Chapter Text
23. Dezember 2024
Kai ging im Eingangsbereich seines Hauses auf und ab, schaute wahrscheinlich alle drei Sekunden aus dem Fenster, in der Hoffnung, ein Auto vorfahren zu sehen. Er konnte es kaum erwarten, dass wieder ein bisschen mehr Leben ins Haus kam. Klar hatte er Balou und Summer, aber seit Sophia mit Pooch zu Loreen gezogen war, fühlte es sich doch leerer an, auch wenn sie ihn oft besuchen kamen.
Das sollte sich jetzt aber ändern, zumindest für ein paar Tage. Winterpause in der Bundesliga sei Dank, hatte Jule sich so bald wie möglich nach seinem letzten Spiel direkt auf den Weg nach London gemacht und ein paar Tage später würden auch noch Kais Geschwister ein bisschen Zeit bei ihm verbringen. Für Silvester hatte sich dann auch noch Jannis angekündigt. Es würde die nächsten Wochen also alles andere als leer bei Kai sein.
Jule hatte ihm geschrieben als er gelandet war und jetzt hieß es nur noch warten bis der Fahrer, den Kai organisiert hatte ihn bei ihm ablieferte.
Nach einer gefühlten Ewigkeit war es dann endlich soweit und Kai erblickte Jule, der auf seine Haustür zuging. Noch bevor er klingeln konnte, öffnete Kai ihm die Tür und zog ihn in seine Arme. Er hatte ihn so sehr vermisst, hatte sich während des Lehrgangs im November wieder viel zu sehr daran gewöhnt ihn um sich zu haben und vielleicht war es eine dumme Idee, dass Jule jetzt so lange bei ihm war, denn das nächste Mal, dass sie sich sehen würden, würde wahrscheinlich länger als einen Monat dauern und das würde das ganze Vermissen nur schlimmer machen.
“Ich umarm dich ja wirklich gerne, Kai, aber ich würd auch gern meine Jacke ausziehen”, sagte Jule und Kai ließ ihn unzufrieden los. Sofort wurde Jule von Summer und Balou belagert, beugte sich zu ihnen runter und begrüßte sie.
“Ich dachte, du willst deine Jacke ausziehen”, beschwerte sich Kai, konnte sich aber ein Lächeln beim Anblick davon, wie sein Freund seinen Hunden durchs Fell wuschelte, nicht verkneifen.
“Sei nicht beleidigt”, sagte Jule, während er sich wieder aufrichtete. Er gab Kai einen kurzen Kuss und zog dann seine Jacke aus. “Zufrieden?”
Kai nickte.
“Du hast ja echt nicht gelogen, als du gesagt hast, du dekorierst das Haus”, meinte Jule, als der durch den Flur ging und sich umschaute.
“Also, was ist der Plan?”, fragte er im Wohnzimmer angekommen und warf sich auf Kais Couch und genau wie das letzte Mal, als er ihn besucht hatte, fand Kai, dass das Bild gleichzeitig so seltsam und neu, aber irgendwie auch genau richtig war.
“Später hab ich noch Training, morgen früh auch, aber bis Soph und Loreen kommen sollte ich zurück sein, dann würd ich sagen, wir verbringen den Abend einfach gechillt zu viert. Den Mittwoch hab ich frei, da können wir was unternehmen, Jan und Lea kommen erst am Donnerstag früh, die bleiben bis Samstag und Donnerstag ist dann natürlich auch noch Abschlusstraining, währenddessen musst du dich mit ihnen beschäftigen”, erklärte Kai seinen Ablaufplan für die nächsten Tage.
“Das krieg ich hin”, meinte Jule.
“Wann meintest du, kommt Jannis?”
“Auch Donnerstag.”
“Gut, dann haben wir den Sonntag Nachmittag und Montag irgendwas zu dritt machen”, stellte Kai zufrieden fest.
Trotz anfänglicher Schwierigkeiten, sich auf das Training zu konzentrieren, lief es eigentlich richtig gut, vielleicht lag es daran, dass Kai motiviert war, so schnell wie möglich wieder nach Hause und zu Jule zu kommen. Immerhin musste er jede Sekunde, die sie gemeinsam hatten, auskosten.
Gerade dachte Kai darüber nach, wie es sich wohl anfühlen würde, so zu seinem Freund nach Hause zu kommen, der auf ihn wartete, ob es mit Jule dasselbe Gefühl war wie mit Sophia, als Declan ihn mit der Schulter anstieß.
“Are you even listening?”, fragte er und Kai musste gestehen, dass er tatsächlich gar keine Ahnung hatte, worüber sich in der Kabine unterhalten wurde. So sehr war er mit seinen Gedanken bei Julian.
“You’re all up in your head today. Everything alright?”, mischte sich auch Martin ein.
“More than alright”, beruhigte Kai sie.
“So do you wanna come have a little Christmas Celebration then or no?”
