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Notes from a sleepwalking man (German/Deutsch)

Summary:

Er hatte gedacht, dass er von Bills Einfluss befreit wäre, seit Bill aufgehört hatte, seinen Körper zu besessen.

Er hätte wissen müssen, dass der Dämon nur gewartet hatte.

Notes:

Dies hier ist die deutsche Übersetzung meiner gleichnamigen Fanfiktion.

Ich hab mich entschlossen, alle meine Fanfiktions nach für nach auf deutsch zu übersetzen. Der Grund wieso ich meine Storys ursprünglich auf englisch geschrieben habe, war der, dass ich mich mehr in englisch versuchen wollte - und weil ich Gravity Falls nur auf englisch gesehen habe (ich bevorzuge fast immer die originalen Versionen bei Serien und Filmen).
Dementsprechend bin ich auch nur mit den original englischen Namen und Begriffen wirklich vertraut. Ich werde versuchen, alles so gut es geht ins deutsche zu übersetzen, bloß manche original englischen Begriffe wie Weirdmageddon (= Seltsamageddon) oder Waddles (= Schwabbel) werde ich im englischen Original belassen, um es mir einfacher zu machen. Ich hoffe, dass stört euch nicht.

 

Diese Story befasst sich mit der Frage, was wohl passieren würde, wenn Ford niemals die Metallplatte in seinem Kopf eingepflanzt hätte und dadurch keinen Schutz vor Bill hätte.
Anders als meine anderen Fanfiktions, ist der Schreibstil in dieser komplett anders. Ich hoffe, das stört euch nicht.

(See the end of the work for more notes.)

Work Text:

1. Dezember, 1982, 11:58 Uhr
Ich habe mich dazu entschlossen, von jetzt an Notizen anzulegen, separat zu meinen üblichen Tagebucheinträgen. Diese Notizen werden sich um meine Muse drehen und um die Momente, in denen er meinen Körper kontrolliert. Obwohl ich vollstes Vertrauen in meine Muse habe, dass er meinen Körper nur für produktive Zwecke nutzen wird - die vielen Seiten an Recherche, die er letztes mal für mich erstellt hatte, beweisen dies - bin ich doch auch an die anderen Veränderungen interessiert, die von diesen Momenten herrühren.
Zum einen bin ich immer noch ratlos über den Schmerz in meinem rechten Auge, der nur wenige Momente später auftauchte, nachdem er meinen Körper das allererste mal kontrollierte. Vielleicht beansprucht es meine Augen zu sehr, wenn meine Muse durch diese schaut? Dies ist durchaus möglich. Ich muss dies weiter erforschen.


5. Dezember, 1982, 8:43 Uhr
Und wieder mal hat meine Muse Stunden an Arbeit für mich erledigt, genauso wie er es mir bei unserem letzten Treffen versprochen hatte. Ich weiß nicht, was ich ohne ihn machen würde! Ich sollte mich gesegnet schätzen, dass ich so großartige Freunde und Partner habe, wie meine Muse und F.
Genau wie letztes mal habe ich mir all die ordentlich verfassten Kalkulationen durchgelesen, die meine Muse für mich erstellt hatte, und dabei ist mir aufgefallen, dass er eine kleine, persönliche Notiz für mich hinterlassen hatte, zwischen zwei Skizzen. In dieser stand folgendes:

„Hab deine restliche Pizza als Entschädigung gegessen. Und auch den Großteil der anderen Nahrung im Kühlschrank. Du solltest mehr Essen kaufen. Du kannst schließlich nicht das Portal bauen, wenn du zu Tode hungerst!“

Ich musste tatsächlich grinsen, als ich das las. Meine Muse mag es, Witze zu reißen. Und es ist schwer, ihm deswegen sauer zu sein, dass er etwas (okay, dass meiste) von meinem Essen geklaut hat, wenn ich ihm dafür all meine Arbeit aufdrücke. Wirklich, sobald das Portal vollendet ist, muss ich ihm als Ausgleich etwas Gutes tun.


5. Dezember, 1982, 10:27 Uhr
F hat soeben all „meine“ Forschungsnotizen durchgelesen und dabei hat er die Notiz gesehen, die meine Muse geschrieben hatte; die über das Essen. Ich muss zugeben, sein Gesicht, als er diese las, war Gold wert!


