Chapter Text
27. Dezember
„Sag mal, Peter, bist du dir vollkommen sicher, dass du nicht doch die letzte Abfahrt hättest nehmen müssen?“
„Nein, Bob. ‚Vollkommen sicher‘ bin ich mir da keinesfalls, denn ‚vollkommen sicher‘ könnte ich nur sein, wenn ich diese vermaledeite Strecke schon einmal gefahren wäre und wüsste, wo wir langmüssen. Oder wenn Pinewood Falls hier irgendwo mal vernünftig ausgeschildert wäre!“
„Ist ja gut. Ich frag ja nur, reg dich nicht gleich auf.“
„Was sagt denn der Autoatlas?“
„Das ist ja das Blöde. So wie ich das sehe, müsstest du entweder bei der letzten oder bei der nächsten Abzweigung abbiegen, aber genau da ist ein Kaffeefleck auf der Karte, deshalb kann ich nicht sagen, welche der beiden zur richtigen Straße führt.“
„Na super. Ganz toll. Und wessen Schuld ist das?“
„Woher soll ich das bitte wissen? Wir haben alle heute früh Kaffee getrunken und uns die Route gemeinsam angesehen, wie du vielleicht noch weißt. Aber falls es dir irgendwie hilft, kann ich natürlich alle Kaffeetassen aus der Spüle nehmen, wenn wir wieder zuhause sind, und durch Abgleichen der Tropfspuren ermitteln, wer von uns der Übeltäter war.“
„Contenance, Kollegen! Eure Streitereien sind nicht nur in keinem Fall der Problemlösung zweckdienlich, sondern, und das möchte ich betonen, auch in höchstem Maß unweihnachtlich.“
„Ach, meldet sich der Herr auf den billigen Plätzen auch mal zu Wort. Solltest du nicht eigentlich das GPS im Auge behalten, Just?“
„Dieser Aufgabe gehe ich sehr wohl nach, Zweiter, aber entweder ist der Empfang hier ausgenommen schlecht oder die Straße ist bei der geografischen Dokumentation nicht ordnungsgemäß erfasst worden. Jedenfalls springt die Anzeige alle fünf Sekunden recht wahllos von links nach rechts.“
„Toll. Ganz große Klasse. Und jetzt? Unser Sprit reicht zwar noch bis zur Ferienunterkunft, aber wenn wir uns jetzt irgendwo im Wald verfransen und nicht mehr weiterkönnen, dann erfrieren wir! Oder noch schlimmer, wir werden von Wölfen gefressen.“
„Meine Güte, Peter, jetzt mal doch nicht den Teufel an die Wand. Mal ganz abgesehen davon, dass wir selbst dann immer noch Hilfe erreichen könnten, ist die Gegend um Lake Tahoe nicht für Wölfe, sondern vor allem für Coyoten und Bären bekannt. Und da du dich mit den letztgenannten Tierchen ja erfahrungsgemäß wunderbar verstehst, sollten wir in dieser Hinsicht keine Probleme haben.“
„Ha ha. Sehr witzig, Erster.“
Alles in allem, dachte Bob erschöpft, während er den Straßenatlas auf den Kopf drehte, in der verzweifelten Hoffnung, durch den neuen Blickwinkel vielleicht doch etwas unter dem Kaffeefleck erspähen zu können, war es eine recht typische Autofahrt für die drei Detektive. Fahrten wie diese unternahmen sie schließlich, seit sie mit knapp zwölf Jahren in den (zugegebenermaßen zeitlich begrenzten) Besitz eines Rolls Royce samt Chauffeur gekommen waren. Und obwohl solche Fahrten – egal ob mit Morton oder später mit ihren eigenen Fahrrädern oder Autos – in den vergangenen zehn Jahren zur Gewohnheit geworden waren, so konnte sich Bob nur an wenige Ausflüge erinnern, bei denen es durchgängig harmonisch zugegangen war. Und da sie nun schon über acht Stunden unterwegs waren und sich bei allen die Müdigkeit und die Erschöpfung bemerkbar machte, brachen sich die Anspannung und allgemeine Unzufriedenheit in ihrem üblichen Gekabbel Bahn.
