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Zwischen Andromeda und Aquarius

Summary:

In einer Pegasus-Galaxie ohne Stargates bilden Rodney McKay, Teyla Emmagan und Ronon Dex die Crew auf John Sheppards marodem Weltraumfrachter Atlantis. Einen mysteriösen Hilferuf später haben sie zwei nicht besonders erwünschte Flüchtlinge an Bord und Rodney erfährt, dass in John ein Geheimnis steckt, dessen Aufklärung sein Leben verändern könnte. Auf der Flucht vor Sklavenhändlern und der Obrigkeit suchen sie nach einem Weg sowohl den Flüchtlingen zu helfen als auch Johns Geheimnis zu lüften.

Fanart zur Geschichte von Antares

Notes:

Diese Geschichte ist ein sehr SGA-lastiges Crossover. Man kann sie auch verstehen, ohne X-Men zu kennen.
Ganz herzlichen Dank an Pat (PatK), die mir beim Schreiben eine unschätzbare Hilfe war. Dank diverser Brainstorming-Sitzungen mit ihr, Lob, Kritik und ihrer ausgezeichneten Vorschläge, wenn eine Szene mal nicht so saß, ist diese Geschichte tatsächlich fertig geworden. Und dann hat sie das Monster auch noch supergründlich betagelesen. Auch dafür – danke sehr! :)
Alle verbleibenden Fehler gehen natürlich auf mein Konto.
Die Story ist fertig geschrieben, läuft gerade durch den letzten Beta-Durchgang und wird von mir nach und nach kapitelweise gepostet.

Chapter Text

„Sheppard?“ Rodney eilte den schmalen Hauptgang der Atlantis entlang, während er mit dem Zeigefinger ungeduldig gegen sein Headset klopfte.

Stille.

Er setzte „Überprüfung der schiffsinternen Kommunikationskanäle und Headseteinstellungen“ auf seine mentale To-Do Liste, direkt vor „Rekalibrierung der Steuerbord Plasmakanone“ und nach „Ronon nachdrücklich an das Aufstocken des Kaffee-Vorrats erinnern“.

Ah, Ronon, genau. Den könnte er fragen. Rodney wechselte den Kanal.

„Mhmmm, Schokoladenmousse als Dessert? Das klingt fantastisch“, drang Teylas Stimme samtweich an sein Ohr. „Du solltest etwas davon mit in unsere Kabine nehmen, für heute Nacht …“

Rodney räusperte sich sehr, sehr laut - noch bevor Ronon, der am anderen Ende der Verbindung leise und unzweifelhaft dreckig lachte, genauer darauf eingehen konnte, was er und Teyla mit der Schokoladenmousse vorhatten. Nachts. In ihrem gemeinsamen Quartier.

„Ronon?“

„McKay?“

„Weißt du wo Sheppard ist?“

„Nein.“

„Hm, er ist also nicht bei dir in …?“

„Nein.“

„Und du hast ihn in den letzten zwei Stunden auch nicht ge…?“

„Nein. War’s das? Ich muss weitermachen. Abendessen ist noch nicht fertig.“

Rodney rollte die Augen. „Oh, du kannst also plötzlich nicht mehr gleichzeitig kochen und reden, ja?“

„Können schon.“ Ronons Grinsen war sogar über Funk zu hören.

„Rodney“, schaltete sich Teyla ein. „Vielleicht ist John ja im Geschützstand.“

„Danke, da will ich gerade nachsehen. Ich finde ihn schon, McKay Ende.“ Rasch wechselte er wieder den Kanal. Besser, Ronon nicht weiter beim Kochen und beim „Gespräch“ mit Teyla zu stören – wer weiß, was er sonst mit Rodneys Anteil der Schokoladenmousse anstellte. Ronon war zwar kein Gourmet-Koch, aber er hatte das äußerst nützliche Talent aus nur wenigen mageren Zutaten ein Festessen zu machen. Zweifellos ein Überbleibsel der Jahre, die er auf der Flucht verbracht hatte.

Nur noch ein Gang trennte Rodney vom Geschützstand.