9. Dezember, 1982, 15:56 Uhr
Diesen Morgen bin ich seltsamerweise an meinem Schreibtisch aufgewacht, obwohl ich mich letzte Nacht in meinem Bett hingelegt hatte. Mein linker Arm hatte komischerweise geschmerzt (es ist nun besser) und einige meiner persönlichen Notizen waren auf meinem Schreibtisch wild verstreut. Ich frage mich, ob meine Muse neugierig über diese Notizen - über mein Leben - war und einige von denen durchgelesen hat. Denn dieses mal gab es keine Arbeit, die er für mich erledigen musste.
Als ich meine Notizen eingesammelt und verstaut habe, haben einige von denen seltsamerweise gefehlt. Ich frage mich, wo die abgeblieben sind. Ich hab die bislang noch nicht wieder auftreiben können und ich war gezwungen, meine Suche mittendrin einzustellen, da ich von plötzlichen Bauchschmerzen heimgesucht wurde.
Ich werde meine Muse nächstes mal fragen, wo die Papiere abgeblieben sind.


12. Dezember, 1982, 13:09 Uhr
Es scheint so, als wenn meine Muse eine versteckte Nachricht in meinem Tagebuch hinterlassen hat, während ich schlief. Zumindest interpretiere ich diese seltsamen Symbole als Nachricht. Ich hab versucht, die zu übersetzen, aber es scheint keine von unseren bekannten Sprachen zu sein. Ich werde es dennoch weiterhin versuchen, da ich sehr daran interessiert bin, was da drin steht.


16. Dezember, 1982, 18:32 Uhr
Meine Muse hat wieder mal zwei Stunden an Arbeit für mich verfasst. Ich muss mir wirklich einen Weg einfallen lassen, mich bei ihm zu bedanken.
Den ganzen Tag danach hat mein Körper an verschiedenen Stellen geschmerzt. Es scheint so, dass, obwohl ich technisch gesehen in dem Moment schlafe und mich ausruhe, mein Körper dennoch überanstrengt werden kann, während meine Muse ihn kontrolliert. In dem Fall sollte ich mir wahrscheinlich mal richtigen Schlaf einholen, auch wenn wir dabei Gefahr laufen, den Terminplan nicht einhalten zu können.
Wobei ich mir da keine Sorgen mache, dass dies passieren könnte. Immerhin sind wir schon so weit im Vorsprung, dank der Hilfe meines göttlichen Freundes.


19. Dezember, 1982, 11:46 Uhr
Es sind diesen Morgen zwei weitere Nachrichten in meinem Tagebuch aufgetaucht. Was für ein Spiel spielt meine Muse mit mir? Ich muss zugeben, ich bin mittlerweile sehr investiert in dieses Spiel und verwende sogar einen großen Teil meiner Freizeit dafür, diese Sätze zu entschlüsseln.
Meine Muse versucht sicher, mich herauszufordern und meine Talente zu testen. Ich bin fest entschlossen, ihn nicht zu enttäuschen. Dies dürfte sehr interessant werden.


25. Dezember, 1982, 14:13 Uhr
Leider habe ich bislang kein Glück dabei gehabt, dieses Rätsel zu lösen, aber ich arbeite weiterhin daran.
Ich sollte nun auch genügend freie Zeit dafür übrig haben, dank meiner Verletzung. Anscheinend hatte meine Muse, als er gestern meinen Körper benutzt hatte, einen kleinen Unfall gehabt und jetzt muss ich eine Weile lang meine rechte Hand und mein rechtes Bein schonen. Er war sogar so zuvorkommend, mich in einer Notiz, die er neben mir hinterlassen hatte, auf den Unfall hinzuweisen.
Ich nehme ihm die Sache nicht übel. Immerhin, Unfälle passieren jedem mal und wie meine Muse mir schon zuvor berichtet hatte, ist er nicht großartig an menschliche Körper und an Schwerkraft gewöhnt.
Es ist gut, dass ich F an meiner Seite habe und das all die Blaupausen und Kalkulationen, die wir für das Portal brauchen, bereits fertig erstellt sind (dank meiner Muse), von daher sollte mich die Verletzung nicht allzu sehr behindern. Wir sollten immer noch in der Lage sein, dass Projekt rechtzeitig zu beenden.


8. Januar, 1983, 10:37 Uhr
Das Portal ist fast vollendet und ich bin fast vollständig von meinen Verletzungen geheilt (wobei der Bluterguss an meinem Bein eine verdächtig lange Weile braucht, um zu heilen - eventuell muss ich dies weiter beobachten). Ich wusste, dass wir es schaffen würden!
Ich hab noch immer nicht das Rätsel meiner Muse geknackt und so beschäftigt, wie ich in letzter Zeit bin, habe ich dies vorerst pausiert. Ich hoffe, dass er dies nachvollziehen kann, wobei ich da zuversichtlich bin. Immerhin ist das Portal unsere höchste Priorität.
Wo ich gerade meine Muse erwähne, er hat wieder mal einen erheblichen Anteil unseres Essens stibitzt. Obwohl ich seine Zuneigung für menschliches Essen, meine Süßigkeiten im besonderen, durchaus nachvollziehen kann (da ich nicht glaube, dass Musen normalerweise die Möglichkeit haben, zu essen), muss ich mit ihm unbedingt über das Thema Rationierung reden.
Nun gut, Zeit, einkaufen zu gehen...


