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Fandom:
Relationship:
Characters:
Additional Tags:
Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2026-05-24
Completed:
2026-06-03
Words:
4,287
Chapters:
6/6
Comments:
25
Kudos:
10
Hits:
85

(K)ein Plan von Liebe

Summary:

Luis hat einen Plan: Joshuas Herz erobern. Eigentlich hat er sogar mehrere davon. Und keiner davon funktioniert wie gedacht.

Chapter 1: Das, in dem Joshua keine Pralinen isst

Chapter Text

LUIS

„Deinem Schwarm eine Schachtel Pralinen zu schenken, ist eine wunderbare romantische Geste“ hatte ihm die KI geraten und so stand Luis jetzt in der Pralinenabteilung des nächsten Supermarktes.

Kleines Dankeschön, Alles Gute – Mon Chéri!

Endlich zahlte es sich aus, in Hausers Französischunterricht aufgepasst zu haben, denn Luis wusste, dass das „Mein Liebling“ bedeutete. Und da Joshua Latein als zweite Fremdsprache gewählt hatte, würde er damit auch nicht direkt mit der Tür ins Haus fallen. Jackpot!

Er bezahlte die Pralinen, dann hinterließ er sie mit einem Zettel mit der Aufschrift „Von Luis :)“ in Joshuas Zimmer.

Er schloss die Tür hinter sich und bekam so nicht mit, wie eine Windböe den Zettel hinunterwehte.

JOSHUA

„Joshua?“, fragte ihn Frau Schiller, als er es sich eigentlich gerade mit einem Buch auf seinem Bett bequem machen wollte, „Kommst du mal bitte in mein Büro?“

Joshua hatte keine Ahnung, was Frau Schiller von ihm wollte, aber in ihr Büro beordert zu werden, verhieß nichts Gutes. Vielleicht war seine Oma gestorben, der ging es in letzter Zeit sowieso nicht gut. Aber dann würde doch sicher auch Elly dabei sein. Seinen Putzdienst hatte er auch immer zuverlässig erledigt und selbst wenn nicht, was das doch nur eine kleine Ermahnung wert.

„Setz dich“, beorderte ihn Frau Schiller. Auf ihrem Schreibtisch lag eine Packung Mon Chéri. Wer ihr die wohl geschenkt hatte?

„Joshua, ich weiß, du denkst vielleicht, das sind nur ein paar Likörpralinen“, begann Frau Schiller, „Aber am Einstein herrscht nun mal striktes Alkoholverbot. Das verstehst du, oder?“

Hä?

„Natürlich wird niemand nach zwei Pralinen betrunken durchs Gebäude torkeln. Aber darum geht’s nicht. Es geht um’s Prinzip. Alkohol ist Alkohol. Wenn ich dir jetzt Pralinen erlaube, fragt mich danach der nächste, ob er etwas Weißwein für sein Risotto haben darf und dann fragt jemand, ob er Radler trinken darf, weil das nur 2% hat. Darum haben wir ein striktes Alkoholverbot.“

Die sind doch gar nicht von mir!, dachte Joshua. Aber vermutlich würde Frau Schiller das nur als Ausrede abbuchen, die sie schon tausendmal gehört hat.

„Ich vertrau dir eigentlich, dass du dich an die Regeln hältst, Joshua“, fuhr sie fort, „Darum belasse ich es bei einer Verwarnung. Und falls die als Geschenk für deine Oma, deine Tante oder sonst wen gedacht waren, sag ich deinen Eltern Bescheid und sie können die hier abholen. Okay?“

„Verstanden, Frau Schiller“, sagte Joshua, „Kommt nicht wieder vor.“

„Das will ich hoffen.“

Joshua stand auf und schloss die Tür hinter sich.

Wenn das ein Versuch von Elly war, ihn von der Schule fliegen zu lassen, war sie damit krachend gescheitert.

Wer sonst würde so etwas tun?

„Elly!“ rief er und machte sich auf dem Weg zu ihrem Zimmer.

Die konnte was erleben!