„Bieg einfach bei der nächsten Abzweigung ab“, sagte Bob und klappte den Atlas entschlossen zu. „Wenn wir Glück haben, ist Pinewood Falls ab da sowieso ausgeschildert. Weit kann es jedenfalls nicht mehr sein.“
„Hoffen wirs“, brummte Peter unzufrieden. „Warum haben deine Eltern denn auch ein Feriendomizil ausgesucht, das so dermaßen weit von jeder sinnvollen Beschilderung entfernt liegt?“
„Weil ‚weit von jeder sinnvollen Beschilderung‘ nicht das ist, womit Birdy’s Lakeside Lodge auf ihrer Webseite wirbt“, entgegnete Bob mit einem amüsierten Augenrollen. „Sondern vor allem mit der fantastischen Skipiste im Ort, der ruhigen Bergluft, der vielfältigen lokalen Fauna, der unentdeckten Natur und dem atemberaubenden Blick auf Lake Tahoe. Mein Vater hat monatelang an seiner letzten Recherche gesessen und wollte nach den Weihnachtstagen unbedingt raus aus der Zivilisation, um mal so richtig auszuspannen. Es konnte ja niemand damit rechnen, dass meine Mutter sich den Weihnachtstruthahn mitsamt gusseiserner Auflaufpfanne auf den Fuß fallen lässt.“
Peter verzog das Gesicht. „Das muss wirklich keine schöne Bescherung bei euch gewesen sein. Was hat der Arzt eigentlich genau gesagt?“
Bob zuckte mit den Schultern. „Der Fuß ist zweifach gebrochen und dick eingegipst. Sie hat in der Notaufnahme Krücken und Schmerztabletten bekommen und soll den Fuß unter allen Umständen ruhig halten. Ich glaub, sie ist vor allem enttäuscht, dass sie auf den Urlaub verzichten muss. Auf den hatte sie sich nämlich wirklich gefreut!“
Auf seine Antwort folgten ein solidarisches Brummen vom Rücksitz und ein mitfühlendes Nicken von Peter.
Bobs Eltern hatten ihn vor einigen Wochen mit folgendem Plan überrascht: zwar würden sie die eigentlichen Weihnachtsfeiertage zuhause verbringen, doch direkt im Anschluss für ein paar Tage gemeinsam mit Bob wegfahren und das neue Jahr statt in Rocky Beach stilvoll in der bergigen Idylle am Lake Tahoe begrüßen. Sie hatten sich besonders gefreut, dass Bob eingewilligt hatte, mitzukommen. Schließlich würde ihr Sohn – genau wie Peter und Justus – im Sommer sein Studium an der Ruxton University beenden und danach „seine Flügel ausstrecken und in die große weite Welt hinausziehen“, wie seine Cousine Mary es vor zwei Tagen bei ihrem Weihnachtsanruf theatralisch ausgedrückt hatte.
Seine Eltern blickten zwar deutlich weniger dramatisch auf die Zukunft ihres einzigen Kindes, doch Bob wusste, dass auch sie den Weihnachtsausflug insgeheim als letzten gemeinsamen Familienurlaub betrachtet hatten, bevor ihr Sohn vollends ins Erwachsenenleben voller Erwerbstätigkeit und Selbstverwirklichung eintauchen würde.
Wie immer zog sich Bobs Magen bei den Gedanken an die näherkommende Zukunft unangenehm zusammen, und wie immer ignorierte er dieses unangenehme Gefühl, indem er rasch und unauffällig das Thema wechselte.