14. Januar, 1983, 9:38 Uhr
Der Tag des Testlaufes rückt immer näher und ich kann es nicht abwarten, endlich die Früchte unserer Arbeit zu sehen. Obwohl die Stimmung angespannt ist und ich und F beide erschöpft von der Arbeit sind, fühle ich mich erstaunlich ruhig, wenn ich an den bevorstehenden, großen Tag denke.
Schon bald wird die Menschheit eine neue Stufe des Wissens erklimmen. Und dies alles ist nur meinem wundervollen Freund zu verdanken!


20. Januar, 1983, 6:43 Uhr
Bill hat schon wieder meinen Körper besessen!
Ich hab befürchtet, dass dies eintreten könnte - hab es sogar erwartet - aber ich bin dennoch erschrocken, dass es eingetreten ist. Wie könnte ich auch nicht sein? Immerhin war ich derjenige, der ihm uneingeschränkten Zugriff auf meinen Körper gegeben hat und ich bin der Einzige, der noch zwischen ihm und der totalen, globalen Zerstörung steht. Wenn er die Kontrolle über mich gewinnt und das Portal aktiviert, könnte dies das Ende bedeuten. Ich muss es augenblicklich deaktivieren!


22. Januar, 1983, 17:17 Uhr
Mir sind kürzlich einige neue Verletzungen aufgefallen. Verletzungen, die definitiv selbst verursacht sind.
Bill straft mich, dafür, dass ich mich ihm widersetze. Er foltert mich. Er gibt sein bestes, auf das ich unter dem Stress zusammenbreche. Aber ich hab nicht vor, aufzugeben. Ich werde ihn weiter bekämpfen.

 

Ich wünschte wirklich, dass F noch hier wäre. Ich vermisse ihn. Er hätte vielleicht gewusst, was als nächstes zu tun wäre.


24. Januar, 1983, 3:47 Uhr
Es sind noch mehr Verletzungen aufgetaucht. Anscheinend hat Bill meine Arme und Beine mit einer Gabel angestochen. Zumindest sieht es danach aus.
Bislang ist es mir gelungen, die meiste Zeit über wach zu bleiben, weswegen er nicht allzu viel Schaden mit meinem Körper anrichten konnte. Aber nach so vielen Tagen holt mich der Schlaf langsam immer öfter ein. Ich muss mir bessere Lösungen einfallen lassen.


24. Januar, 1983, 13:04 Uhr
Ich bin gerade mit einem großen Vorrat an Kaffee vom Laden zurückgekommen. Dies sollte mir helfen, wach zu bleiben. Zumindest solange Bill nicht an den Vorrat kommt und ihn zerstört, genauso wie es zuvor mit meinem Essen getan hatte. Ich verwahre es lieber mal an einem verschlossen Ort auf...


26. Januar, 1983, 1:21 Uhr
Zwei weitere, versteckte Nachrichten sind in meinem Tagebuch aufgetaucht. Ich mach mir langsam richtig Sorgen. Bill schreibt in (und benutzt!) meinen Tagebüchern, während ich komplett hilflos und nichtsahnend darüber bin! Und ich kann nicht anders, als mir zu denken, dass er mich mit diesen Nachrichten wissentlich verspottet oder bedroht.
Um ehrlich zu sein, würde es mich nicht wundern, wenn er mich bereits von Anfang an verspottet hat. Die unerklärlichen Schmerzen und Wunden, die ersten versteckten Nachrichten... Bill hat die ganze Zeit über nur mit mir gespielt!

Ich muss die Tagebücher loswerden.


28. Januar, 1983, 23:46 Uhr
Jetzt kritzelt Bill auch noch in meinem Tagebuch herum! Zwei meiner Seiten sind bereits voll mit Augen und Eigenportraits von ihm; nur da, um mich zu verhöhnen und um mich permanent an seine Präsenz zu erinnern. Ich hab die augenblicklich alle übermalt.
Mein Rücken schmerzt und ich kann nicht sagen, ob es daher kommt, dass ich stundenlang über meinem Schreibtisch gebeugt sitze, um meine Notizen durchzugehen, oder ob Bill wieder mal irgendwas mit meinem Körper angestellt hat. Es ist schwer zu sagen.
Es ist ebenso schwer, zu denken. Die konstante Schläfrigkeit macht es mir schwer, mich richtig zu fokussieren. Ich muss mehr Kaffee kaufen.

Gestern habe ich eine Postkarte losgeschickt, um jemanden, den ich kenne und dem ich hoffentlich vertrauen kann, um Hilfe zu fragen. Alles, was ich jetzt tun kann, ist zu warten...


