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Back To Friends

Summary:

Luis hat eingesehen, dass aus ihm und Massuda nichts werden wird, will aber wieder im NEON arbeiten. Aber wie soll das gehen, nach allem was passiert ist?

Work Text:

Luis hat sich geschworen, über die Sommerferien etwas Abstand zu Massuda zu halten. Er hat ihr am letzten Schultag gesagt, dass er immer noch Gefühle für sie hat. Jetzt liegt es an ihr, zu entscheiden wie sie damit umgeht. Und ja, er hat nicht damit gerechnet, dass sie ihm danach ein großes Liebesgeständnis machen würde. Stattdessen geht einfach alles weiter wie bisher. Sie liked seine Urlaubsfotos, die er auf ConnectorSpace geteilt hatte und fragt, wo er war. Er liked ein Bild, das sie zusammen mit ihrer Lieblings-Influencerin auf einer Convention gemacht hat. Aber es bleibt bei solchen kleinen Interaktionen. Und mit jeder Woche, die verging, ist Luis mehr bewusst geworden, dass es keinen Sinn macht, sich weiter Hoffnungen zu machen. Massuda wird seine Gefühle nie erwidern. Das ist die harte Wahrheit.

 

Bevor er weiter darüber nachdenken kann, betritt Sami das Zimmer.

„Hey!“, sagt Luis.

„Hey.“

Sami stellt seinen Koffer in die Ecke des Zimmers und beginnt, seine Sachen auszupacken.

„Und?“, fragt Luis, „Ist Luna schon da?“

Sami setzt sich aufs Bett.

„Sie kommt nicht mehr.“

„Was?“, Luis steht auf und setzt sich neben seinen besten Freund, „Wieso nicht?“

„Bei einem unserer Spiele war so ein Scout von nem Verein, der in der Roundnet-Bundesliga spielt und auch einige Spieler für die Nationalmannschaft stellt“, erklärt Sami, „Der war total begeistert von ihr. Also ist sie dorthin gewechselt. Nach Köln“

„Oh.“

„Ja“, sagt Sami. Er steht wieder auf und räumt seine Klamotten weiter in den Schrank, „War echt schwer für uns. Aber wir haben uns gesagt, dass wir’s lieber mit ner Fernbeziehung versuchen wollen, anstatt später zu bereuen, dass wir es nicht wenigstens probiert haben.“

Weil Luis nicht ganz weiß, was er jetzt machen soll, packt er mit an und hilft Sami beim Klamotten auspacken.

„Und bei dir?“, fragt Sami, „Alles klar zwischen dir und Massuda?“

„Nichts ist klar“, seufzt Luis, „Ich mein, sie hat mir gesagt, dass sie keine Gefühle für mich hat. Dann hab ich ihr gesagt, dass ich welche für sie habe. Und dann ist einfach nichts mehr passiert.“

„Blöd“, sagt Sami, „Aber ist halt so. Du kannst sie nicht zwingen, sich in dich zu verlieben.“

„Das hab ich langsam auch kapiert“, erwidert Luis, „Das Ding ist…ich würd schon gern wieder im NEON arbeiten.“

„Aber?“

Luis schaut ihn an, als wäre die Antwort auf diese Frage offensichtlich.

Sie ist da“, sagt er, „Wie sollen wir denn je wieder normal miteinander umgehen können? Nach allem, was passiert ist.“

Sami räumt ein T-Shirt ins Regal. Dann lehnt er sich dagegen.

„Ihr seid doch ganz gut miteinander klargekommen, oder?“, fragt er, „Auch als du nen Crush auf sie hattest.“

„Ja.“

„Sie hat dich nicht blockiert und dir nicht gesagt, dass du dich nie wieder melden sollst, oder?“

„Nein.“

„Dann könnt ihr doch versuchen weiter befreundet zu sein. Oder?“

„Das ist nicht so leicht“, sagt Luis und setzt sich aufs Bett, „Ich…ich hatte sowas noch nie.“

„Was hattest du noch nie?“, fragt Sami und setzt sich neben ihn.

„Massuda war nicht mein erster Kuss“, erzählt Luis, „Auch nicht mein erstes Date. Aber bisher war es so, dass ich Leute getroffen habe und wenn sich rausgestellt hat, dass wir nicht miteinander kompatibel sind, haben wir uns einfach nie wieder gesehen. Ich musste mir keine Gedanken über ein Danach machen, weil es einfach keins gab.“

„Verstehe“, sagt Sami und kratzt sich am Kinn, „Weißt du, ich und Luna haben auch überlegt, was eigentlich passiert, wenn das mit der Fernbeziehung nicht klappt.“

„Und?“

„Wir haben festgestellt, dass wir nicht nur ein Paar sind“, erzählt Sami weiter, „Wir sind auch Freunde. Ziemlich gute sogar. Und wir waren uns beide sicher, dass wir danach vielleicht ein bisschen Zeit brauchen, aber wahrscheinlich weiter befreundet sein könnten. Weil wir uns auch so mögen. Und das wollten wir nicht einfach so wegschmeißen.“

Luis denkt nach. Vielleicht kann das bei ihm und Massuda ja genauso sein.

„Du musst den Job ja nicht für immer machen“, fährt Sami fort, „Wenn du merkst, dass es zwischen euch gar nicht mehr funktioniert, schmeißt du einfach hin. Aber dann hast du’s wenigstens probiert.“

Luis‘ Handy lässt ihn wissen, dass eine Nachricht für ihn eingetroffen ist. Er zieht es aus seiner Tasche und schaltet den Bildschirm ein. Dann lächelt er.

„Was ist?“, fragt Sami.

„Massuda“, erwidert Luis, „Sie fragt, ob ich auch mit Kühlschränken arbeiten kann, die nicht geklaut wurden.“

„Na also, Bro“, sagt Sami und legt seinen Arm um Luis, „Offensichtlich hat sie noch Bock auf dich. Wenn auch nicht als Freund-Freund. Aber sie will dich dabeihaben.“

Luis lächelt.

Er und Massuda mögen vielleicht romantisch nicht füreinander bestimmt gewesen sein.

Aber vielleicht ist das ja gar nicht so schlimm.

Vielleicht ist es sogar besser.