„Aber ich denke, sie ist vor allem dankbar, dass ihr beide eingesprungen seid“, fuhr er fort. „Schließlich ist alles längst bezahlt, und wenn niemand gefahren wäre, hätte sie das wahrscheinlich noch mehr aufgeregt.“
„Und einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul“, entgegnete Justus beinah feierlich. „Trotz der bedauerlichen Umstände.“
„Ich kanns gar nicht erwarten, mal wieder auf die Piste zu kommen“, sagte Peter begeistert. „Bei all dem Prüfungsstress vor Weihnachten sind wir in den letzten Jahren gar nicht richtig dazu gekommen, Winterurlaub zu planen. Was freu ich mich, mal wieder einen Abhang runter zu flitzen.“
„Die Skipiste in Pinewood Falls ist zwar nicht sehr groß, soll aber sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Athleten Abwechslung bieten und sehr malerisch sein“, sagte Justus, der die Broschüren, die Bobs Mutter ihm am Morgen mit einem bedauernden Seufzen in die Hand gedrückt hatte, auf der Fahrt genau studiert hatte. „Und bei der Größe des Ortes sollte der Touristenandrang überschaubar sein.“
„Und das Wetter verspricht ideal zu werden“, ergänzte Bob und blickte auf die in der untergehenden Abendsonne glitzernden Schneewehen, die sich bereits seit einiger Zeit links und rechts der gut geräumten Hauptstraße auftürmten. „Wenn es schon hier so viel geschneit hat, dann...“
„Oh! Kollegen, ich empfange ein Signal!“ tönte es plötzlich erfreut vom Rücksitz. „Die nächste Ausfahrt muss tatsächlich unsere sein, Peter!“
„Na ein Glück,“ seufzte der zweite Detektiv. Er setzte den Blinker und bremste, um die Abfahrt mit möglichst wenig Schwung zu nehmen. Nachdem sie der neuen Straße wenige Minuten gefolgt waren, erhellte das Licht der Scheinwerfer tatsächlich ein Schild, welches das Ziel ihrer Reise verkündete: Pinewood Falls, 21 Meilen.
„Sag ich doch. Vollkommen irre, diese Beschilderung“, brummte Peter, doch Bob konnte die Erleichterung in seiner Stimme hören.
„Jetzt müssten wir in weniger als dreißig Minuten da sein“, verkündete Justus. Bob warf einen Blick über die Schulter. Das Displaylicht des Handys erhellte das zufriedene Lächeln des ersten Detektivs.
Einen Augenblick lang herrschte angenehmes Schweigen im Auto. Bob lehnte sich in seinem Sitz zurück und lauschte den leisen Klängen, die aus dem Radio drangen. Last Christmas, mittlerweile zum dreizehnten Mal auf dieser Autofahrt. Bob hatte innerlich seufzend mitgezählt.
„Sind noch Kekse übrig, Bob?“
Bob griff in den Rucksack, den er zwischen seinen Stiefeln verstaut hatte, und zog die Dose heraus, die Justus Tante ihm vor der Fahrt anvertraut hatte.
„Mandelmakronen und Zimtsterne sind noch da“, verkündete er, nachdem er den Deckel geöffnet hatte.
„Dann eine Mandelmakrone bitte.“
Bob nahm zwei der gewünschten Kekse und reichte sie über seine Schulter nach hinten, wo Justus sie freudestrahlend in Empfang nahm. Plötzlich spürte er einen warmen Druck auf seinem Oberschenkel. Als sein Blick nach unten schnellte, sah er, dass Peter seine Hand auf Bobs Bein abgelegt hatte. Als er den zweiten Detektiv fragend anblickte, drehte dieser seine Handfläche nach oben und sagte mit fast kläglicher Stimme: „Zimtstern.“
Bob biss sich fest auf die Innenseite seiner Wange, um seinen Gesichtsausdruck so neutral wie möglich zu halten, während er zwei Makronen zur Seite schob, um einen der Zimtsterne aus der Dose zu angeln.