“No, sorry, I’m busy today”, entschuldigte er sich und fügte leiser hinzu: “Jule is visiting.”
“Ahhh, I see, got the boyfriend waiting at home so we’re not important anymore”, scherzte Declan.
“You know I would hang out with you any other day”, erklärte Kai.
Martin klopfte ihm auf die Schulter. “No worries, you barely see each other, of course you wanna spend the time together.”
“Yes I totally get it, mate. I’ve got Mase over as well but he’ll probably just join us”, erklärte Declan.
“Actually, why don’t you bring Jule as well. I’d love to get to know him”, schlug Martin vor.
“I don’t think that’s a good idea”, begann Kai und wollte sich gerade rechtfertigen, als ihm eine Idee kam. “But if you haven’t got plans for New Years Eve yet you could come over to meet him.” Sie wollten Silvester wahrscheinlich entspannt bei Kai zuhause mit Jannis verbringen, da Kai am nächsten Tag ein Spiel hatte, und Sophia und Loreen wollten vielleicht auch vorbeikommen, warum also nicht noch ein paar mehr Freunde einladen.
“Oh, definitely. I’m sure Mase will be thrilled”, sagte Declan begeistert und auch Martin stimmte der Idee freudig zu.
Kai hoffte nur, dass Jule auch in Ordnung damit war, aber so wie er seinen Freund kannte, sollten Kais Teamkollegen sicher kein Problem darstellen.
“Was hast du heute Abend noch vor?”, fragte Jule, als Kai nach Hause kam.
Kai tat so, als müsste er überlegen, auch wenn er genau wusste, wie er seinen restlichen Tag verbringen wollte.
“Mich entspannen und mit meinem Freund kuscheln”, antwortete er dann.
“Blöd gelaufen, dein Freund hat andere Pläne”, verkündete Jule.
Kai hob fragend eine Augenbraue. “Hat er?”
“Ja, dein Freund geht nämlich mit seiner besten Freundin auf den Weihnachtsmarkt und nimmt dich mit”, erklärte Jule.
“Wenn ich auch Zeit mit meinem Freund verbringen darf und nicht das fünfte Rad am Wagen bin, bin ich dabei.”
“Keine Sorge, Soph kommt auch mit”, beruhigte Jule ihn.
Wenig später fand Kai sich im Hyde Park wieder.
Loreen hatte ihnen wohl Karten für das Winter Wonderland reserviert, das sogar nicht mal so überfüllt war, wie Kai erwartet hatte, aber das lag wahrscheinlich am Wetter. Der Regen machte Kai aber tatsächlich gar nichts aus, mit etwas anderem hatte er auch nicht gerechnet und die Atmosphäre war trotzdem schön, zwar nicht so wie auf einem deutschen Weihnachtsmarkt, aber die Lichter und Stände verstärkten Kais Weihnachtsstimmung trotzdem nochmal.
Sie spazierten zu viert über den Markt, blieben am ein oder anderen Stand stehen und entschieden sich, trotz Loreens Überzeugungsversuchen, dagegen mit den Fahrgeschäften zu fahren.
“Dann lasst uns wenigstens Schlittschuh laufen”, beschwerte sie sich.
“Ne Digga, gar kein Bock mich schon wieder zu verletzen und Nuri bringt mich um wenn was passiert”, erklärte Jule und Kai stimmte ihm zu, er konnte grade auch keine Risiken eingehen.
“Ich geh mit dir, keine Sorge”, lachte Sophia.
“Wenigstens auf eine ist Verlass.”
Während Loreen und Sophia sich Schlittschuhe ausliehen, holten sich Kai und Jule eine Tasse Glühwein und beobachteten dann ihre Freundinnen von der Seite aus.
“Die sind so süß, dass es schon fast zu viel ist”, stellte Kai fest, als er beobachtete, wie die beiden Hand in Hand über das Eis glitten.
“Sagt man über uns auch”, merkte Jule an und nahm einen Schluck von seinem Glühwein.
“Stimmt auch wieder”, stimmte Kai zu. “Aber es ist echt immer wieder schön, Soph so zu sehen, frei irgendwie.” Kai hielt einen Moment inne. “Nicht, dass sie nicht glücklich gewirkt hat, als wir zusammen waren, aber manchmal frag ich mich, ob ich sie all die Jahre in irgendwas rein gedrängt hab, ob ich sie irgendwie davon abgehalten hab wirklich sie selbst zu sein.” Es waren Gedanken, die Kai sich öfter machte als er wollte. Er wusste ganz genau, dass Sophia ihm nicht vorwarf, ihre gemeinsame Zeit nicht bereute, aber das Gefühl an irgendwas Schuld zu sein, wurde er einfach nicht los.
“Kai”, ermahnte Jule ihn und lehnte sich vorsichtig an ihn. “Hör auf dir nen Kopf zu machen. Jetzt ist alles genau so, wie es sein soll.”
