Work Text:
Die Bürotür fiel hinter Justus, Peter und Bob zu, und Cotta ließ sich seufzend in seinem Stuhl zurücksinken.
„Eines Tages werde ich mal einfach nicht ans Telefon gehen und dann gucken die Drei in den Mond“, erklärte er.
Manchmal war er es wirklich leid, regelmäßig aus seinem wohlverdienten Feierabend gerissen zu werden, weil drei gewisse Jugendliche meinten, sie müssten unbedingt freitags um zehn Uhr abends noch ein Verbrechen aufklären. Immerhin waren sie dabei diesmal nicht in größere Gefahr geraten – oder zumindest hatten sie ihm gegenüber nichts davon erwähnt.
Goodween, der neben ihm am Aktenschrank lehnte, grinste. „Als ob“, erwiderte er. „Du wirst immer ans Telefon gehen.“
„Irgendwann reicht es mal“, widersprach Cotta, „Immerhin haben sie eine beeindruckende Neigung, grundsätzlich zu stören, wenn man was anderes vorhat.“
Dieses Mal hatte ihn der Anruf erreicht, während sie im Restaurant saßen. Glücklicherweise hatten die Jungs es geschafft, genau den Moment abzupassen, als sie sich gerade einen Nachtisch bestellen wollten.
„Ich meine, technisch gesehen dürften wir nicht mal im Dienst sein!“, fügte er hinzu, denn schließlich hatten sie beide bereits ein Bier zum Essen getrunken.
Diesmal lachte Goodween fröhlich. „Keine Sorge, ich habe mich schon daran gewöhnt, dass deine Kinder uns gelegentlich in die Quere kommen.“
Cotta schnaubte. „Die Drei sind nicht meine Kinder“, gab er zurück. „Reynolds hat sie mir bloß aufs Auge gedrückt, weil ich nicht schnell genug nein gesagt habe.“
„Ja, und dann hast du sie doch adoptiert“, neckte Goodween ihn weiter. „Und eigentlich hat du sie ja schon lieb. Gibs zu, dir würde was fehlen, wenn du sie nicht ab und zu retten müsstest.“
„Ich hasse dich“, grummelte Cotta, ohne ihn anzusehen, schob stattdessen lieber die Zettel auf seinem Schreibtisch zusammen.
Im nächsten Moment war Goodween neben ihn getreten, drückte ihm einen Kuss auf die Wange. „Ich liebe dich auch.“
