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Fang mich, wenn du kannst

Summary:

Die Batfamily spielt eine Runde Fangen. Es eskaliert.

OH, TO BE YOUNG AGAIN
De-Aging | Miscommunication | “I just crashed the Batmobile!”

Notes:

Work Text:

Wie konnte es nur soweit kommen.


Das war der einzige Gedanke in Jason Todds Kopf, als das Batmobil – mit ihm im Inneren, wohlgesagt – auf sein sicheres Verderben zusteuerte.

Die Antwort war leicht, aber viel zu harmlos für den momentanen Notzustand.

Es begann alles durch ein Spiel.

 


 

„Es ist kindisch“, beschwerte sich Damian, „Ich sehe nicht den Sinn dahinter, bei solchen Lappalien von Idioten mitzumachen.“

 

Es war ein Familiendinner wie ein jedes andere. Nur dass dieses Mal alle anwesend waren. Bruce, Dick, Damian, Tim, Cass, Steph, Duke und Jason.
Alle waren da und hörten zu, wie sich das jüngste Mitglied der Familie über seine Klassenkameraden aufregte. Zu Damians Verteidigung musste man sagen, dass Dick gefragt hatte und sich nie mit einer einsilbigen Antwort abspeisen lassen würde.

 

Stephanie zeigte anklagend auf Damian: „Nimm das zurück. Fangen ist das beste Spiel, das jemals entwickelt wurde. Es weckt die animalische Natur im Menschen.“
Cass grinste, während Tim auflachte.

„Du meinst wohl in dir.“

Steph schüttelte den Kopf: „Nein. In jedem. Alle verschwören sich, um jemanden zu fangen. Sie legen sich auf die Lauer wie Raubtiere. Und wehe dem armen Opfer, dessen Herz bis zum Hals schlägt.“

Duke seufzte: „Welches Drama schaust du zurzeit an?“

 

Das Mädchen beantwortete die Frage mit einem bösen Blick.

 

Damian verzog den Mund: „Schöne Worte machen das Spiel nicht weniger kindisch, Brown.“
Dick lächelte freundlich: „Du hast auch noch nie Vigilanten-Fangen gespielt, Damian. Sobald man Gegner hat, die einem gewachsen sind, wird alles spannender. Es trainiert die Versteckfähigkeiten und ist für die Fänger eine gute Übung zum Auffinden einer Tatperson. Ganz zu schweigen von dem Ausdauertraining, dass man bei einer Verfolgung erhält.“

 

Es war dem älteren Mann anzusehen, dass er gerade in alten Erinnerungen schwärmte.

 

Jason sah überrascht auf: „Wie kommt es, dass der Dämonen-Bengel noch niemals Vigilanten-Fangen gespielt hat?“

 

Sofort gingen alle Blicke anklagend zu Bruce, was wohl Antwort genug war.

 

Jasons Kinnlade fiel nach unten: „Nicht dein Ernst, alter Mann. Du hast es verboten?!“

„Nein“, sagte Bruce zeitgleich mit Alfred, der gerade mit dem Nachtisch hereinkam.

„Ich habe es verboten“, fuhr Alfred fort, „Weil sich Master Bruce nicht zügeln konnte, ein Spiel zu ernst zu nehmen.“

 

Bruce sah so aus, als wollte er widersprechen, aber Alfreds gehobene Augenbraue brachte ihn zur Besinnung. Kein Mensch mit gesundem Verstand würde einen Streit mit Alfred anfangen.

 

Dick sah hoffnungsvoll zu Alfred: „Aber könnten wir nicht für heute eine Ausnahme machen. Wir sind alle da; Orakel ist im Urlaub, weswegen niemand schummeln kann; alle unserer Gegenspieler sind momentan im Gefängnis oder in Arkham und Damian sollte wirklich lernen, dass auch in scheinbar kindischen Tätigkeiten Sinn versteckt sein kann.“

 

Das letzte Angebot schien Alfred am meisten zum Überlegen zu bringen.
Jeder im Haus wünschte sich, dass Damian lernen würde, ein Kind zu sein. Das war schwer, wenn er immer so erwachsen war. Fangen war eine gute Gelegenheit. Die Frage war nur, ob es als Argument reichte, um das lebenslange Verbot aufzuheben.