Wenn Sheppard hier nicht steckte, blieb nur noch das Frachtdeck, das zurzeit mit ein paar Kisten Kutani-Dünger von einer Landwirtschaftskolonie auf Hakun 5 beladen war. Eine der Kisten war allerdings undicht. Das gesamte Deck stank bestialisch und war nur mit Atemschutz zu betreten. Bevor Rodney das freiwillig durchsuchte, würde er Alarm geben, auch wenn er damit gegen mindestens zwei Bordregeln verstieß. Egal. Wo auch immer Sheppard an Bord des Schiffes war, den Alarm könnte er nicht überhören.

„Sheppard, verflucht, melde dich!“

Nicht einmal Rauschen antwortete ihm. Das konnte eigentlich nur zwei Dinge bedeuten. Entweder der Kanal, den er und Sheppard für ihre Kommunikation reserviert hatten, war tot - was einer mittleren Katastrophe glich, denn er hatte keine Lust für überlebenswichtige Meldungen von Bordingenieur an Kapitän die allgemeine Leitung zu benutzen und dabei Ronon und Teyla beim Liebesgeflüster im Ohr zu haben - oder aber ...

Rodney betätigte den Öffnungsmechanismus zum Geschützstand. Das Schott ruckelte, quietschte unmelodisch und öffnete sich dann zögerlich. Rodney spähte in das Halbdunkel des kleinen Raumes, der nur schwach vom Glanz ferner Sterne und dem Blinken der Armaturen erleuchtet wurde.
Er holte tief Luft.

Oder aber, es bedeutete, dass Sheppard mit hochgelegten Beinen im schwenkbaren Sitz des Kanonenstandes lümmelte, das Headset ausgeschaltet auf der Konsole neben sich. Oh ja, der perfekte Platz und Zeitpunkt für ein Nickerchen. Hier, wo er am weitesten von der Brücke entfernt war, und gerade jetzt, wo das bordweite Interkom die Flügel gestreckt hatte. Was hieß, dass Sheppard wirklich nur über Headset zu erreichen war. Wäre. Oder per Botenjunge.

Rodney wollte gerade seinem Ärger Luft machen, als ein bläulicher Lichtstrahl sein Gesicht streifte. Blinzelnd blickte er zu der durchsichtigen Kuppel hoch und sah die holografische Darstellung von „Space-Fighters“ – das einzige Flugsimulationsspiel, das mit dem veralteten Interface der Atlantis kompatibel war. Jetzt erst bemerkte er, dass John keineswegs schlief, sondern die Interfacemaske über Augen und Stirn gezogen hatte, während seine Hände die Armlehnen des Sitzes wie Steuerknüppel hielten.

Nun, für eine Partie Holo-Space-Fighters war der Geschützstand tatsächlich der ideale Ort. Besser gesagt, der einzige Ort an Bord, an dem das Spiel funktionierte ohne die Funktion wichtiger Sensoren zu beeinträchtigen.

Ein Teil von Rodneys Verärgerung verpuffte. John vermisste das Fliegen sehr. Richtiges Fliegen, in den wendigen Bodennähe-Jets, die er als Major der Sol-Einheiten geflogen hatte. Er vermisste das Einssein mit der Maschine, die auf die kleinste Bewegung des Steuerknüppels reagierte. Nicht, dass John ihm das etwa erzählt hatte. So etwas gehörte einfach zu den Dingen, die man über einen Mann erfuhr, wenn man fast ein Jahr lang eine Gefängniszelle in Baracke 12 mit ihm teilte. Terras ältestes Militärgefängnis war nicht gerade dafür bekannt, seinen Insassen viel Privatsphäre zu lassen.

Oder für hohe Hygienestandards und gesittete Umgangsformen. Eine eher kleine Sandschabe hatte Johns irrationale Abneigung gegen Käfer ans Tageslicht gebracht. Seine Begabung, auch in den brenzligsten Situationen fast unmenschlich ruhig zu bleiben, hatte Rodney einmal buchstäblich den Hintern gerettet. Ein zweites Mal war danach nicht mehr notwendig geworden. Gott sei Dank, denn im Vergleich zu Sheppards himmelhoher Schmerztoleranz war seine eigene praktisch inexistent.

