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The Feeling Of Being Watched

Summary:

Cotta und Goodween wollten eigentlich einen entspannten Spaziergang am Hafen machen. Eigentlich.
Cotta fühlt sich allerdings beobachtet.

Notes:

Another one of the little prompts I wrote in December.
Cottas Uncle Fabiano is one of my favourite OCs I ever did. Might post some more of him some day.

Work Text:

Mit gerunzelter Stirn sah Inspektor Cotta sich um. Goodween neben ihm seufzte leise.

„Also entweder steckst du gerade mitten in einer Entwicklung, von der ich nichts weiß, oder du wirst langsam paranoid, Cotta.“

Ertappt blieb Cotta neben ihm stehen und schaute seinen Freund schuldbewusst an.

„Entschuldigung, es ist nur…“, Cotta rieb sich über das Gesicht. „Ich habe wirklich das Gefühl, dass uns jemand beobachtet. Und ja, ich weiß selbst, dass das nach deiner angesprochenen Paranoia klingt.“

Goodween schüttelte daraufhin amüsiert den Kopf.

„Du bist wirklich immer im Dienst, oder?“

„Nein, wirklich, ich…“, begann Cotta, doch Goodween unterbrach ihn.

„Du musst dich nicht rechtfertigen“, sagte er sanft, bevor er für einen Moment Cottas Hand nahm und sie sanft drückte.

Sie waren beides keine Menschen für viele offene Gefühle in der Öffentlichkeit aber das war mehr als okay.

Den heutigen Abend hatten beide Polizisten frei gehabt und beschlossen, gemeinsam auszugehen. Ein kleines Restaurant am Hafen, wo sie schon ein paar Mal gewesen waren. Der Fisch, den es dort gab, war vorzüglich, zumindest laut Cotta. Goodween hatte darauf verzichtet.

Es hatte gutgetan, tatsächlich mal zwei Stunden lang nicht über die Arbeit zu sprechen. Goodween wusste, dass das Cotta nicht leichtfiel, aber dass er sich gerade an solchen Tagen wirklich Mühe gab. Was im Gegenzug Goodween unglaublich viel bedeutete.

Jetzt, um sich noch ein wenig die Beine zu vertreten, bummelten die beiden noch etwas an der Hafenpromenade entlang. Allerdings seit geschlagenen zwanzig Minuten blickte Cotta sich immer wieder um und wurde zusehends irritierter.

Goodween ließ Cottas Hand los und rempelte ihn leicht an.

„Wüsste ich es nicht besser, würde ich sagen, du bist nervös.“

Cotta verdrehte die Augen.

„Willst du mir hier jetzt etwas unterstellen?“, fragte er und konnte es nicht verhindern, dass er sich wieder umschauen musste.

„Ich nicht, wenn ich es aber Caroline erzählen würde…“, er vollendete den Satz nicht, sondern zwinkerte Cotta zu.

„Die hätte ich mich vermutlich schon längst ins Hafenbecken geschubst oder so…“

Goodween lachte. Das traute er Caroline tatsächlich zu.

„Lach nicht. In einen Brunnen hat sie mich schon geschubst…“, grummelte er.

„Wirklich?“

„Ja, ist ein paar Jahre her. Wir waren bei Onkel Fabiano zu Besuch. Ich weiß schon gar nicht mehr was ich genau gemacht habe, aber, ja, zack, habe ich im Wasser gelegen.“

Goodween grinste bei dieser Vorstellung und er war sich ziemlich sicher, dass Cotta eigentlich noch ganz genau wusste, was passiert war.

Sie schlenderten weiter, doch als Cotta nach ein paar Schritten wieder über seine Schulter sah, blieb Goodween stehen.

„Sollen wir vielleicht einfach zurück nach Hause?“ Auch wenn er wusste, dass Cotta das nicht absichtlich machte, war es auf die Dauer ein wenig anstrengend.

„Nein. Ich höre auf. Versprochen!“

„Cotta, es ist okay, wenn dich hier etwas irritiert. Das könnte mir auch passieren, aber es hat doch keinen Sinn sich hier zu quälen.“

Doch was auch immer Cotta antworten wollte, blieb dem Inspektor im Hals stecken und sein Blick verfinsterte sich. Hinter einem Briefkasten lugte ein ihm sehr bekannter rötlicher Haarschopf hervor.

„Ich bin gleich wieder da!“

Langsam und möglichst unauffällig schlenderte Cotta zu dem Briefkasten.

„Du solltest bedenken, dass du nochmal ein wenig gewachsen bist, Fragezeichen Nummer 2!“

Erschrocken blickte Peter Shaw zu ihm auf.

„Inspektor Cotta!“

„Ich will gar nicht wissen was ihr hier genau macht, solange ihr mir versichert, dass ihr nicht mich verfolgt!“

Peter schüttelte den Kopf.

„Wir wussten nichts, dass Sie heute Abend hier sein würden. Das müssen Sie mir glauben!“

Cotta nickte, für erste zufrieden gestellt.

„Sind die anderen zwei auch hier unterwegs?“, fragte er dann.

„Gut möglich…“, wich Peter aus und Cotta seufzte.

„Passt bloß auf euch auf.“

Der zweite Detektiv grinste schief.

„Das tun wir doch immer.“

Cotta sparte sich eine Antwort darauf, sondern er zog es vor, zurück zu Goodween zu gehen.

„Na siehst du, jetzt weißt du, wer dich beobachtet“, lachte dieser.

Cotta seufzte noch einmal.

„Mal schauen, wann sie das gegen mich verwenden, dass ich mal nicht im Büro war und verzweifelt auf einen Anruf von ihnen gewartet habe.“

Goodween grinste und nahm noch einmal Cottas Hand.

„Komm, wir gehen trotzdem heim, bevor wir doch noch zur Hilfe gerufen werden.

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