 

„Nur für eine Nacht“, bat Stephanie.

 

Cass nickte eifrig neben ihr.

Auch der Rest des Tisches schien aufgeregt zu sein, während Damian nur mit den Augen rollte.

Alfred stieß einen tiefen Seufzer aus.

 

„In Ordnung, Gentlemen. Aber nur für heute Abend.“

 

Ein Jubeln ging durch die Runde.

 


 

Der nächste Punkt war der Punkt, wo das Schicksal sich entschied, Jason Todd mal wieder ins Gesicht zu spucken.

 

„Fuck“, fluchte er.

„Ausdruck!“, beschwerten sich alle wie aus einem Mund und man sah ihnen die Schadenfreude an.

Sie hatten sich alle umgezogen und gerade Streichhölzer gezogen.

 

Jason hatte das kurze erwischt.

 

„Es ist also beschlossen“, trällerte Dick fröhlich, „Jason kriegt eine halbe Stunde Vorsprung und danach dürfen wir ihn jagen. Wer immer ihn auch zuerst erwischt, ist der Sieger.“

Damian runzelte die Stirn: „Spielt man es nicht normalerweise anders?“

Steph stupste ihn an: „Deswegen heißt es ja Vigilanten-Fangen. Es ist hier alle gegen alle und alle gegen Jason.“

Jason stülpte sich wütend den Helm über.

„Natürlich muss es das schwarze Schaf der Familie sein“, grummelte er.

Duke zuckte nur mit den Schultern und hatte kein Mitleid. Und wenn er seine Kräfte benutzt hatte, um vor Jason nicht das kurze Streichholz zu erwischen, dann musste das niemand jemals erfahren.

„Auf die Plätze“, erklärte Alfred.

 

Jason schwang sich auf sein Motorrad.

 

„Fertig.“

 

Der Motor wurde gestartet.

 

„Los!“

 

Jason fuhr los, als hinge sein Leben davon ab. Und das tat es auch.

Denn wenn er sich auch nur eine Minute vor Sonnenaufgang fangen lies, dann würde er sich das für den Rest des Jahres anhören dürfen und sie hatten gerade einmal Mai erreicht.

Nicht mit ihm. Er würde seiner freundlichen Familie schon zeigen, dass man sich besser nicht mit dem schwarzen Schaf anlegen sollte.

 


 

Jason wartete auf dem Dach einer kleinen Backstube in den Narrows. Nicht nur, weil der Duft köstlich war, sondern auch, weil er sich hier das erste Mal versteckt hatte, als es nur Dick, Bruce und er selber gewesen waren, die Vigilanten-Fangen gespielt hatten.

Jason behauptete von sich selber, nicht der sentimentale Typ zu sein. Und das stimmte auch.

Dasselbe konnte man nicht über seinen Bruder sagen.

Eine Minute später als Jason damit gerechnet hatte – Dick wurde langsam alt und langsam – landete Nightwing auf demselben Dach.

 

„Komm her, Little Wing, und lass dich fangen“, trällerte er fröhlich, „Dann kaufe ich dir auch einen Donut.“

 

Red Hood schnaufte abwertend nur und sah zu, wie sein Bruder auf ihn zu schlich. Er glich einem Panther mit seiner Körperhaltung.

Nightwing runzelte die Stirn, als er realisierte, dass Jason nicht weglief. Aber es war schon zu spät. Er war einen Schritt zu weit gegangen und hatte die Falle ausgelöst. Und schon lag er verheddert in einem Netz, aus dem sich selbst Jason nur mit viele Mühe innerhalb einer halben Stunde befreien konnte.

 

„Warum?“, jammerte Nightwing, „Warum willst du unsere schönen Erinnerungen hier ruinieren?“

Red Hood lachte auf: „Dachtest du echt, dass ich mich hier ein zweites Mal fangen lasse? Ich lerne aus meinen Fehlern. Und der erste Fehler ist, den amtierenden Champion nicht sofort aus dem Verkehr zu ziehen.“

 

Nightwing strampelte wütend, was Jason nur recht war. Umso mehr man strampelte, umso schlimmer wurde es. Mit jeder Muskelbewegung mehr, bekam Jason Zeit geschenkt.