29. Januar, 1983, 16:34 Uhr
Ich bin gerade vor wenigen Minuten eingenickt und hab mich beim aufwachen draußen in der Kälte wiedergefunden. Ich sollte mich glücklich schätzen, dass ich rechtzeitig aufgewacht bin, bevor ich mir noch eine massive Unterkühlung einfangen konnte.
Ich sollte mir besser etwas Kaffee zubereiten.


31. Januar, 1983, 0:21 Uhr
Noch eine Verletzung, diesmal an meinem linken Bein. Ich hab so langsam wirklich die Nase voll von Bills ständigen Mätzchen. Und auch von dem Warten. Ich hoffe, mein Bruder kommt bald. Ich hoffe, er kommt überhaupt.


31. Januar, 1983, 0:43 Uhr
Ich hab noch mehr Kritzeleien gefunden. Ich hab die ebenso augenblicklich ausradiert.


2. Februar, 1983, 3:29 Uhr
Muss wach bleiben. Muss wach bleiben. Muss wach bleiben. Muss wach bleiben muss wach bleiben muss wach bleibenmuss wachbleibe musss


2. Februar, 1983, 9:05 Uhr
Mehr Verletzungen, diesmal auf meinem Bauch.


4. Februar, 1983, 18:45 Uhr
Ich hab mir zwei mögliche Verstecke für zwei meiner Tagebücher ausgesucht. Ich werde heute losgehen und sie verstecken. Je eher ich die los bin, desto besser. Bill kritzelt immer noch in denen herum, von daher muss ich dies sofort erledigen.


7. Februar, 1983, 14:58 Uhr
Alles ist vorbereitet für den Moment, in dem mein Bruder ankommt. Wenn er mich nicht im Stich gelassen hat meine Nachricht an ihn beherzigt hat, müsste er hoffentlich bald eintreffen.
Ich hoffe, er tut ausnahmsweise mal das richtige nimmt das letzte Tagebuch mit.


8. Februar, 1983, 1:28 Uhr
Mehr Verletzungen. Muss nochmal Kaffee kaufen.


13. Februar (?), 1983, Zeit unbekannt
Ich hätte nie gedacht, dass ich je meinem Folterer Angesicht zu Angesicht gegenüber stehen würde, in seiner eigenen Dimension, ohne den Schutz der Traumwelt zwischen uns.
Nicht, dass ich jemals wirklich vor Bill geschützt gewesen war, nachdem ich ihm aus Dummheit Zugang zu meinem Körper und Geist gegeben habe, aber es war immer eine gewisse... Distanz zwischen uns beiden dagewesen, da er in einer anderen Dimension existiert. Die Bedrohung, die schon immer dagewesen war, hatte sich niemals so real angefühlt, wie in dem Moment, in dem ich in mein eigenes Portal gesaugt wurde und ihm persönlich gegenüberstand.
Glücklicherweise gelang es mir, ihm zu entkommen und diesen verdammten Ort hinter mir zu lassen, aber das heißt nicht, dass ich nun in Sicherheit bin. Ich bin immer noch in dieser seltsamen, unbekannten Dimension gefangen und Bill hat immer noch Zugang zu meinem Verstand und kann mich kontrollieren, wann immer er will. Und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass er nun hinter mir her ist, nachdem ich ihn mit dem Portal enttäuscht habe. Ich muss diesen Ort so weit es geht hinter mir lassen (und dabei unnötigen Schlaf vermeiden) und einen Plan entwickeln, mit dem ich ihn ein für alle mal besiegen kann.


14. Februar (?), 1983, Zeit unbekannt
Entgegen meines Urteilsvermögens bin ich wieder mal eingeschlafen, als ich durch einen dichten, außerirdischen Wald marschiert war. Ich hatte nur geplant, mich an einem lila Baum niederzulassen und mich eine Minute lang oder zwei auszuruhen, aber ich war sofort eingeschlafen. Ich musste erschöpfter gewesen sein, als ich dachte.
Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, was ich geträumt habe, aber ich war mit einem Schrecken aufgewacht, komplett verschwitzt, und ich musste mehrere Minuten warten, bis mein Körper sich wieder beruhigt hatte. Hatte Bill mir irgendwas im Schlaf angetan oder war dies einfach nur reguläre Angst, ausgelöst durch mentale und physische Erschöpfung? Als ich erwachte, war ich immer noch am selben Ort, an dem ich zuvor entschlummert war, also hatte er zumindest meinen Körper nicht bewegt.
Dennoch, ich darf mir keinen erneuten Patzer wie diesen erlauben. Ich muss auf der Hut bleiben.