Nachdem Loreen und Sophia von der Eisbahn runter kamen, beschlossen Jule und Loreen sich gemeinsam auf die Suche nach etwas zu essen zu machen, während Kai und Sophia sich mit dem Essen an dem Stand gleich um die Ecke zufrieden gaben und sie diesen als Treffpunkt ausmachten.
“Konnte ja nicht lange dauern, bis die zu zweit abhauen”, meckerte Kai gespielt und Sophia musste kichern.
“Jule hat die nächsten Tage bestimmt irgendwann noch genug Zeit für dich”, sagte sie und biss von ihrem Crêpe ab.
“Will ich doch hoffen”, schmollte Kai.
“Es ist so schön”, seufzte Soph nach einem Moment der Stille.
“Das Winter Wonderland? Ja, oder? Krass, dass wir es in den ganzen Jahren, die wir jetzt schon in London leben, noch nie geschafft haben, herzukommen”, stimmte Kai ihr zu. Manchmal bedauerte er wirklich, dass er in der Premier League keine Winterpause hatte und deshalb Weihnachten in London noch nie so richtig erleben konnte.
“Mhm, aber das meinte ich nicht”, sagte Sophia.
“Was dann?”
“Dass du dir endlich erlaubst ihn zu lieben.”
24. Dezember 2024
Es brauchte nicht mal einen Tag, bis es sich so anfühlte, als wäre Jule ein fester Bestandteil von Kais Haushalt, als würde er genau dort hingehören, sollte nirgends anders sein.
Als er am Dienstag vom Training nach Hause kam, begab Kai sich, nachdem er die Hunde begrüßt hatte, direkt in die Küche, aus der er Jules und eine weitere Stimme hörte. Jule stand im Türrahmen und unterhielt sich mit der Köchin, die sie für ihr Weihnachtsessen organisiert hatten.
“Hi”, sagte Kai und legte fast automatisch einen Arm um Jules Taille. Für einen Moment bereute er es, wollte seinen Arm zurückziehen. Es war eine fremde Person im Raum, das war viel zu auffällig. Doch als Jule sein “Hi” erwiderte und sich ganz selbstverständlich gegen Kai sinken ließ, waren seine Sorgen schlagartig wie weggeblasen. Es war erstaunlich, was Jule für eine Wirkung auf ihn haben konnte, wenn er es zuließ. Er entspannte sich, strich sanft mit seinem Daumen über Jules Seite und versuchte, sich in die Unterhaltung einzubringen.
“Wie war Training?”, fragte Jule, nachdem sie die Köchin verabschiedet hatten und es sich bequem machten, um auf Soph und Loreen zu warten. Zu Kais Überraschung hatte sich Jule, während er im Training war, tatsächlich schon um alle Vorbereitungen gekümmert, die für den Abend noch zu treffen waren.
“Normal”, sagte Kai schulterzuckend. “Achso, ich hab gestern voll vergessen zu fragen, aber können Dec, Mase und Martin Silvester vorbei kommen?”
“Ja, safe, gerne”, stimmte Jule der Idee zu.
Kurz darauf hörten sie auch schon die Haustür und aufgeregtes Hunde-Chaos brach aus, als Loreen, Sophia und Pooch das Haus betraten.
Das Essen war wirklich gut, fast schon zu gut, denn am Ende war Kai so satt, dass er eigentlich am liebsten erstmal ein Nickerchen gemacht hätte. Aber dafür war keine Zeit, es war schließlich Weihnachten.
Nachdem sie noch ein bisschen entspannt am Tisch gesessen hatten, schlug Loreen vor, dass es jetzt Zeit für Geschenke war, wobei sie alle ihrer Meinung waren.
Die Idee die Geschenke, dem Alter nach auszupacken kam ebenfalls von Loreen und damit bekamen die Hunde als erstes ihre Geschenke. Dann war Sophia an der Reihe, die sich wahrscheinlich am meisten über den gemeinsamen Wellness Urlaub von Loreen freute, der Kai die Wertschätzung für das Armband mit dem kleinen Anhänger in den Farben der Lesbischen Flagge aber auch ganz genau ansehen konnte.
Als nächstes packte Kai seine Geschenke aus.
“Das ist eigentlich ein echt beschissenes Geschenk, aber ich hoff du freust dich trotzdem drüber”, warnte Jule ihn vor, als er dabei war sein Geschenk auszupacken. Darin befand sich ein Hoodie, der Kai sehr bekannt vorkam.
“Das ist meiner, also, der den du im Trainingslager letztens immer zum Schlafen angezogen hast. Ich dachte, wenn du den so gerne magst, kannst du ihn haben. Wenn du’s scheiße findest vergiss es einfach, du bekommst ja auch noch ein richtiges Geschenk.”
