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Language:
Deutsch
Stats:
Published:
2024-11-02
Completed:
2024-11-02
Words:
30,831
Chapters:
8/8
Comments:
9
Kudos:
38
Bookmarks:
2
Hits:
789

Sur le fil

Chapter 8: Alles muss ein Ende haben

Notes:

Ja, ich hab den Zweiten Weltkrieg geskippt, nein tat ich nicht, weil ich einfach zu müde war und keine Ideen mehr hatte, für mich war der erste Weltkrieg schon grausam genug.
Und im Kurzen verfasst würde eigentlich das gleiche passieren wie im vorherigen Kapitel, isoliert und wartet die Zeit einfach ab, involviert sich nicht mit den Menschen.

Egal, diese ist eh auch wieder ein bisschen kurz aber viel kann ich jetzt aus meinen Gehirn nicht mehr rausbringen denn ich hab mich zu sehr abgearbeitet mit diesem multi-chapter kram. Ihr versichere aber das ich diese serie updaten werde, vielleicht so mit vier weiteren Oneshots oder so, keine sorge auch, die quality wird besser werden dazu.

It’s never too late to look back on a past tragedy.

Chapter Text

In den stillen Nächten, wenn das Hotel in Schatten gehüllt war und der Wind draußen flüsterte, saß Rhun oft alleine in seiner Bibliothek, umgeben von Büchern, die Geschichten längst vergangener Menschen erzählten. Er spürte die Stimmen derer, die er in seinem Leben getroffen hatte, die Seufzer jener, die jedoch nicht für immer bleiben konnten.

Die Menschen kamen und gingen, doch das Hotel blieb – und Rhun blieb mit ihr.

Er hatte das gesehen, Reiche aufsteigen und Fallen sehen, Kriege und Frieden kommen und gehen sehen, doch nichts hatte jemals wirklich Bestanden. Alles, was Menschen so wichtig war, verblasste über die Zeit, wie ein Bild, das langsam in der Dunkelheit verschwand.

Er öffnete ihnen seine Türen, gab ihnen Raum und Zeit, und sah zu, wie sie versuchten, dem, was in ihnen brannte, nachzujagen, wie Motten, die sich an das Licht klammerten, das sie niemals berühren konnten.

So viele Menschen waren gekommen, doch niemand hatte ihm so viel bedeutet wie Johann und Katharina. Sie waren für ihn mehr als flüchtige Gäste oder Geschäftspartner; sie waren wie der tief verwurzelte Anker in einer Welt, die er kaum noch zu begreifen wagte.

Sie hatten es gewagt, ihn herauszufordern, und doch hatten sie ihn fürs Beste erreicht. Johann, mit seinem ruhigen Lächeln und den Augen, die stets einen scharfsinnigen Funken trugen, war einer der wenigen gewesen, die es gewagt hatten, ihn herauszufordern. 

Durch sie hatte Rhun gelernt, dass das wahre Leben nicht nur in den unendlichen Jahren liegt, die er erleben konnte, sondern in den flüchtigen, vergänglichen Momenten, die den Menschen um ihn herum so wertvoll waren. Sie hatten ihm die Augen geöffnet für die Freude an der Nähe und dem Teilen, an der Hingabe zu kleinen Augenblicken des Glücks und der Melancholie. Sie waren das greifbare Versprechen, dass selbst für ihn, den Unvergänglichen, wahre Bedeutung in der Verbindung zu anderen lag.

Er verstand nun. 

Er schuldete ihm wirklich eine Menge, doch sie je wieder sehen zu können, blieb dennoch ein weit entferntes Sehnen danach. 

Notes:

Falls jemand irgendwelche Fragen hat, weil ich das echt messy geschrieben hab, stellt sie gerne