15. Februar (?), 1983, Zeit unbekannt
Ich war wieder eingeschlafen. Dieses mal musste ich Stunden geschlafen haben, da es nachts war, als ich wieder erwachte und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich frühmorgens eingenickt war. (Auf der anderen Seite ist es ziemlich schwer, die Tageszeiten in diesem Ort zu erraten, da der Himmel immer eine gewisse Dunkelheit aufweist.)
Ich fühle mich nun viel besser, als noch zuvor, zumindest physisch; auch wenn ich noch eine gewisse Schläfrigkeit aufweise. Ich mach mir auch noch Sorgen wegen Bill, aber es scheint nicht so, als wenn er diesen Patzer genutzt hätte, um mich zu besessen. Zumindest kann ich keine neuen Wunden entdecken und ich hab extra meinen gesamten Körper abgesucht, um auf Nummer sicher zu gehen.


??? 
Ich war seit dem letzten Eintrag noch drei weitere male eingeschlafen und bislang ist mir nichts zugestoßen. Vertreibt sich Bill nur gerade die Zeit, während er auf den passenden Moment wartet? Versucht er, mich seelisch zu quälen? Oder hat er aufgegeben? (Nein. Ich sollte mir keine Hoffnungen machen. Nicht, wenn es um ihn geht.)


???
Eine neue Verletzung! Ich wusste, dass er wieder zuschlagen würde. Es war nur eine Frage der Zeit. Ich bin gerade aufgewacht und hab gesehen, dass meine Hand von diesen seltsamen Blasen übersät war. (Apropos: Notizen schreiben, wenn die Hand voller Blasen ist, ist höchst schmerzhaft. Ich hoffe, die verschwinden bald.)

Was plant Bill dieses mal?


???
Falscher Alarm.

Ich hab den wahren Grund für diese Blasen gefunden. Es war dieses seltsame, außerirdische Tier, was ich den einen Tag gejagt und zubereitet hatte.
Ich hab heute versucht, noch eines dieser Tiere zu fangen, als es sich plötzlich entschloss, aus Selbstverteidigung mein Gesicht zu attackieren. Ich konnte es rechtzeitig los werden, bevor es größeren Schaden anrichten konnte, aber all die Flächen meines Gesichts, die es berührt hatte, fangen nun auch an, diese Blasen zu bilden. (Notiz an mich selbst: Such eine andere Nahrungsquelle.)
Ich bin überrascht, dass ich mich nicht versehentlich selbst vergiftet habe, als ich die Kreatur gegessen habe, aber ich nehme an, dass das Gift, welches sie besitzen, beim Kochprozess neutralisiert wird.

Zumindest hoffe ich das. Ich sollte meinen Körper die nächsten Tage über gut im Auge behalten.


???
Zwei Wochen sind ungefähr vorbei und immer noch keine Spur von Bill. Worauf wartet er? Ich fange wirklich an, mir Sorgen zu machen.


???
Immer noch nichts. Hat er aus Langeweile aufgegeben?

 

Oder kann er meinen Körper nicht übernehmen, solange ich in dieser Dimension bin?


???
Noch eine Woche ist vorüber. Ich fange wirklich an zu glauben, dass er momentan keine Möglichkeit hat, mich zu kontrollieren. Zumindest hoffe ich das.
Ich werde dennoch weiter auf der Hut sein, zur Sicherheit.


???
Immer noch nichts von ihm. Ich glaube, ich bin in Sicherheit.


10. August, 2012, 22:02 Uhr
Es ist alles so nostalgisch im Moment, aber nicht auf eine gute Art...

Ich hätte nicht gedacht, dass ich je nochmal diese Notizen schreiben würde, zumal ich nun dreißig Jahre im Multiversum verbracht hab und Bill in all der Zeit nicht einmal meinen Körper besessen hatte.
Aber nun bin ich zurück in meiner ursprünglichen Dimension und damit ist auch das Risiko, dass er mich besitzt, wieder zurück. Ich glaube immer noch, dass der Traumdämon meinen Körper einfach nicht übernehmen konnte, während ich durch das Multiversum reiste (warum sonst würde er mich so lange Zeit in Ruhe lassen?), aber dieser Schutz gilt nicht für meine eigene Dimension. Solange ich hier bin, stecke ich wieder in Gefahr.

Ich muss Schutzmaßnahmen ergreifen, um mich und meine Familie zu beschützen. Offensichtlich sind haufenweiser Kaffeekonsum und tagelanges wach bleiben keine brauchbaren Optionen auf Dauer. Ich erinnere mich noch immer daran, was all der Kaffee und Schlafentzug mental mit mir angestellt hatte und wenn ich Bill ein für alle mal besiegen will, muss ich in Topform bleiben.