Das Unbehagen beim Gedanken daran, was nach der Uni auf ihn zukam, war beileibe nicht das einzige Problem, das er unfreiwillig im Gepäck mit in diesen Urlaub genommen hatte. Nein – seit etwa einem halben Jahr schlug er sich außerdem noch mit Gefühlen herum, von denen er eigentlich gehofft hatte, sie mit dem Teenager-Dasein hinter sich gelassen zu haben. Wie den Impuls, Peter bei seinem Welpenblick die lose Haarsträhne hinters Ohr zu streichen, oder das Kribbeln auf Bobs Haut, als er Peter einen Zimtstern reichte und ihre Finger einander kurz streiften.
Bob zog seine Hand zurück, verschloss die Dose wieder, ließ sich zurück in den Sitz sinken und atmete so unauffällig wie möglich einmal tief ein und wieder aus. Es war doch wirklich lächerlich. Er hatte das hinter sich gelassen. Er hatte bereits mit fünfzehn entschieden, dass es keinen Sinn hatte, sich Hoffnungen zu machen – nicht, wenn dabei die Freundschaft mit einem der beiden Menschen auf dem Spiel stand, die ihm am wichtigsten waren.
Aber sie waren nun mal beide keine fünfzehn mehr, und in den letzten Jahren waren einige Sachen passiert, die diesen Entschluss in unregelmäßigen Abständen ins Wanken gebracht hatten.
Die letzten Klänge von Last Christmas verhallten, und stattdessen meldete sich die Stimme des Radiomoderators wieder zu Wort, der übertrieben fröhlich vom Weihnachtsmorgen bei sich zuhause erzählte, ehe er begann, die Nachrichten zur vollen Stunde vorzulesen. Bob hörte nur mit halbem Ohr zu. Stattdessen sah er hinaus in die Berglandschaft, die am Autofenster vorbeiglitt, und den Blick auf unzählige dichte Kiefern eröffnete, die sich unter ihrer Last aus Puderschnee bogen.
Perfektes Weihnachtswetter.
„…konnte bei der Abstimmung bislang keine Mehrheit erreicht werden. Die Gouverneurin, die sich persönlich für den Gesetzesentwurf eingesetzt hatte, sagte im Interview mit CNN, dass sich die demokratische Partei auch weiterhin…“
„Mach mal lauter, Zweiter“, sagte Justus und beugte sich interessiert vor.
Peter seufzte und drehte die Lautstärke hoch. „Wir hören doch schon den ganzen Tag Nachrichten. Da wird jetzt kaum was Neues kommen. Nur das Übliche für die Jahreszeit: Waldbrand, Wahlkampf, Weihnachtstress…“
„… die Spendenaktion des bekannten Schauspielerpaares Steven Yates und Helena Darraz erfreute sich auch in diesem Jahr reger Beliebtheit. Insgesamt konnte über die Feiertage ein Betrag von beinah drei Millionen gesammelt werden, welcher an verschiedene Kinderrechtsorganisationen geht…“
„Du hast erst vor einer knappen halben Stunde zum Lokalsender gewechselt“, widersprach Justus. „Und zumindest die Wetteraussichten für die Region sollten uns doch alle interessieren.“
„… meldet, dass in den frühen Morgenstunden eine Filiale der River City Bank in West-Sacramento von mindestens einer unbekannten Person überfallen wurde. Dabei wurde niemand verletzt, allerdings konnte der oder die Täterin eine größere Summe aus dem Tresor der Bank entwenden. Die Ermittler vor Ort vermuten, dass weitere Komplizen beteiligt sein könnten. Der oder die Täter sind weiterhin flüchtig, eine genaue Beschreibung der Verbrecher oder ihres Fluchtwagens liegt bislang nicht vor. Die Polizei von Sacramento bittet Anwohnende darum, Hinweise über das entsprechende Formular auf ihrer Webseite einzureichen oder folgende Nummer zu verständigen: 916…“
