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Wenn Sterne ein Lied singen könnten

Summary:

Elwyn steht auf dem Balkon und fragt sich...

Notes:

Ich habe diesen kleinen OneShote um 2 uhr Morgens für meine Freundin Kim und ihre Lavellan geschrieben. Ich wurde von einem ihrer Zeichnungen und Grets wunderbaren Worten inspiriert. Die Tragödien Liebhaberin mag es eben traurige Arbeiten zu erstellen

Dies ist Theoretisch das Original zum englischen Werk: "If stars could sing a song"

Work Text:

Wenn Sterne ein Lied singen könnten, welches wäre es? Wenn Sterne eine Geschichte erzählen könnten, welche würden sie wählen und voller Herzblut zum besten bringen? Würden sie über Hoffnung erzählen? Singen, wie das Gute siegt? Darüber lachen wie alles anfing? Würden sie weinen? Würden sie ihr letztes Licht im schwindelnden Fall ihrer der Dramaturgie opfern?

„Wird es nicht langsam etwas zu kühl?“,die vertraute Stimme des Elfs rang an ihr Ohr, wie das Gefühl des letzten Warmen Windes im Herbst, der mit einem Klang voller Leben zwischen den verwelkenden Blättern tänzelt, mit der letzten Erinnerung der Wärme gegen die kommende Kälte.
Elwyns lächeln bildete sich wie von selbst auf ihren Lippen. Gar von der Vertrautheit in bekannte bahnen gezogen. Ihre Augen, weiterhin zum Himmel gerichtet und nicht wagend sich abzuwenden. Jeglich die Decke zog sie näher an sich, als wolle sie verhindern das die Kälte der Mitternacht sie ergreifen konnte.

„Ich bin ziemlich gut vorbereitet gegen die Kälte, findest du nicht?“,ihre Antwort brachte sie dennoch nicht dazu sich umzuwenden, dennoch verhallte ein gewisser herausfordernder Schalk in ihrer Stimme, der noch dazu ihre vorherige Bewegung fast schon demonstrativ unterstrich. Es war nicht so das Solas sie nicht kannte oder gar ihre Intentionen nicht erkannte. Es war ein ewiges Spiel das sie spielten. Wer würde nach geben. Wer würde den anderen zu erst berühren? Wer würde zuerst aufgeben?

„Eine Decke allein wird dir auch nicht auf Dauer helfen.“

„Du kannst auch gern näher kommen“,Ihre Stimme glich einem amüsierten Summen einem all vertrauten Lied.

„Ich kann den Ausblick von hier viel besser genießen.“

„Der Ausblick auf die Berge oder meine Berge?“,ihre Mundwinkel hoben sich so natürlich, wie sie es sollten und auch taten.
Ein Räuspern von Solas.
Die Luft spielte deutlich ein vergnügtes Spiel in seinen Lungen und verrieten, dass er um Worte rang.
Sie konnte es sich gar ausmalen wie seine Wangen und die spitze seiner Ohren die Farben der Morgenröte stahlen und fast schon, zusammen mit seinem Augen, dem Morgenhimmel glichen, als wäre er selbst aus ihm geformt worden.

„Der Mond ist bereits zwischen den Bergen zu sehen. Die Nacht ist schon weit fortgeschritten und du brauchst ruhe“, er klang ungewöhnlich besorgt. Etwas was ihr Sorgen bereiten sollte, es aber nicht in voller Gänze tat. Wie ein Stich im Hinterkopf- oder mehr zwischen ihren Schulterblättern, eine Erinnerung zu weit fort gedrängt um gehört zu werden. Etwas... was sie tun wollte es aber nicht sollte.

Der Nordwind sammelte all seine Kraft und schob sich mit letzter Erhabenheit, zerrende über die frostige Landschaft, und ebenso über den Balkon. Die Kälte drang durch ihre Decke in ihre Haut und grub sich fast schon wie kleine Dornen in Elwyn hinein. Trotz dessen war ein warmer Hauch über ihr. Als wären Solas Hände schwebend über ihre Schultern. Zögernd? Abwartend? Würde er aufgeben? Nachgeben?
Der Wunsch sich einfach nach hinten zu lehnen und vielleicht doch den Sehnen nach seiner Wärme nach zugeben. War es ein Sehnen? Oder mehr ein Verlangen? Es überrollte sie fast schon wie eine Welle, ein Wunsch sich einfach nach hinten in seine Arme zu begeben. Aber sie konnte ihm nicht gewinnen lassen. So einfach nicht.

„Du kannst nicht gewinnen Vhenan“, seine Worte waren nur ein heißes Flüstern. Der Atem der fast schon zärtlich über die Spitze ihres Ohrs streifte. Aber sie ließ sich nicht so einfach bezwingen. Seufzend lehnte sie sich vor, an die Reling.

„So einfach gebe ich nicht auf. Niemals. Das müsstest du doch langsam wissen“, entgegnete sie locker. Aber ihre Lockerheit war so transzendent wie der Flügelschlag einer Libelle. Kurzweilig und fort, bevor man ihn überhaupt nur erfassen konnte.
Sie nahm das leise Geräusch war, das nur Lippen erzeugen konnten, wenn diese wagten sich zu öffnen - doch kaum einen Moment länger wurde der versuch zu sprechen von einem Klopfen unterbrochen.
Fast schon erschrocken drehte sie sich um und genauso süß und nah Solas gewesen sein mochte, so zerbrochen und kalt war die Erkenntnis, dass sie jeglich in einem Traum geschwebt hatte. Eine Erinnerung die sich in einem Wunsch gepaart hatte, verzweifelt im versuch, eine Hoffnung zu erleben.

Das verbliebene Kerzenlicht brachte kaum Helligkeit in den Raum. Der sonstige Glanz ihrer, der sich sonst in ihren fast schon Sonnengleichen Haar verfing, flackerte kaum auf. Ihre Schritte waren schon gar harsch gegen den Holzboden als sie einfach nur den späten Eindringling abwimmeln wollte.

Die letzte Sorge Cassandras gestillt, Ja sie würde zu Bett gehen, brachte ihr Ruhe und eine gar schon verbitterte schwärze in ihrem viel zu großen Raum. Die letzte Kerze, mit dem viel zu kalten Licht, wurde gelöscht. Und doch trat sie einen letzten Gang hinaus auf den Balkon.

Sterne. Worüber würdet ihr singen? Welche Symphonie würdet ihr erklingen lassen? Würdet ihr Tränen vergießen über törichte Hoffnungen und der verzweifelten Suche, zurück wohin einen das Herz tragen möchte? Oder würdet ihr in der heillosen Komödie voller lachen versinken und vom Himmel fallen?