Kai musste über Jules Rechtfertigungsversuche schmunzeln. “Ich find’s toll, aber nur wenn du ihn auch immer mal wieder anziehst”, sagte Kai lächelnd und gab seinem Freund einen Kuss.
“Digga, ihr seid echt wie so verliebte Teenager”, unterbrach Loreen ihren Moment und Kai war kurz davor, den Plüschhund, der aussah wie Summer, den er von Soph bekommen hatte, nach ihr zu werfen. Dass er sich über den Hoodie sogar mehr freute, als über die neuen Kopfhörer, die Jules ‘richtiges’ Geschenk waren, würde Kai am besten für sich behalten.
Während Loreen ihre Geschenke auspackte, klinkte Kai sich irgendwann mental aus, zumindest als sich, nachdem sie ihr Geschenk von Jule ausgepackt hatte, irgendeine spirituelle Konversation zwischen den beiden ergab, mit der Kai überhaupt nichts anfangen konnte. Nicht dass er gar kein Interesse daran hatte, aber wenn es um die Wirkung von irgendwelchen Kristallen ging, hatte er nun wirklich nicht sonderlich etwas zum Gespräch beizutragen. Stattdessen kuschelte er lieber Pooch, bis sie die Unterhaltung beendet hatten und Jule seine Geschenke auspackte.
Von Soph bekam er ebenfalls einen Plüschhund, der diesmal aussah wie Balou.
Die Cap von Loreen, auf der ‘dumb blonde’ stand, setzte er sich, nachdem er kurz einen auf beleidigt gemacht hatte, direkt auf und Kai fand den Pin in den Bi Farben, der aber subtil genug war um ihn zu tragen, ohne dass es gleich ein Outing war, ein wirklich cooles Geschenk. Besonders, weil er genau wusste, wie sehr Jule sich mittlerweile mit seiner Sexualität identifizierte. Als Loreen ihm dann auch noch stolz zeigte, dass sie den passenden Pin dazu in ihren Farben hatte, fiel Kai mal wieder auf, wie froh er über die Freundschaft der beiden war.
Dann packte Jule Kais Geschenke aus und irgendwie war Kai auf einmal sogar ganz schön nervös, konnte jetzt nachvollziehen, warum Jule vorhin so rumgestammelt hatte, als Kai seine Geschenke ausgepackt hatte.
“Willst du mir jetzt nen Antrag machen oder was? Is das nicht noch ein bisschen früh nach deiner letzten Hochzeit?”, scherzte Jule, als er die kleine Schmuckschachtel auspackte.
“Dummkopf, mach einfach auf”, meckerte Kai. Dass der Gedanke daran, wie es wohl wäre, Jule zu heiraten, spätestens ab jetzt wahrscheinlich immer in seinem Hinterkopf herumspuken würde, sagte er nicht.
Vorsichtig nahm Jule die Kette aus der Schachtel.
“Weil du die Alte nicht mehr hast”, erklärte Kai.
“Danke”, sagte Jule lächelnd und bat Kai darum, ihm die Kette anzulegen, was Loreen wohl wieder viel zu süß fand.
Dann war Kai's letztes Geschenk an der Reihe.
“Siehst du, ich hab mir gemerkt, wer dein Lieblingscharakter ist”, sagte er triumphierend, während Jule die Law Figur betrachtete. Er hatte allerdings nicht vor zu erwähnen, dass er sich vor dem Kauf nochmal bei Jannis versichert hatte, dass es auch wirklich der richtige Charakter war und Jule diese Figur nicht schon hatte.
“Beeindruckend, Havertz”, lachte Jule und schob dann ein ehrliches “Danke” hinterher.
Den restlichen Abend verbrachten sie entspannt mit ein paar Spielen, bis sich Loreen und Sophia irgendwann in das Gästezimmer, das eigentlich mittlerweile ihr Zimmer war verzogen und Kai und Jule sich daraufhin auch ins Schlafzimmer begaben, wo Kai sich direkt den Hoodie von Jule überzog und sich in sein Bett kuschelte.
Als Jule aus dem Bad kam und sich zu ihm legte, zog Kai seinen Freund direkt in seine Arme.
“Frohe Weihnachten, Jule”, flüsterte Kai.
“Frohe Weihnachten, Kai”, erwiderte Jule.
25. Dezember 2024
Neben Jule aufzuwachen fühlte sich jedes Mal an wie ein Traum, auch nachdem er sich in der Zeit bei der Nationalmannschaft fast daran gewöhnt hatte, aber vielleicht lag es daran, dass es jahrelang etwas gewesen war, von dem Kai geträumt hatte, etwas von dem Kai versucht hatte nicht zu träumen und es jedes Mal wenn er es getan hatte sofort verdrängt hatte. Kai strich seinem Freund eine Haarsträhne aus dem Gesicht, betrachtete ihn ganz genau. Jule war hier, schlief ganz friedlich, es war kein Traum und das war auch gut so. Manchmal fiel es Kai immer noch schwer, das zu akzeptieren, aber er wurde besser darin.
