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Carl mochte keine One-night-stands. Nicht ohne Grund hatte er eine Reihe an Bekannten, manche von ihnen sogar Freunde, die gern spontan die Nacht mit ihm verbrachten. Dieses Mal stand ihm der Sinn nach einem – oder mehreren – seiner männlichen Bekanntschaften. Er hatte sich extra vorbereitet und war bereits heute nach Wien gefahren, obwohl die Veranstaltung beim BKA erst morgen Mittag stattfand.
Leider wurde ihm seine übliche Spontanität heute zum Verhängnis.
Enttäuscht hatte er vorhin Wolfgangs Antwort gelesen, dass er und Alex verreist waren. Auch Heinz hatte keine Zeit für ihn.
Deshalb saß Carl jetzt allein in diesem Lokal und sinnierte über One-night-stands. Große Lust, aktiv zu suchen, verspürte er zwar nicht, aber seine Libido befeuerte trotzdem seine Aufmerksamkeit und ließ ihn Ausschau halten, ob ihm jemand ins Auge fiel.
Ihm fiel tatsächlich jemand ins Auge.
Der Mann an der Bar war groß, schlank und deutlich älter als Carl. Ganz sicher keine klassische Schönheit, aber es war in erster Linie nicht jemandes Aussehen, das Carl auffiel, sondern wie sich jemand gab. Körperhaltung und Gestik ließen mehr über einen Menschen schließen, als vielen bewusst war und dieser Mann hatte eine Ausstrahlung, die Carls Blick über mehrere Tische hinweg auf sich zog.
Seine Begleiter zogen nun ihre Jacken über und schienen sich zu verabschieden. Der Mann gab beiden nacheinander einen Kuss auf die Wange. Hm, interessant. Eine Hand auf seiner Schulter, stumme Blicke, die einen Moment länger hielten als erwartet, dann verschwanden die beiden anderen.
Der Mann sah ihnen mit einem Gesichtsausdruck nach, bei dem etwas in Carls Hirn von 'hm, interessant' auf 'hmm, interessant' schaltete.
Er trank den letzen Schluck seines Biers und erhob sich. Auf dem Weg zur Bar überlegte er, welche Herangehensweise hier die Richtige war. Sollte er mit einem unverfänglichen Gespräch beginnen, um subtil herauszufinden, ob der Mann überhaupt für seine Annäherung empfänglich war? Oder sollte er lieber–
Ah.
Der Mann hatte seine Füße auf der Querstrebe des Barhockers abgestellt, wodurch die Hosenbeine verrutscht waren und Carl den Blick auf seine Socken freigab. Er verkniff sich ein Grinsen. Die winzigen Regenbogenfahnen erkannte er sofort, aber was war der Rest des Designs? Noch ein paar Schritte näher und es stellte sich heraus, dass der Mann hellblaue Socken trug, auf denen kleine Pinguine Regenbogenfahnen schwenkten.
Sein Gespür hatte ihn nicht getäuscht. Der Mann war interessant.
Entscheidung getroffen, setzte er sich auf den nun freien Barhocker neben ihm. Carl fing seinen kurzen Seitenblick ein und hielt einen langen Moment den Augenkontakt, bevor er seinen Blick bewusst langsam nach unten gleiten ließ und schließlich den Augenkontakt wiederherstellte.
"Darf ich Ihnen einen Drink ausgeben?"
Carl hatte sich verschätzt. Die Haut nicht so straff, wie es von weitem schien, graue Haare an den Schläfen und Altersflecken auf den Handrücken… Der Mann war deutlich älter als er angenommen hatte.
Üblicherweise würde ihn das eher abschrecken, aber heute empfand er es als überraschend aufregend. Jeden Moment schien er etwas neues, unerwartetes über den Mann herauszufinden, dessen Namen er noch nicht einmal kannte.
Der musterte ihn einen Moment lang mit betont neutralem Blick und antwortete dann: "Ich trinke keinen Alkohol, wenn ich noch fahre."
"Selbstverständlich läge mir nichts ferner, als Ihnen vorzuschreiben, welches Getränk Sie bestellen."
"Und wenn es Wasser ist?", fragte er und Carl konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der mit ihm spielte.
Aufregend.
In dem leeren Glas vor ihm war also entgegen seiner Annahme doch kein Cocktail gewesen.
"Wasser", wiederholte Carl, "bestellen Sie nur, wenn ich Sie langweile."
"Sie sind sehr direkt."
"Das Leben ist kurz. Warum die Zeit vergeuden, die man auf dieser Erde hat?"
Der Mann hob eine Augenbraue. "Ist das eine Anspielung auf mein Alter?"