John hatte während seiner ganzen Haftzeit keinen Besuch erhalten, keine Transmission, nicht einmal ein altmodisches Paket. Nichts.

Schon merkwürdig, wie gut man einen Menschen kennenlernen konnte, ohne wirklich etwas über seine Vergangenheit zu erfahren.

Da wusste John doch schon etwas mehr über ihn. John wusste von Rodneys Panikattacken, von den Albträumen, in denen ihn Collins' verbranntes Gesicht heimsuchte und von seiner Schwester, die aus gutem Grund nicht mehr mit ihm redete.

Nun, dass der Grund tatsächlich ein guter war, hatte er sich selbst erst in den letzten Monaten eingestanden. Das würde er John aber nicht ohne Weiteres auf die Nase binden.

John hatte ihn in einigen seiner schlimmsten Momente erlebt und hatte seine weniger schmeichelhaften Charakterzüge live in Farbe und 3D mitbekommen. Trotzdem tauchte er am Tag von Rodneys Entlassung – zwei lange Monate nachdem John selbst wieder auf freiem Fuß war - an der Pforte des Gefängnisses auf und bot ihm einen Job als Ingenieur auf diesem Weltraumklepper an. Rodney hatte zugesagt, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken. Mit einer Verurteilung wegen fahrlässigen Umgangs mit Hochtechnologie mit Todesfolge konnte er, trotz seines Doktortitels und Genies, auf dem freien Markt bestenfalls eine Stelle als Wartungstechniker für Putzdroiden erwarten. Bordingenieur auf einem Raumschiff – ein sehr altes, klappriges Raumschiff, aber Johns Raumschiff – war dagegen schon fast das Paradies.

„John?“ Rodney trat neben ihn und berührte ihn leicht an der Schulter.

Die Hologramme verschwanden. John zog sich die Maske vom Gesicht und fuhr sich mit der Hand durchs Haar. „Oh, hey, Rodney.“ Sein rasches Lächeln verscheuchte den Rest von Rodneys - absolut gerechtfertigtem, vielen Dank - Ärger. Jedenfalls fast.

John setzte sich aufrecht hin und ließ die Füße von der Konsole gleiten. „Was gibt’s?“

„Teyla hat einen Notruf empfangen.“

„Warum habt ihr ihn nicht direkt an mich weitergeleitet?“ John runzelte die Stirn, stand auf und schaltete die Beleuchtung ein. Schnell verstaute er die Spielemaske in der kleinen Blechkiste neben der Konsole.

Rodney verschränkte die Arme vor der Brust und deutete mit dem Kopf auf Johns vernachlässigtes Headset. „Vielleicht weil Kommunikation via magischer Schwingungen oder Telepathie nicht zu unserem Repertoire gehört?“

Mit einer müden Geste fuhr sich John mit der Hand über’s Gesicht. Das fahle Licht der Kanzel betonte seine Blässe und die Ringe unter seinen Augen. Zu viele Sorgen, zu wenig Schlaf. „Richtig, das Interkom. Sorry, McKay.“

„Ah, schon in Ordnung“, hörte Rodney sich sagen, anstatt wie geplant über die verlorenen zwanzig Minuten seines Lebens zu klagen, in denen er das Schiff nach John durchsucht hatte. Johns ganze Ersparnisse steckten in diesem Frachter und die Geschäfte liefen nun, schlecht, war eine Untertreibung. Dann waren da noch die andauernden Reparaturen und …

„Der Notruf?“, fragte John und riss Rodney aus seinen Gedanken.

