Work Text:
William Grey, bedeutende Gestalt im organisierten Verbrechen, saß in Untersuchungshaft. Es bestand kein Zweifel daran, dass er sich diesmal, auch mit noch so guten Anwälten, nicht vor einer Gefängnisstrafe drücken konnte.
Cotta war das nicht genug. Cotta wollte ihn bluten sehen.
Mit den drei Fragezeichen dicht auf seiner Fährte hatte der Unterweltboss alle Register gezogen. Justus, Peter und Bob waren alle drei überfallen und schlimm zugerichtet worden. Ihre Eltern oder Erziehungsberechtigten waren belästigt und falsch beschuldigt worden. Bobs Vater hatte seinen Job verloren. Peters Mutter einen Nervenzusammenbruch erlitten.
Cotta machte sich schreckliche Vorwürfe. Als er die drei Jungs mit gebrochenen Knochen und zerstörtem Selbstvertrauen gesehen hatte, hatte es ihm das Herz zerrissen.
Er lud einen ehemaligen Kollegen, jetzt tätig im kriminaltechnischen Institut zu einer kleinen Feier ein, füllte ihn ab, nahm ihm den Schlüssel ab, während er bei Cotta im Gästezimmer seinen Rausch ausschlief.
Nachts war es leer im Institut. Hier wurden die bei Grey sichergestellten Computer und Festplatten ausgewertet. Cotta besaß genug Sachverstand, um einige Dateien unbemerkt hinzuzufügen und authentisch aussehen zu lassen.
Mit dem zusätzlichen Anklagepunkt des Besitzes kinderpornographischen Materials würde es Grey im Gefängnis nicht gut ergehen.
Cottas Schuldgefühle wurden dadurch leider nicht gelindert. Eher im Gegenteil.
