Work Text:
»Oh, sorry, Bob, du nennst sie ja jetzt nur noch ... Clarissa.«
Urplötzlich sieht Bob rot. »Das war nicht witzig, Peter! Jetzt reicht’s mir aber!« Er springt auf, stürmt aus der Zentrale und hört noch, wie dabei irgendwas zu Boden geht und dort zerdeppert. Scheißegal. Peters präpubertäre Kommentare gehen ihm schon die ganze Zeit auf die Nerven.
Raus aus der Zentrale steuert Bob direkt seinen Käfer an, doch hält dann abrupt inne. Justus’ Onkel hat seinen beschissenen Pick-up quer dahinter geparkt, sodass Bob vermutlich Stunden brauchen würde, um das Auto aus der Lücke zu manövrieren. Kurz überlegt er, Titus zu bitten, ihn raus zu lassen, doch da hört er hinter sich das vertraute Quietschen der Wohnwagentür. Er will Peter und Justus nicht nochmal unter die Augen treten und eilt stattdessen durch das Tor auf die Straße zu. Hinter sich hört er seine Freunde rufen, doch Bob dreht sich nicht um und als er die Ecke des Häuserblocks erreicht hat, merkt er, dass Justus und Peter ihm nicht weiter folgen. Besser so. Mürrisch tritt Bob gegen die rot lackierten Holzlatten des Zauns und bereut es im selben Moment, als ein stechender Schmerz seinen Zeh durchfährt.
Wenigstens in einer Sache hat Bob Glück: Der Stadtbus kommt gerade angefahren, als er die Sunrise Road überquert. Zu Fuß hätte ihn die Strecke fast eine Stunde gekostet.
Als er zu Hause ankommt, bereiten seine Eltern gerade Abendessen zu und in Bob brodelt es noch immer. Weil er keine Lust hat, sich während dem Essen ihren Fragen auszusetzen holt er – ohne große Erklärungen und sehr zum Missfallen seiner Mom – sein Fahrrad aus der Garage und macht sich auf in den Hafen. Er schließt das Rad in der Nähe des Piers ab und steuert auf die kleine Bucht zu, die von der Promenade schlecht einsehbar und deshalb nicht sehr überlaufen ist. Geblendet von der untergehenden Sonne schlängelt sich Bob unwirsch durch die Grüppchen von Urlaubern, die sich zu dieser Jahreszeit an der Promenade tummeln. Im Vorbeigehen fängt er ihm unverständliche Wortfetzen auf – aus irgendeinem Grund scheinen besonders deutsche Touristen gefallen an Rocky Beach gefunden zu haben. Endlich erreicht Bob den Abgang zu seiner Lieblingsbucht. Doch als er oben an der Treppe steht, sieht er dort ein Grüppchen Jugendlicher um ein Lagerfeuer sitzen und auch von weitem erkennt er, dass es Liz und ihre Freundinnen sind. Nein. Sie sieht ihn zwar nicht mehr jedes mal feindselig an, wenn sie sich in der Schule über den Weg laufen, aber von der Freundschaft, die Bob nach ihrer Trennung angestrebt hat, sind sie meilenweit entfernt. Ihr schallendes Lachen dringt aus der Bucht zu ihm herauf und er macht auf dem Absatz kehrt, bevor er genauer nachsehen kann, ob auch andere Jungs in der Gruppe sind.