„Na, ein Glück, dass die Bankräuber sich über die Feiertage in Sacramento rumtreiben, und nicht in Rocky Beach“, sagte Peter fröhlich. „Stellt euch vor, wie Inspektor Cotta schimpfen würde, wenn er sich über die Feiertage mit sowas rumschlagen müsste.“
„Och, es wird auch in Rocky Beach genug geben, was ihn beschäftigen wird“, sagte Justus mitleidslos. „Einbrüche lohnen sich in gut beschenkten Wohnzimmern immer, und ich glaube, mit der Vandalismusserie in Little Tokyo sind sie auch noch nicht wirklich weiter.“
„Aber das ist zumindest nichts, wofür er eine Großfahndung veranlassen müsste“, entgegnete Bob. „Das lässt sich vom Schreibtisch aus regeln. Mit Eierpunsch und den Resten der Weihnachtsgans.“
„Und nun zum Wetter in unserem wunderschönen Bundestaat: Die Kältefront Cordelia hält sich hartnäckig am Gebirgszug der Sierra Nevada fest und beschert somit vielen Menschen weiße Weihnachten. Zwischen den Jahren bleibt es an der Küste weitestgehend mild, in den Bergen ist zwischenzeitlich weiterhin mit starkem Schneefall, aber auch mit klaren Nächten und viel Sonnenschein zu rechnen. Die Temperaturen liegen bei 14°C in San Francisco, im sonnigen Los Angeles immerhin noch bei 20°C, in den Bergen wird das Thermometer bis Neujahr nicht über den Gefrierpunkt hinaufklettern. Also, ihr Schneehäschen und Pistenteufel – warm anziehen und Sonnencreme nicht vergessen!“
„Na, besser geht’s doch gar nicht“, sagte Peter vergnügt, drehte schwungvoll die Lautstärke runter und würgte damit auch Mariah Carey ab, welche gerade die ersten Zeilen von All I Want For Christmas zu trällern begann. „Skifahren, Schneespaziergang, gemütlich vor dem Kamin sitzen… Kollegen, dieser Urlaub wird Erholung pur.“
„Na ja, wer weiß,“ sagte Justus und kaute nachdenklich auf seiner letzten Mandelmakrone herum. „Obwohl auch ich einer gewissen Entspannung gegenüber nicht abgeneigt bin, kann es natürlich durchaus sein, dass unsere Dienste als Detektive in Anspruch geno…“
„Oh nein!“ fiel Peter ihm hastig ins Wort. „Nein, auf gar keinen Fall, Just! Wir haben erst vor einer Woche diese Sache im Museum abgeschlossen, und der Fall davor steckt mir auch immer noch in den Knochen!“
„Ich behaupte ja beileibe nicht, dass ein neuer Fall eine sichere Sache sei“, erwiderte Justus. „Aber du musst zugeben, Zweiter, dass bei der überwiegenden Mehrheit unserer langjährigen gemeinsamen Unternehmungen eine gewisse Wahrscheinlichkeit, mit unerklärlichen Situationen konfrontiert zu werden, nicht von der Hand zu weisen…“
„Aber nicht in diesem Urlaub!“ unterbrach Peter ihn nachdrücklich. „Ich mein es ernst, Justus! In diesem Urlaub möchte ich mich einfach nur erholen, Skifahren, und Zeit mit meinen beiden besten Freunden verbringen, und nicht mit Gespenstern oder Erbschleichern um den Weihnachtsbaum tanzen!“ Es klang fast flehentlich, und Bob war nicht schnell genug darin, den Impuls zu unterdrücken, seine Hand beruhigend auf Peters Unterarm zu legen.
„Pinewood Falls ist wirklich ein Kaff“, sagte er schnell. „Und die Unterkunft, die meine Eltern ausgesucht haben, liegt nochmal ein Stück abseits. Verschlafen und idyllisch, sagt die Webseite. Das klingt nicht wirklich nach Verbrechen und Aufregung. Oder, Justus?“
Er drehte den Kopf und warf Justus einen gleichermaßen warnenden wie bittenden Blick zu.
Der erste Detektiv erwiderte den Blick mit unbeeindruckter Miene. „Tja. Ich schätze, das bleibt abzuwarten, Kollegen.“
