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Rating:
Archive Warning:
Fandoms:
Characters:
Language:
Deutsch
Series:
Part 1 of Der Hexer Rumo
Stats:
Published:
2016-01-11
Updated:
2016-07-04
Words:
5,277
Chapters:
4/?
Comments:
2
Kudos:
3
Hits:
197

hier fängt die Geschichte an...

Chapter 4

Summary:

tut mir leid, etwas kurz geraten. Ich habe mich ablenken lassen, werde den anderen Teil denke ich in eine zweite Geschichte packen und es deswegen bei diesem kürzeren Kapitel belassen.

Notes:

(See the end of the chapter for notes.)

Chapter Text

„Nett“ Rumo grinste wölfisch und lies seine Zähne blitzen. Rittersporn schluckte sichtbar, sein Adamsapfel hüpfte nervös unter der behaarten Haut. Der kleine Kerl hatte Angst.

Unsicher, ob er sich einfach ruhig schlafen legen sollte kramte Rittersporn in seiner Tasche. Er fand etwas Dörrfleisch und begann sich nach einem Stock umzusehen auf dem er es rösten konnte. Er fand einen etwas krummen dürren Zweig neben sich und begnügte sich damit, der Wolpertinger machte ihn nervös. Das bisschen bleiches Mondlicht dass sich im weißen Fell spiegelte ließ Rumo gespenstisch aussehen und gerade eben hatte er auch noch die Zähne gefletscht. Rittersporn war sich wirklich nicht sicher ob er gerade der Geburt seines besten Werkes beiwohnte oder dem Beginn einer üppigen Mahlzeit für den Wolpertinger. Er begann an dem Stock herumzuschnitzen und betrachtete aus den Augenwinkeln Rumo, der ihn unverhohlen beobachtete. Rittersporn begann zu schwitzen. Und wie so oft, wenn er nervös war begann er zu reden.

„Du bist also Hexer, ga?“
Rumo schwieg und sah das Tabakhütchen durchdringend an
„Ga, Du hast doch bestimmt schon viele Monster getötet und viele hübsche Maiden gerettet?“
Rumo rümpfte die Nase und brummte leise
„Wie bist du Hexer geworden? Was ist die... ga, die tragische Geschichte hinter deinem Versuch, die Menschheit vor dem Bösen zu schützen?“
„Ich bin kein Templer oder sowas“
„Ga! Es spricht!“
Rumo kniff die Augen zusammen und knurrte, Rittersporn schwitzte mehr.
„Entschuldigung, ga“ erwiderte Rittersporn kleinlaut und damit begann wieder das Schweigen.

 

Rittersporn hatte es fertig gebracht das zähe Dörrfleisch auf den Stock zu bugsieren und hielt es übers Feuer. Rumo wurde den Eindruck nicht los, dass das Tabakhütchen ihm ebenso wenig traute wie er ihm.
Rumo seufzte und kramte seinen Alchemiebeutel hervor. Er begann seine gesamten Zutaten auszubreiten und zu sortieren. Er spürte den Blick Rittersporns auf sich, weigerte sich jedoch ihm Aufmerksamkeit zu schenken. Nachdem er alles begutachtet hatte, legte er das Fläschchen mit dem schlecht gewordenen Ertrunkenenhirn beiseite und packte den Beutel wieder weg. Als er aufsah blickte er in die weit aufgerissenen Augen eines Tabakhütchens, umrahmt von einem leicht grünen Gesicht.

„Ga! Was ist das?“
„Ertrunkenenhirn“
„Warum trägst du das rum, ga?“
„Ich mache daraus Tränke“
„Tränke, ga? Du trinkst das Gehirn von Ertrunkenen?“
Rumo zuckte mit den Schultern
ein Grinsen machte sich auf Rumos Lippen breit, er griff nach dem Fläschchen und warf es Rittersporn zu. „Hier für dich, schenk ich dir“
Das Tabakhütchen quiekte und versuchte halb erfolgreich dem Geschoss zu entgehen, sehr zu Rumos Belustigung. Rittersporn beäugte noch einmal misstrauisch das Fläschchen dem er entgangen war und setzte sich sehr aufrecht wieder ans Feuer, diesmal behielt er seine Fragen für sich.

Rumo schien sich zu entspannen, den Blick aufs Feuer gerichtet und dem leisen Kratzen Rittersporns Feder auf Papier lauschend saß das ungleiche Paar bis ins Morgengrauen schweigend beisammen.

Rittersporn musste eingeschlafen sein, denn er erwachte vom Wiehern des Pferdes, das Rumo gerade abrieb. Das Feuer war verglüht und Rumo hatte schon die Satteltaschen gepackt. Eilig kramte Rittersporn seine Sachen zusammen und schlang sich seine Laute auf den Rücken. Bei Tageslicht sah Rumo auch gleich weniger beängstigend aus, sein weißes Fell einfach nur seidig, die Pupillen in den gelben Augen zu Schlitzen verengt sah Rittersporn nicht mehr in den schwarzen Abgrund von gestern Nacht. Die alltägliche Arbeit mit der braunen Stute gab ihm den Flair eines ganz normalen Wesens. Rittersporn fand seine Sprache wieder. Sehr zum Bedauern Rumos.

Notes:

Die Geschichte macht einen kurzen Abstecher
http://archiveofourown.org/works/7546509
der aber nicht zwingen gelesen werden muss, denke ich.

Notes:

Disclaimer: alle Namen und Daseinsformen gehören Walter Moers und Andzrej Sapkowski. Die Legende heißt "der Rodensteiner" und stammt aus meiner Heimat, dem mittleren Odenwald (Südhessen) die hierin geannten Namen sind so gut es geht recherchiert und durch Erfindung und/oder Spekulation meinerseits ergänzt, wo ich nichts finden konnte - Ortsbeschreibungen aus lückenhafter eigener Erinnerung ;)

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