„Hm, das ist etwas mysteriös“, begann Rodney und folgte John aus der Kanzel. Das Schott schloss sich mit einem satten, gesunden Klicken hinter ihnen – fast so, als hätte die Atlantis Johns Frustration gespürt und wollte ihn etwas aufmuntern. „Teyla ist sich ganz sicher, einen Notruf empfangen zu haben. Aber der Bordcomputer hat ihn nicht aufgezeichnet.“

„Verflucht, ist der jetzt etwa auch hinüber?“ John blieb stehen und drehte sich zu Rodney um. Der bedeutete ihm mit einer ungeduldigen Handbewegung weiterzugehen und bemerkte: „Hätte ich dann ‚mysteriös’ gesagt? Sicher nicht, denn das wäre wohl eher ein Fall für ‚abgrundtief katastrophal’.“

„Rodney, bitte!“ Das Augenrollen war zu hören. „Was ist mit dem Computer?“

„Keine Sorge, der ist völlig in Ordnung, ich habe ihn gerade überprüft. Der Notruf, den Teyla gehört haben will, liegt zeitlich genau zwischen dem routinemäßigen Funkfeuer von Kalidor und der Quarantänewarnung von diesem radioaktiv verseuchten Wrack auf Baton 4. Beides wurde sowohl per Audio übermittelt als auch vom Computer aufgezeichnet. Nicht anzunehmen, dass er in den paar Minuten dazwischen plötzlich ausfällt und dann wieder – zack - funktioniert.“

„Oh. Das heißt …“

„Genau.“

John zuckte mit den Schultern. „Es wäre nicht das erste Mal, dass Teyla etwas ... aufgeschnappt hat.“

„Ja und es wäre auch nicht das erste Mal, dass es nur der Albtraum eines Wraithkindes an Bord eines voll funktionsfähigen, schwerbewaffneten Hives wäre.“

Teylas telepatische Fähigkeiten waren kaum vorhanden und beschränkten sich außerdem auf mentalen Kontakt mit Wraith, mit denen sie über fünf Ecken genetisch verwandt war. Grund genug für ihr Volk, sie als potenzielle Verräterin zu verstoßen. Und das, obwohl längst ein unsicherer Friede zwischen den Wraith und dem Rest der Galaxie herrschte. Die Zeiten, in denen die Wraith wie hungrige Raubtiere einen Planeten nach dem anderen geplündert hatten, waren seit ein paar Jahren vorbei, ihre technologische Überlegenheit längst Geschichte. Trotzdem verursachten Begegnungen mit Wraith bei Rodney immer ein ungutes Gefühl, denn nicht alle Hives hatten sich der Unterzeichnung des Nichtangriffspaktes von Prokulis angeschlossen und die Feuerkraft ihrer Waffen war beachtlich.

„Rodney, da hatte sie selbst sofort gesagt, dass sie sich nicht sicher ist, ob es sich wirklich um einen Notruf handelt. Und zwar lange bevor wir auch nur auf dem Radar des Hives aufgetaucht sind.“ John betätigte den Öffnungsmechanismus des Schotts, das sie von der Brücke trennte.

Teyla sah von ihrer Konsole auf und lächelte ihnen zu, als sie die Brücke betraten. „Es tut mir leid, John, dass wir dich in deiner wohlverdienten Ruhe stören mussten, aber du solltest dir das hier ansehen.“ Sie reichte ihm ein Datenpad.

John lehnte sich mit der Hüfte an die Konsole und studierte stirnrunzelnd die Aufzeichnung, die Teyla manuell eingegeben hatte. Rodney sah ihm über die Schulter. Sie hatte den kompletten Wortlaut der kurzen Nachricht notiert. Drei Mal das Wort „Mayday“, dann „Triebwerksschaden“ gefolgt von drei Zahlengruppen.

„Exakte Koordinaten?“, fragte John erstaunt.

„Ja. Das ist auch ein Grund, warum ich völlig überzeugt war, die Stimme über Funk gehört zu haben. Sie war klar und deutlich. Diese Nachricht wurde noch zweimal wiederholt.“ Teyla biss sich kurz auf die Lippe. „Erst als ich die Computeraufzeichnung zur Kontrolle abspielen wollte, ist mir bewusst geworden, dass ich die Stimme nicht wirklich gehört hatte. Sie war in meinem Kopf.“

John nickte und sagte dann mit einem Hauch Ironie und einem Blick zu Rodney: „Träumende Wraithkinder senden wohl kaum exakte Koordinaten.“

Teyla nickte. „Es könnte ein Wraith sein, dessen Funk ausgefallen ist und der auf diese Weise versucht, mit anderen Wraith in Kontakt zu treten, aber es …“

„Aber ein Wraith würde nicht ausgerechnet ‚Mayday’ senden“, fiel John ihr ins Wort.