Er musste an Sophias Worte von Montag denken.
Dass du dir endlich erlaubst ihn zu lieben.
Kai dachte viel darüber nach. Darüber was wohl gewesen wäre, wenn er das schon früher getan hätte, wenn er nicht vor der Konfrontation mit seinen Gefühlen weggelaufen wäre. Aber das Weglaufen war jetzt vorbei und morgen würde Kai seinen Geschwistern erzählen, dass Jule sein Freund war.
Wieder strich Kai Jule durch die Haare.
Anfangs hatte er sich darüber lustig gemacht, dass Jule sie hatte wachsen lassen, tat er ab und zu noch immer, aber eigentlich liebte er es, seine Finger durch Jules Haare gleiten zu lassen.
Es dauerte nicht lange, bis Jule schließlich seine Augen öffnete und Kai verschlafen anblinzelte.
“Du bist so schön”, stellte Kai fest.
Jule schnaubte amüsiert aus. “Digga bist du kitschig und das so früh am Morgen.”
Und wahrscheinlich war Kai jetzt rot angelaufen wie eine Tomate, weil er gar nicht gemerkt hatte, dass er den Gedanken laut ausgesprochen hatte.
“Halt die Klappe”, sagte er und boxte Jules Schulter.
“Bring mich dazu”, grinste Jule und Kai nahm die Einladung gerne an und küsste ihn liebevoll.
Ihr Kuss wurde kurz darauf von einem Klopfen unterbrochen.
“Kann ich rein oder macht ihr gay shit?”, fragte Loreen von der anderen Seite.
“Komm rein”, rief Kai.
Langsam öffnete Loreen die Tür.
“Ich wollte nur sagen, dass Soph und ich demnächst verschwinden.”
“Silvester steht noch?”, fragte Kai, als die Beiden mit Pooch das Haus verließen.
“Auf jeden Fall, ich werd doch nicht Jannis verpassen”, sagte Loreen und schüttelte ihren Kopf, als hätte Kai ihr eine richtig dumme Frage gestellt.
“Sorry, ich weiß ja nicht, ob ihr mittlerweile was besseres zu tun habt”, rechtfertigte Kai sich.
“Wir kommen”, bestätigte Soph nochmal und legte einen Arm um ihre Freundin. Dann verabschiedeten sie sich endgültig.
Kaum war die Tür ins Schloss gefallen spürte Kai, wie sich Jules Arme von hinten um ihn schlungen und er sich an ihn drückte.
“Wollen wir wieder ins Bett?”, nuschelte Jule gegen Kais Schulter.
“Mhm”, brummte Kai, als Jule ein paar Küsse auf seinem Hals platzierte. Den ganzen Tag mit Jule im Bett zu verbringen, hörte sich nach einem perfekten Weihnachten an.
Kai achtete gar nicht darauf, wie viel Zeit verging, bis sich irgendwann sein Magen zu Wort meldete. Viel zu eingenommen war er davon, Jule zu küssen, Jule zu berühren, einfach von Jule.
Eigentlich hatte er auch gerade beschlossen, seinen Hunger zu ignorieren, als Jule zwischen ein paar Küssen “Frühstück?” fragte.
“Es ist schon fast 11”, stellte Kai nach einem Blick auf sein Handy fest.
“Wir können Brunchen gehen”, schlug Jule vor und auch wenn Kai am liebsten einfach weiter mit ihm im Bett liegen geblieben wäre, klang das tatsächlich nach einer guten Idee.
Nachdem sie Brunchen gewesen waren, gingen sie noch eine Runde mit den Hunden spazieren und landeten dann doch wieder in Kais Bett.
Erst als es schon stockdunkel war, kam Kai auf eine Idee.
“Wollen wir die Lichter anschauen?”, fragte er.
“Lichter?”
“In der Stadt hängen doch überall so Lichter, in Soho und Mayfair und so. Ich hatte noch nie Zeit, mir die anzuschauen”, erklärte Kai.
“Na dann, auf geht's”, verkündete Jule und schwang sich aus dem Bett.
26. Dezember 2024
“Was genau ist jetzt der Plan?”, fragte Jule vom Bett aus, während Kai sich anzog.
“Hm?”, machte Kai.
“Mit Jan und Lea. Die wissen noch nix, oder?”
Richtig, Jule würde ja heute erstmal ohne Kai Zeit mit seinen Geschwistern verbringen, bevor Kai die Chance hatte, mit ihnen zu reden.
“Wollen wir einfach unser Ding machen und warten , dass sie’s checken oder was hattest du vor?”, wollte Jule wissen.
“Ich würds ihnen eigentlich gern richtig sagen”, meinte Kai vorsichtig. Die letzten Tage waren sie so offen mit ihrer Beziehung umgegangen, dass es sich fast so anfühlte, als würde er damit wieder einen Rückzieher machen und er wollte nicht, dass Jule auch wieder dieses Gefühl bekam.