Leider hab ich nie eine bombensichere Methode gefunden, um meinen Verstand vor dem Dämon zu schützen, also muss ich zu anderen (drastischen) Methoden zurückgreifen. Vielleicht kann ich meinem Bruder von Bill erzählen und ihn darum bitten, mich sicherheitshalber zu fesseln/mir Handschellen anzulegen, wenn ich mich hinlege, und dann über mich zu wachen? Oder ich lasse mich in einem leeren Raum einsperren? Diese Optionen gefallen mir überhaupt nicht, aber es wäre immer noch besser, als gar nichts.


11. August, 2012, 6:13 Uhr
Nun, ich hab meine erste Nacht in meiner Dimension verbracht und ich bin ernsthaft überrascht: Bill war überhaupt nicht aufgetaucht. Er war weder in meinem Verstand aufgetaucht, noch hatte er meinen Körper übernommen. Dies ist höchst ungewöhnlich.
Letzten Endes hab ich mich für meinen ersten Plan entschieden und hab meinen Bruder über mich wachen lassen, während ich für ein paar Stunden in Handschellen geschlafen habe. Meine Arme protestieren jetzt schon, nach dieser einen Nacht.
Ich bin immer noch recht wütend auf Stanley, für das, was er mit meinem Haus angestellt hat und dafür, dass er mich in das Portal gestoßen hat. Aber er ist der beste Verbündete, den ich momentan habe, wenn es darum geht, die Augen nach dem Dämon aufzuhalten. Wobei bislang noch nichts passiert ist. Vielleicht ist Stanleys Anwesenheit der Grund dafür gewesen, dass Bill nicht erschienen ist?
Ich muss das eventuell weiter studieren.


12. August, 2012, 6:47 Uhr
Ich hab denselben Prozess wie zuvor wiederholt - schlafen, während Stanley über mich wacht - und es gab immer noch kein Anzeichen von Bill. Hält Stanleys Anwesenheit ihn wirklich von mir fern? Vertreibt sich Bill nur die Zeit? Oder hat er komplett die Fähigkeit verloren, mich zu beherrschen, als ich in die andere Dimension teleportiert wurde? Es verwirrt mich zutiefst.
Ich hab mich entschieden, heute mal alleine zu schlafen, um zu testen, ob Stanleys Anwesenheit wirklich einen Unterschied macht. Natürlich werde ich einige Vorkehrungen treffen. Ich bin nicht dumm. Ich werde meinen Bruder darum bitten, die Fenster zu verbarrikadieren und mein Zimmer von außen zu verschließen, um jede Flucht zu verhindern. Ich werde außerdem alle Objekte aus meinem Zimmer entfernen, die Bill als Werkzeug oder Waffe benutzen könnte. Ich hab den Kindern erzählt, dass dies alles Teil eines Experimentes ist, welches ich mit Stanley durchführe; eines, bei dem ich mich über Nacht in Einzelquarantäne begeben muss. Ich bin mir nicht sicher, ob sie mir die Lüge abgekauft haben, aber ich wollte ihnen noch nicht meine ganze Hintergrundgeschichte mit Bill erzählen.
Mal sehen, ob er dieses mal erscheint.
Auf der anderen Seite hab ich die letzten Tage damit verbracht, das Portal auseinanderzubauen und Ausschau nach irgendwelchen Schäden oder Anomalien zu halten, die durch das verantwortungslose Verhalten meines Bruders ausgelöst werden könnten. Zu meinem eigenen Horror hab ich tatsächlich etwas gefunden: Ein kleiner, interdimensionaler Riss. Ich hab es für's erste in einem Behälter verstaut und sicher weggeschlossen, aber der Behälter wird nicht ewig halten. Ich muss nach einer permanenteren Lösung suchen. Was hat sich mein Schwachkopf von einem Bruder nur dabei gedacht, diese Maschine zu aktivieren?


13. August, 2012, 8:38 Uhr
Ich hab den letzten Tag wieder damit verbracht, das Portal weiter auseinanderzubauen. Zum Glück sieht es nicht danach aus, als wenn irgendwas anderes verkehrt wäre, abgesehen von dem Riss. Solange ich den Riss sicher verwahren kann und dafür sorge, dass Bill Cipher nicht meinen Verstand übernehmen kann, sollten wir alle sicher sein.
Wo ich gerade von Cipher rede: Er war wieder nicht erschienen. Ich war mir ziemlich sicher gewesen, dass er erscheinen und versuchen würde, aus dem Zimmer auszubrechen, um an den Riss zu kommen, aber... nichts. Er war nicht mal in meiner Gedankenwelt erschienen, um mich zu bedrohen oder sich zu brüsten, wie er es in der Vergangenheit sonst tat.
Spielt er nur irgendwelche Tricks mit mir oder hat er wirklich die Fähigkeit verloren, meinen Körper zu beherrschen? Ich bin immer noch nicht in der Lage, die Frage zu beantworten. Ich könnte sie sicherlich beantworten, wenn ich mal zum Test alleine schlafe, ohne irgendwelche Schutzmaßnahmen, und schaue, was Bill dann macht... aber dies wäre ziemlich idiotisch und lebensmüde, also werde ich mich wohl mit der Tatsache abfinden müssen, dass ich nie eine genaue Antwort kriegen werde...