Unzufrieden schlägt er die Gegenrichtung ein. Auf der anderen Seite des Piers, abgetrennt durch ein Absperrgitter und verborgen von einigen Felsen, befindet sich noch ein Teil der alten – jetzt baufälligen – Kaimauer, die etwa einen Meter über dem Strand hochragt. Bob umrundet das Gitter, das vermutlich nur da steht, um die Stadt jeglicher Verantwortung zu entbinden. Die Felsen sind leicht zu erklettern, und endlich, endlich alleine lässt Bob sich auf der Mauer nieder. Es dringt nur spärliches Licht von der Promenade hierher und in der dunklen Einsamkeit beginnen seine Gedanken zu rasen. Sein Kopf, der von dem Schlag vor einigen Tagen immer noch dröhnt, beginnt zu schmerzen. Bob muss Klarheit schaffen. Er überlegt kurz, welches Album ihm jetzt helfen würde, runterzukommen, aber im selben Moment wird ihm bewusst, dass er seine Kopfhörer in seinem Wagen liegen hat. Und dass die Lautsprecher seines Handys seit seinem unfreiwilligen Regenbad vor drei Tagen nicht mehr richtig funktionieren. Missmutig starrt Bob aufs Meer, als wäre der Pazifik persönlich verantwortlich für all seine Probleme.
Dabei fällt ihm etwas ein, das Peter ihm mal erzählt hat: »Wenn ich nervös bin und mich beruhigen will, stelle ich mir einfach das Meer vor und versuche, mit den Wellen zu atmen.« Bob schnaubt. Peter. Der nichts Besseres im Sinn hat, als idiotische Bemerkungen über Clarissa und ihn zu machen, anstatt Professionalität walten zu lassen und sich den eigentlichen Problemen zu widmen. Und Justus, der nur halbherzig eingreift. Bob dürfte sich solche Faxen sicherlich nicht erlauben, denn Bob muss immer vernünftig sein. Zu seinem absoluten Verdruss stellt er fest, dass Peter diesmal Recht hat und seine Methode hilft. Das Meer, das sich mit der Flut langsam aber stetig dem Kai nähert, hat eine beruhigende Wirkung.
Bob holt tief Luft und versucht methodisch vorzugehen. Okay. Er will sich nicht weiter über Peter ärgern, daher widmet er sich dem überragenden Problem. Clarissa. Schon beim Gedanken an die Psychologin breitet sich in seiner Brust ein Gefühl der Enge aus. Eigentlich war es ein Fall wie jeder andere gewesen und sie hatte ihre verdiente Strafe bekommen – auch wenn sie sich aus der geschickt herausmanövriert hatte. Eigentlich. Doch Bob hatte sich ihr offenbart, ihr Dinge erzählt, die er selbst seinen engsten Freunden nicht anvertraut hatte. Und sie hatte ihn durchschaut, über seine Sturheit hinweg direkt in sein Innerstes gesehen. Und bis vor ein paar Tagen – genauer gesagt bis zu dem Attentat – war Bob überzeugt gewesen, sie genauso gut zu kennen.
Er runzelt die Stirn. Die Geschichte von Mathildas Freundin, Laura Stryker, – das alles machte einfach keinen Sinn! Bob zieht sein Handy hervor, tippt den Namen in die Suchleiste. Es gibt nur eine Handvoll Fotos, die immer wieder auftauchen. Ein etwas biederes Portrait, das früher die Website ihrer Praxis zierte, Fotos von Kongressen, auf denen sie Vorträge hält, eine Aura von unnachgiebiger Autorität, die selbst auf den Bildern greifbar scheint. Dann ein Foto des Prozesses – ihre Verurteilung. Bob zoomt an das Gesicht heran. Ihr Blick ist gefasst, trotzig, beinahe hochnäsig. Doch in ihren Augen liegt auch etwas Verletztes. Ein Riss in der Fassade, den Bob sich sicher ist zu erkennen. Den sonst vermutlich kaum jemand sieht. Nachdenklich zeichnet Bob mit dem Daumen die Konturen ihres markanten Gesichts nach. Wer bist du?
»Die ist aber ein bisschen zu alt für dich«, sagt plötzlich eine Stimme und vor Schreck lässt Bob sein Handy fallen. Hinter ihm hat sich ein schlaksiger Junge in Bikerhose und einer abgewetzten Lederjacke aufgebaut. Skinny. Der hat ihm gerade noch gefehlt.
Bevor Bob reagieren kann, springt Skinny mit einer Hockwende über die kleine Mauer und klaubt das Telefon aus dem Sand, nicht ohne noch mal auf das noch immer leuchtende Display zu schauen.
