Actions

Work Header

Rating:
Archive Warning:
Fandom:
Additional Tags:
Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2026-08-23
Completed:
2026-08-23
Words:
2,818
Chapters:
4/4
Kudos:
3
Hits:
20

Diegos dunkle Düsternacht

Summary:

Alle Freunde haben sich zu einem besonderen Ereignis in Pummelomis Garten versammelt. In dieser besonderen Nacht fallen Zimtsternschnuppen vom Himmel und wer eine fängt, darf sich etwas wünschen. Doch Wünsche können auch schrecklich schiefgehen ...

Chapter Text

Diegos dunkle Düsternacht

PUMMEL
Sag mal, warum hast du heute eine Lampe dabei? Weil, du hast noch nie eine mitgebracht und so.

SPRECHER
Weißt du, die brauche ich heute zum Lesen.

PUMMEL
Aber sonst liest du doch auch ohne?

SPRECHER
Ja, heute brauche ich die aber für das Abenteuer.

PUMMEL
Aber wieso brauchst du denn eine Lampe, wenn es doch hell draußen ist?

SPRECHER
Das kann ich dir doch noch nicht verraten.

PUMMEL
Schade. Aber geht es um Kekse?

SPRECHER
Geht es nicht irgendwie immer um Kekse?

PUMMEL
Stimmt … Kekseeeeeeee (verhallt in der Ferne)

SPRECHER
Klingt, als könnten wir also anfangen. Nun …

 

Szene 1:
ABEND – IN PUMMELOMIS GARTEN

SPRECHER
Es war Abend in der Glitzerwelt. Die Sonne war schon halb am Horizont verschwunden, sodass alles in einem orange-rotem Schein lag. Pummel saß gemeinsam mit Norbert in Pummelomis Garten und starrte sehnsüchtig gen Himmel.

NORBERT
Auf was warten wir jetzt also nochmal genau?

PUMMEL
Na, auf die Zimtsternschnuppen! Die fallerichen nur einmal im Jahr vom Himmel und wer einen fängt, darf sich dann etwas wünschen.

NORBERT (besorgt)
Und wie groß sind solche Zimtsternschnuppen?

PUMMEL
Na, genau so groß, dass sie direkt in meinen Mund fallen können.

NORBERT
Aha! Dir ist aber schon bewusst, dass Dinge, die in DEINEN Mund passen, ungefähr so groß sind WIE ICH.

PUMMEL
Oh, hm, stimmt. Vielleicht solltest du dich doch lieber unter den Tisch versteckern. Ich kann ja eine Schnuppe für dich mitfangen.

SPRECHER
In diesem Moment trat Pummelomi aus dem Haus. Sie trug einen kleinen rosa Regenschirm in der Hand und reichte ihn Norbert.

NORBERT
Ein Schirm?

PUMMELOMI
Wenn du ihn verkehrt herum aufspannst, kannst du darin Zimtsternschnuppen fangen und stehst dennoch sicher darunter.

NORBERT
Ha, das ist tatsächlich eine gute Idee.
     (flüsternd)
Außer die Teile erschlagen mich gemeinsam mit dem Schirm.

SPRECHER
Die letzten Regenbogenfarben verblassten und mit jeder Sekunde erschienen mehr Sterne am dunkler werdenden Himmel.

NORBERT
Eigentlich schon ganz schön, so ein Sonnenuntergang.

PUMMEL
Lang kann es nicht mehr …
     (aufgeregt)
DA IST EINER! Und da noch einer!

SPRECHER
Pummel hüpfte mit geöffnetem Mund auf und ab, wobei er die Augen nicht von den kleinen fliegenden Gebäcksternen lassen konnte, die nach und nach aus dem Nichts auftauchten und auf die Glitzerwelt herabfielen.

NORBERT
     (empört)
He! Was soll … PUMMEL!

SPRECHER
Pummels Schweif hatte Norbert aus Versehen erwischt und der Keks war auf seinem Hintern gelandet. Er rappelte sich auf und klopfte sich Gras von seinen Schokostreuseln.

NORBERT
Eine Entschuldigung wäre wohl zu viel verlangt. Dann …

SPRECHER
Ein Schmetterbong kam in diesem Moment vorbeigeflattert und ein Flügel fegte den armen Norbert erneut von den Füßen.

NORBERT
Unverschämtheit!

SPRECHER
Norbert warf den Schirm zur Seite und eilte unter den Gartentisch, wo er hinter dem Tischbein hervorlugte. Die Glitzerweltbewohner um ihn herum sprangen, flogen, krochen, tapsten, raupten, hopsten und flitzten hin und her, um so viele Zimtsternschnuppen wie möglich zu erwischen.
Norbert wartete, bis es aufgehört hatte, Kekse zu regnen. Erst dann wagte er sich unter dem Tisch hervor.

NORBERT
Sag mal, Pummel, hast du dir jetzt ernsthaft für jede Zimtsternschnuppe etwas gewünscht?

PUMMEL
Oh nein, ich hab vor lauter fangen ganz vergessen, mir was zu wünscherichen. Naja, die waren trotzdem seeehr lecker.

NORBERT
     (vorwurfsvoll)
Du hattest wenigstens die Chance, während ich mich hier unter einer Sitzgarnitur kauernd vor Keks-Meteoriten und wildgewordenen Puffreisraupen verstecken durfte.

PUMMELOMI
Mach dir nichts draus, Norbert. Seit ich denken kann, ist noch kein Wunsch in Erfüllung gegangen. Es ist einfach eine schöne Tradition, die zudem wirklich gut schmeckt.

SPRECHER
In diesem Moment wurde es um Norbert, Pummel, Pummelomi und die anderen Bewohner der Glitzerwelt finster. Der Mond leuchtete nicht mehr, die Lichter in den Häusern waren aus und selbst die Glühpunschwürmchen sahen sich verwirrt nach ihren erloschenen Hinterteilen um.

NORBERT
Ähm, was soll das? Könnte mal bitte jemand das Licht wieder anmachen?

PUMMEL
Das find ich jetzt aber so gar nicht mehr romantischisch.
     (erschrocken)
AU! Was war das?

SCHMETTERBONG
Das war mein Flügel. Pass doch auf!

PUMMEL
Schuldigung. Ich konnte ja nicht sehen, dass du da in der Luft bist.

PUMMELOMI
Das gefällt mir ganz und gar nicht. Ihr könnt alle ebenfalls rein gar nichts mehr erkennen?

PUMMEL
Gar nichterlich nichts.

NORBERT
Nope, alles schwarz. Also eigentlich ganz nett so ohne die ganzen Regenbögen und so, aber so ein bisschen mehr Licht fände ich dann doch echt angenehm.

PUMMEL
Hast du dir das herbeigewünschericht, Nobbili?

NORBERT
Ich? Ich hatte nicht mal eine von diesen Zimtsternschnuppen und außerdem hat Pummelomi gesagt, dass das mit den Wünschen nur so ein Aberglaube-Ding ist.

PUMMEL
Aber was könnte das denn sein?

PUMMELOMI
Ich weiß es nicht, Pummel. Wir müssen aber auf jeden Fall etwas dagegen unternehmen. Die Glitzerwelt braucht ihr Licht.