"Aber nicht doch, mein Lieber. Es ist lediglich eine Anspielung auf das Potenzial des heutigen Abends."
"Ah. Ich korrigiere mich. Sie sind nicht direkt." Die Augen des Mannes funkelten und Carl wusste: Er hatte angebissen. "Sie sind frech."
"Nun, solange es der Erreichung meines Ziels dient, bin ich alles, was Sie wollen."
"Alles, was ich will, hm?" Wie der Mann dieses Wort aussprach und wie er Carl dabei ansah… Der Blick wurde intensiv. "Und was wollen Sie?"
"Ich will diese Nacht in Ihrem Bett verbringen."
"Haben Sie kein eigenes?", fragte der Mann und sah ihn dabei an, als wüsste er, dass Carl das bequemste Bett in Wien hatte.
"Mein eigenes ist tragischerweise leer."
"Also suchen Sie den Erstbesten, der bereit ist, Ihnen Gesellschaft zu leisten."
"Nicht den Erstbesten. Aber sicher den Besten."
So dick aufzutragen, war durchaus nicht Carls übliche Vorgehensweise, aber den Mann schien es nicht zu stören. Im Gegenteil, da war wieder dieses amüsierte Funkeln in seinen Augen, als er fragte, "Und woher wissen Sie das?"
"Mein guter Geschmack führt mich nicht in die Irre."
"Tatsächlich." Dieses Mal lächelte er– ein verschmitztes, aber ehrliches Lächeln, bei dem die Grübchen um seine Augen verrieten, dass er oft so schaute. "Bestehen Sie auf den Drink?"
"Haben Sie etwas Besseres vor?"
Der Mann lehnte sich ihm ein winziges Stück entgegen. "Mit Ihnen in meinem Bett habe ich in der Tat einiges vor."
Aufregung ließ Carls Herz schneller schlagen. Es war lange her, dass er sich zum letzten Mal derart kopfüber ins Ungewisse gestürzt hatte und das Adrenalin, welches nun anregend und erwartungsvoll durch seine Adern pulsierte, stellte die Frage: Warum hatte er das nicht schon früher getan?
Carl straffte die Schultern und deutete mit einem leichten Nicken in Richtung Ausgang.
"Nun, dann sollten wir aufbrechen, bevor die Nacht vorüber ist."
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Carl erwachte ungewohnt langsam, und es dauerte eine Weile, bis er realisierte, dass ein leises Geräusch ihn aus seinem Traum zurück in die Realität geholt hatte. Der Traum verblasste schon in seiner Erinnerung und er ließ es geschehen– kein Grund, an wirren Fantasien festzuhalten.
Es musste noch sehr früh sein, denn durch die Lücke zwischen den Vorhängen, die sie letzte Nacht nicht ganz zugezogen hatten, schien allein der gelbliche Schimmer einer Straßenlaterne. Durch die geöffnete Tür auf der anderen Seite des Raums drang jedoch auch Licht aus dem Flur ins Schlafzimmer und Carl seufzte, als im auffiel, dass das Bett neben ihm schon leer war und das leise Rauschen von der Dusche stammte.
Ein Blick auf die Uhr offenbarte, dass es noch vor sechs Uhr war. Schade, er hatte gehofft, die Gelegenheit zu bekommen, ihren 'Tanz' von letzter Nacht heute Morgen noch einmal fortzusetzen. Zu gern hätte er sich bei Ernst revanchiert, der ihn gestern Abend so intensiv verwöhnt hatte, dass ihm selbst jetzt noch der Kopf schwirrte. Üblicherweise war Carl kein Langschläfer, aber gerade fühlten sich seine Glieder angenehm schwer und sein Verstand wie in Watte gebettet, also entschied er, es noch eine Weile zu genießen, hier unter der warmen Daunendecke zu liegen.
Leise Schritte kurze Zeit später ließen ihn die Augen aufschlagen. Ernst betrat das Schlafzimmer, mit seinen langsamen Bewegungen offensichtlich darauf bedacht, Carls Schlaf nicht zu unterbrechen. Dass er trotzdem schon wach war, fiel ihm scheinbar nicht auf. Es gab Carl die Gelegenheit, Ernst ungestört zu beobachten. Er war nackt und fuhr jetzt mehrmals mit den Fingern durch sein noch feuchtes Haar, bevor er die massive Schiebetür seines Kleiderschranks aufschob.
Bei dem Gedanken daran, was diese Finger letzte Nacht mit ihm angestellt hatten, schien die Temperatur unter seiner Decke gleich anzusteigen. Am liebsten hätte Carl eine Hand nach ihm ausgestreckt, aber etwas hielt ihn hier, still und regungslos, und so war es der warme Schein der Flurlampe, der Ernsts nackten Rücken streichelte, anstelle seiner Finger.
