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who am I to you?

Summary:

Es beginnt mit seltsamen Träumen, Kopfschmerzen und Herzklopfen - aber nach einer Party, auf der ein seltsames Mischgetränk ausgegeben wird, fängt die eigentliche Geschichte erst richtig an und 8 High Schooler bekommen die Chance, die Welt gelegentlich aus anderen Augen zu sehen. Vielleicht mag es ihr Leben auf den Kopf stellen oder auch ihnen in gewissen Hinsichten auf die Sprünge helfen...

Notes:

Chapter 1: Kapitel 1 ~ Jungwon

Notes:

(See the end of the chapter for notes.)

Chapter Text

Früher war alles leichter. Beinahe schwerelos rannte er ihm durch das Sonnenblumenfeld hinterher. Alles erschien ihm proportional so viel größer. Zumindest überragten ihn die Sonnenblumen völlig, aber es war ihm ein Leichtes, sich hindurch zu drängen. Ab und an kitzelten Blätter seine Schläfe, doch er verlor nie den Jungen vor ihm aus den Augen. Aber wer war er eigentlich und warum folgte Jungwon ihm?

 

Unsanft schlug sein Kopf auf dem Tisch auf. „Yang Jungwon! Ich verbitte mir, dass Sie in solch einer wichtigen Unterrichtsstunde schlafen. Das hier ist klausurrelevant.“ Die eindringliche Stimme seiner Englischlehrerin Mrs. Chang erinnerte Jungwon wieder daran, wo er sich gerade befand.

„Ja, Verzeihung.“, gab er nur zurück. Daraufhin wendete sie sich wieder der Tafel zu und fuhr mit dem Unterricht fort, was Jungwon nur recht war. Während er noch dabei war, sich wieder zu sammeln und seine vermaledeite Hand zu verfluchen, von der sein Kopf abgerutscht und geradewegs auf den Tisch geknallt war, rempelte ihn Heesung von der Seite an und raunte ihm etwas zu: „Hey, man. Alles klar?“ Es war schwer auszumachen, ob er besorgt um Jungwon war oder er es einfach amüsant fand. „Ja, ja. Geht schon.“ Nun schaltete sich auch Jake ein, der eine Reihe vor ihnen saß: „Alter, das ist schon das dritte Mal diese Woche. Schläfst du nicht gut in letzter Zeit?“

Daran lag es nichtmal unbedingt. Soweit er wusste, hatte Jungwon seine 7 bis 8 Stunden Schlaf. Es war nur so, dass er in letzter Zeit unheimlich viel träumte. Nachher konnte er sich allerdings nie mehr daran erinnern, so sehr er es auch versuchte. Und irgendwie zogen ihn diese Träume in ihren Bann. Mittlerweile selbst tagsüber, wo ihm nichts anderes übrig blieb, als der Müdigkeit nachzugeben und die Augen zu schließen. Vielleicht sollte er sich mal zum Arzt begeben. Selbst, wenn der einzige Hausarzt in dieser Kleinstadt nicht gerade einen guten Ruf hatte. Doch bevor Jungwon sich vor seinen Freunden erklären konnte, kassierten sie alle drei auch schon einen missbilligenden Blick von Mrs. Chang.

„Äh, Jake? Ich glaube, du solltest dich umdrehen.“, versuchte Heesung ihm unauffällig noch mitzuteilen. Leider kam die unterschwellige Nachricht jedoch nicht bei Jake an. „Hm? Wieso denn?“, fragte er einen Ticken zu laut, „Oh, deshalb.“ Ergiebig drehte er sich wieder nach vorne und gab vor, von der Tafel weiter abzuschreiben, obwohl er gar nicht mehr wusste, bei welcher Zeile er überhaupt aufgehört hatte.

Indessen konnte Jungwon gar nicht mehr aufhören, an seine Träume zu denken. Er wollte sich so sehr an sie erinnern. Vielleicht hatten sie ja etwas zu bedeuten?

