegt. Hier weiter sitzen ist sowieso keine Option. Dafür ist es jetzt doch zu ungemütlich. Die Kälte der Nacht sickert langsam von der Bank durch Annas Jacke, lässt sie frösteln, ohne die Wärme, die Brix neben ihr abstrahlt.





Paul folgt Janneke in ihre Wohnung, nachdem er sich geweigert hat sie einfach nur aus seinem Auto aussteigen zu lassen. Dazu wirkt sie viel zu fertig. Körperlich und mental. Und wenn er nicht sichergeht, dass sie wohlbehalten in ihrer Wohnung ankommt, wird er heute kein Auge mehr zu tun.

In ihrem Flur bleibt er stehen. Etwas unschlüssig, während sie wortlos in ihr Schlafzimmer verschwindet.

Als sie mit einer Garnitur Bettzeug zurück kommt, die sie ihm genauso wortlos in die Hand drückt, bevor sie ihn ins Wohnzimmer zur Couch schiebt, muss er vor Erleichterung fast lachen. Wenn er hier bleiben kann, kann er ja vielleicht wirklich schlafen.

„Wenn Sie mich morgen sowieso hier einsammeln, können Sie auch hier bleiben.“ Sie lächelt ihn an, sieht aus als würde sie sich gleich an seine Schulter lehnen wollen. Tut sie aber nicht. Sie blinzelt mehrmals, wünscht ihm eine gute Nacht und verschwindet.



Er sitzt auf Annas Couch. Ihr Fernseher läuft, in einer Lautstärke bei der er gerade so etwas verstehen kann, die sie aber hoffentlich nicht stört.

An normalen Tagen wäre er jetzt doch dabei einzuschlafen, aber immer wenn er die Augen schließt, sieht er Anna auf dem Boden von Gombrechts Haus. So leblos, dass ihm fast das Herz stehen geblieben ist.

Er seufzt. Das wird morgen auch wieder ein richtig entspannter Arbeitstag, wenn das so weiter geht.

Müde reibt er sich über seine Augen. Vielleicht sollte er den Fernseher doch wieder ausmachen. Auch wenn, die Vorstellung dann im Dunkeln an die Zimmerdecke zu starren, und seinen Gedanken nachzuhängen, nicht sehr einladend ist.





Anna weiß nicht wie lange sie jetzt schon ihre Zimmerdecke angestarrt hat. Oder wahlweise ihren Kleiderschrank, in dem Versuch eine andere Schlafposition zu finden. Das Ticken der Wanduhr wird gefühlt mit jeder Minute lauter. Die Müdigkeit ist immer noch genauso präsent wie vorhin auf der Bank, aber sobald sie ihre Augen schließt, versucht sich zu entspannen, muss sie daran denken, was Gombrecht als letztes zu ihr gesagt hat. Wie viel Glück sie heute schon wieder hatte.

Mit einem Seufzen schwingt sie ihre Beine über die Bettkante und erhebt sich. Vielleicht hilft es ja, wenn sie sich noch 'nen Tee macht.

Als sie die Tür öffnet und das Licht durch die Wohnzimmertür sieht, ist sie fast erleichtert. Zu zweit nicht schlafen können klingt sehr viel besser als allein nicht schlafen zu können. Vielleicht freut Brix sich auch über eine Tasse Tee.

Sie betritt das Wohnzimmer, kann genau sehen, wann Brix sie bemerkt, als er seinen Kopf in ihre Richtung dreht, sie mit einem müden Lächeln begrüßt.

Seine Hand greift zur Fernbedienung, als sie sich neben ihn auf die Couch setzt. „Lass an“, winkt sie ab. „Ich hab eh nicht schlafen können.“

Mit einem Gähnen hebt sie ihre Beine auf die Couch, legt ihren Kopf auf Pauls Schulter ab, hat den Tee schon wieder vollkommen vergessen.

Das hat sich auch vorhin auf der Bank gut angefühlt. Nur ist es hier gemütlicher. Und wärmer. Hier könnte sie jetzt wahrscheinlich wirklich einschlafen.





Das Gewicht von Jannekes Kopf an seiner Schulter hat was beruhigendes, und an sich könnte er auch die ganze Nacht so verbringen. Leider ist seine Position auf der Couch alles andere als angenehm, und in seinem Versuch sich irgendwie aufzurichten, um morgen nicht komplett verkrampft durch den Tag zu gehen, schreckt er sie doch wieder hoch.

„Entschuldige“, hört er sie mit leiser Stimme sagen, während sie ihren Kopf auf die Couchlehne schiebt, sein Arm sich auf einmal viel zu leer anfühlt.

„Alles gut“, erwidert er genauso leise, hofft vielleicht ein kleines bisschen, dass sie doch wieder näher rückt. Tut sie aber nicht.

Sie schaut ihn nur von der Seite an, ihre Hände zwischen ihre Knie geklemmt, und er kann sich nicht verkneifen ihr eine Strähne aus dem Gesicht zu streichen. Ein Lächeln umspielt ihre Lippen, als sie die Augen schließt.

Nur um sie mit einem frustrierten Seufzer gleich wieder zu öffnen.

Was sie gesehen hat muss er nicht fragen, wird wahrscheinlich ähnlich zu dem sein, was er sieht, wenn er seine Augen schließt.

Ohne noch weiter nachzudenken steht Paul von der Couch auf. Das Wohnzimmer wird in komplette Dunkelheit gehüllt, als er den Fernseher ausmacht. Für ein paar Augenblicke muss er stehen bleiben, bis seine Augen sich daran gewöhnt haben, und er wieder Umrisse sehen kann.

„Komm mit“, flüstert er bestimmt. Seine Stimme klingt viel zu laut in der Stille.

Anna hebt ihren Kopf von der Couchlehne, schaut ihn stirnrunzelnd an, während er sein Kissen und die Decke einsammelt. Bis sie mit einem Schulterzucken akzeptiert, was sein Plan ist, und sich von der Couch erhebt.



Er folgt ihr in ihr Schlafzimmer, lässt sein Kissen auf die leere Betthälfte fallen — Naja eher das leere Bettviertel, wenn er großzügig ist —, während Anna sich unter ihre Decke kuschelt, ihr Kissen leicht zur Seite schiebt, um ihm doch etwas mehr Platz zu schaffen.

In der Dunkelheit rutscht sie näher zu ihm, als er sich neben sie niederlässt. Mit einem „Danke“ legt sie ihren Kopf auf seine Schulter.

„Kein Thema“, erwidert er, während seine Augen doch endlich zufallen, ohne dass sich Schreckensszenarien dahinter auftun.

Eine angenehme Wärme breitet sich von dort, wo ihr Kopf ruht, in seiner Brust aus und vielleicht können sie auch beim Du bleiben. Wenn er fragt. Morgen oder so.

Notes:

nein, er fragt sie Morgen nicht. er wartet trotzdem noch das halbe Jahr bis Leben Tod Ekstase.