Nach und nach verschwand die Haut unter Lagen von Stoff und nachdem Ernst eine Krawatte gebunden und eine Weste übergezogen hatte, rührte Carl sich endlich. Die Decke raschelte, als er sich ein Stück aufsetzte, woraufhin Ernst sich zu ihm drehte und lächelte, "Guten Morgen. Hab ich dich geweckt?"
Elegant sah Ernst aus und Carl täte nichts lieber, als ihn aus diesen Stoffschichten zu befreien und dort weiterzumachen, wo sie letzte Nacht aufgehört hatten.
"Nein. Aber ich wünschte, du hättest es." Carl streckte nun doch seine Hand aus und Ernst trat ans Bett heran, während er die Weste zuknöpfte. "Musst du denn schon gehen? Ich hätte mich gerne bei dir revanchiert. So bekomme ich noch das Gefühl, dich ausgenutzt zu haben."
Die Matratze bog sich, als Ernst sich setzte. "Brauchst du nicht, ich zähle ja nicht nach, wer wem wieviele Orgasmen beschert hat."
"Und doch…" Carl ließ die ungesagten Worte zwischen ihnen stehen.
Ernst schmunzelte. "Vielleicht wollte ich ja ausgenutzt werden, hm. Denk mal drüber nach."
Carl wollte etwas erwidern, aber Ernst legte eine Hand auf die Decke, direkt über Carls Hüfte, beugte sich zu ihm hinunter und raunte ihm ins Ohr, "Denk ruhig lange und ausgiebig darüber nach. Dir fallen sicher viele aufregende Dinge dazu ein."
Die Hand verschwand von seiner Hüfte, Ernst erhob sich, zog ein Jackett über, warf ihm noch ein "Bis später!" zu und verschwand im nächsten Moment schon aus der Tür.
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Lautes Stimmengewirr schlug ihm entgegen, als Carl den großen Saal im Herzen des BKA betrat. Es sah fast aus, als wäre der halbe Polizeiapparat Österreichs der Einladung zu dem Vortrag über behördenübergreifende Zusammenarbeit gefolgt. Die hinteren Reihen ignorierte Carl und machte sich auf den Weg nach vorn. So war er näher am Geschehen.
Wie erwartet waren weiter vorn noch mehr Plätze frei und fast hätte er auf einen Stuhl in der zweiten Reihe zugesteuert, doch die Kollegin, die den Platz daneben besetzte, hatte ihre Arme verschränkt und ließ ihn mit einem ausgesprochen giftigen Blick wissen, dass der Platz neben ihr besser frei blieb. An jedem anderen Tag hätte er einen solchen Blick eher als Einladung verstanden und der offensichtlichen Abweisung getrotzt, doch er fühlte sich innerlich noch immer seltsam weich und so übte er sich ausnahmsweise in Zurückhaltung. Interessant sah die Kollegin ja aus, mit ihrem Kleidungsstil, der ihn sofort an Indiana Jones erinnerte. Nur welche Abenteuer sie erlebte, würde er wohl nicht erfahren.
Stattdessen nahm er eine Reihe weiter hinten Platz und wurde sofort von dem Mann neben ihm in ein Gespräch verwickelt.
Eine Weile später, inmitten einer Tirade über einen Verfassungssschützer names Schubert, mit dem Carls Platznachbar offenbar ein Hühnchen zu rupfen hatte, setzte sich jemand auf den freien Stuhl auf Carls anderer Seite und– oh!
Selbst hier, in diesem großen Raum voller Menschen erkannte Carl ihn in einem einzigen Atemzug– Unter dem Hauch des Deos, dessen Geruch im Badezimmer hing, als er heute Morgen aufstand, lag die Erinnerung an die vergangene Nacht, an ein großes Bett und eine dicke Daunendecke. An ein verschmitztes Lächeln und aufmerksame Augen. An "Darf ich?", "Hier?", "Bitte", "Mehr". An wortloses Stöhnen, Keuchen und Seufzen.
In der Luft zwischen ihm und Ernst lag die Erinnerung an starke Hände, die nach seiner Hüfte griffen, an Arme, die ihn umschlossen, an einen Körper, der sich an Carls Rücken schmiegte, an heißen Atem auf seiner Haut und warme Lippen um ihn herum, an Ernst in ihm, und an die langsamen Bewegungen, denen Carl sich ganz hingab, bis sein Verstand aussetzte und seine Welt nur noch aus Empfindungen bestand, während Ernst ihn zu einem schwindelerregenden Höhepunkt trug.
Mit einem Mal prasselten wieder laute Stimmen auf ihn ein und vertrieben die angenehme Schwere in seinem Bauch, die die Erinnerungen ausgelöst hatten. Carls Nachbar sah ihn konsterniert an. Ah, natürlich. Er hatte schon eine Weile nicht mehr zugehört. Hastig wimmelte er den Kollegen ab und drehte sich zu Ernst auf seiner anderen Seite.
"Servus. Gut ausgeschlafen?", fragte der mit vergnügt funkelnden Augen hinter seinem neutralem Gesichtsausdruck.
Carl tat sein Bestes, die Überraschung über ihre Begegnung hier zu unterdrücken. Deshalb hatte Ernst sich also vorhin mit "bis später" verabschiedet.
Er neigte den Kopf. "Ich wurde früh geweckt. Und dann gab es wichtige… Dinge, über die ich heute Morgen recht lange nachgedacht habe."
"Tatsächlich. Bist du bei deinen Überlegungen zu einem Ergebnis gekommen?"
"Nun, zu einem Ergebnis bin ich durchaus gekommen und ich kann von Glück reden, dass du nicht nachzählst, denn sonst stünde ich jetzt noch tiefer in deiner Schuld."
"Ein Glück", bestätigte Ernst und ein kurzes Grinsen huschte über sein Gesicht.
"Allerdings habe ich allein auch keine abschließende Antwort auf deine Fragestellung finden können," fuhr Carl fort. Die offensichtliche Aufforderung ließ er unausgesprochen zwischen ihnen im Raum stehen.
Ernsts Mundwinkel zuckten. "Verständlich. Mehrere konkrete Beweise führen schließlich besser zur Lösung als ein einzelnes Indiz."
Ah, da war seine Antwort. "Ganz recht, mein Lieber. Ich würde mich daher freuen, wenn wir uns bei Gelegenheit gemeinsam auf die Suche nach weiteren Beweisen begeben könnten."
"Gern", schmunzelte Ernst, zog eine Visitenkarte hervor und nickte in Richtung des Veranstaltungstitels, der groß an der Wand vor ihnen prangte. "Ganz im Sinne der behördenübergreifenden Zusammenarbeit."
"Selbstverständlich."
Carl warf einen kurzen Blick auf die Visitenkarte. 'Ernst Rauter. Leiter, Abteilung 3.2.1 Allgemeine Kriminalität' stand darauf. Während er die Karte einsteckte, knurrte jemand ein paar Plätze weiter, "Geh bitte, das is ja ned auszuhalten."
Er sah hoch und oh! Auf Ernsts anderer Seite saßen die beiden, denen Ernst gestern Abend so sehnsuchtsvoll hinterhergesehen hatte.
"Ach komm, lass dem Ernstl doch seinen Spaß."
"Pfft, meinetwegen kann er gern mit Mini-me auf Beweissuche gehen, is mir egal."
Mini-me? Carl unterdrückte ein Kopfschütteln. Damit war wohl er gemeint.
Die beiden sahen inzwischen zu Ernst, dem ein Geräusch entkam, das halb Seufzen, halb amüsiertes Schnauben war. "Carl-Albrecht Nassau, von der Salzburger Leib und Leben", stellte Ernst ihn vor und die Frau mit dem markanten Gesicht und dunklen Locken beugte sich sofort über ihn, um Carl ihre Hand entgegenzustrecken.
"I bin die Bibi. Und der alte Grantler hier is der Moritz." Sie grinste breit, während besagter Moritz trotz seiner Grummelei eine Hand zum Gruß hob.
Aha, die beiden mussten die Wiener Sonderermittler Eisner und Fellner sein, deren Namen Carl schon oft gehört hatte, teilweise aus den Nachrichten und teilweise von Kollegen, die bereits mit ihnen zusammengearbeitet hatten.
"Höchst erfreut, meine Liebe." Carl neigte den Kopf und schüttelte ihre Hand, woraufhin Bibi ihren Kollegen mit dem Ellenbogen anstieß.
"Ooh, schau Moritz, warum bist du eigentlich ned so charmant zu mir?"
"Geh bitte, als ob du's nötig hättest."
"Nötig! Pfft, du könntest ruhig amal an bissele an Gentleman sein, anstatt immer nur zu granteln."
"Och Bibi!"
Einen Moment lang hörte Carl den beiden dabei zu, wie sie sich auf, wie er fand, subtil liebevolle Art angrantelten, dann sah er Ernst an und hob fragend die Augenbrauen. Ein kurzes, warmes Lächeln und ein Schulterzucken waren Ernsts ganze Antwort und mehr Erklärung brauchte er auch nicht. Die drei schienen auf den ersten Blick so verschieden, doch selbst nach dieser kurzen Zeit konnte Carl sehen, wie sie zusammenpassten.

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