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Squid Pro Quo

Summary:

In the daytime, he's Percy Jackson. Just a normal boy with a normal life. But there's something about him that no one knows yet. 'Cause he has a secret... (he loves eating seafood).

Notes:

Auch wenn der Referatsstress mich ergriffen hat, habe ich trotzdem versucht jeden Tag ein bisschen an dieser fanfic zu arbeiten, damit du auch an deinem Geburtstag selbst schon ein kleines Geschenk von mir enjoyen kannst. I hope you like this, I certainly had fun writing it.

Happy Birthday, Pookie <3

Und many thanks an LittleMissImperator for helping me come up with some of these shitty (hehe) ideas <3
(I promise there is no Coprophilia in this)

Work Text:

Weit draußen im Meere ist das Wasser so blau, wie die Blätter der schönsten Kornblume, und so klar, wie das reinste Glas. Aber es ist sehr tief, tiefer, als irgend ein Ankertau reicht; viele Kirchtürme müssten aufeinander gestellt werden, um vom Boden bis über das Wasser zu reichen. Dort unten wohnt das Meervolk.

Und seit Mai, wohnte dort auch Percy Jackson. Er lebte in einer kleinen Stadt, die das Meervolk zärtlich als „Schlüpferlein“ bezeichnete, aber ihr eigentlicher Name war Bikini Bottom. Bunte Gebäude schmückten die Straßen der Stadt, die ersten Weihnachtsdekorationen zierten bereits die Dächer; denn auch in Bikini Bottom feierte man Weihnachten.

Und so brannte auch ein kleines Lichtlein, das aussah wie eine Zuckerstange, im Garten der sonst finsteren Schneckenstraße 24. Zuckerstangen, so musste Percy auf harte Weise feststellen, waren nicht allzu bekannt unter den Bewohnern des Meeres. Vielleicht weil sie sich im Wasser auflösten. Die anderen Nachbarhäuser waren allerdings unbestückt, da sie von Arbeitslosen und Weihnachtsmuffeln bewohnt waren.

Percy Jackson war an diesem Montag, dem 17. November, zu Hause geblieben, um ein verlängertes Wochenende zu genießen und saß soeben vor seinem Fernseher. Es war bereits dunkel draußen und sein Partner -ja, er hatte einen Partner- war noch nicht von seiner Arbeit zurückgekehrt. Langsam, quälend langsam, rollte sich Percy von dem kleinen Algensessel, den er liebevoll restauriert und in ihr gemeinsames Heim aufgenommen hatte. Die Alge hatte er nämlich gefunden als er noch über dem Meeresspiegel gewohnt hatte, im Mülleimer eines Sushi-Restaurants.

Er griff nach dem Strandy und wählte die Nummer der Krossen Krabbe. Percys Blick schweifte aus dem Fenster während das Muscheltelefon die Leitung öffnete. Wenn jemand ihm sagen konnte wie lange Spongebob noch in der Arbeit war, dann doch wohl ein Mitarbeiter der Krossen Krabbe. Eine einsame Qualle schwebte am Fenster vorbei, bevor sie sich auf das kleine, leuchtende Zuckerstängchen setzte. „Hallo?“, erklang nun eine Stimme aus dem Hörer.

„Hallo?“, fragte Percy zurück. „Spreche ich mit der Krossen Krabbe?“ Sofort antwortete die Person am anderen Ende der Leitung,“Nein, hier ist Patrick.“ Nur einen kurzen Moment später hörte Percy ein Piepen, das ihm signalisierte, dass die andere Person aufgelegt hatte.

Nun gut, dann konnten ihm die anderen Mitarbeiter der Krossen Krabbe wohl nicht sagen, wann Spongebob endlich nach Hause kommen würde. Ein lautes Grummeln, das dem Gebrüll eines Minotauren gleichte, entsprang aus Percys Bauch. Er war hungrig, keine Frage. Und so wählte Percy eine Nummer, die er niemals geglaubt hatte jemals wählen zu müssen: Die Nummer des Abfalleimers.