14. August, 2012, 7:45 Uhr
Immer noch kein Anzeichen von ihm. Ich hab wieder mal alleine in meinem Zimmer geschlafen, während es von außen verbarrikadiert war. Solange ich meine Nächte so verbringe, sollten wir alle sicher sein. Ich hoffe nur, dass Stanley sich nicht irgendwann mal einen Patzer erlaubt und versehentlich vergisst, meine Tür zuzuschließen - oder vergisst, sie am nächsten Morgen wieder zu öffnen, sodass ich eingeschlossen bin. Um ehrlich zu sein würde ich es ihm zutrauen.


15. August, 2012, 18:28 Uhr
Ich habe mich dazu entschieden, Dipper in das Geheimnis über den Riss einzuweihen. Der Junge hat heute definitiv bewiesen, dass er sich in schwierigen Situationen durchsetzen kann, nach dem Kampf gegen Probabilitor. Ich bin immer noch mit mir selbst am debattieren, ob ich ihm (und Mabel) auch von Bill Cipher erzählen sollte. Ich will die Kinder nur ungern in mein eigenes Fiasko mit reinziehen und ihnen mein früheres Versagen und meine Naivität offenbaren und es ist gut möglich, dass wir uns bald schon gar nicht mehr um Cipher Sorgen machen müssen, wenn ich erstmal den Riss versiegelt habe. Immerhin, bis jetzt konnte Bill noch nichts anstellen.
Ich werde den beiden erstmal noch nichts erzählen.


16. August, 2012, 13:05 Uhr
Nur zwei Tage, nachdem ich die Möglichkeit erwähnt habe, hat Stanley tatsächlich vergessen, mich aus dem Zimmer zu lassen. Anscheinend hatte er sich dazu entschlossen, ein kleines Nickerchen zu machen und hat dann stundenlang auf dem Sofa gepennt, während ich in meinem Zimmer eingeschlossen war, ohne irgendwelche Werkzeuge oder Waffen zur Hand, mit denen ich die Tür aufschießen könnte (da ich absolut dafür gesorgt habe, dass nichts davon im Raum ist, damit Bill es für seine Flucht nutzen könnte). Ich bin nicht mal wirklich überrascht.
Zum Glück hat Dipper meine Situation bemerkt und den Schwachkopf meinen Bruder aufgeweckt, damit dieser mich rauslassen konnte. Ich glaub, ich werde von nun an Dipper den Schlüssel zu meinem Zimmer anvertrauen. Er scheint zumindest mehr verantwortungsbewusst als Stanley zu sein. Ich glaub, ich werde mir außerdem eines dieser „Smartphones“ anschaffen, von denen die Kinder immer reden, nur für den Fall, dass sowas nochmal vorkommt.

Immer noch kein Anzeichen von Bill.


17. August, 2012, 11:08 Uhr
Eine weitere, ruhige Nacht. Ich kann noch nicht aufatmen und meinen Schutz vernachlässigen, aber bislang sieht alles gut aus. Momentan bin ich dabei, einen speziellen Safe zu kreieren, in dem ich den Riss einschließen kann. Es wird den Behälter, in dem sich der Riss befindet, nicht davon abhalten, mit der Zeit schwächer zu werden und kaputtzugehen, auf das der Riss freigelassen wird, aber es wird Bill davon abhalten, an den Riss zu gelangen. Zumindest, solange ich die Schlüssel von ihm fernhalte. Ja, „die“ Schlüssel. Ich plane, den Safe mit zwei verschiedenen Schlössern auszustatten, nebst dem üblichen Schließmechanismus. Man kann bei sowas nie genug auf Nummer sicher gehen.


18. August, 2012, 9:09 Uhr
Der Safe ist fast fertig. Ich muss mir nur noch ein gutes Versteck für die Schlüssel einfallen lassen. Ich plane, einen von denen Dipper zu geben. Ich weiß, dass er für sein Alter überraschend intelligent und erwachsen ist. Genau, wie ich es in seinem Alter war. Er wird den Schlüssel sicher aufbewahren.
Was den anderen angeht, werde ich ihn entweder bei mir tragen (ich vertraue Stanley und Mabel nicht so ganz mit so einer großen Verantwortung) oder ich werde den irgendwo in diesem Haus verstecken. Ich hab mich noch nicht entschieden.