»Aber irgendwie auch heiß. Hat was fieses.« Grinsend hält Skinny ihm das Handy hin und Bob ergreift es wortlos, drückt im selben Moment die Taste, um das Display zu sperren.
Justus hat ihn schon so oft ermahnt, eine Sichtschutzfolie zu verwenden, um sensible Ermittlungsdaten (seine Worte) vor neugierigen Augen zu schützen. Bob fand das immer ein wenig übertrieben paranoid, doch jetzt bereut er es noch nicht getan zu haben. Er hofft, dass Skinny die Röte in seinem Gesicht in der Dunkelheit nicht bemerkt und sieht ihn trotzig an.
»Was machst’n so’n Gesicht, Stan? Hast du deine Tage oder haben dich deine Kumpels aus dem Detektivclub gekickt?«
»Halt die Fresse, Skinny«, faucht Bob. Am liebsten würde er ihm direkt eine verpassen. Doch im Gegensatz zu ihm lässt sich Skinny nicht von Gehässigkeiten provozieren.
Er holt dramatisch Luft und schnalzt mit der Zunge, doch Bobs Wut scheint ihn lediglich zu amüsieren.
»Trouble in paradise?« kommentiert er süffisant. Bob fragt sich, wie Skinny es manchmal schafft, zielgenau seine wunden Punkte zu treffen. Genau wie– Er sagt nichts, starrt nur auf das Meer, das mit der Flut jetzt immer rascher höher kriecht. Die Wellen sind nur mehr wenige Meter von der Mauer entfernt.
Weil er keine Antwort bekommt, klettert Skinny wieder nach oben, aber anstatt zu gehen, lässt er sich neben Bob nieder, sehr zu dessen Unmut. Eigentlich ist er hier um nachzudenken, doch weit ist er nicht gekommen und seine neue Gesellschaft bietet nicht gerade Anlass, genau das in Ruhe weiter zu tun. Irritiert beobachtet Bob, wie Skinny es sich neben ihm bequem macht – kann ihn heute niemand in Ruhe lassen? – doch als der mit einem beherzten Griff in den Schritt seine Hose justiert, wendet Bob den Blick ab. Er weiß nicht, ob er Skinnys Art, seine Fähigkeit, Konventionen geflissentlich zu übergehen, abstoßend oder bewundernswert finden soll.
Aus Smalltalk scheint sich Skinny auch nicht viel zu machen, denn er macht keine Ansätze, ihn in ein Gespräch zu verwickeln. Bob wüsste auch gar nicht was er sagen soll – den Streit mit Just und Peter wird er ihm wohl kaum auf die Nase binden, vor allem jetzt wo der erste Zorn verraucht ist. Peter war entschieden zu weit gegangen, doch langsam beginnt Bob sich für seinen Abgang zu schämen. Und wenn er der Geschichte mit Clarissa auf den Grund gehen will, braucht er definitiv die Unterstützung seiner Freunde.
Doch die hat er erstmal vergrault und jetzt sitzt er hier mit Skinny, der in seiner Schweigsamkeit nun eine angenehmere Gesellschaft ist, als Bob je zugeben würde. Er stellt sich vor, wie er versucht, Skinny zu erklären, wo sie gerade schon wieder hineingeraten sind. Bei dem Gedanken muss er beinahe grinsen – bis seine Gedanken wieder bei Clarissa und ihrem Erpresser hängen bleiben. Ein Erpresser, der nicht davor zurückschreckt, ihren Wohnwagen anzuzünden.
Gedankenverloren betrachtet er das Meer. Die ersten Wellen lecken nun an der Kaimauer. Aus seinem Augenwinkel nimmt Bob wahr, wie Skinny in seiner Jackentasche kramt und schließlich ein ziemlich zerquetschtes Päckchen Zigaretten hervorzieht. Beinahe gebannt sieht er zu wie Skinny mit langen Fingern eine Zigarette herausfischt, sie zwischen seine Lippen steckt und entzündet.
