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animal shelter

Summary:

Nach langen, zähen Debatten hatte Kelly von ihren Eltern endlich die Erlaubnis bekommen, sich ein Haustier zu holen.

Notes:

Flufftober prompt #17: animal shelter

Work Text:

Nach langen, zähen Debatten hatte Kelly von ihren Eltern endlich die Erlaubnis bekommen, sich ein Haustier zu holen.

Am liebsten hätte sie einen Hund gehabt, aber da ihr Vater allergisch gegen Hunde war, stand das leider außer Frage. Also hatte sie sich stattdessen für eine Katze entschieden, und schleppte nun Peter mit ins Tierheim.

Denn natürlich ging es ins Tierheim, Peter war da ganz auf ihrer Seite, wenn es darum ging, Tieren, die irgendjemand hatte loswerden wollen, ein neues Zuhause zu geben.

Bei jeder zweiten Katze hielt Kelly inne, und sie brauchte gar nicht zu sagen, was sie dachte, damit Peter es wusste. Am liebsten hätte sie alle mit nach Hause genommen. Aber damit wären ihren Eltern definitiv nicht einverstanden gewesen.

Also schauten sie sich weiter eine nach der anderen an, von winzigen Kätzchen bis zu Senioren, und Peter wie Kelly konnte gar nicht umhin, jedes Tier zu streicheln, dem sie nahe kamen.

Unschlüssig sah Kelly sich immer wieder um, die Entscheidung fiel ihr sichtlich schwer, doch Peter konnte ihr auch nicht weiterhelfen, weil es ihm nicht viel anders erging.

Er sah die Katze, bevor Kelly es tat, und wusste in derselben Sekunde, dass die Suche an dieser Stelle beendet sein würde.

Das Tier saß ganz in der Ecke, das schwarz-graue Fell ungewöhnlich lang und verfilzt auf eine Weise, die sagte, dass seit einer Weile niemand nah genug heran gekommen war, um etwas dagegen zu tun. Aus einem gelben Auge starrte die Katze sie an, das andere schien entweder geschlossen zu sein oder zu fehlen.

Im nächsten Augenblick entdeckte auch Kelly das Tier und blieb wie angewurzelt stehen.

„Die da“, sagte sie leise, und Peter musste lächeln.

Denn natürlich suchte Kelly sich die am feindseligsten und unvorteilhaftesten aussehende Katze im ganzen Heim aus.

Nicht zuletzt deswegen liebte er sie ja.

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