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Ein alter Gott in einem dunklen Turm.
Er liebt allein die Glut des Gesteins, Glut, die der Erde entspringt und die Erde versengt, und verbirgt sich vor der Sonne, und der Hexenkönig tut es ihm gleich. Beinahe erscheint ihm das aschene Land, das er betritt, wie eine vertraute Heimstatt. Ein zerklüftetes Versprechen, seinen Augen anvertraut, Verheißung raunend wie sein Herrscher.
Kalt ist der Hexenkönig, doch er wird die Glut ertragen.
Fauliger Dunst steigt auf aus alter Erde, über die ihn seine Schritte tragen. Der Hexenkönig lächelt. Gift und Tücke brodeln hier, und Gift ist dieses Königs Macht.
Er erwartet die Hexe.
Ein schöner Gott in einem dunklen Turm, sein Reich gesponnen aus Niedertracht. Und nun wird der Hexenkönig mit ihm endlich jenen Thron erklimmen, der ihm gebührt, sein eigenes Reich Völker und falsche Götter verschlingend, bloßes Getier.
In der Ferne lodert das Feuer in des Berges Tiefe, und es scheint dem Hexenkönig, als hätte der Nekromant die Seele dieser Erde mit seinen schönen Händen an das tote Tageslicht gezerrt, und nun ergeht sie sich in glühendem Zorn und windet sich heiß an den schwarzen Klippen.
Felsen stürzen klagend dem Tal entgegen, geboren aus nimmerendender Qual.
Ein Schauer durchfährt den Hexenkönig. Das schwarze Tor wird ihn sogleich verschlingen. Und er wird sich bereitwillig in die Arme der immerwährenden Nacht begeben. Möge die Sonne vor den Landen erschaudern, und mögen auch seine Arme ihn erneut umschließen. Ein wundersames Fieber erfasst ihn beim Gedanken, ihn, der doch so kalt ist, und so allein in seinem kalten Land. Der Hexenkönig denkt an blutgoldenes Haar, an hitzige Lippen auf einsamer Haut und ein grausames Lächeln und schwärzeste Hexenkunst. Ein Wahnbild von Macht. Nein, es muss wahr sein.
Er kommt an den Fuß des dunklen Turms, und er schreitet wie von allein, wird jede Stufe gehen, sich in Mühsal taufen, bis ganz hinauf, bis in die Aschewolken wird er gehen, und er ist hungrig, so hungrig nach dem, was ihn erwartet.