 

„Viel Erfolg“, rief er über die Schulter zurück, als er seinen großen Bruder auf dem Dach zurückließ.

 


 

Jason überlegte gerade fieberhaft, wie er Cass entgehen könnte, wenn sie ihn entdecken sollte, als sein Telefon klingelte.

Normalerweise hätte er es ignoriert, aber es war Luis.

Luis hasste es zu telefonieren. Wenn er anrief, anstatt zu schreiben, dann war die Lage ernst.

Jason seufzte schwer, möglicherweise müsste er gleich Alfred Bescheid geben, dass sie das Spiel pausieren müssten. Und so schnell würde sein Großvater sicherlich nicht wieder das Verbot aufheben.

 

„Ja?“, meldete er sich dementsprechend angepisst.

„Sorry, Boss“, meinte Luis sofort, “Aber können Sie kurz zum Garten-Eck kommen?“

 

Das Garten-Eck war die Ecke, wo Luis seine pflanzlichen und gar nicht illegalen Brownies loswurde.

Und hätte der Mistkerl nicht sofort aufgelegt, hätte Jason möglicherweise erfahren, worum es ging.

So dagegen machte er sich auf den Weg und hoffte, dass es nichts Ernstes oder Zeitaufwendiges war und er ohne Probleme einfach weiterspielen konnte.

Zehn Minuten später war er am Garten-Eck, wo Luis nervös wartete.

 

„Was?“, ließ sich Red Hood vor ihm fallen.

Luis sah ihn wehklagend an: „Ich hatte keine andere Wahl. Ich habe ihn noch einen Gefallen geschuldet und er hat versprochen, Sie nicht zu verhaften.“

 

Jasons Augen wurden groß, als er gerade so noch zur Seite auswich.

Red Robin stand grinsend da und hatte ihn fast berührt.

 

„Danke, Luis“, flötete er, „Du kannst gehen.“

„Geh“, fauchte Red Hood und warf eine Rauchbombe.

 

Aber da sie nun mal beide von Batman trainiert worden war, half die Ablenkung nichts.

Es war knapp.

Während Jason nach einem Ausweg suchte, kam Red Robin immer und immer näher.

 

„Du Mistkerl“, fluchte Jason, „Du schummelst.“

Red Robin lachte: „Zeig mir die Regel, wo geschrieben steht, dass es verboten ist.“

 

Das konnte Jason nicht. Dick hatte die Regeln aufgestellt, als er zehn war. Weswegen die Regel auch lautete: Im Krieg und im Vigilanten-Fangen ist alles erlaubt.

Red Robin war nur noch eine Minute davon entfernt, Jason wirklich in die Enge zu treiben und damit zu gewinnen, als Jason einfiel, dass er die Tricks seiner Feinde ebenfalls nutzen durfte.

 

„Du schuldest mir noch was!“, stieß er deswegen aus und rollte sich gerade noch so zur Seite.

Red Robin erstarrte und sah ihn ungläubig an: „Das kann nicht dein Ernst sein.“

Jason nickte nur und war froh, dass man sein panisches Gesicht nicht sehen konnte: „Doch. Ich habe dir das Leben gerettet und niemanden erzählt, wie knapp es war. Was hast du mir da gesagt?“

Tim knirschte mit den Zähnen: „Ich schulde dir was.“

„Genau“, hob Jason einen Daumen hoch, „Und diese Schuld löst du jetzt ein, indem du mich davon kommen lässt.“

 

Tim sah so aus, als wäre er kurz davor, wütend auf den Boden aufzustampfen wie ein Kleinkind.

 

„Komm schon, Jason. Das ist nicht fair.“

Jason lachte auf: „Doch ist es. Es wäre noch fairer, wenn du mir sogar aktiv dabei helfen würdest, zu gewinnen. Aber so machttrunken bin selbst ich nicht. Lass mich einfach entkommen und versuche dein Glück in einer Stunde erneut.“

 

Red Hood zog ein Gesicht, aber Jason wusste, dass er gewonnen hatte.

 

„Ich hasse dich“, fauchte Tim. Aber er hielt Jason nicht davon ab, davonzurennen.

 

Dementsprechend war für Jason alles gut. Was war schon Hass unter Brüdern?