18. August, 2012, 16:46 Uhr
Es ist erledigt. Der Riss ist sicher verschlossen (für's erste). Ich hab soeben Dipper den zweiten Schlüssel gegeben und ihm eingetrichtert, dass er ihn nie verlieren soll. Ich hab vollstes Vertrauen in ihm, dass er diese Aufgabe bewältigen kann. Immerhin hat er sich bislang sehr gut mit dem anderen Schlüssel zu meinem Zimmer angestellt.
Wo ich dies gerade erwähne, läuft momentan alles sehr gut, was dies angeht. Anders als Stanley, hat Dipper sich nicht einmal einen Patzer mit dem Schlüssel erlaubt und Bill war nicht einmal erschienen. So langsam fange ich an zu glauben, dass wir in Sicherheit sind...
Jetzt muss ich nur noch einen Weg finden, den Riss permanent zu versiegeln.


19. August, 2012, 9:55 Uhr
Ich hab soeben nach dem Riss gesehen und es sieht immer noch stabil aus. Ich hab bereits ein paar verschiedene Ideen, wie ich ihn versiegeln könnte. Bald wird alles in Ordnung sein.
Sobald meine Familie endlich mit ihrem Wahlkampf fertig ist, werde ich höchstwahrscheinlich meine Pläne mit Dipper besprechen und ihn fragen, ob er mich bei meinen Ausflügen begleiten will. Es wäre nett, jemanden an meiner Seite zu haben.


Ich bin betrogen worden!! Bill Der Bastard hatte noch immer Kontrolle über meinen Körper! Warum nur war ich so unvorsichtig? Warum?!


Es ist passiert. Ich hab alles ruini  Weirdmageddon hat gestartet. Noch während ich diese Sätze schreibe, sucht Bill gerade die Welt mit seinem Chaos heim und es ist alles meine Schuld. Ich hätte niemals existieren sollen heimkehren sollen den Deal machen sollen! Ich hätte niemals Dipper die Existenz des Risses anvertrauen sollen! Ich hätte ihm niemals die Schlüssel geben sollen! Ich hätte ihn vor Bill warnen sollen! Was hab ich mir nur dabei gedacht?! Wenn ich all dies nicht getan hätte, dann wäre er


Ich muss mich entschuldigen. Nicht, dass meine Entschuldigung irgendwas wiedergutmachen wür Ich musste eine Pause einlegen. Meine Hand hatte zu sehr gezittert. Ich muss noch meine Gedanken ordnen. Mein Großneffe ist tot war leider von MIR!! Bill attackiert worden, während dieser meinen Körper beherrscht hatte. Anscheinend hatte das Monster Traumdämon Monster nach dem Riss gesucht und Dipper war zu dem Zeitpunkt unten im Labor gewesen. Das ist das einzigste, was ich aufgrund der Beweise schlussfolgern kann. Warum war ich hier unten gewesen? er hier unten gewesen? Warum war ich nicht in meinem Zimmer eingesperrt!?! Meine beste Vermutung ist, dass der Junge vergessen hatte, meine Tür abzuschließen und das ihm später irgendwas merkwürdiges an mir aufgefallen ist und er mich Bill bis hier unten verfolgt hat, um ihn zu konfrontieren. Aber dies ist nur eine Vermutung. Ich kann nicht sagen, ob es der Wahrheit entspricht. Ich wünschte, ich könnte es.
Es tut mir so leid, Stanley! Es tut mir so leid, Mabel! Es tut mir so leid, Dipper! Ich hab euch alle im Stich gelassen.
Ich muss Bill stoppen killen. Ich bin nun der Einzigste, der die Apokalypse stoppen und Dipper rächen Dipper rächen kann. Ich hab nur noch einen Schuss für meinen Quantum Destabilizer über. Ich darf mir keine Fehler erlauben. Wenn ich diesen Schuss verfehle, kann ich mich auch ebenso gut von der nächstbesten Klippe stürzen.
Wenn ich dies nicht überleben sollte, dann hoffe ich, dass jemand anders den Dämon für mich Dipper stoppen kann.
Wenn du dies lesen solltest, Stanley, oder Mabel, und ich tatsächlich tot bin, dann sollst du wissen, dass ich

Notes:

Wenn ihr euch wundert, warum Ford in meiner Story nicht die magische Barriere errichtet hat, die mit dem Einhornhaar, dann liegt das daran, dass er nicht in seinen Träumen von Bill heimgesucht wurde und dementsprechend nicht genügend alarmiert war, um augenblicklich bessere Methoden zu suchen, mit denen er Bill aussperren kann. Und außerdem musste ich irgendwie dafür sorgen, dass das Ende Sinn ergibt.

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