„Hallo?“, kam ihm Patricks Stimme aus dem Hörer entgegen. „Was?“, fragte Percy erstaunt,“ Ist das hier schon die Nummer des Abfalleimers?“
Nach einer kurzen Stille, konnte er Patricks leise Stimme frustriert fragen hören,“ Was stimmt mit den Leuten heute nicht?“ Percy vernahm ein entsetztes Seufzen. „Nein, hier ist Patrick!“, brüllte ihm Patricks Stimme wutentbrannt ins Ohr. Dann ein Piepen, dann Stille. Dann Hunger. Percys Magen knurrte erneut.

Glücklicherweise hatte ein anderes Restaurant erst letzte Woche in Bikini Bottom seine Neueröffnung gefeiert. Jetzt hatten die 50.000 Bewohner der Stadt endlich mehr als zwei Restaurants, die ihnen Essen zubereiteten.
Die kleine Qualle, die sich auf der Zuckerstange abgesetzt hatte, schwebte fröhlich davon, in das Dunkel der Nacht. In diesem Moment, als er die Qualle wegschwimmen sah, musste sich Percy eingestehen, dass er es wirklich vermisste Meeresfrüchte zu essen. Doch Spongebob würde ihn niemals auch nur in die Nähe von Meeresfrüchten lassen, da er diese als seine Freunde bezeichnete.

Doch das neue Restaurant, eine Pizzeria, wurde von Menschen geleitet, die nicht davor scheuten den Meeresbewohnern ihre eigenen Kinder zu servieren. Fest schlossen sich seine Finger um das Telefon. So brutal es auch klingen mag, Percy hatte Lust auf Meeresfrüchte. Und wann würde er jemals wieder die Gelegenheit haben solche zu essen? Doch nur wenn Spongebob eine Spätschicht einlegte. So wie heute.

Fast wie von selbst, wählten seine Finger die Nummer der neuen Pizzeria, die Percy natürlich auswendig wusste, da er ein fotografisches Gedächtnis hatte und sie ein einziges Mal auf einem nassen, fast komplett aufgelösten Pappaufsteller gesehen hatte. Die halten nicht lang unter Wasser.

„Hallo, hier ist Marinette von Freddy Fazbear’s Pizza, wie darf ich Ihnen heute behilflich sein?“, ertönte eine hohe, weibliche Stimme -wohl die eines Mädchens- aus dem Telefon. Percy räusperte sich. Was würde passieren, wenn Spongebob doch schon bald nach Hause kam und er die Pizza sehen würde? „Hallo?“, fragte das Mädchen erneut. Trotz seines immer trockener werdenden Mundes, zwang Percy sich zu einer Antwort. „Ja, hallo. Ich würde gerne eine Pizza bestellen.“

„Wissen Sie denn schon auf was für eine Pizza Sie Lust haben?“ Irgendwie war Percy froh, dass nicht schon wieder Patrick am Telefon war, auch wenn er das vor Spongebob niemals zugeben würde. „Äh, ja“, gab er kleinlaut zurück,“ Ich hätte gern eine Pizza mit Meeresfrüchten.“ Seine Stimme war kaum lauter als ein Flüstern, da er irgendwie doch Angst hatte, dass Spongebob ihn irgendwie hören konnte.

„Das ist eine hervorragende Entscheidung. Mit oder ohne Lieferservice auf der Pizza?“

„Was?“

„Mit oder ohne Lieferservice?“

„Mit?“

Percys Herz klopfte wie wild. Er konnte es kaum glauben, dass er sich gerade eben eine Pizza bestellt hatte. Eine Pizza mit Meeresfrüchten. Bei einem Restaurant, das mit dem seines allerliebsten Schwammes konkurrierte. Percy fühlte sich schmutzig, was keinen Sinn machte, da er unter Wasser war. Seit er hierhergezogen war, hatte er sich kein einziges Mal geduscht. Es hatte sich ja auch niemand beschwert, dass er müffeln würde. Aber dafür hatte er keinerlei Kontakt zu seinen alten Freunden mehr, da er sie weder mit Briefen noch mit dem Handy erreichen konnte. Es hatte eben seine Vor- und Nachteile im Meer zu leben.

„Perfekt. Dann bräuchte ich nur noch ihre Adresse.“

„Das wäre die Schneckenstraße 24“, antwortete Percy schnell. Fast schon zu schnell. „Die Ananas mit der Zuckerstange im Garten.“ Er hoffte einfach, dass sich dieser Lieferservice beeilen würde.