»Kann ich auch eine?«, fragt Bob unvermittelt. Er weiß selbst nicht, warum. Seine letzte Zigarette ist einige Zeit her und hat in einer Prügelei mit Peter geendet. Aber genauso wenig, wie er seine Entscheidung hinterfragt hat, Clarissa aufzusuchen, denkt er über das nach, was er jetzt vorhat. Und obwohl niemand hier ist, dem er etwas beweisen will, verspürt Bob den unterschwelligen Drang etwas Unerwartetes zu tun.
Zumindest Skinny kann er damit überrumpeln, denn die Überraschung in seinem Gesicht ist unübersehbar. Dann verzieht sich sein Mund zu einem schiefen Grinsen und er bietet Bob die Packung an.
»Kommst ja doch noch zur Unvernunft«, sagt er, während er ihm Feuer gibt, die eigene Zigarette im Mundwinkel.
Bob geht nicht darauf ein, sondern zieht den Rauch ein, so tief er kann. Seine Lungen protestieren sofort und der schale Geschmack legt sich auf seine gesamten Geschmacksnerven. Er muss husten, doch er hat sich schnell wieder unter Kontrolle und zu seiner Überraschung bleibt auch die Übelkeit diesmal aus. Vielleicht liegt es auch daran, das Bob diesmal nicht eine ganze Dose Bier intus hat, unter Gedächtnisschwund leidet und seit Stunden Skinnys zweifelhaftem Musikgeschmack ausgesetzt ist.
Nach einigen Zügen lässt das Kratzen nach und er beginnt das Gefühl zu genießen. Er spürt, wie Skinny ihn beobachtet und bläst den Rauch Richtung Meer hinaus. Mit dem Daumen schnippt er über den Filter, lässt die Asche in den jetzt feuchten Sand fallen. Bei ihm sieht das garantiert nicht so lässig aus wie bei Skinny. Oder elegant, wie bei Clarissa. Bob schüttelt den Kopf.
»Haste dich gekloppt?« fragt Skinny nach einigen Minuten der Stille. Auf Bobs verwirrten Blick hin deutet er auf seine Stirn. Bob betastet die Schramme, die dort seit Donnerstag prangt.
»Du solltest mal den anderen sehen«, gibt er schelmisch zurück, eine richtige Antwort umgehend. Nicht unter Folter würde er zugeben, dass er mehrere Minuten bewusstlos in einer Pfütze nur unweit von Skinnys Haus gelegen hat. Nur weil Clarissa noch immer in seinem Kopf rumspukt.
Skinny grinst. »Du bist ja richtig gefährlich, Stan.«
»Bob.«
»Mit dir kann man echt abhängen«, bemerkt Skinny, ohne auf Bobs Korrektur einzugehen. Bob fragt sich, ob er immer noch ihrer kurzlebigen »Freundschaft« hinterher trauert. Denn wie so oft ist Skinny allein unterwegs.
»Und deswegen benutzt du mich und meine Freunde als Drogenkurier? Weil man mit mir abhängen kann?«
Skinny zuckt die Achseln. »Ich saß in der Klemme. Und ihr steht doch auf so'n Kram. Kannst mir nicht erzählen, dass es dir nicht Spaß gemacht hat.«
Bob widerspricht nicht. Obwohl die Sache echt brenzlig war, und Bob getrost darauf verzichten kann, nochmal mit Riesenspinnen in Tijuana zu übernachten, muss er zugeben, dass es eine gute Geschichte ist.
»Na ja, falls du trotzdem die Nase voll hast von deinem Chef kannst ja bei mir vorbei schauen. Ich wohn’ in–«
»Little Rampart, ich weiß«, seufzt Bob. Wenn er nur wüsste.
Skinny grunzt zur Antwort, nimmt einen letzten tiefen Zug – Bob ist erst bei der Hälfte – und schnippt die glimmende Zigarette ins Meer.