Auf einmal tippte ihn Heesung von der Seite an. „Jungwon? Was steht da an der Tafel? Sorry, ich hab meine Kontaktlinsen irgendwie verlegt.“ Heesung machte ihm wieder klar, dass er sich wohl lieber auf den Unterricht konzentrieren sollte. Den Träumen könne er sich wann anders zuwenden. Aber etwas ungewöhnlich war Heesungs Frage schon. Er war so ziemlich der ordentlichste Mensch, den Jungwon kannte. Abgesehen von seiner Mum. Er hatte also so etwas Wichtiges wie seine Brille noch nie verlegt.

„The protagonist needs time to process his inner conflict.“, wiederholte Jungwon für ihn. Heesung trug schon lange keine Brille mehr. Daher versetzte das Ganze Jungwon etwas in die Zeit zurück, wo er Heesung ständig die Tafelbilder vorlesen musste, weil seine Eltern der Ansicht waren, er bräuchte so jung noch keine Kontaktlinsen tragen und dass das nur den Augen schade. Bis sie schließlich einknickten.

Jungwon nahm seine Schullektüre vor sich, um sich die letzten Minuten noch zu beteiligen zu versuchen. Darunter lag sein aufgeklapptes Englischbuch. Und darin abgebildet war ein Sonnenblumenfeld. Ihm war, als ob die Erinnerungen langsam wieder in seinen Kopf Stück für Stück zurückkamen, bis er alles zu einem Großen und Ganzen zusammensetzen konnte. „Ich erinnere mich…“, murmelte er leise und dann ein bisschen lauter, „Ich erinnere mich!“

Jungwon hatte gar nicht bemerkt, dass er das laut gesagt hatte. So wie ihn jetzt alle anderen sich zu ihm umdrehten und ihn anstarrten, war daran aber kein Zweifel mehr. Auch Mrs. Chang sah nicht sehr begeistert aus. „Der Unterricht ist noch nicht beendet. Darum bitte ich noch um Ihre volle Konzentration, ja?“ Jungwon nickte verlegen und Totenstille machte sich im Klassenraum breit. Nichtmal Heesung oder Jake trauten sich noch, nachzufragen. Aus Angst, seine Erinnerung an den Traum wieder zu vergessen, holte Jungwon ein Blatt aus seinem Notizblock raus und schrieb das wichtigste in Stichpunkten auf:

  • Sonnenblumenfeld
  • Hab mich kleiner gefühlt - vielleicht als Kind?
  • Bin Junge gefolgt

⇒ Wer war der Junge???

 

-

Die Stunde war endlich vorbei und Jungwon machte, dass er wegkam. Allerdings machte Mrs Chang ihm da einen Strich durch die Rechnung. Er war gerade an ihrem Pult vorbeigeeilt, als sie ihn noch einmal zurückrief. „Jungwon, kann ich Sie kurz sprechen?“ Er hielt in der Bewegung inne. Augen zu und durch. Heesung legte ihm als Zuspruch eine Hand auf die Schulter und Jake wünschte noch viel Glück, bevor sie beide durch den Türrahmen verschwanden. Sehnsüchtig blickte Jungwon ihnen für einen kurzen Moment hinterher, ehe er sich ganz und gar seiner Englischlehrerin widmete. Nur noch ein letztes Ausatmen. „Was gibt es denn?“

„Sie wissen ganz genau, was los ist. Die heutige Unterrichtsstunde war ein Desaster. Dass so etwas nicht nochmal vorkommt, ja?“ Sie seufzte und schob ihre Brille nach oben auf den Kopf. Sie mochte manchmal ein Drache sein, aber was sprach dagegen, dass sie auch ein gutherziger Drache sein konnte? Man merkte doch hin und wieder, dass ihr an ihren Schülern wirklich etwas lag. Immerhin war sie auch noch jung und hatte noch nicht so viel Erfahrung, was gar nicht so schlecht war. Jungwon schätzte sie auf Mitte bis Ende 20. Es war ihm ein Rätsel, was einen dazu verleitete, sein Leben lang Highschool-Schüler unterrichten zu wollen. „Hör mal, wenn dir meine Methoden Schwierigkeiten bereiten oder du etwas an mir auszusetzen hast, kannst du es mir sagen, ja? Ich bin immer offen für Kompromisse, aber dafür muss man auch selbst auf mich zukommen.“ Jungwon winkte dankend ab. „Alles gut, ehrlich. Und ähm… kommt nicht wieder vor.“ Damit ließ sie von ihm ab und er folgte den anderen in die Pause.