“Alles klar, dann halt ich mich zurück, bis du mir grünes Licht gibst”, sagte Jule ganz belanglos.
“Ist das echt okay für dich?”, wollte Kai sich überzeugen und setzte sich zu Jule aufs Bett.
“Ja, Kai”, bestätigte Jule und strich Kai über den Rücken. “Zumindest, wenn ich dich jetzt noch kurz für mich haben darf”, fügte er hinzu und hauchte ein paar Küsse in Kais Halsbeuge.
Damit, dass Jan, Lea, Jannis und Jule am Ende des Trainings beim Trainingsgelände auftauchten hatte Kai nicht gerechnet.
Während Kai seine Geschwister und Jannis begrüßte unterhielt sich Jule mit Declan, dann machten sie sich auf den Weg zu Kai. Jule und Jannis nahmen sich ein Taxi, während Jan und Lea bei Kai mitfuhren. Unterwegs erzählten die beiden, dass sie am vormittag mit Jule und Jannis in der Stadt unterwegs gewesen waren, sie brachten sich alle ein bisschen auf den neusten Stand und Kai überlegte, ob das der Moment sei, um von seiner Beziehung mit Jule zu erzählen, entschied sich dann aber dagegen.
Den gesamten restlichen Tag suchte Kai nach dem richtigen Moment, aber irgendwie kam er nicht. Es fühlte sich so ungewohnt an, Jule in seinem Haus so fern zu sein, so sehr hatte er sich in den letzten drei Tagen schon daran gewöhnt, ihn bei sich zu haben. Kurz überlegte Kai sogar doch auf Jules Vorschlag vom Morgen einzugehen und sich einfach zu verhalten wie immer, immerhin hatte er mit dem Gedanken im Trainingslager auch gespielt, aber wahrscheinlich war das keine gute Idee, es war besser mit seinen Geschwistern in Ruhe darüber zu reden.
Der Moment, auf den Kai gewartet hatte, kam, als er gemeinsam mit Lea nach dem Abendessen in der Küche aufräumte.
“Also, raus damit”, sagte sie, als sie alleine waren.
“Was?”, fragte Kai und spürte, wie er sofort wieder in die Abwehrstellung verfiel, die er die letzten Jahre aufgebaut hatte, die er sich so bemühte loszuwerden.
“Du hast irgendwas und ich weiß, dass du darüber reden willst”, erklärte Lea.
Kai schwieg für einen Moment. Er hatte den ganzen Tag darauf gewartet, es ihr zu sagen, sie hatte es ihm sogar abgenommen, das Gespräch einzuleiten, also warum fiel ihm das jetzt so schwer? Es war ja nicht mal sein erstes Outing, aber irgendwie waren die anderen einfacher gewesen.
Bei Sophia war es sowieso etwas ganz anderes gewesen.
Bei Declan war es überhaupt kein Problem gewesen, Kai wusste ja, dass sie in sehr ähnlichen Situationen waren.
Bei Martin war es eigentlich auch einfach gewesen, immerhin wusste Martin auch von Dec und Mase und Kai wusste, wie sehr er deren Beziehung unterstützte und außerdem hatte er da auch noch Dec dabei gehabt, der ihm Zuspruch gegeben hatte.
Und bei der Nationalmannschaft hatte immer Jule den Anfang gemacht und den Großteil des Redens übernommen. Kai könnte auch jetzt Jule dazu holen, sicher würde es das viel leichter machen, aber das hier war seine Sache, er musste das alleine machen.
Lea war seine Schwester, Lea hatte nichts gegen die Beziehung von Sophia und Loreen, war immer noch gut mit Sophia befreundet und auch generell hatte sie nie irgendwas gesagt oder getan, das Kai den Anlass geben würde, sie könnte irgendein Problem damit haben, dass er mit Jule zusammen war. Er hatte keinen Grund zur Sorge.
Also beschloss er, sich zusammen zu reißen, atmete tief durch und sagte: “Jule ist mehr als nur mein bester Freund.”
Lea sagte nichts, zog Kai nur fest in ihre Arme und drückte ihn an sich. Im ersten Moment hatte er sich gefragt, ob er sich wohl klar genug ausgedrückt hatte, aber die Umarmung zeigte deutlich, dass Lea ihn verstanden hatte.
“Danke, dass du mir das anvertraust”, sagte Lea leise, bevor sie sich aus der Umarmung lösten.
“Du hast mir die offizielle Geschichte mit der Hochzeit eh nie geglaubt, oder?”, fragte Kai und lächelte erleichtert.
“Nicht wirklich, nein”, bestätigte seine Schwester. “Ich hab mir schon gedacht, dass es eigentlich irgendwas zwischen dir und Jule gewesen sein muss, ich war mir nur nicht sicher was, aber ich hatte ein paar Vermutungen.”
Kai nickte, dann erklärte er ihr die ganze Sache in der Kurzfassung, dass er eigentlich schon ewig Gefühle für Jule hatte, die aber nie akzeptiert hatte und sie es im September dann endlich geschafft hatten, das alles zu klären.
“Weiß Jan schon davon?”, wollte Lea irgendwann nach Kais Geschichte wissen und gerade als Kai “Nein” antwortete, stand Jan in der Tür und fragte: “Wovon weiß ich nicht?”
Dann war das wohl auch geklärt. Wieder atmete Kai tief durch, schaute einmal zu Lea, die ihm aufmunternd zunickte.
“Dass Jule und ich zusammen sind”, sagte er dann. Jan brauchte wohl einen Moment, um Kais Worte zu verarbeiten.
“Oh”, machte er dann und Kai wusste nicht so ganz, wie er die Reaktion beurteilen sollte.
“Bist du dann bi oder…?”, fragte Jan und zu Kais Erleichterung war sein Tonfall eher ehrlich interessiert als abwertend.
“Weiß ich ehrlicher Weise auch nicht so genau”, gab Kai zu. “Aber ich denke bi passt schon ganz gut.” Die Sache mit den Labeln war etwas, das Kai ab und zu noch ein bisschen Kopfschmerzen bereitete, aber zu sagen, dass er bi war, war im Moment wahrscheinlich die beste Option.
“Daran werd ich mich wohl erstmal gewöhnen müssen, aber wenn du glücklich bist, freu ich mich für euch”, meinte Jan und wuschelte Kai durch die Haare. Kai konnte richtig spüren, wie ihm dabei ein riesiger Stein vom Herzen fiel.
Als er kurz darauf wieder zurück zu Jannis und Jule ging, schien man ihm das wohl auch anzusehen.
“Du siehst aber erleichtert aus”, stellte Jannis fest und Jule lächelte ihn erwartungsvoll an.
Kai ließ sich neben Jule fallen. “Grünes Licht”, sagte er leise und lehnte sich an seinen Freund.
Jule griff nach Kais Hand. “Ich bin stolz auf dich”, flüsterte er.
Das Lächeln auf Kais Gesicht wurde noch breiter und er drückte Jules Hand als Antwort. Er war auch stolz auf sich.
27. Dezember 2024
Kai hatte ein richtig gutes Gefühl bei dem Spiel, nicht nur, dass er sich darüber freute, dass seine Geschwister, sein Freund und einer seiner besten Freunde im Publikum waren, auch abgesehen davon hatte er das Gefühl, so richtig bereit für das Spiel zu sein.
Mit dem Gefühl sollte er Recht behalten, denn das Spiel lief richtig gut, besonders für Kai. Er war voll im Spiel und schoss sogar in der 22. Minute ein Tor, das auch das Einzige bleiben sollte. So gewannen sie das Spiel 1:0 und Kai wurde am Ende sogar zum Man of the Match ernannt.
Als Kai sich nach dem Spiel auf den Weg zu seinem Auto machte, wartete Jule beim Ausgang auf ihn.
“Krank gespielt, Digga”, sagte er mit diesem typischen Jule Grinsen.
“Danke”, grinste Kai zurück und boxte ihn leicht mit seiner Schulter, während sie zum Parkplatz liefen. “Wo ist der Rest?”, wollte er dann wissen.
“Schon unterwegs”, meinte Jule, Kai antwortete mit einem Nicken und öffnete die Autotür.
“Ich glaub Jannis überfällt dich zuhause gleich, so viel Spaß wie der hatte”, erzählte Jule unterwegs.
Zuhause.
Kai ließ das Wort in seinen Gedanken nochmal nachhallen, das was es bedeutete, das was es mit ihm machte, es aus Jules Mund zu hören.
“Hat's dir auch gefallen?”, fragte er, als er den Gedanken verbannt hatte, um seine Konzentration wieder besser aufs Fahren richten zu können.
“Jaman, war ein echt geiles Spiel, aber dir zuzuschauen hat eh schon immer Bock gemacht”, sagte Jule begeistert.
Lächelnd legte Kai eine Hand auf Jules Bein und streichelte mit seinem Daumen darüber.
“Ich hab übrigens überlegt, eins von deinen Trikots anzuziehen, aber ich dachte dann doch, ich lass es lieber. Keine Ahnung, wie auffällig das is”, erzählte Jule und klang dabei fast ein bisschen schüchtern.
Ein Schmunzeln breitete sich auf Kais Gesicht aus bei der Vorstellung von Jule, der seinen Namen auf dem Rücken trug.
“Hättest du ruhig machen können. Ich glaub, wenn man dich erkannt hätte, hätte das keiner hinterfragt, wenn du das als mein bester Freund machen würdest”, überlegte Kai.
