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Squib

Summary:

In diesem Drama geht es um den Squib Marius Black und dessen verwehrte Chance überhaupt ein Leben zu führen. Dieses kann grausam sein, besonders, wenn die Eltern Cygnus Black II und Violetta Black (geb. Bullstrode) heißen. Deren Ungleichbehandlung ihrer Kinder Pollux, Cassiopeia, Dorea und Marius lässt an ihre Menschlichkeit zweifeln...

Notes:

Warnung: Missbrauch, Gewalt, Fanatismus

Disclaimer: Weder Charaktere noch die Geschichte gehören mir, sie sind Eigentum von J.K. Rowling. Ich leihe sie mir unkommerziell aus.

Work Text:

Beitrag zum Projekt Mische deinen Zaubertrank von Dominitschka auf fanfiktion.de

verarbeitete Zaubertrankzutaten: Marius Black, Rubeus Hagrid, Drama


Alle Grausamkeit entspringt der Schwäche - Lucius Annaeus Seneca

 

┌────  SQUIB  ────┐

„Was machen wir mit ihm? Er zeigt immer noch keine Anzeichen von Magie…“

„Du kennst die Antwort, Violetta… weg mit ihm!“

„Aber…“

„Kein Aber! Die Familie muss reinblütig bleiben! Um jeden Preis!“ Die Ader auf Cygnus‘ Stirn pochte bereits vor Wut und er fuchtelte hysterisch mit den Armen.

„Ich denke...“

„Keine Widerworte, Weib!“ Er schlug sie mit dem Handrücken quer durchs Gesicht. Violetta blieb wimmernd am Boden liegen.

Sie war nicht die Einzige, die wimmerte.

Marius, der hinter der Küchentür stand und aus Versehen gelauscht hatte, da er in der Küche etwas zu trinken holen wollte, rannte eine Träne die Wange hinunter.

„Verabschiedet euch von Marius! Er wird für eine lange Zeit nicht da sein!“, sprach Cygnus.

„Wo geht er denn hin?“, fragte Cassiopeia neugierig.

„Er geht auf eine besondere Schule.“, antwortete Cygnus. Violetta sah ihn vorwurfsvoll an.

„Wir sprechen uns gleich noch, meine geliebte Ehefrau!“

Violetta wurde kreidebleich und schluckte schwer.

Cygnus schubste Marius den Pfad entlang. „Das ist der Weg zur Schule, einfach immer gradeaus laufen, Junge! Den restlichen Weg schaffst du gewiss allein! Und dreh dich nicht um!“

Marius schaute von dem schmalen Waldweg zu seiner Mutter, die den Blick senkte.

Cygnus bestieg die Kutsche. „Violetta, Liebes, kommst du bitte? Pollux, Cassiopeia und Dorea haben bestimmt schon Hunger!“, sagte er mit drohendem Unterton. Violetta nickte nur stumm.

Sie sah über die Schulter zu Marius, der verstört der Kutsche hinterher schaute. Zumindest glaubte sie das gesehen zu haben, ihr blaues Auge tränte wieder und verschleierte ihre Sicht.

„Es ist besser so.“, sagte Cygnus und peitschte die Pferde, damit sie schneller wurden. „Die Wölfe werden ihr Übriges tun!“ Als hätte er mit diesen Worten die Wölfe beschworen, fingen sie just in diesem Moment an zu heulen.

Ungelenk rannte er durch den Bahnhof von Kings Cross und fiel nicht nur durch seine immense Größe auf. Auch sein donnerndes Stampfen hallte durch das Foyer und ließ die Passagiere bei seinem Anblick (er)starren.

„Das darf nicht sein, ich darf nicht zu spät kommen…“, dachte Hagrid und nahm die Beine in die Hand, wobei er aus Versehen mal hier mal da einige Passanten umstieß, welche daraufhin ungefragt das Fliegen übten. Beinahe lernten auch seine Schulsachen fliegen, doch mit Glück blieben sie auf seinem Gepäckwagen liegen.

„‘Tschuldigung! Tschuldigung!“, rief Hagrid immer wieder und eilte mit Ach und Krach an Bäckereien, Souvenirständen und Zeitungsläden vorbei auf dem Weg zu Gleis 9 3/4. Auf mehreren Zeitungen war ein und dieselbe Schlagzeile in abgewandelter Form zu finden:

grausamer Fund:  Leichenteile im Wald gefunden – Kind tot

Wölfe! Gefahr für Kinder?

Von Wölfen verschleppt!

Kind von Wölfen zerfleischt – drittes Mal dieses Jahr

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