 


 

Jason gab in dem Moment innerlich auf, indem er Cass vor sich sah und Stephanie hinter sich landen hörte.
Cass musste es an seiner Körpersprache sehen, denn sie grinste ihn zufrieden an.

 

„Ihr arbeitet zusammen?“, fragte er entgeistert.

Stephanie ging um ihn herum und lehnte sich an Cass an: „Natürlich.“

Er konnte nur verständnislos den Kopf schütteln: „Es kann aber nur einer gewinnen.“

 

Cass und Stephanie teilten eine gemeinsames dämonisches Grinsen.

 

„Und dieser Gewinner kannst du sein“, meinte Spoiler in einen verschwörerischen Tonfall.

Jason blinzelte: „Häh?“

Spoiler warf frustriert die Hände nach oben: „Ich spreche hier von Bestechung, Jay. Seit wann bist du, was das betrifft, so schwer vom Begriff?“

 

Oh.

OH.

 

Jason wurde leicht schlecht: „Was wollt ihr?“

Steph zögerte keine Sekunde: „Du übernimmst unseren Abwaschdienst für zwei Wochen.“

 

Cass hielt zwei Finger hoch und nickte ernst.

Okay, das klang gut.

 

„Zudem hilfst du mir bei meinem Englischaufsatz“, fuhr Stephanie fort.

 

Als ob Jason das nicht sowieso gemacht hätte.

 

„Und du bringst Alfred bei, wie man Waffeln richtig macht.“
„Nein“, hauchte Jason entsetzt.

„Doch“, meinte Stephanie und sie klang flehend, „Ich kann keine weiterer seiner Waffeln essen und so tun, als würden sie nicht wie Mehl schmecken.
„Sägemehl“, nickte Cass bestätigend.

 

Jason überlegte echt, ob er sich nicht einfach fangen lassen sollte. Es wäre sicher besser, als Alfred das Herz zu brechen.

 

„Alfie liebt und respektiert dich“, meinte Steph, „Er wird deine Tipps zu schätzen wissen.“

 

Sie hatte nicht unrecht, aber dennoch…

 

„Loser“, meinte Cass.

„Deal“, meinte Jason sofort. Alles, was es brauchte, war eine Erinnerung von Cass, was mit Verlierern in dieser Familie passierte. Sie wurden gnadenlos aufgezogen und die Schande nicht so schnell los.
Das würde sich Jason nicht antun. Da nahm er doch lieber Alfreds Kränkung in Kauf.

„Immer wieder schön mit dir Geschäfte zu machen“, machte sich Steph davon. Dicht gefolgt von Cass, die das Werbelied vom Waffelladen um die Ecke summte.

 


 

„Willst du mich verarschen?“, brüllte Duke und wich dem Al-Blade aus, dass Jason soeben nach ihm geworfen hatte.

„Sorry, Narrows“, rief Jason und flüchtete über die Dächer, „Aber ich lass mich sicher nicht von dir fangen.“

 

Es tat ihm wirklich leid, den Jungen so zu entkommen. Aber um fair zu sein, war Duke einfach so vor ihm aus den Schatten getreten und das war verdammt gruselig gewesen. Hätte Jason schlechtere Reflexe, hätte er Duke definitiv aufgespießt.
Warum hatte ihn auch niemand über Dukes Schattengängerfähigkeiten unterrichtet?

 

„Diese Familie treibt mich noch in den Wahnsinn“, brüllte Duke ihm nach.

 

Jason konnte es ihm nicht übelnehmen.
Er hatte Duke auch nicht von den Al-Blades erzählt. Der Junge muss sich genauso erschrocken haben, wie Jason selbst.
Es hieß nicht umsonst Vigilanten-Fangen.

 


 

Und gerade als Jason das zweite Mal Tim entkam, tauchte Damian auf.
Es war ein schlechter Witz, wie leicht es Jason fiel, Damian auszuweichen und zu entkommen.

„Du solltest wirklich mehr trainieren“, schrie er Damian von mehreren Dächern Entfernung zu, „Du hast keine Übung in diesem Spiel.“

Jason hatte Recht, aber er sagte es größtenteils nur, damit Damian mehr Zeit mit seinen Klassenkameraden verbringen würde. Der Junge brauchte Freunde in seinem Alter, auch wenn es ihm momentan nicht bewusst war.