“Ich dachte trotzdem ist vielleicht sicherer, wenn ich's nich mach. Außerdem wär's doch auch bisschen kitschig, oder?”
“Also mir hätte's gefallen”, meinte Kai schmunzelnd.
28. Dezember 2024
Kai hatte beschlossen, seine Geschwister selbst zum Flughafen zu bringen und von dort aus direkt weiter zur Regeneration zu fahren.
Auf dem Parkplatz half Kai ihnen, ihr Gepäck auszuladen und begleitete sie dann noch bis zum Eingang.
“Willst du’s eigentlich Mama und Papa erzählen? Mit dir und Jule?”, fragte Lea auf dem Weg. Jan ging einige Schritte vor ihnen und schien sie nicht zu hören.
“Weiß nich”, antwortete Kai unsicher. Darüber hatte er sich schon viele Gedanken gemacht.
“Glaubst du sie haben was dagegen?”
Kai zuckte mit den Schultern. “Auf Sophias Beziehung mit Loreen haben sie ja nich so gut reagiert”, meinte er.
“Ich denk das lag eher daran, dass ihr offiziell deshalb nicht geheiratet habt als daran, dass sie lesbisch sind”, erklärte Lea und vielleicht hatte sie damit recht.
Wieder zuckte Kai mit den Schultern.
“Nimm dir die Zeit, die du brauchst, aber wenn du’s ihnen sagen willst, bin ich da, um dich zu unterstützen. Ich will nur, dass du das weißt”, sagte seine Schwester.
“Danke”, erwiderte Kai ehrlich.
Mittlerweile waren sie am Eingang angekommen, wo Jan auf sie wartete.
Kai umarmte seine Geschwister zum Abschied.
“Und richtet zuhause Grüße aus”, sagte er noch, bevor er zurück zum Auto ging, um zum Training zu fahren.
Als Kai nach Hause kam, war das Haus, bis auf Summer und Balou, leer. Jule hatte ihm geschrieben, dass er und Jannis schwimmen gehen wollten, er müsse sich ja auch in der Winterpause ein bisschen fit halten. Irgendwie war die Leere im Haus so spürbar wie seit langem nicht mehr, das letzte Mal hatte Kai sie so sehr wahrgenommen, als Sophia im Oktober offiziell ausgezogen war.
Weil er sich mit dem Gefühl total unwohl fühlte, beschloss Kai, mit den Hunden raus zu gehen, bis Jannis und Jule wieder da waren. Lustigerweise schreib Jule ihm auch genau dann, dass sie auf dem Rückweg waren, als Kai auch die Hälfte seiner Runde gelaufen war und so dauerte es, nachdem Kai wieder zuhause angekommen war, nur noch knappe zehn Minuten bis sein Freund mit seinem Bruder vor der Tür stand.
Kai umarmte Jule zur Begrüßung viel fester, als es für ein paar Stunden der räumlichen Trennung angemessen war, aber er hatte ihn auch viel mehr vermisst als er sollte. Jannis neben ihnen murmelte irgendwas unverständliches und quetschte sich an ihnen vorbei ins Haus.
“Ich hab heute mit Dec geredet, wegen Silvester”, erklärte Kai, während sie Jannis ins Wohnzimmer folgten und sich auf die Couch setzen, oder eher Kai setzte sich und Jule legte sich und machte es sich mit seinem Kopf auch Kais Schoß bequem. “Er hat die Tage mit Ben gesprochen und der würde auch vorbei kommen wenn das für uns okay ist”, erzählte er weiter und spielte mit einer von Jules Haarsträhnen.
“Passt für mich”, sagte Jule gleichgültig. “Weiß Ben von uns?”, hakte er dann nach.
“Ne”, meinte Kai und wollte gerade einen Vorschlag machen, als Jannis ohne von seinem Handy anzuschauen sagte: “Keine Sorge, er wird’s wissen, sobald er mehr als zwei Minuten mit euch in einem Raum verbringt.”
“Darauf wollte ich hinaus”, erklärte Kai. “Wollen wir’s dieses Mal echt einfach so machen, dass wir uns nich verstecken und einfach abwarten, wann er was merkt und wie er reagiert.”
“Wenn du ihm vertraust und dich damit wohlfühlst gerne”, lächelte Jule und richtete sich leicht auf, um Kai zu küssen.
“Das fühlt sich ja an wie Ibiza 2018 nur, dass ihr euch diesmal nicht mehr die Mühe macht zum Knutschen in nen anderen Raum zu gehen”, kommentierte Jannis amüsiert und gespielt genervt ihren Kuss.
“Halt die Fresse, Jannis und freu dich lieber”, sagte Jule, während er nach dem nächstbesten Kissen griff, um es nach seinem Bruder zu werfen. Daraufhin brach eine wenig enthusiastische Kissenschlacht zwischen den beiden aus, in die sich irgendwann auch Balou einmischte und wieder realisierte Kai, wie sehr er das hier liebte.
