Work Text:
James saß auf dem Sofa im Raum der Wünsche. Dieser hatte das Aussehen einer alten aber gemütlichen Bibliothek angenommen. Es gab dort auch einen Kamin, vor dem besagtes Sofa stand.
Auf seinem Schoß war Regulus Black.
Der Slytherin, hatte sich über das Sofa ausgestreckt und seinen Kopf auf James‘ Bein.
James streichelte mit seiner Hand durch die schwarzen Locken und summte leise vor sich hin.
Dabei muss Regulus eingeschlafen sein, denn er atmete jetzt tief und gleichmäßig.
Nachdem er sich versichert hatte, dass er ihn nicht aufwecken würde, begann James leise zu singen.
„Wenn der Morgen still und heimlich
In das Zimmer kriecht
Und ich beim ersten Augenaufschlag
Deine Nähe rieche
Wenn das Tageslicht allmählich
Jeden Traum vertreibt
Und der Kopf kreist um
Phantasie und Wirklichkeit
Dann schau' ich dir, Prinzessin
Beim Schlafen zu
Du bist so wunderschön
Mein Prinz
Lass die Augen zu
Ich will ganz tief in dich sehen
Wie du zuckst und wie dich schaudert
Wie du friedlich schläfst
Ich schleich' mich in den Traum zu dir
Ich liebe dich
Ich mag dich schlafen sehen“
Zurückblicken, gab es viele Male in denen James diesen Moment vermisst hatte. Den Frieden. Die Gemütlichkeit und wie einfach alles war. Er liebte Regulus. Regulus liebte ihn. Sie haben nicht mehr gebraucht. Nur einander.
Dann war der Krieg da und plötzlich war es nicht mehr James und Regulus. Es war James. Und es war Regulus. Auf verschiedenen Seiten eines Krieges, in dem sie nie hätten kämpfen sollen, müssen.
Wieder neben der Liebe seines Lebens aufzuwachen, war nichts von dem James dachte, dass er es wieder erleben würde. Aber hier war er. Neben Regulus in ihrem Bett.
Als herauskam, dass Regulus gegen Voldemort vorgegangen war und die Horkruxe gefunden hatte die ihn zur Zerstörung bringen würden, hatte James vor Freude geweint.
Er kennt Regulus. Er kannte Regulus. Und all das… das Dunkle Mal… das war nicht er. Das war nicht der Junge, den er kannte. Derjenige der Stundenlang mit den Hauselfen reden konnte, der so aufmerksame Geschenke besorge und der so vollkommen liebte wie es nur wenige sehen.
Und jetzt war er hier. Sein Reg. Seine Liebe. Sein Prinz.
James setzte sich im Bett auf und lehnte sich gegen das Headboard. Regulus musste die Bewegung in seinem Schlaf wahrgenommen haben, denn er drehte sich um und legte seinen Kopf auf James‘ Bein.
Fast von selbst, fand sich James‘ Hand in Regulus dunklen Locken wieder. James konnte nicht anders als zu lächeln und begann leise zu singen.
„Dein Gesicht fängt Zug um Zug
Mir zu erzählen an
Manches Neuentdeckte
Vieles lieb, vertraut, bekannt
Da sind Bilder, die verschüttet
Fast verloren waren
Und Momente so voll Leben
Die die Zeit uns nahm
Das alles ist in dir, Mein Prinz
Schlaf ganz ruhig
Du bist so wunderschön
Mein Prinz
Lass die Augen zu
Ich will ganz tief in dich sehen
Wie du zuckst und wie du schauderst
Wie du friedlich schläfst
Ich schleich' mich in den Traum zu dir
Ich liebe dich
Ich mag dich schlafen sehen“
„Also jetzt bin ich wach.“ Grummelte Regulus und drehte seinen Kopf um James anzusehen.
“Guten morgen, love.”
Regulus seufzte und kuschelte sich näher an James.
„Guten morgen, soleil. “
Mit einem Blick in die Vergangenheit und Gegenwart, würde James nichts des Geschehenen verändern. Er würde es nicht anders wollen.
