Actions

Work Header

Rating:
Archive Warning:
Category:
Fandom:
Relationship:
Characters:
Additional Tags:
Language:
Deutsch
Series:
Part 2 of Flufftober 2025
Collections:
Flufftober 2025
Stats:
Published:
2025-11-02
Words:
637
Chapters:
1/1
Comments:
3
Kudos:
20
Hits:
121

Wotan Sitting

Summary:

Boerne muss überraschend auf Wotan aufpassen, er ist aber etwas überfordert und holt Thiel dazu.

Notes:

Flufftober, day 2, Prompt: Pet Sitting

Work Text:

"Thiel, ich brauche Ihre Hilfe!" schallte die Stimme des Professors durch den Flur. Die Nachbarn freuten sich bestimmt schon wieder sehr über die Lautstärke. Thiel seufzte und drückte sich vom Sofa hoch. Dann würde er doch mal gucken, was der Herr Professor wollte. Er öffnete die Tür und begann bei dem Anblick, der sich ihm bot, augenblicklich zu lachen. Boerne klammerte sich verzweifelt an eine Hundeleine, an deren Ende Wotan hing, der mit aller Kraft zur Haustür zerrte. Boerne stolperte fast über seine eigenen Füße, während er versuchte, den riesigen Hund festzuhalten.

"Ja, ja, lachen Sie nur", sagte Boerne, er klang leicht genervt. "Der verdammte Hund will nicht hören, keine Ahnung, wie Alberich das immer hinbekommt."

"Was macht er überhaupt hier?" fragte Thiel interessiert und lehnte sich mit verschränkten Armen gegen den Türrahmen.

"Alberich…" er wurde unterbrochen, als Wotan noch vorne sprang und Boerne ihm beinahe hinterher fiel. Thiel machte einen Schritt nach vorne, bereit Boerne aufzufangen, aber er fing sich selbst wieder. "Alberich hat einen familiären Notfall und ich muss auf den Hund aufpassen, bis sie wieder da ist", erklärte er endlich.

"Und was soll ich jetzt machen?" wollte Thiel wissen.

"Können Sie mitkommen und mir dabei helfen, das Biest zu bändigen?" fragte Boerne und klang etwas verzweifelt. Thiel hatte auch so gar keine Ahnung von Hunden, er wollte auch eigemtlich wirklich nicht raus, aber Boerne sah ihn mit großen, flehenden Augen an.

"Ich zieh mir ne Hose an", sagte er und verschwand in seiner Wohnung. Er ließ die Wohnungstür offen und hörte draußen, wie Boerne versuchte, beruhigend auf Wotan einzureden. Das konnte ja was werden.

Der Hund wurde schließlich gemeinschaftlich auf den Rücksitz von Boernes Auto verfrachtet. Boerne war nicht glücklich darüber, die Pfoten würden ihm noch das Leder kaputt machen, aber sie konnten den Hund schließlich nicht in den winzigen und komplett geschlossenen Kofferraum sperren, das sah er dann auch ein.

Sie fuhren zum Aasee und Wotan schien begeistert davon. Er rannte herum und zog an der Leine und Thiel fragte sich auch, wie Frau Haller es schaffte, den riesigen Hund, der fast genau so groß war wie sie, zu bändigen. Sie wechselten sich ab mit der Leine und es endete doch immer wieder damit, dass sie dem Hund hinterher rennen mussten.

Als sie nach zwei Stunden wieder am Auto ankamen waren sie beide total erschöpft. Wotan wollte dagegen noch nicht wieder ins Auto und so mussten sie ihn gemeinschaftlich hinein heben. Erschöpft ließ Thiel sich auf den Beifahrersitz fallen.

"Dafür hab ich aber was gut bei Ihnen", sagte er schließlich.

"Hmm", machte Boerne und startete das Auto.

Boerne lud Thiel noch auf einen Kaffee ein, wohl als Dankeschön, sagte er. Vermutlich versuchte er so, sich schon mal aus der Schuld zu befreien. Thiel folgte ihm trotzdem und ließ sich auf Boernes Couch fallen. Boerne kam bald mit zwei Tassen Kaffee aus der Küche und setzte sich zu Thiel. Der Kaffee würde vermutlich nicht viel gegen die Erschöpfung tun, aber man konnte es ja zumindest versuchen.

Sie rutschten beide immer tiefer ins Sofa und irgendwann stellte Thiel fest, dass sie auch immer mehr zur Seite gerutscht waren und ihre Schultern sich nun berührten. Und dann fiel Boernes Kopf auf Thiels Schulter. Und dann war es eigentlich auch egal und Thiel ließ seinen Kopf gegen Boernes Kopf fallen. Sie drifteten weg, der Kaffee hatte ganz offensichtlich wirklich nicht geholfen. Als Thiel aufwachte, lag er halb auf der Seite, halb auf dem Rücken und Boerne halb auf, halb gegen ihn. Bequem war es eigentlich nicht, aber er wollte auch nicht, dass das aufhörte. Also legte er einen Arm um Boerne, seine Hand auf Boernes Brust und schloss die Augen nochmal.

Irgendwann würde er vielleicht sogar mit Boerne reden. Boerne bewegte sich, drückte sich näher an Thiel und im nächsten Moment lag Boernes Hand auf Thiels Hand.

Series this work belongs to: