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Der Regen trommelte leise gegen die Fenster, ein gleichmäßiger Rhythmus, der das Haus in eine melancholische Umarmung hüllte. Madara stand in der Küche, die Hände um eine dampfende Teeschale gelegt, den Blick nach draußen gerichtet. Die Welt war grau, aber friedlich.
Er hörte Sasuke nicht kommen. Er spürte ihn vorher. Ein leiser Schritt. Ein Atemzug. Und dann: Arme, die sich langsam um seine Taille legten. Fest. Warm. Vertraut. Madara schloss die Augen.
Sasukes Kopf ruhte auf seiner Schulter, das Gewicht angenehm, beruhigend. Sein Atem streifte Madaras Hals, sanft, rhythmisch. Keine Worte fielen. Keine mussten. Madara lehnte seinen eigenen Kopf zurück an Sasukes Schulter.
„Du bist früh zurück,“ sagte Madara schließlich, leise. „Ich wollte dich sehen,“ antwortete Sasuke, seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern.
Madara legte eine Hand auf Sasukes Arm, streichelte mit dem Daumen über die Haut. Die Nähe war still, aber voller Bedeutung. Sie waren zwei Uchiha, zwei gebrochene Seelen, die sich in der Stille fanden.
„Ich habe dich vermisst,“ sagte Sasuke. Madara drehte leicht den Kopf, sodass ihre Wangen sich berührten. „Ich dich mehr.“
Sie standen so eine Weile – eingehüllt in Wärme, im Geräusch des Regens, in dem Wissen, dass sie sich nicht erklären mussten. Madara lehnte sich zurück in die Umarmung, ließ sich halten. Und Sasuke hielt ihn, als wäre er das Einzige, was ihn noch aufrecht hielt.