 

Plötzlich machte Jungwon kehrt. Vor dem Musikraum blieb er stehen. Klänge einer E-Gitarre waren zu hören. Es hörte sich gar nichtmal schlecht an. Neugierig warf Jungwon einen Blick hinein, indem er die Tür einen Spalt breit öffnete. Er meinte, den Jungen irgendwoher zu kennen, der da spielte. Aber er war sich nicht sicher. Jedenfalls ließ er den letzten Ton noch ausklingen, bevor er aufsah. Jungwon war wie fasziniert, als er mit einem Mal merkte, dass dieser Typ ihn anstarrte!

Leicht peinlich berührt, aber möglichst ohne es sich anmerken zu lassen, stolperte er unbeholfen in den Raum. „Hi.“ Kurz verschlag es Jungwon die Sprache, ehe er sich wieder fing: „Hi ähm… Ich hab dich auf dem Flur gehört. Du spielst gut.“

Der Typ grinste ihn an, er genoss förmlich die ganze Situation. „Ach so, danke. Spielst du?“

„Was ich?“, blöde Frage. Wer war denn außer ihm sonst im Raum? „Nein, eher nicht. Aber ich singe. Manchmal…“ Was redete er da bloß? Nur seine engsten Freunde wussten darüber bescheid.

„Cool. Sag mal, wie heißt du eigentlich?“

„Jungwon und du?“ Er tippte zwei Mal auf eine Stelle an seiner Gitarre, wovon Jungwon ablesen konnte. Es sah aus, wie von einem Kind geschrieben. „Jay?“

Der andere Junge nickte. „Ja, genau.“ Gerade, als Jungwon noch eine weitere Frage dazu stellen wollte, kam ihm jemand dazwischen. Ein Mädchen.

„Ach Jay, hier bist du! Kommst du?“ Jay schien einen Moment lang abzuwägen, bevor er seine E-Gitarre einpackte und mit ihr ging. Zu Jungwon’s Überraschung warf er ihm noch einen letzten Blick zu. „Man sieht sich, Jungwon.“

Nachdem die Tür zugefallen war, schwirrte in seinem Kopf nur noch eines herum: Die Art, wie Jay seinen Namen gesagt hatte.

Notes:

Hallooo! Ich bin bisschen aufgeregt, weil das die erste Fanfiction ist, die ich hier poste. Davor gab's nur eine kurze „Karriere“ auf Wattpad vor einigen Jahren :,). Eigentlich bin ich mehr comfortable damit, hier Sachen zu lesen als selber zu schreiben. Aber irgendwie ist diese Story mal in einem Motivationsschub entstanden und ich hab mich gefragt, ob sie vielleicht auch anderen Leuten gefallen könnte? Das Genre ist schon sehr spezifisch mit ENHYPEN auf Deutsch in einem AU Setting. Ich möchte dazu sagen, dass ich mich einfach sehr inspiriert von ihrer Musik und ihnen selbst gefühlt hab, sodass ich sie wie Charaktere für eine Story „besetzt“ habe. Also ziele ich weniger darauf aus, ihre wahre Persönlichkeit wieder zu spiegeln, weil woher sollte ich das auch wissen tbh TwT? Ich werde noch die paar weiteren Kapitel veröffentlichen, die ich schon geschrieben habe und dann mal gucken... Die Kapitel sind immer aus einer anderen POV, daher sind sie mal kürzer und mal länger. Das nächste ist aus Jay's Perspektive und tatsächlich recht kurz. Aber es folgen noch weitere ;). Vielen Dank jedenfalls an denjenigen, der bereits bis hierhin gelesen hat, das bedeutet mir schon eine Menge <3