„Alles klar, Ananas mit Zuckerstange im Garten. Ihre Pizza sollte in etwa zwanzig Minuten bei Ihnen sein.“ Ehe Percy dem Mädchen noch einen schönen Abend wünschen konnte, hatte dieses bereits aufgelegt. Was für ein Patrick move. Mit einem Seufzen, legte Percy das Muscheltelefon wieder auf seine Ladestation. Wie diese funktionierte, wusste er selber nicht so genau.

Nach etwa zwanzig Minuten, zwanzig qualvollen Minuten, klingelte es an der Haustür. Percy sprang auf, schneller als ein Blitz, und sauste die Treppen hinunter. Die Tür öffnete sich wie von selbst ehe er vor ihr stand. Draußen, in der Dunkelheit, stand eine riesige Königskrabbe, auf der ein Reiter thronte.
„Schneckenstraße 24?“, fragte der Mann, der Percy seltsamerweise bekannt vorkam. Auch die Stimme meinte er schon einmal gehört zu haben. Das konnte doch niemand anderes sein als-

„Onkel Zhongli?“, entgegnete Percy verdutzt. „Was machst du denn hier?“ Mit einem herzhaften lachen, schwang sich Zhongli von dem gigantischen Tier und ließ dessen Zügel los. „Das selbe wie du, Percy“, antwortete ihm sein Onkel. Zhongli drückte ihm die warme Pizzaschachtel in die Hand. „Vorsicht, die ist schwer.“

Kaum hatte Percy die „Pizzaschachtel“ an sich genommen, wurde er von dieser zu Boden gedrückt. Diese „Pizzaschachtel“ bestand nämlich aus Obsidian, da sich Pappe unter Wasser nur aufgelöst hätte. Die Pizzeria hatte anscheinend aus den Fehlern mit ihren ersten Aufstellern gelernt.

Die Königskrabbe lachte als Percy von seiner Pizza zerquetscht wurde. „Wie meinst du?“, fragte Percy, während er sich mühsam wieder aufrappelte. „Ich habe mich verliebt“, erwiderte Zhongli“, und ebenso wie du bin ich auf den Grund des pazifischen Ozeans gezogen.“ Der ältere Mann wandte sich liebevoll der riesigen Krabbe zu und streichelte zärtliches eines ihrer Beine. Da fiel Percy auf, dass die Krabbe nur vier Beine hatte, anstatt acht.

„Salve, Percy. Nomen mihi est Constantinus“, begrüßte ihn die Krabbe. Da schaute Percy verdutzt, da er nichts von alledem verstanden hatte. „Er spricht nur Latein“, erläuterte Zhongli träumerisch. Seine Finger streichelten noch immer zärtlich die Beine der Krabbe. Percy zuckte mit den Schultern,“ Achso. Ich kann nur Altgriechisch.“

„Graeca antiqua mala est“, sprach die Krabbe und rollte mit ihren riesigen, gigantischen Augen. „Lingua Latina est melior.“

„Ich liebe es, wenn du in Chisamen redest“, raunte Zhongli der Krabbe ins Ohr. „Wie dem auch sei, Konstantin und ich sind nicht nur hier, um deine Pizza abzuliefern. Da du eine Pizza mit Lieferservice als Belag bestellt hast-“

„Warte was? Mit Lieferservice als Belag?“, fragte Percy verwirrt. Langsam hob er den schweren Deckel der Obsidianschachtel. Und tatsächlich- Ein Teil eines Krabbenbeines lag angeröstet inmitten seiner Meeresfrüchte Pizza. Nun verstand Percy endlich, warum Konstantin nur noch vier seiner Beine besaß. „Ich… Nein, so hab ich das nicht gemeint. Ich wollte den Lieferservice nicht als Belag. Ich wollte nur, dass mir jemand meine Pizza liefert und ich sie nicht abholen muss.“

Konstantins fette Glubschaugen starrten ihn erwartungsvoll an. „Adhuc pro eo tibi solvendum est.“ Die Krabbe legte den Kopf schief und lehnt sich herunter, sodass sie auf derselben Augenhöhe mit Percy war. „Si mihi solvere debeo, tibi quoque.“

