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Plätzchen auf dem Revier

Summary:

Weihnachten – das Fest der Liebe und der Familie. Dumm nur, wenn man bei der Polizei arbeitet und jemand beschlossen hat kurz vorm Fest jemand anderen umzubringen.

Notes:

Prompt: Plätzchen-Tausch-Tag

(See the end of the work for more notes.)

Work Text:

„Der Mörder hat sich dazu entschieden nicht nur eine Familie zu Weihnachten unglücklich zu machen“, meint Pöhlmann und schmeißt seinen Stift quer über den Tisch.
„Och, armer Junge. Bist du nicht sowieso geschieden?“, erwidert Karoline.
„Ha-ha, sehr lustig.“
„Keiner hier ist zufrieden mit dieser Situation, also reiß dich zusammen, Pöhlmann. Je schneller wir den Mörder gefasst haben, desto schneller können wir Weihnachten genießen“, meint Reuter.
„Und bis Weihnachten sind es sowieso noch ein paar Tage Zeit. Das wird schon“, fügt Karoline an.
Pöhlmann seufzt tief, widmet sich dann aber wieder den Unterlagen, die vor ihnen auf dem runden Tisch in Reuters Büro liegen.
Mit einem Mal knall die Tür auf. „Plätzchen-Tausch-Tag.“
Reuter verdreht seine Augen. „Kannst du nicht einmal anklopfen, Timmermann?“
„Und was soll das mit den Plätzchen?“, fragt Pöhlmann.
„Und da wird der Herr hellhörig“, meint Karoline und hebt die Hand, um Stine zu grüßen.
„Plätzchen-Tausch-Tag. Das haben wir bei mir in der Familie immer gemacht, am 22. Dezember, um genau zu sein.“
„Komm auf den Punkt, Timmermann.“
„Du bist viel zu ungeduldig, Chef.“
„Das liegt mehr daran, dass du viel zu lange um den warmen Brei redest“, meint Stine.
„Also erstmal heißt das heißer Brei, du redest um den heißen Brei, verstanden?“ – „Klar.“ – „Und zweitens ist das nicht wahr.“ – Karoline strengt sich hart an nicht zu lachen und Timmermann verengt seine Augen. – „Ihr habt doch eh keine Ahnung.“
„Sicher“, meint Stine mit einem Lachen in der Stimme.
„Pah.“ Timmermann macht eine wegwerfende Handbewegung.
„Also, Plätzchen-Tausch-Tag?“, lenkt Pöhlmann ihr Gespräch zurück auf die ursprüngliche Bahn.
„Richtig. Am 22. Dezember kamen wir also alle zusammen und jeder von uns hat dazu seine Lieblingsplätzchen mitgebracht und dann wurde getauscht. Jeder konnte also jede Menge verschiedener Plätzchen essen und alle waren glücklich.“
„Warum genau erzählst du uns das jetzt?“, fragt Reuter.
„Na ja, ich dachte mir-“
„Nicht denken, Timmermann.“
Er verdreht seine Augen und fährt fort. „Ich dachte mir“, betont er extra, „wenn wir schon alle hier sind, können wir uns auch eine gute Zeit machen.“
„Heh.“

 

„Also das war ausnahmsweise mal eine gute Idee von dir, Timmermann“, sagt Pöhlmann und nimmt sich direkt den nächsten Keks.
„Hey!“
Karoline stößt Pöhlmann mit dem Ellbogen in die Seite.
„Hey.“
„Sei nett.“
Der Tisch im Eingangsbereich ist mit Plätzchendosen und -tellern vollgestellt. Jede Person, die heute im Dienst ist, hat ihre Lieblingsplätzchen mitgebracht. Die meisten sind gekauft – auf diese kurze Zeit und mit einem Mordfall im Nacken war für mehr einfach keine Zeit drin – aber niemanden stört das. Selbst Roswitha und Helene sind rübergekommen.
„Das werde ich mir nicht entgehen lassen“, hat Roswitha gemeint, Helene braucht ein wenig mehr Überzeugungskraft (hauptsächlich von Reuter) – und wo man gerade von ihm spricht …
„Ah, Reuter, bleib mal genau dastehen“, ruft Pöhlmann ihm durch den Raum zu.
Verdattert bleibt Reuter auch tatsächlich stehen. „Was? Warum soll ich-?“
„So.“
„Huch?“
Stine schiebt Helene zu Reuter und geht dann schnell auf Abstand.
Helene, genauso verwirrt wie Reuter. „Was ist denn mit euch los?“
„Ihr müsst euch jetzt küssen“, meint Stine.
„Warum müssen wir?“
„Schaut mal da oben“, sagt Stine und deutet auf einen Punkt über ihnen, wo ein Mistelzweig von der Decke baumelt.
„Also, Leute, das ist doch wirklich nicht-“, beginnt Reuter, doch wird von Helene unterbrochen.
„Hast du jetzt schon Angst vor einem Kuss, Reuter? Wir sind doch zwei erwachsene Menschen.“
„Ja, schon, aber-“
Helene verdreht ihre Augen und gibt Reuter dann einen Kuss auf die Wange. „War das jetzt so schlimm.“
„So geht das aber nicht, ihr müsst euch schon richtig küssen“, sagt Karoline und die Stimmen aller anderen Anwesenden fallen übereinander, um ihre Worte zu bekräftigen.
„Scheint, als würden sie uns keine Wahl lassen“, meint Helene.
„Hm-m. Scheinbar.“
Ein kurzer Kuss auf die Lippen und der Raum bricht in laute Jubelrufe aus.

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