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secret crush

Summary:

Für einen Moment zögerte Bob.

Notes:

Flufftober prompt #20: secret crush

Work Text:

Für einen Moment zögerte Bob. Während er auf dem College gewesen war, hatte sich hier einiges verändert – die Tür war neu, ebenso das Schild daneben. Anstatt mit Poster vollgehängt zu sein, war das große Fenster mit einer undurchsichtigen, irisierenden Folie überklebt worden, in der sich das Licht fing.

Er gab sich einen Ruck. Schlimmstenfalls war keiner da, und er musste wieder nach Hause fahren.

Also gab er der Tür einen Schubs. Sie schwang anstandslos auf und Bob betrat das Büro.

Beim ersten Blick hinter den Schreibtisch fiel ein Teil der Nervosität von ihm ab. Es war immer noch Lily, die dort saß.

„Bob!“ Sie sprang auf, fiel ihm um den Hals.

Lächelnd hielt er sie für einen Moment fest, dann machte er sich los. „Ihr habt umdekoriert“, stellte er fest.

Für eine Weile brachten sie sich gegenseitig auf den neusten Stand, bevor Bob zum eigentlichen Grund seines Besuchs kam.

„Ist Sax da?“

Lily grinste, deutete auf die geschlossene Tür. „Da drin. Macht Buchhaltung, aber du darfst ihn bestimmt trotzdem stören.“

Tief holte Bob Luft, dann klopfte er an Sax‘ Büro.

Ein knappes „Ja?“ antwortete ihm. Er stieß die Tür auf.

Sax saß hinter dem Schreibtisch, doch wie Lily erhob er sich, als er Bob erkannte.

Und Bob musste sich ein Seufzen verkneifen.

Offenbar hatte Sax seinen Stil nicht geändert. Die schwarze Jeans saß verdammt eng, die Ärmel des pflaumenblauen Hemds waren hochgeschoben und es war fast zur Hälfte aufgeknöpft. Seine Haare, die sehr früh grau geworden waren – was Sax kurzerhand zu einem Markenzeichen gemacht hatte, anstatt sie zu färben –, waren wie üblich zu einem Zopf gebunden.

„Bob! Du siehst gut aus!“, begrüßte Sax ihn strahlend, und Bob musste sich bemühen, um nicht rot zu werden.

„Du auch“, brachte er verlegen hervor.

Denn offenbar war er immer noch ein wenig verknallt.

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