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Category:
Fandom:
Character:
Additional Tags:
Language:
Deutsch
Series:
Part 33 of Verlorene Fragmente
Stats:
Published:
2024-10-28
Words:
500
Chapters:
1/1
Kudos:
17
Hits:
141

Augenblicke im Sumpf (132 Spuk im Netz)

Summary:

Morton sinniert für einige Momente über sein Verhältnis zu den drei Fragezeichen.

Notes:

Szene: Die drei ??? werden von Verbrechnern in einer Hütte eingesperrt, die dabei ist, im Moor zu versinken. Morton sieht Justus’ SOS-Zeichen und rettet sie daraufhin. Im Anschluss kommt es zu folgendem Wortwechsel.

Direkte Zitate aus der Folge sind durch Kursivschrift gekennzeichnet.

(See the end of the work for more notes.)

Work Text:

„Vielen, vielen Dank, Morton. Ich hätte nie gedacht, dass Sie den Rolls Royce über diesen schrecklichen Weg jagen würden“, sprach Justus mit warmer Stimme. 

„Ja“, warf Peter ein und ergänzte dann fragend: „und ich wüsste gerne, was wir jetzt tun sollen? Wir können uns doch nicht so nass und verschlammt in den Wagen setzen. Wisst ihr, was so eine Polsterreinigung kostet?“

Für etliche Momente versank Morton ganz in seinen eigenen Gedanken. Die drei Fragezeichen… ihm entwich ein inneres Seufzen. 

Schon seit so vielen Jahren chauffierte er diese Drei, hatte erlebt wie sie von kleinen Jüngelchen zu jungen Männern geworden waren. 

Auf dem Rücksitz seines Rolls Royce hatten sich Dramen und Tragödien, Possen und Zoten abgespielt. Er hatte erlebt, wie Peter vor Liebeskummer geweint hatte; hatte mit angesehen, wie Bob wegen einer Kopfwunde ohnmächtig geworden war; hatte Justus vor Frustration schreien gehört. 

So viele Geheimnisse waren hier besprochen und so viele Fälle analysiert worden. Es machte Morton sentimental, wenn er daran dachte. Ihn verbanden so viele Abenteuer mit diesen Dreien. Bob, Peter und … Justus. 

Er konnte nicht leugnen, dass dieser sein Liebling war. Der intelligente junge Mann mit einem unumstößlichen Sinn für Gerechtigkeit ließ ihn jedes Mal vor väterlichem Stolz förmlich anschwellen, wenn er wieder einen seiner Fälle mit dem ihm ureigenen Stil löste. 

Morton hatte über die Jahre alle Zeitungsartikel über die drei ausgeschnitten und aufbewahrt, hatte ihnen ein eigenes Album gewidmet, das er dann und wann hervorholte und ihre Abenteuer erneut Revue passieren ließ. Bei einigen war er sogar selbst dabei gewesen. 

Morton würde nie vergessen, wie sich Justus bei ihrer ersten Fahrt als Neffe von Alfred Hitchcock ausgegeben hatte und den Regisseur glaubhaft kopiert hatte. 

Sie hatten zusammen in einem Aufzug gesteckt und sich befreit, obwohl Morton wegen seines Gipsbeines damals mehr als nur gehandicapt gewesen war. 

Er hatte Bösewichte mit dem Regenschirm verprügelt und ihnen geholfen, korrupte Polizisten zu überführen. 

Sie hatten sogar noch an ihn geglaubt als er seinen Tod vorgetäuscht hatte, um seine Schwester zu schützen. 

Und so war es für Morton selbstverständlich über sie zu wachen, wann immer es ihm möglich war; so wie auch jetzt. Niemals hätte er sie einfach in diesem Sumpf zurückgelassen. Sie waren wie eine Familie für ihn, die Söhne, die er nie gehabt hatte. 

Natürlich wussten sie nicht, was er für sie empfand. Und sie würden es auch niemals erfahren. Morton schüttelte sich. Seine englische Erziehung verbot alles in diese Richtung auch nur ansatzweise auszusprechen. 

Er räusperte sich, tauchte aus seinen Gedanken auf. „Öhm….“, er klang etwas verlegen, schließlich hatte er sich bis soeben für englische Verhältnisse hemmungslos seinen Gefühlen hingegeben. 

„Es ist nur ein Auto, verehrte Herrschaften. Das ist nicht so wichtig. Steigt ein“, sprach er sanft. 

„Ach Morton“, rief Bob voller Zuneigung. „Sie sind wirklich ein echter Held.“ 

Die Wärme, die sich daraufhin in Morton ausbreitete, war unbeschreiblich. 

Mit einem steifen Nicken, das nicht mal ansatzweise auszudrücken vermochte, wie warm ihm ums Herz war, setzte er sich hinters Steuer und kutschierte seine ahnungslosen Jungs zurück nach Hause. 

???

Notes:

Das nächste Fragment beruht auf Folge 219 Die drei ??? und die Teufelsklippe.
Wir lesen uns. <3

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