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“Warte Mooskugel!“
“Du willst losgehen und jemanden suchen?!“, fuhr Sanji fort.
Im ernsten Ton sprach das kleine Rentier: “Er hat recht, Zoro! Bitte bleib hier.”
Lächelnd gab Robin von sich: “Sei ein Schatz und warte hier, okay?”
Ich schwieg. Ohne eine Antwort wandte ich mich von den dreien ab. Entspannten Schrittes lief ich zu dem Sofa, auf welchem unser Kapitän saß. Locker ließ ich mich neben ihn fallen, worauf ich meine Beine übereinanderschlug.
“Wie anstrengend.” sagte ich eher zu mir selbst. “Allerdings haben sie nur eine Suchgruppe gebildet. Sie sollten zu Recht kommen, meine ich.”
Es gab keine Reaktion, weswegen ich meinen Kopf leicht nach rechts drehte. Obwohl Luffy kleiner war, nahm er deutlich mehr Platz ein. Mit gespreizten Beinen, im Nacken gelegtem Kopf und die Arme, welche auf der Lehne ruhten, saß er da.
Die Zunge hing aus seinem Mund, während er hechelte.
„Jedenfalls …“ Ich zog das Wort ein wenig in die Länge, “Du hast wieder mal alles gegeben, mh?”
“Huh, huh, ich gebe… Immer alles… Puh”
Weitere Atemzüge füllten den stillen Raum. Allmählich wurden diese gleichmäßiger sowie ruhiger. Der Brustkorb des Verausgabten hob und senkte sich nun in einem angenehmen Tempo.
Manche meinen, ich sei nicht sehr gesprächig, doch erneut sprach ich zu meinem Kapitän: “Kommt nicht oft vor, dass wir zwei alleine sind.”
“Shishishi, das stimmt. Erinnert mich ein wenig an den Anfang dieses riesen Abenteuers."
“Ich begleite dich jetzt schon eine ganze Weile und ich werde weiterhin an deiner Seite bleiben, Luffy, wie ich es vor zwei Jahren versprochen habe."
Recht sanfte Worte für einen Schwertkämpfer.
Zwischen uns blieb es still, während unsere Blicke einander suchten. Als sie sich nach wenigen Millisekunden fanden, wollte sich keiner wieder lösen.
Ich sah in die unendliche Tiefe, welche die Iris seiner Augen offenbarten. Es hatte eine hypnotische Wirkung, eine, die beruhigte. Bevor ich mich allerdings komplett verlor, fing ich an, Luffys schönes Gesicht zu erkunden. Mein Blick wanderte zu seiner Nasenspitze, über die Wangen zu den Ohren. Kurz zurück zu seinen großen Augen, dann mit einem freudigen Kribbeln zu einem schmalen Lippenpaar.
“Zoro~” kam es leise von dem Energiebündel, das immer alles gab. Ich ließ von seinen Lippen ab und betrachtete meine Reflexion in seinen Pupillen. Der Hauch einer Stimme war für mich ein Zeichen.
Um mein Observationshaki zu benutzen, konzentrierte ich mich. Wie Wellen schlugen Luffys Emotionen, welche ein Chaos waren, auf mich ein.
Ohne weitere Worte verstand ich, was er wollte, was er brauchte.
Ich streckte meine Hand aus, legte sie auf seinen weichen Haarschopf, ehe ich diesen etwas durchwuschelte.
“Neue Insel mit vielen unbekannten Technologien. Alte Feinde und neue Freunde, welche du schützen möchtest. Du hast dich verausgabt und das alles hat dich Energie gekostet, habe ich Recht?”
Der Kopf unter meiner Handfläche schob sich mehrmals, rhythmisch vor und zurück.
Gut, dass Luffy nun etwas Ruhe hatte. Freiraum zum Durchatmen.
Seine Hand hob sich, griff den Ärmel meiner Jacke. Es folgte ein Zupfen an dieser.
