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Cotta lag auf dem Bett und döste vor sich hin. Neben ihm schnarchte Skinny, alle viere von sich gestreckt.
Sie schliefen schon seit einer Weile miteinander, doch normalerweise suchte Skinny hinterher stets sofort das Weite. Diesmal war er jedoch offenbar so fertig, dass ihm tatsächlich die Augen zugefallen waren, und da würde Cotta ihn ganz sicher nicht rausschmeißen. Wenn die dunklen Ringe unter Skinnys Augen irgendein Hinweis waren, bekam der Junge sowieso nicht genug Schlaf.
Gerade war auch Cotta dabei, wegzudämmern, als ein gepresstes Geräusch ihn wieder aufschrecken ließ.
Skinnys Gesicht war plötzlich verzerrt, noch während Cotta ihn anschaute, rollte er sich schlagartig zusammen, zog schützend die Arme vor den Kopf. Erneut gab er ein Geräusch von sich, wie ein verwundetes Tier, trat nach etwas, das wohl nur er sehen konnte.
Schnell streckte Cotta die Hand aus, packte Skinnys Schulter, versuchte, ihn wachzurütteln.
„Skinny!“, sagte er laut. „Skinny!“
Einen langen Moment folgte keine Reaktion. Dann riss Skinny abrupt die Augen auf.
Er schien durch Cotta hindurch zu sehen, ihn gar nicht wahrzunehmen.
Erst, als Cotta vorsichtig seine Schulter drückte, fokussierte Skinny sich auf ihn.
Im nächsten Augenblick machte er sich los, setzte sich auf. Er atmete hektisch, beruhigte sich nur langsam wieder.
„Es ist alles in Ordnung“, versprach Cotta leise. „Du bist in Sicherheit.“
Er wusste es besser, als Skinny nach dem Grund für seine Panik zu fragen.
„Hier, trink erstmal was.“ Er reichte Skinny die Wasserflasche, die immer auf seinem Nachttisch stand. Zögernd nahm Skinny sie an, wich seinem Blick aus. „Ich lass dir solange die Badewanne volllaufen.“
„Aber-“, setzte Skinny an.
„Das war keine Frage“, unterbrach Cotta ihn. Er würde Skinny ganz sicher nicht auf die Straße lassen, bevor der sich nicht wirklich von seinem Albtraum erholt hatte.
Darauf grummelte Skinny etwas Undefinierbares, doch er protestierte nicht weiter.