Zudem brauchte er auch Übung in dem Spiel. Es reichte einfach nicht aus, wenn man Ausdauer und Schnelligkeit besaß. Man musste auch die grundlegenden Techniken beherrschen, die dem Spiel beiwohnten. Jeder Gejagte reagierte automatisch drastischer und gefährlicher, wenn er die Niederlage auf sich zukommen sah.

Das hatte Damian unterschätzt.

Er war auf Jason zugegangen, als wäre es ein Abend wie ein jeder andere.
Der Junge war von Talia erzogen worden, er würde seinen Fehler früh genug einsehen.

 


 

Es war noch eine Stunde bis zum Spielende und Jason konnte schon den süßen Nektar des Sieges auf der Zunge schmecken.
Das war natürlich der Moment, wo er von seinen Geschwistern umzingelt wurde.
Steph und Cass waren nicht zu sehen, aber sie hatten ja auch eine Abmachung.
Tim war auf der gegenüberliegenden Straßenseite und Dick und Damian auf den Dächern. Duke war nicht zu sehen, aber Jason spürte seine Instinkte, die ihn auf eine Schattenwand verwiesen.
Red Hood fluchte farbenfroh und war nur froh, dass Alfred es nicht hören konnte.

Das Batmobile tauchte vor Jason auf und Jason tat das Einzige, was ihm einfiel.
Er sprang rein.

Es ging ab, wie eine Rakete und war leer.

 

Puh.

 

„Ziel wird nun zum Batman gebracht“, verkündete der Computer.

 

Shit.

 

Jason riss die Augen auf und sah sich die Apparatur an. Er hatte komplett vergessen, dass Bruce mitspielte und war in seine Falle getappt. Er durfte sich auf keinen Fall von Bruce gefangen nehmen. Diese Genugtuung würde er Batman nicht geben!

Später würde er zumindest innerlich zugeben können, dass seine nächste Handlung übereilt und nicht durchdacht war. Schlimmer noch, sie war noch nicht einmal klug.

Allerdings fand Jason die Handlung in dem Moment der Durchführung durchaus genial.

Er griff unter das Lenkrad und zog die Kabel heraus.

Keine Sekunde später fuhr das Batmobile gegen eine Wand.

 


 

Vermutlich war Jason maximal eine Minute bewusstlos gewesen, aber sein Schädel dröhnte und er hörte Vögel singen.

Er kämpfte sich aus der Tür und taumelte. Es war ein Wunder, dass er nicht hinfiel und auch gut so.

Jason hatte das Batmobile nicht nur gegen eine Wand gefahren, nein, er hatte es gegen eine Titanabsperrung von Ace Chemicals gefahren.

Die gute Nachricht war, dass die neue Absperrung fantastisch funktionierte und mehreren Lastwägen standhalten würde (und das brauchte man in einer Stadt wie Gotham auch).

Die schlechte Nachricht war…

 

„Ich habe das Batmobile geschrottet“, murmelte Jason fassungslos.

 

Er konnte nur auf den Trümmerhaufen schauen, der früher einmal eine schöne schwarze Kühlerhaube gewesen war.

 

„Batman bringt mich um.“

„Jason“, rief Tim aufgeregt.

 

Jason drehte sich um. Seine Familie lief besorgt auf ihn zu.

Und schon wurde er von Dick in eine Umarmung gezogen.

 

„Geht es dir gut?“, klang Nightwing den Tränen nah.

 

Das war wohl besser, als wenn er angeschrien wurde, weil er sein Leben gerade in Gefahr gebracht hatte.

 

„Ja“, meinte er also ehrlich und erwiderte die Umarmung. Dick hatte sich sicherlich tierische Sorgen gemacht, als er die Explosion gehört hatte. Schlechte Erinnerungen und so weiter.

„Gut“, meinte Nightwing, ehe er Jason losließ.

 

Sein großer Bruder riss die Arme in die Höhe und schrie: „Ich habe gewonnen!“

Stöhnen ertönte und Jason sah grün.

 


 

Es musste wohl nicht gesagt werden, dass Alfred Vigilanten-Fangen noch am selben Tag für alle Zukunft verbannte.