Ich verstand seine Gestiken. Er brauchte noch ein wenig, bevor wieder Kraft zum Sprechen kam.
“Da braucht wohl jemand Zuneigung.”
Es war keine Frage, trotzdem folgte ein Nicken meines Gegenübers.
Locker ließ ich meine Hand heruntergleiten, nahm das Ten-Ten-Mushi-ähnliche Ding von Luffys Ohr, um es beiseitezulegen.
Darauf nahm ich mein rechtes Bein vom linken und erhob mich vom Sofa. Langsam wurde es unbequem, aus dieser Position zu interagieren.
Nach zwei Schritten stand ich schon vor dem Mann, für welchen ich mein Leben geben würde.
Ich legte mein linkes Schienbein auf die Sitzoberfläche, neben Luffys Oberschenkel, ab. Für mehr Stabilität, positionierte ich meine Hände auf je einer seiner Schultern. Jetzt folgte mein anderes Bein mit derselben Bewegung.
Durch mein tägliches Training konnte ich zwar weiter in dieser gehockten Position über Luffy sitzenbleiben, jedoch wollte ich es mir bequem machen. Meine Beinmuskulatur entspannte sich und mein Gesäß fand seinen Platz auf dem Schoß meines Kapitäns.
Erneut schauten wir uns in die Augen. Dieses Mal näher als zuvor. Im nächsten Moment schloss ich meine, während ich den letzten Abstand zwischen uns überbrückte. Sanft legten sich meine Lippen auf seine, für exakt 3 Sekunden.
Leicht lehnte ich mich zurück, ließ meine Augen allerdings zu. Die Konzentration legte ich nun auf mein Observationshaki. Der Sturm an Emotionen war etwas weniger chaotisch.
Mit meiner Zunge fuhr ich zwischen meinen Lippen entlang. Bevor sie trockneten, vereinte ich sie ein weiteres Mal mit seinen.
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Dieses Mal entfernte ich mich nur um die nötigen Zentimeter, sodass maximal noch ein Keks zwischen uns passte. Ich hörte ein erfreutes Geräusch von Luffy. Ihm hatte der zusätzliche sensorische Reiz gefallen.
Den Kopf zur Seite neigend, hob ich mein Kinn, um mit dem Mund an das Ohr meines Geliebten zu reichen.
Ich presste meine Zähne an die Haut seines Ohrläppchens. Ein Zeichen, um ihm die Erlaubnis zum Beißen zu geben.
Luffys Gesicht erhellte sich, was mich unweigerlich zum Schmunzeln brachte.
Ein Augenpaar fuhr meinen Körper von oben bis unten ab. Darauf verengten sich die Augenbrauen über diese. Mit dem Zeigefinger tippte er zielsicher auf mein Brustbein, während er murmelte: “Eng.”
Stimmt, die Klamotten von den Bewohnern dieser Insel waren recht eng anliegend. Durch seinen Kommentar wurde mir bewusst, dass im Gegensatz zu meiner sonst lockeren Kleidung, nun kein wirklicher Zugang zu meiner Haut bestand.
Die Arme nach hinten streckend, schüttelte ich die Jacke von mir. Zur selben Zeit streckte ich meinen Nacken nach vorne, legte meine Stirn auf seine. “Tut mir leid.”
Wenigstens konnte Luffy, so nun meine Arme haben. Denn neben der Jacke trug ich nur einen Einteiler, und komplett nackt wollte ich jetzt hier nicht sitzen.
Locker legte ich meine Hände wieder auf seinen Schultern ab. Der Schwarzhaarige schmuste mit seiner Wange an meinem linken Unterarm. Befriedigt vergrub er seine Nase in meiner Armbeuge. Wie konnte man nur so süß sein!
Luffy schaute auf. Seine Augen fingen meine und fragten nach Bestätigung. Er wollte sicher gehen, dass er es tun durfte.
