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Rating:
Archive Warning:
Category:
Fandom:
Relationship:
Characters:
Additional Tags:
Language:
Deutsch
Series:
Part 2 of Trans Noah
Stats:
Published:
2025-06-27
Words:
584
Chapters:
1/1
Comments:
2
Kudos:
14
Hits:
100

Things That Make It Warm

Summary:

Noah bekommt einen ganz besonderen Brief.

Work Text:

Wie jeden Morgen ist Colin runtergegangen, um die Post zu holen, wohlwissend, dass Noah auf einen ganz besonderen Brief wartet.

Es ist froh, es irgendwie geschafft zu haben, für Noah einen Therapieplatz bei einer Therapeutin zu organisieren, die sich sowohl mit trans als auch mit Trauma auskennt. Zwar hatte es einige Zeit gedauert, bis er dann tatsächlich sein Erstgespräch hatte, aber Noah und seine Therapeutin hatten sich auf Anhieb gut verstanden.

„Sie will mir so bald wie möglich mein Indikationsschreiben ausstellen“, hatte er gesagt, „Damit ich zumindest das Thema aus dem Weg habe.“

„Hast du auch von mir erzählt?“, fragte Colin.

„Natürlich“ antwortete Noah und setzte sich neben Colin auf die Couch, „Und sie meinte, es wäre gut, dass ich so ein unterstützendes Umfeld habe.“

Colin kuschelte sich ein wenig an ihn heran, immer darauf achtend, die Stellen, an denen Noah nicht berührt werden wollte, auch tatsächlich nicht zu berühren.

„Ich bin gerne dein unterstützendes Umfeld“, sagte er, „Und Ava, Julia und Joel sicher auch. Egal, was passiert, wir sind da.“

Und Noah glaubte ihm.

 

*

Colin stieg die Treppen wieder hinauf. Er war fast noch aufgeregter, als Noah selbst, als er den Absender des Briefes gelesen hatte.

„Du hast Post“, sagte er lächelnd und legte Noah den Brief hin.

„Nee.“

„Doch.“

„Nee!“

Noah riss den Brief geradezu auf und Colin konnte gar nicht anders, als sich mit ihm zu freuen.

Da stand es, schwarz auf weiß:

Psychotherapeutische Indikation für eine Hormonersatztherapie.

Noah umarmte Colin schwunghaft und stieß ihn dabei fast um.

Wie lange hatten sie zusammen darauf gewartet.

„Sag mal, du kommst doch mit zu meinem Termin oder?“, fragte Noah, nachdem sie sich wieder voneinander gelöst hatten.

„Nö, ich lass dich da allein hingehen“, sagte Colin scherzhaft. Dann lachte er. „Wo denkst du denn hin? Natürlich komm ich mit!“

 

*

„Überraschung!“, war das erste, was Noah hörte, als er am nächsten Tag von der Filmschool nach Hause kam.

Er sah sich um. Colin, Julia, Ava und Joel standen vor ihm im Flur und hatten irgendwo blaue Ballons und eine Girlande mit der Aufschrift „Es ist ein Junge“ aufgetrieben.

 Auf so eine Idee konnte auch echt nur Colin kommen.

„Ihr hättet euch echt nicht die Mühe machen müssen“, sagte er lachend, „Ich bin doch noch gar nicht auf Hormonen.“

„Und?“, meinte Colin, „Die Babyparty feiert man auch bevor das Baby da ist.“

„Und außerdem wollte Ava mir zeigen, wie man Torten herstellt“, fügte Julia hinzu.

„Ihr habt gebacken?“, fragte Noah.

Colin führte ihn ins Wohnzimmer. Es sah so aus, als hätten er und der Rest einen Partyartikelladen überfallen. Noch mehr Girlanden und Luftballons an den Wänden, Pappteller und eine blaue Torte mit der Aufschrift „Noah“ drauf auf dem Tisch.

Joel kramte in seiner Tasche herum und zog eine Flasche mit einer blauen Flüssigkeit hervor.

„Bitte sag mir, dass es nicht das ist, was ich denke“, seufzte Noah.

„Doch“, antwortete Joel, „Special Edition Pastinakensaft. Das hat mich übrigens auf die Idee gebracht, noch mehr davon herzustellen. Weiß für Hochzeiten, Rot für Weihnachten, Orange für Halloween. Warum bin ich da nicht früher draufgekommen? Es ist so einfach, alles was ich brauche, ist Lebensmittelfar-“

„Joel. Das ist Noahs Tag“, ermahnte ihn Ava.

„Können wir jetzt die Torte probieren?“, fragte Julia, „Wir haben echt lange dafür gebraucht.“

„Womit hab ich euch verdient?“, schmunzelte Noah und setzte sich an den Tisch.

„Durch das Schicksal, würde Chiara sagen“, antwortete Colin und küsste ihn, „Und du wirst uns auch nie wieder los.“

Als ob er das jemals wollen würde.

Das war seine Familie.

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