„Es sei denn, er will zu hilfsbereite Menschen in eine Falle locken“, unkte Rodney hauptsächlich aus Prinzip. Es war nicht anzunehmen, dass sich ein Fallen stellender Wraith auf eine mentale Botschaft in typisch menschlicher Terminologie beschränken würde, die – bis auf wenige Ausnahmen – sowieso nur von Wraith empfangen werden konnte.

„Es fühlte sich nicht wie ein Wraith an“, warf Teyla ein. „Ich finde, wir sollten eine Kursänderung vornehmen und nachsehen, ob da draußen wirklich jemand Hilfe braucht.“

„Wo ist es?“, fragte John sie.

„Die Koordinaten sind fernab der häufig frequentierten Handelsrouten.“ Sie strich sich eine Strähne ihres schulterlangen Haars aus der Stirn. „Sollte dort draußen jemand mit Triebwerksschaden festsitzen, dann sind wir vermutlich seine einzige Chance.“

„Nachsehen kostet nichts.“ John nickte ihr zu. „Gib die Koordinaten ein. Wir fliegen per Autopilot.“

Rodney seufzte. Sheppard musste nur „jemand braucht Hilfe“ hören und war sofort bereit, alle Vernunft über Bord zu werfen, um zum sprichwörtlichen Weißen Ritter zu mutieren. Dass ihm genau diese Einstellung eine unehrenhaft Entlassung und ein paar Jahre Militärgefängnis – Befehlsverweigerung weil er – Überraschung! – jemandem helfen wollte - eingebracht hatte, änderte daran nichts.

„Doch, es kostet uns mindestens vier Stunden Flugzeit und die entsprechende Menge Energie bei unserem momentanen Kurs. Und vielleicht unser Leben“, murmelte Rodney, setzte sich aber auf seinen Platz. Er rief das systemeigene Berechnungsprogramm auf, um die optimalen Zündungsintervalle des Triebwerks für den neuen Kurs festzulegen.

„Das wohl kaum, McKay.“ John gab Teyla das Datenpad zurück, setzte sich in den Pilotensessel und brachte den Autopiloten online. Nach einem Moment drehte er sich zu Rodney um, der links hinter ihm saß, und fragte leise: „Ähm, die Schilde sind doch …?“

„Die Schilde sind so ziemlich das einzige, was auf diesem Schiff zu hundert Prozent funktioniert, keine Sorge“, erwiderte Rodney, ohne von seiner Arbeit aufzublicken.

„Gut.“

„Der neue Kurs ist berechnet und dem Autopiloten übermittelt“, meldete Teyla. „Ah, einen Moment …“ Sie tippte an ihr Headset. „Ja, Ronon?“ Für ein paar Sekunden lauschte sie mit diesem verzückt-süßlichen Lächeln, das sie für Ronon reserviert hatte, dann wandte sie sich an John und Rodney. „Ronon sagt, dass wir zum Essen kommen können.“

„Danke.“ John nickte ihr zu. „Rodney?“

„Sekunde“, murmelte Rodney und fütterte den Bordcomputer mit den letzten Daten. „Okay“, erklärte er dann. „Errechnete Ankunftszeit in einer Stunde und dreiundvierzig Minuten.“ Er warf John ein grimmiges Lächeln zu. „Also genug Zeit, um unsere Henkersmahlzeit in Ruhe einzunehmen.“

John grinste nur und klopfte Rodney aufmunternd auf die Schulter, als dieser an ihm vorbei ging. „Optimistisch wie immer.“

Rodney rollte die Augen. Er hatte ein wirklich schlechtes Gefühl bei der Sache.

 

***