Ein leichter Lacher ging über meine Lippen.
“Luff, du darfst. Wofür haben wir uns denn sonst dieses Zeichen ausgedacht? Du weißt, solange du kein Haki benutzt, verletzt du mich nicht, noch tut es mir weh.”
Selbst wenn, für dieses Funkeln in seinen Augen, würde ich viel mehr als Bisse ertragen.
Das Gewicht seines Kopfes verschwand aus meiner Armbeuge. Der Schwarzhaarige betrachtete meinen freiliegenden Oberarm. Seine rechte Hand fand ihren Platz auf meinem Bizeps, worauf er diesen mit einer sanften Intensität knetete.
Ich merkte, wie diese monotone Bewegung ihn weiter beruhigte. Für mich war es ebenfalls wohltuend. Immerhin hielt ich täglich meine Schwerter mit diesen Armen. Meine Lieder verbargen die Sicht. Bevor ich sie wieder öffnete, um meinen Kapitän weiter zu beobachten, nahm ich zwei tiefere sowie bewusste Atemzüge.
Es half Luffy, besser zu entspannen, wenn ich es ebenfalls war. Er hatte zwar oft Schwierigkeiten mit seinen eigenen Emotionen, doch hatte er ein gutes Gespür für die der anderen.
Seine Hand ruhte für einen Moment an der Stelle, ehe er sie langsam nach unten in meine Hand gleiten ließ. Behutsam umschlossen seine Finger meinen Handrücken. Ich erwiderte die kleine Geste.
Mit verengten Augen sah ich, wie mein Geliebter sich auf die Unterlippe biss, während die Mundwinkel nach oben zeigten. Da freute sich jemand.
Vom Adrenalin gepackt, schnellte er mit geöffnetem Mund nach vorne und biss zu.
“Ngh.” kam es schwach von mir.
Sein Kiefer lockerte sich, eher an derselben Stelle erneut zubiss.
Ich blieb still, der Überraschungseffekt und der Schwung vom ersten Biss waren verflogen. Ansonsten war dies kein Vergleich zu den zahlreichen Kampfverletzungen.
Stolz richtete Luffy sich auf und betrachtete sein Werk. Mein Blick wanderte an die gleiche Stelle. Auf meiner Haut bildete sich ein kräftigerer Kreis an Zahnabdrücken ab, in welchem schwach ein etwas schmalerer sichtbar war.
“Reicht dir das schon?”
Schelmisch schüttelte er mit dem Kopf und steuerte eine Stelle weiter innen an meinem Oberarm an.
Verwirrt zogen sich meine Augenbrauen zusammen. Wie schwach, kaum merkbar.
Ah.
Es war kein einzelner Biss, sondern ein Knabbern. Gänsehaut bildete sich auf meinem gesamten Arm. Die Innenseite war nun mal etwas empfindlicher.
Luffys Speichel verließ seinen Mund und floss kitzelnd meinen Arm hinunter.
“Mmh heheh.”, entlockte mir dieser sensorische Reiz.
Das Knabbern hörte auf. Es folgte ein weiches Lippenpaar, welches die gerötete Stelle küsste. Luffy richtete sich auf. Er nahm mein Gesicht in seine Hände. Blickte mir in die Seele, während er “Danke” sagte.
Bevor ich mit Worten etwas erwidern konnte, reagierten meine Lippen auf seine. Voller Zuneigung, aber auch etwas spielerisch, bewegten sie sich harmonisch, wie bei einem Tanz, gemeinsam gegeneinander.
Meine Arme umschlossen seinen Oberkörper. Der Tanz fand sein Ende und Luffy legte seinen Kopf auf meiner Brust ab. Ein Schmollen erreichte meine Ohren: “Schade, dass ich nicht hier zubeißen konnte. Dabei hat Zoro so schöne Brüste.
Erneut lachte ich auf. “Du bist unverbesserlich!“
“Shishishi”