»Oben gibt es Mülleimer«, sagt Bob. Skinny verdreht die Augen.
»Meine Fresse. Ich überleg’ mir das nochmal mit der Einladung. Zum Schluss archivierst du mir noch mein ganzes Haus.«
Jetzt muss Bob lachen.
»Wohl eher ausmisten. Wer sagt denn, dass ich gekommen wäre?«
Skinny taxiert ihn und für einen Moment fühlt sich Bob schlecht für die Bemerkung. Er war nicht davon ausgegangen, dass die Aussage ernst gemeint war und doch könnte er schwören, dass etwas Anderes als die übliche undurchschaubare Unbeteiligtheit in Skinnys Augen aufblitzt. Enttäuschung. Schnell wendet er den Blick ab und nimmt noch einen Zug. Der Rauch schmeckt plötzlich schal.
»Danke«, sagt er nur, mit der Zigarette gestikulierend.
»Kein Ding. Jetzt schuldest du mir halt einen Gefallen.« Bobs Herz sinkt. Über die Konsequenzen hat er sich wirklich keine Gedanken gemacht.
Verunsichert greift Bob nach seinem Portemonnaie. »Hör mal, ich geb dir gern was dafür, aber-«
»Komm runter. War doch nur’n Witz, Sta- Andrews.« Ächzend richtet sich Skinny auf der Mauer auf und thront nun überlebensgroß über Bob. Seine Füße stecken in einem Paar Vintage Doc Martens – ein Modell mit Stahlkappen, das Bob seit Monaten vergeblich versucht, auf Flohmärkten aufzutreiben.
Skinny gähnt übertrieben. »Nun denn. Ich hab’ heut noch was vor.« Die Vagheit der Aussage lässt Bob bezweifeln, dass das wirklich stimmt. Aber eigentlich hat er keine Vorstellung davon, was er so treibt. Skinny springt von der anderen Seite der Mauer.
»Man sieht sich, Andrews. Steck deine Nase nicht zu Tief in die Angelegenheiten anderer Leute.«
»Tschau, Skinny.« Er nickt zum Abschied.
Bob beobachtet, wie er davon stapft, die Hände tief in den Hosentaschen, der Kopf gesenkt. Irgendwie sieht Skinny einsam aus. Er kann sich das nicht vorstellen – keine festen Bezugspersonen, die man zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen kann. Mit siebzehn in die verruchteste Gegend von Rocky Beach zu ziehen, nur um von den Eltern wegzukommen. Und schließlich den Kontakt zu denen zu suchen, denen man seit Anbeginn Steine in den Weg legt, nur weil sie die einzige Konstante im Leben sind.
Seufzend drückt Bob die Zigarette aus und wickelt den Stummel in ein altes Kaugummipapier, um ihn später zu entsorgen. Auch wenn Peters Unsensibilität und Justus Rechthaberei ihn manchmal tierisch nerven, weiß er, dass er sich glücklich schätzen kann, die beiden als Freunde zu haben. Denn selbst wenn er sich dafür ins Zeug legen muss und ein wenig zu Kreuze kriechen – er kann sich sicher sein, dass Justus, Peter und er sich wieder vertragen werden. Auf die beiden ist immer Verlass. Denn sie sind ein Team.
—
Gleich am nächsten Morgen – nachdem Bob sich auch bei seinen Eltern für sein unwirsches Verhalten entschuldigt und ihnen hoch und heilig versprochen hat, noch am selben Tag dafür die Garage aufzuräumen – macht er sich daran, im Fall Clarissa endlich reinen Tisch bei seinen Freunden zu machen.
Schon nach kurzem Klingeln geht Justus ran.
»Hallo Bob.«
Erleichterung durchflutet ihn. Justus klingt weder sauer noch vorwurfsvoll. Neutral. Neugierig. Vielleicht ein wenig vorsichtig.
»Hi, Erster.« Er holt tief Luft. »Ich glaube, wir drei sollten mal dringend miteinander reden.«
