Work Text:
Weihnachten. Heißt extra Arbeit. Die Kinder müssen alle schlafen, damit Klaus in Ruhe die Geschenke austeilen kann.
Zeke setzte sich erschöpft hin. Er hatte die letzten Tage echt viel Arbeit hinter sich gebracht. Aber was sollte er auch sonst machen? Er hatte einen Job: Kinder mit seinem Sand zum schlafen zu kriegen und ihnen schöne Träume zu bringen und vorallem an Weihnachten war es wichtig.
Garnicht so schwer oder? Das dachte sie auch und deswegen hatte sie sich schon wieder überarbeitet. Hielt sie das ab vom weiter machen? Nein. Eine kleine Pause und weiter geht's. Die Sandfrau hatte versucht ihr mehrmals zu erklären das sie Ruhe brauchte, aber selbst das hielt den guten Sandmann nicht davon ab, seinen Arsch immer wieder in Kinderzimmer zu bewegen und Traumsand rieseln zu lassen, bevor ihr Bruder Rhun kam und bei manchen die Zähne einsammelte.
Es war schon mehrmals vorgekommen, das sich die beiden Brüder gesehen hatten, aber heute hoffte der Sandmann das es mal nicht passierte. Würde Rhun ihn so sehen, würde er ihn ohne zu zögern zu seinem Hotel bringen und ihn zwingen eine Pause zu machen.
Er atmete einmal tief durch bevor er sich aufsetzte. Normalerweise wurde er nie müde. Er brauchte nie Schlaf. Meistens jedenfalls nicht. Früher hatte er ihn ständig gebraucht, aber über die Jahre wurde es immer unmöglicher für ihn Ruhe zu finden. Aber jetzt? Er könnte schwören, wenn er einmal die Augen zu machte würde er eine Woche lang schlafen. Schnell schüttelte er seinen Kopf. Er brauchte keinen Schlaf! Er war der verdammte Sandmann. "Okay" sagte er und stand auf. Für einen kurzen Moment wurde ihm schwarz vor Augen und er musste sich an seinen Sessel lehnen. Nurnoch ein paar Kinder, dann war er fertig.
Er verließ gerade das Zimmer eines Kindes, als er plötzlich ein Geräusch von unten hörte. Das klang wie jemand, der im Kamin steckte. Nicht im Ernst jetzt oder?
Sie lief runter und erblickte Klaus, der gerade mit Mühe und Not aus dem Kamin kam. "Bist wohl fetter geworden" sagte sie sarkastisch. "Sehr witzig" meinte Santa und setzte die Geschenke auf dem Boden ab. Zeke wollte gerade an ihm vorbei, als sie plötzlich merkte wie sie der Schwindel überkam und sie sich am Kamin festhalten musste. Klaus blickte besorgt auf.
"Du siehst nicht gut aus" sagte er. "Dann hör auf zu gucken" spie Zeke zurück und wollte weiter gehen, wurde aber von Santa aufgehalten. "Du solltest dich ausruhen" meinte er. "Muss dich nicht jucken ob ich schlafe oder nicht, ich brauch es sowieso nicht"
Klaus verdrehte die Augen. "Du schläfst nie, Zeke. Seit Jahren nicht mehr. Ein bisschen Schlaf hat noch niemanden umgebracht." versuchte er ihn umzustimmen. "Aber die Kinder.." fing Zeke an. "Die können auch mal eine Nacht ohne deinen Traumsand auskommen. Ich werde einfach besonders leise sein bei den nächsten Häusern und sonst wird ihnen das sowieso keiner glauben" brachte Santa ein.
Der Sandmann seufzte und gab sich geschlagen. "Na von mir aus, ich werde mich ein bisschen hinlegen"
Klaus nickte zufrieden. "Komm, ich bring dich zurück" bot er an. Zeke wollte etwas protestieren, aber Klaus Blick verriet, dass er keine Widersprüche akzeptierte. Also nickte sie nur und ließ sich von Santa zum Auto bringen. Schade eigentlich, wäre witzig wär er im Schlitten gekommen. Aber diese Tage waren wohl vorbei.
Nachdem Santa auch die letzten Geschenke ausgeteilt hatte, setzte er sich zufrieden ins Auto. Er blickte rüber zu Zeke und sah diesen schlafend auf seinem Sitz. Vorsichtig nahm Santa ihm die Brille ab, die er immer trug und sah die tiefen Augenringe, die darunter verborgen waren. Er schüttelte den Kopf. Immer überarbeitete Zeke sich. Er war mittlerweile schlimmer als Rhun.
Er startete das Auto und fuhr zu Sandmann's Sandburg wie er und die anderen diese immer nannten. Vorsichtig trug er Zeke aus dem Auto und öffnete die Tür. Sofort sah er das Chaos, was sich in Zeke's Zimmer befand. Das war für den Sandmann nicht ungewöhnlich, aber es war deutlich wie wenig hier in letzter Zeit geputzt worden war. Die Sandfrau war hier wohl auch länger nicht drinn gewesen, sonst wäre jede Ecke sauber und glänzend.
Er legte Zeke auf ihr Bett, welches sie aus den Grund hatte, da es einfach gemütlich war und nicht um darin zu schlafen. Er deckte Zeke zu, strich ihr noch einmal durchs Haar und schrieb ihr noch einen Zettel worauf stand, das sie endlich mal aufräumen soll.
Dann verließ er das Zimmer und stieg in sein Auto. Er war schon ein bisschen stolz auf sich, das er es geschafft hatte Zeke dazu zu bewegen zu schlafen.
Als der Sandmann am Morgen den Zettel sah, musste er schmunzeln. Vielleicht, aber auch nur vielleicht hatte er die Nähe genossen die er und Klaus letzte Nacht hatten. Aber das würde er niemals zugeben..