„Was?“, fragte Percy verwirrt. Er machte einen Schritt nach hinten, wollte dem eisigen Blick der Krabbe entkommen. „Was hat er gesagt?“

„Konstantin will, dass du mehr zahlst als nur Geld. Er möchte für sein Bein kompensiert werden.“

„Aber ich wollte sein Bein doch gar nicht.“

„Velles, nolles. Nihil mutat.“

Zhongli zuckte mit den Schultern. „Wo mein Konstantin Recht hat, hat er Recht. Du hast sein Bein jetzt, ob du es willst oder nicht. Und es wegzuschmeißen wäre Essensverschwendung.“

Da hörte Percy die quietschenden Pedale von Spongebobs Schaufelrad. Er war wohl endlich mit seiner Arbeit fertig geworden. Einerseits war Percy erleichtert, dass er nun nicht mehr alleine mit seinem Onkel und dessen duschgeknallten Liebhaber diskutieren musste. Wer sprach denn heute noch Latein? Die Sprache war damals aus einem Grund ausgestorben und durch Italienisch ersetzt worden. Andererseits rutschte ihm sein Herz in die Hose. Was würde Spongebob zu der Meeresfrüchtepizza sagen, die zudem auch noch von seiner Konkurrenz gebacken worden ist?

Der gelbe Schwamm lehnte sein Rad an die leuchtende Zuckerstange. „Was ist denn hier los?“, fragte er verwundert und Percys Augen schweiften sofort zu den rosigen Bäckchen seines Partners. „Spongebob, das sind mein Onkel Zhongli und sein… Konstantin. Sie wollten mir gerade eben diese Pizza verkaufen.“

„Ah, ich kenne die beiden. Sie stehen immer vor der Krossen Krabbe und machen Werbung für die neue Pizzeria.“ Spongebob streckte Zhongli seinen Arm entgegen und schüttelte dessen Hand. „Das ist übrigens verboten. Ich werde Sie deswegen noch anzeigen. Aber es freut mich trotzdem Sie kennenzulernen!“ Auch Konstantin gab er die Hand. „Die Pizza können Sie aber wieder mitnehmen, ich habe aus der Krossen Krabbe ein paar burger To-Go mitgenommen.“

Langsam schüttelte Zhongli mit dem Kopf. „So einfach ist das nicht. Percy hat die Pizza bestellt. Und weil er mit Lieferservice bestellt hat ist Konstantins Bein au-„

„Squid pro quo, ich weiß.“ Kurzerhand riss sich Spongebob eines seiner Beine aus und drückte es in Zhonglis Arme. „Hier. Das sollte die Schuld begleichen.“ Dann hüpfte Spongebob einbeinig an Percy vorbei in das Haus. „Kommst du, Schatz? Die Krabbenburger werden noch kalt.“

Nach einem kurzen Moment der Stille, drückte Percy seinem Onkel die Obsidianschachtel mitsamt der Pizza ebenfalls in die Arme. „Hier. Macht euch noch nen schönen Abend.“ Als Percy die Tür schloss, konnte er nur hören wie sein Onkel sich darüber beschwerte, dass er doch den Geschmack von Meeresfrüchten gar nicht ausstehen könne. Daraufhin machte Konstantin irgendeinen lateinischen Pimmelwitz über Krabben, der beide zum Lachen brachte.

Langsam nahm Percy neben Spongebob am Küchentisch Platz. „Bist du böse, dass du wegen mir jetzt dein Bein verloren hast?“, fragte der Menschenjunge vorsichtig. Spongebob schüttelte nur mit dem Kopf. „Ich bin ein Schwamm. Bis morgen ist das wieder nachgewachsen.“

„Bist du dann böse auf mich, weil ich eine Meeresfrüchte Pizza bestellt habe?“

„Nein, Percy. Du hattest Hunger. Ich bin nicht böse auf dich.“

„Habe ich dich denn nicht enttäuscht? Ich habe Meeresfrüchte bestellt.“

Dann konnte Percy Spongebobs weiche, schwammige Hand auf seiner spüren. Der Daumen des Schwammes streichelte langsam über seinen Handrücken. „Aus was meinst du, werden Krabbenburger gemacht?“